Donnerstag, 25. April 2013

Die Fußballfirma "Bayern-München"

Fußball ist nur eine Unterhaltungsindustrie mit angeschlossenem T-Shirt-Laden. Fußball lebt nicht von virtuellen kreierten Helden, wie die Spieleindustrie, sondern von lebenden Menschen, die mit Hilfe der Medien zu Stars werden, um Geld zu verdienen. Das Motto ist das Motto der Gladiatoren. 22 Mann gegen in die Arena und nur die Torschützen gehen als Sieger wieder raus. Der Mannschaftssieg ist nur etwas für die Tabelle. Fußball nennt sich zwar noch Mannschaftssport und doch ist es eine Industrie der Einzeldarsteller. Die Mannschaft nur noch lästige Spiel. Im Grund wäre die beste Lösung: Bayern-München kauft sämtliche Clubs der Bundesliga auf und spielt so immer gegen sich selber. So bleibt jeder Gewinn im eigenen Haus. Ist wie wenn, LIDL gegen Penny einen Preiskampf veranstaltet. Es ist nur eine Show für den Kunden.

Fußball entspringt der Wettkampflust von Gemeinschaften = Gemeinden. Jede Dorfgemeinschaft bildete aus seinen Mitgliedern eine Mannschaft und maß sich mit der Nachbargemeinde. Das war der Grundgedanke. Spieler aus anderen Gemeinden zukaufen bzw. als Lohnarbeiter anstellen, stand damals nicht zur Debatte. Ein Verein verdiente kein Geld.

Heute fragt man sich, warum die Nationalmannschaften noch die einigen Fußballmannschaften sind, die sich aus Spieler zusammensetzen müssen, die den Paß des jeweiligen Landes besitzen für das sie spielen. Das ist irgendwie veraltet. Jeder Fußballclub kauft sich sonst seine Mannschaft von überall aus der Welt zusammen.



Das was als Mannschaftsgeist noch in der Werbung und in der Politik idealisiert wird, gibt es längst nicht mehr. Fußball ist genauso globalisiert wie die Wirtschaft, weil es dort aber Millionen an Euros zu verdienen gibt. Es geht um Eintrittgelder, Merchandising und Presseerwähnungen. Der Mannschaftsgeist steckt nur noch in den Fans. Die Spieler sind längst Profis. Sie wechseln ihre Clubs und damit ihre Loyalität je nach Finanzangebot.

Fußball ist eine Schwärmerei für die geworden, die gerne siegen lassen. Bayern München ist ein globales Unternehmen, das nur so lange Fans besitzt, wie es siegt. Es hat sich seine Fans mit vielen Zukäufen von Spielern erkauft. Ein Borussuia Fan bleibt auch dann seinem Club erhalten, wenn er nicht Meister wird. Aus diesem Grund ist ein Bayern-München-T-Shirt eben teurer als ein BVB-Shirt.  Man trägt eine Marke, wie andere eine Apfel auf ihren Handy brauchen, um sich wertvoll zu fühlen. Auch ein Apfelbesitzer fühlt sich dem Club der Elite zugehörig. Das ist die Imagearbeit der "schwäbischen Hausfrau" Hoeneß.

In der Firma Bayern-München geht es um sehr viel Geld und lukrative Managerposten. Es herrscht ein enormer Leistungs- und vor allem Imagedruck. Götze ist daher nur eine Trophäe des finanziell Stärkeren. Beckham spielt nicht in Paris, weil er immer noch so ein guter Fußballer ist, sondern weil sich mit ihm ein Lebensgefühl verkaufen lässt; ein T-Shirt mit seinem Namen in Verbindung mit dem Clublogo. Götze quer durch alle Fans von allen Clubs als guter Spieler anerkannt - also muss er für Bayern spielen. Das gehört zum Geschäft dieser Firma.


Hoeneß im Gespräch mit auf Phönix 16.09.2012


Die Sozialneiddebatte

Wer heute Bayern München als Firma bezeichnet und die Zukäufe der Spieler, die am Ende auf der Ersatzbank landen, als Taktik bezeichnet, wird sofort in die Ecke des Sozialneides stellt. Ein Argumentationsmuster, das auch der Politik bekannt ist. Wer heute die hohen Gehälter der Führungsschicht unserer Industrie anprangert, führt ebenso eine Sozialneiddebatte und wird damit als inkompetent abgestuft. Es wird keine Diskussion um die Sache angestrebt.

