Sonntag, 5. Mai 2013

Die AfD und die Medien - Der Aktionismus der Ahnungslosungen nennt sich Alternative

Die Piraten sind für die Medien nun uninteressant. Die Klatschpresse verzeichnet gegenüber dieser Partei einen regelrechten Crash. Nun zeigt der Mittelstand der Unternehmer mit seiner AfD wo der Hammer hängt. Alte Herren mit akademischen Titeln und Mediendinosaurier der Unternehmervertretung drängen in die Schlagzeilen und Talkshows unseres Landes. Sie verkünden die frohe Mär vom Schuldigen, an all dem Ungemach auf dieser Welt, das den Deutschen widerfährt. Es ist der Euro. 

Sie sind die Stammtischversteher dieser Nation, obwohl wir alle wissen, dass die Stammtische in dieser Nation noch nie richtig lagen, wenn es um Entscheidungen geht. Es ist das dumme Maul derjenigen, die am Ende für all die unsinnigen Entscheidungen unserer Regierungen zur Verantwortung gezogen werden müssen. Die Stammtische waren die Ersten, die Hartz4 und die Agenda 2010 von Schröder bejubelten. Sie waren auch diejenigen, die die Rente ab 67 für richtig befanden.


Sie waren diejenigen, die sich für einen freien Handel in Europa einsetzten und eigentlich nichts gegen den Euro hatten, so lange er ihnen Vorteile brachte. Nun ist all das doof, was sie vorher noch bejubelten. Sie waren niemals bei denen, die das alle Gut hießen.

Doch wirkliche Alternativen können sie nicht bieten. Sie meinen nur, mit dem heutigen Steueraufkommen, lässt sich Deutschland auch anders retten. Sie machen eben wie dieselben Denkfehler wie immer. Die heutigen Steueraufkommen sind nur möglich, weil es so ist wie es ist. Ändern sie das, was sie wollen, haben sie auch nicht mehr die Steuereinkommen, die sie heute noch verwenden wollen.

Das schöne Wort für diese Menschen ist "Besserwisser", wer es härter ausdrücken will, nennt sie "Dummschwätzer". Sie graben wie Maulwürfe in den tiefen Satzverschlingungen unserer Verfassung herum, als sei eine Verfassung an der wirtschaftlichen Lage schuldig.

Währungen haben keine Schuld an Wirtschaftskrise

In einer Währung drückt sich nur der Nachteil gegenüber dem Vorteil unserer Ökonomie aus. Wer ständig an Länder seine Produkte verkauft, die sich dafür verschulden, muss damit rechnen, dass dieses Wirtschaftsmodell "Deutschland" nicht auf Dauer aufrecht erhalten werden kann. Es bricht spätestens dann zusammen, wenn die ersten Käufer, keinen neuen Kredit mehr bekommen. Das ist ganz normale Marktwirtschaft. BMW würde schon lange keine Autos mehr verkaufen, gäbe es keine Leasing- und Kreditverträge. Wer kritisiert, sollte wenigsten die gesamte Bandbreite der Zusammenhänge überschauen können. Wer sich der schonungslosen Realität und Aufklärung verweigert, macht sie selber zum Krisenverursacher.

Eine Währung kann niemals die Schuld für wirtschaftliche Schieflagen angerechnet werden. Die Ursache für ökonomische Ungleichgewichte sind im Wirtschaftssystem selber zu suchen. Eine Währung drückt diese nur in Geldeinheiten aus. Diese Ungleichgewichte werden nicht aufgehoben, wenn die Währung einen neuen Namen erhält. Italien kauft nicht mehr Autos in Deutschland ein, wenn wir wieder in D-Mark abrechnen.

Geld, bleibt Geld und richtet sich nach wie vor am selben Grundwert aus, wie alle anderen Währungen dieser Welt auch.  Wir hätten dasselbe Szenario, wenn wir Kartoffeln oder Muscheln als Währung einführen würden und der Rest von Europa in Karotten bezahlen müsste.Am Ende hätten wir Berge von Karotten und gelbe Köpfe.

