Mittwoch, 22. Mai 2013

Ein Leben nach der Apokalypse muss verstanden werden

Wer im Jahre 2023 versehentlich seine Tasche stehen lässt wird zum Terroristen, unabhängig ob darin eine Bombe oder ein Lippenstift versteckt ist.
 

Jeder der nicht der Staatsreligion des jeweiligen Landes angehört muss sich mit einem Roten Punkt selber und eigenverantwortlich kennzeichnen.

Wer dies unterlässt wird mit dem Entzug der Arbeitserlaubnis bestraft.

Gefängnisse sind im Jahr 2023 zu teuer geworden.


  • Die Menschen werden durch den Entzug ihrer Arbeitserlaubnis von allen Bürgerrechten befreit. Sie sind sozusagen vogelfreien.
  • Wer einem Vogelfreien mit Lebensmittels und Unterkunft hilft, gilt ebenfalls als Vogelfrei und verliert seine Bürgerrechte.
  • In dieser Welt werden nur die Angepasstesten überleben, die das Elend der anderen argumentativ immer als Gerechtigkeit des Marktes darstellen können.
  • Jeder Mensch der sich in dieser Zeit sich noch die für die alte Vorstellung von Sozial und Solidarität einsetzt wird automatisch zum Staatsfeind und zum Terrorist. 

Sie glauben, das ist nicht möglich?

Ich garantiere Ihnen es ist möglich. Die Marktwirtschaft macht ihre Meinung. Sie erklärt ihnen, warum Alte unproduktiv sind und warum wir mehr Kinder brauchen, warum der Kündigungsschutz schlecht ist usw. Die Marktwirtschaft ist ihre hauseigene Gehirnwäsche, die der sie sich jeden Tag weichspülen, wenn sie ihren Geldbeutel aufmachen.

Daher behaupten Sie nicht, sie seinen nicht angepasst. Sie sind angepasster als jede andere Generation vor ihnen. Sie werden nicht zum Faschismus verführt, sondern sie wollen ihn aus eigener tiefsinniger Überlegung.

Sie diskriminiert sich gegenseitig und das auch noch auf wettbewerblicher, moralisch korrekter Basis des Gesetzes. Sie fordern immer schärfere Gesetze, um die lästige Konkurrenz um den Arbeitsplatz los zu werden.

Jede Solidarität ist nur geheuchelt und ist eine Form der hinterhältigen Diplomatie mit großartigen Kompromissen, die jeden dort verarmen wo er es nicht vermutet.

Marktwirtschaft ist unfinanzierbar, da sie sich aus den Profiten jeder Tätigkeit erzeugt, die der Mensch heute hervor bringt. Wir leben also nicht in einer Wachstumszwangsspirale, sondern in einem grandiosen Preissteigerungs-MUSS. Die ganzen Lösungsansätze drehen sich allerdings nicht darum, wie die Profitspirale abgeschafft werden kann, sondern es geht darum, wem das Geld, das Kapital weggenommen wird, damit der Rest sich die Preissteigerung noch ein paar Jahrzehnte finanzieren kann. 

Doch das alles reicht dem heutigen Menschen noch nicht zu Erkenntnis. Er erkennt das Paradox immer noch nicht. Er sucht tatsächlich nach neuen Planeten. Er behauptet Rohstoffe gefunden zu haben, wo keine sind, um sie zu Geld zu machen. Er behauptet auf dem Mars können man in 30 Jahren leben, nur um neue Sicherheiten für neues Geld zu kreieren.

Der Menschheit steht ein derartig großes Umdenken bevor, das die heutige Vorstellungskraft der Meisten sprengt. Sie müssen sich eine Welt ohne Profit und Bonus nicht nur vorstellen, sondern am Ende auch leben. Niedertracht und Hinterhältig wird in dieser neuen Welt nicht mehr mit Wohlstand und Luxus belohnt.


Das ist nicht nur ein Gang nach Canossa, das ist ein Leben nach der Apokalypse. 

Kommentare:

  1. gefällt mir sehr gut; dieser beitrag.

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  2. 100% Zustimmung!

    Und wenn ich die vielen, vielen Deppen und Idioten (auch in der eigenen Familie) sehe, die trotz aller Offensichtlichkeit noch immer nicht selber denken wollen, bleibt mir aber überhaupt gar kein Optimismus mehr übrig (falls denn da mal einer war). Null, gar nix!

    Meiner Meinung nach haben wir den "point of no return" längst überschritten. Hab zB. heuer noch keine einzige Honigbiene gesehen. Und das, obwohl ich besonders darauf achte endlich eine zu sehen.

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  3. Ja - die Honigbienen sind rar geworden, aber nicht rarer als die Jahre zu vor. Wer über Generationen nur Zuckerwasser als Ersatz für seinen Honig erhält, wird mehr und mehr geschwächt.

    Was den Optimismus in unserer sogenannten Welt- und Wertordnung anbetrifft, war er nie etwas anderes als pur Selbstbetrug und die Verherrlichung von Hinterhältigkeit. Viele wachen nur aus ihrer REM-Phase auf und gleitet in die nächste.

    Nun wird der Träumer zum Realträumer. Er träumt vom Tellerwäscher zum Festangestellten Geldempfänger bzw. er träumt den Millionär zum Tellerwäscher.

    Das ist keine Erkenntnis. Das ist Realismus innerhalb der Spielregeln. Sie wollen alle die Gewinne wie im Lotteriespiel verteilen. Die Großherzigen sind sogar bereit die Nieten zu entfernen, ... aber ... sie vergessen bei all ihrer Euphorie, dass für die gewaltigen Gewinne, die zur Versorgung der Menschheit notwendig sind, erst einmal jeder einzahlen müssen. Nur dann realisiert sich der Traum vom "gerechten" Verteilen in der Vorstellung von Marktwirtschaft.

    Noch hat sich ein Lotteriegewinnen bei all den Loskäufern bedankt, die nicht gewannen. Würde jeder wieder das zurückerhalten, was er investierte, gäbe es keine glücklichen Gewinner. Wahrscheinlich würde nicht einmal einer spielen wollen.

    Doch auch das ist noch keine Erkenntnis. Die potenziellen Spieler verfügen immer noch über ihr Kapital als Einsatzmöglichkeit. Erst wenn auch dieser letzte Strohhalm der Marktwirtschaft als Lüge anerkannt und aufgeben wird, so dass es niemand mehr für erstrebenswert hält, beginnt das neue Denken ohne Profit.

    LG

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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