Am Ende kommt das Strohmannargument: Bayern hat eben so viel Geld, um sich alle Spieler zu kaufen. Bayern ist kein Looser. Bayern ist der Macher - mit Geld. So funktioniert Marktwirtschaft, eben der Kapitalismus und auch der Sport. Was in der Industrie mit Lehrgängen an Hinterhältigkeit = Menschenführung ausgeglichen wird, ist im Sport das Doping. Wer in der Wirtschaft seinen Konkurrenten ausschalten will, expandiert, korrumpiert oder beginnt eine Preiskampf. Im Fußball kauft man sich die Spieler einfach ab. Hier kommt die Moral ins Spiel. Treue Clubspieler, sollten auch sehr hohe finanzielle Angebote aus Loyalität abschlagen. Das ist die Auffassung der Fans. Sie erwarten von Idolen immer das, was sie im eigenen Leben nie selber einhalten würden. Bekommen sie übermorgen einen besser bezahlten Job in einer anderen Firma - kündigen diese auch. Loyalität ist daher nur ein Anschein und ein narzisstisches Verhalten.

Kapital macht Sieger. Leistung lässt sich kaufen. Der Rest ist der Verlierer, der den Sieg bezahlen muss. Fußball ist also wie Politik, wie Wirtschaft - wie das ganz normale Leben. Nur die sogenannten "Bösen" sind erfolgreich. Der stilisierte Mannschaftssport als Fußball existiert nicht. Hat nie existiert. Jeder will der Torjäger sein, denn nur derjenige, der die Vorarbeit der Mannschaft in ein Tor verwandelt ist ein Held. Daran lässt sich nicht rütteln. Egal wie euphorisch die Fußballspieler zur Demonstration des Teamgeistes sich übereinander stapeln. Es ist alles nur ein Show. Das Teamwork der Außendienstmitarbeiter.

Ehrgeizige Eltern weg vom Spielfeldrand

Der Leistungsdruck beginnt schon im Bambini-Alter. Ehrgeizige Eltern brüllen und weisen vom Spielfeld aus ihre Steppkes an. Sie sollen kicken wie Schweinis oder Messi. Bezahlen ihrem Sprößling für jeden Torschuss 10 Euro, auch wenn er kein Stürmer ist. Pfeift der Schiedsrichter nach ihrer Ansicht falsch, werden diese derartig bedrängt, dass viele von ihnen diese Bambini-Turniere nicht mehr pfeifen wollen.  Die Respektlosigkeit empört und wütet am Spielfeldrand als fürsorgliche Eltern.

Kinder werden heute auf dem Dorffußballplatz genauso gedrillt, wie andere am Klavier oder im Ballett. Jeder soll eine Primaballerina auf seinem Gebiet werden. Jeder andere ist eine lästige Konkurrenz und muss weg. Deshalb gibt es überall Trainingscamps mit "Entdeckungschance".



Uli Hoeneß im Fußballglück

Uli Hoeneß hatte eine Bildbuchkarriere. Er spielte beim SV-Ulm. Ein kleiner Club, der sich ein Freundschaftsspiel mit Bayern-München gönnte. Udo Lattek der damalige Bayern München-Trainer holt sich den Uli nach München. In die Mannschaft um Franz Beckenbauer und Sepp Maier.

Uli Hoeneß wurde nach seiner Fußballkarriere, Manager von Bayern-München. Dieser verdiente damals noch sein Geld ausschließlich mit Eintrittsgeldern. Doch Uli Hoeneß macht daraus eine Fußballfirma. Merchandising war das Zauberwort. Fußballspieler wurden zu Presselieblingen. Fußballspieler von Bayern-München lebten von nun an öffentlich; Fußballerhochzeiten in der Yellowpress wurden zum Alltag der Spieler. Talente im eigenen Verein fördern geriet in den Hintergrund, wenn man diese von anderen Vereinen kaufen konnte.

Der Menschenhandel im Fußball begann damit auch in Deutschland. Er ist momentan in der Endphase. Wie eben jede Blase in der Marktwirtschaft. Dominierende Fußballändern wie Italien und Spanien verlieren an Finanzkraft und damit auch die Fußballvereine an Einnahmen. Doch auch in dieser Branche werden sich die hohen Gehälter nicht halten können, wenn der Zuschauer kein Geld mehr für teure T-Shirts aufwenden will.

