Montag, 15. April 2013

Zyperns Gold ist nur ca. 550 Millionen Euro wert

Zypern muss für die Hilfszahlungen der EU 5,8 Mrd. Euro an Eigenkapital aufbringen. Nun wird spekuliert, ob die Goldreserven dafür veräußert werden sollen. Im allgemeinen sieht man Gold als Wertanlage an, doch im Vergleich zum existierenden Schuldenberg, wird dessen Wert verschwindend gering. 

Gold steht momentan an seinem jemals erreichten Höhstpreis seit dem 13. Jh. und trotzdem kann Zypern, falls es sein Gold ca. 13,9 Tonnen verkauft, nur einen Eurowert von ca. 550 Millionen Euro erzielen. Auch die deutschen Goldreserven reichen nicht ansatzweise für eine Schuldentilgung unserer Staatsschulden.

Es kursieren unrealistische Vorstellungen von einem gerechten Goldpreis. Sie befinden sich in Dimensionen, die nur bei Inflation einer Währung erreicht werden. Gold ist eben doch nur ein Werkstoff, ab einem bestimmten Preis ist es für Schmuckkäufer uninteressant und als Wertanlage unrentabel.


Dieser Punkt scheint erreicht zu sein. Ein dramatische Situation für alle Spekulanten, die von einem Goldpreis pro Unze von 10.000 US-Dollar oder mehr träumen. Doch sollte dieser Preis erreicht werden, steckt der Dollar mitten in einer Inflation. In harten Zeiten gibt es für einen Goldehering mit 10 g gerade mal 5 kg Kartoffeln. Das ist der reelle Preis von Gold.

Doch anstatt diese Informationen zur Erkenntnis über unser Geldsystem zu nutzen, denkt man über Geldsystem nach, die ihren Wert aus dem aktuellen BIP eines Landes ableiten. Dieses Gedankenmodell funktioniert nur dann, wenn das BIP ständig steigt. Es erklärt keiner, wie das Geld wieder aus dem System geholt wird, wenn das BIP sinkt. Das wird genauso schmerzhaft, wie die heutigen Rettungsversuche.

Profitdenken ist kein Antrieb, sondern eine Selbstvernichtungsmechanismus

Grundsätzlich gilt: Wir leben in einem Zeitalter des eigentumsgedeckten Denken, das eine Profitwirtschaft voraussetzt. Profit bedeutet grundsätzlich, dass die Geldmenge kontinuierlich ansteigen muss. Jeder Gewinn muss von jemanden bezahlt werden, wie jeder Zins. Es macht daher keinen Sinn zu verlangen, den Zins abzuschaffen und die Profitwirtschaft beizubehalten.

Wird allerdings der Profit abgeschafft, ist alles was die Menschheit heute als Regeln und Normen aufstellt - Null und Nichtig. Genau um dieses Umdenken geht es. Heute kann sich noch niemand vorstellen, in einer Gemeinschaft zu leben, die ohne Profit und Eigenvorteile denkt und arbeitet.

Es wäre ein kompletter Wandel der ICH-Definition des Menschen und seiner Gemeinschaft. Doch davor sollten wir keine Angst haben. Es geht! Und es geht besser als alles, was bis Menschheit bis jetzt mit dem Kapitalismus versuchte.



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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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