In Deutschland wird gegen den Staat gewählt und für die Wirtschaft

Bitte beachten Sie, dass ich Staat nicht mit Regierung gleichsetze. Das sind zwei Paar Stiefel. Steuererhöhungen oder -senkungen, sind wirtschaftliche Steuerungsmittel. Mehr Staat bedeutet, brechen den Monopole und zurück zu einer sozialen Marktwirtschaft, die systemrelevante Industrien als Staatsbetriebe führt. Sie kennen begriff "Systemrelevant" lediglich aus der Finanzkrise in bezug auf Banken. Das hat man ihnen gelehrt und sie haben alles ungeprüft gefressen, weil es von akademischen Mäulern heraus schwallte.

Die AfD ist an Bauernschläue nicht zu übertreffen. Sie reiht sich in die Gewöhnlichkeit der anderen unkritischen Parteien ein. Sie dienen nur dazu, die Spannung im Wahlkampf 2013 aufrecht zu erhalten. Mit einer schwachen FDP auf der Seite der CDU wäre jetzt schon jedem klar, dass es zu einer großen Koalition kommt. So bleibt es spannend in unserer Demokratie, wie in der Bundesliga. Es soll schließlich der Eindruck entstehen, die Volksmeinung hätte eine Alternative zum heutigen Regieren in dieser Welt.

Der blinde Aktionismus der verzweifelten Ahnungslosen

In ganz Europa wird LINKS - für mehr Staat - gewählt, nur in Deutschland nicht. Der Kündigungsschutz soll nicht gelockert werden. In Deutschland fordert das gemeine Volk geradezu seine Entmachtung und merkt es nicht einmal. 

In Deutschland ist der Staat der anerkannte Feind, obwohl es eigentlich die Wirtschaft sein sollte. Man wählt Lobbyisten jetzt in die Regierungen und glaubt die manipulierten Politiker damit besser zu ersetzen. WAS FÜR EIN SCHWACHSINN!

Die SPD und die Grünen sind keine linke Parteien. Sie sind als Linke verkleidete Neoliberale, wie die AfD, die CDU/CSU und die FDP. Auch die viel gepriesenen "freien Wähler" sind neoliberales Ziehvolk der Wirtschaftswissenschaften und der Vernunft, die ihr Sprachrohr aus den Ideenschmiede der schlauchen Bauernschaft und den Kleinunternehmern beziehen. Der Besitzbürger am Stammtisch denkt für sich und glaubt dabei er würde für alle denken. Das ist pure Selbstüberschätzung und blinder Aktionismus.

Es gibt nicht einmal ein "kleiners Übel" - alles ist gleich übel

Selbst, wenn ich mich anstrenge in der heutigen Systemlogik nach einer verantwortbaren Partei Ausschau zu  halten, muss ich feststellen. Es gibt keine, die etwas für den kleinen Menschen in diesem Land, in Europa und in der Welt unternehmen will. Alle vorgebrachten Alternativen, enden in der Armut der Massen. Es gibt nicht einmal mehr, das berühmte "kleine Übel". Nicht einmal die Linken sind eine Empfehlung wert.

Showman wie dieser Komödiant aus Italien, mögen die Stammtische, die es auch in Italien gibt, in Wallung bringen, aber einen Überdenken der Wirtschaftslogik ist auch da nicht zu erkennen. Es ist nur die übliche Blockadehaltung von alternativlosen Oppositionellen. Man konzentriert sich wie überall auf der Welt darauf, die Vorteile des Marktes auf sein eigenes Land zu konzentrieren. Das ist alles und man denkt es reiche aus. Damit man in wenigen Jahren, auch diese gut gemeinten Entscheidungen wieder revidieren muss.

So bleibt wenigste die Demokratie in ihrer Meinungsbildung in Bewegung.



1 Kommentar:

  1. Die BüSo will immerhin die Trennung von Spielkasino und Bankwesen.
    Ist doch schon mal ein Anfang, oder?

    Mogelpackung AfD: Eurokritik drauf, National-Monetarismus drin

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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