Weiter Einnahmequelle des FC-Bayern-München, der Fußballclub 1860 München. Jährlich muss er 4,2 Millionen Euro für die Nutzung der Allianz-Arena überweisen. Geld, das 1860 München gar nicht hat. Vertraglich sind sie noch bis 2025 gebunden. Doch es wird kräftig nach einer Alternative gesucht. Bayern-München soll 1860 München sogar Geld geliehen haben. Auch Borussia Dortmund lieh Hoeneß mal 2 Millionen Euro, damit die Spielergehälter bezahlt werden können.

Eines ist klar. Bayern-München kann nur dann gewinnen, es Gegner gibt die gegen die Mannschaft antreten. Es bringt rein gar nix, wenn sich nur noch Bayern-München die Bundesliga mit all ihrem finanziellen Aufwand und Riesenstadien leisten kann.


Randale in den Stadien

Gewinnen will jeder, der antritt. Im Nacken einer jeder Mannschaft sitzen immer größer werdende Heerscharen von Siegesdürstigen. Da die Kassen stimmen müssen, hat sich eine regelrechte Wochenendpilgerschaft der Fußballclubs in Gang gesetzt. Es gibt riesige Stadien die gefüllt werden müssen. 50.000 Zuschauer sind keine Seltenheit. Durch ganz Deutschland werden die zahlenden Gröhler gekarrt und bekommen sich leicht in die Wolle. Ein Tribut für die Geldsucht der Vereine. Auch dort dreht sich die Finanzspirale. 

Am Ende muss der Steuerzahler ran mit horrend teuren Polizeieinsätzen für die die Vereine nicht aufkommen wollen. Das würde ihre gesamte Bilanz vermasseln.

 
Übertragungsrechte der Bundesliga als Grundeinkommen

Jeder Verein, der am DFB-Pokal teilnimmt, erhält 109.000 Euro aus den Übertragungsrechten. Je weiter man bis zum Pokal vordringt, verdoppelt sich die Ausschüttung. Ähnlich funktioniert es auch in der Champions Lige. So verdiente Bayern-München 2012, 70 Millionen Euro beim Endspiel in der Allianzarena, obwohl der FCB nicht gewann.

Das bedeutet, man in diesem Wettkampf wird immer Startgeld bezahlt, weil sonst die Konkurrenz für die Show ausbleibt. Doch die Finanzvernunft setzt sich bei einigen Clubs bereits durch. Bundesliga ist zu teuer.


Wenn die Bundesliga zu teuer ist, bleibt man in der Regionalliga

Der FV Illertissen, könnte in die Dritte Bundesliga aufsteigen, wenn er wollte bzw. könnte. Doch er bleibt in der Regionalliga. Die finanziellen Aufwendungen der Stadt wären zu hoch für das notwendige Stadion, das in dieser Liga vorgeschrieben ist. 

Auch der SV-Ulm stieg kurzfristig auf in die Bundesliga. Die Stadt finanzierte ein größeres Stadion. Danach kam der Abstieg und übrig ist nur noch dieses "schöne" Stadion vom großen Traum der hohen Einnahmen. Manche Stadt mag es als Prestigeanlegenheit sehen, in der Bundesliga vertreten zu sein. Doch es droht immer der Abstieg und damit der Verlust der Medienpräsenz und der daraus resultierenden Einnahmen. Es kostet sehr viel Geld, an der Spitze mitspielen zu können. Können alleine recht dazu nicht aus - auch wenn es eine schöne Illusion vom großen Sportgeist ist.

Darum EM in ganz Europa

Die Einnahmen der EM durch die großen Freilichtpartys werden nun in ganz Europa verteilt. Es ist zu teuer für ein einzelnes Land geworden, die EM auszurichten. Die letzte EM wurde von Polen und der Ukraine gemeinsam ausgerichtet. Anders war es finanziell nicht mehr tragbar. Dasselbe gilt für die Weltmeisterschaft. Auch Brasilien gerät in Bedrängnis. Die Stadien werden nicht fertig, sind zu teuer usw. 

Wobei man bedanken muss, nicht die ausrichtende Nation verdient das Riesengeld mit diesen Veranstaltungen, sondern die FIFA. Aus diesem Grund hören wir so viel über Korruptionen und Schiebereien.




Im Grunde würde es heute ausreichen, wenn Fußballprofis wie die Eiskunstläufer mit "Holidy on Ice" durch die Welt tingeln würden. Dann wäre dem Zuschauer klar, es ist nur eine Show - denn der angebliche Wettkampfgeist ist beim Fußball längst dem Finanz-Wettkampf gewichten.

In diesem Sinne
Euer Politprofiler



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