Freitag, 5. Juli 2013

Ägypten: Wie die USA die Geburt des neuen Nahen-Ostens einleiten

Zu aller erst möchte ich den Begriff "Brotaufstände" klären. 

Darunter versteht sich der Aufstandes der Hungrigen, der Abhängten vom Brot bzw. Einkommen. Eine Revolution gab es im Rückblick auf die Geschichte unserer heutigen Zivilisation nie. Die Ordnung an sich wurde niemals infrage gestellt.

Die franz. Revolution war auch nur ein Brotaufstand, wie die russische Revolution. Es kam immer zuerst das Fressen und danach die Moral. Auch die viel gefeierte Tea-Party und Unabhängigkeitserklärung der USA von Großbritannien, war nur ein simpler Brotaufstand. So wie der Aufstand der DDR hin zur Demokratie nur ein Brotaufstand war. Angetrieben von der Illusion, Demokratie macht reich und satt.

Wirkliche politische Aufstände gab es daher noch nie in der menschlichen Geschichte.

Unsere fragwürdige Moral ist ein anderes Wort für Neid

Als Moral kann dieses ganze Gehabe der Menschheit nicht bezeichnet werden. Egal wie oft dies bereits in Büchern, Schriften und gemachten Erfahrungen bestätigt wird. Daher ist jeder Aufstand und alles was der heutige Mensch als Revolution versteht, eben nur ein Brotaufstand. Auch die heutigen Diskussionen um die bei uns vorherrschenden sozialen Schichten und die Arbeitslosigkeit sind nur eine Brotdebatte. Das hat mit Politik rein gar nix zu tun. Der heutige Mensch weiss gar nicht was Politik ist. Er kann sich das nicht einmal annähernd erklären, weil er nicht begreift, dass das was er als Politik versteht, nur wirtschaftliche Vernunft ist - also Brotdenken - Fressen, um bei Brecht zu bleiben. Erst danach entwickelt der Mensch ein moralischen Bewusstsein, das ihm hilft, dem einigen aus moralisch erfundenen wirtschaftlichen Argumentationen weniger Brot zu gestehen zu dürfen. Heutige Moralisten sind nichts anderes als Heuchler und die Welt ist voll mit ihnen. Sie sind eine Horde von Egoisten, die vorgeben es mit der Menschheit gut zu meinen, denken dabei aber nur an ihren eigenen persönlichen Vorteil.


Es sind Brothirne, Fresshirne oder besser gesagt, vernunftsbegabte Wirtschaftsdenker. Aus dieser falschen Realitätsbetrachtung begründet sich heute alles was recht und richtig ist.


Zum Sturz Mursis - Nun sind die Schiiten an der Armut schuld

Staaten mit einem islamischen Bevölkerungsanteil von mehr als 10 %
Grün: sunnitische Gebiete, Rot: schiitische Gebiete, Blau: Ibaditen (Oman)
Das ägyptische Militär wird von den USA finanziert. Das ist kein Geheimnis. Es wurde unter Mubarack von den USA finanziert und jetzt auch. Daher hielt es 2011 still und unterstütze damit Mubarack nicht. Dieses Mal verweigerte es Mursi ebenfalls die Unterstützung. Es setzte sich nicht für die Aufrechterhaltung der Demokratischen Grundordnung ein, sondern es setzte es gewählten Präsidenten ab und entmachtete damit über 50 % der Bevölkerung. So sind nun mal die ungebeugten Regeln einer neutralen Beurteilung. Die schlechte wirtschaftliche Lage wird einfach Mursi und den Moslembrüdern angelastet - so wird ein Brotaufstand zum Anlass für einen ausländische Intervention vorgeschoben.

Der heutige Mensch neigt dazu, alles detailliert zu betrachten. Er blendet damit vorsorglich das Umfeld aus, das erst das Detail möglich machte. Das verhindert Verknüpfungen zu erkennen und verblendet die tatsächliche großen Wahrheit der Erkenntnis aus. Auch die aktuellen Ereignisse in Ägypten vom Juli 2013 verleiten dazu. Man ist nicht geneigt, die ersten Demonstrationen von 2008, 2011 in die von 2013 mit einzubeziehen. Doch genau das ist notwendig.

Schon in den Jahre 2008 kam es zu extremen Brotpreissteigerungen in Ägypten. Mubarack verteilte damals an die sogenannten Armen das Brot über Bäckereien, die Mehl vom Staat erhielten und das Brot billigst verkaufen mussten.

Des Weiteren sollte man wissen, dass der Tourismus in Ägypten verbilligtes Essen erhält. Ich gehe davon aus, dass diese Bestimmungen noch nicht aufgehoben sind. Das Hotelessen der Ausländer wird auf Staatskosten subventioniert, damit es überhaupt zum Tourismus kommt. Die ägyptischen Hotel gehören meistens großen ausländischen Hotelketten. Allerdings schreibt das ägyptische Gesetz vor: Jeder ausländische Unternehmer muss einen ägyptischen Partner mit 51% Prozent beteiligen.

Diese 51% Partner fand man hauptsächlich im Umfeld von Mubarack und daher auch im Militär. Das heute (2013) wieder putschte. Ägyptens Volk ist jung. Das Durchschnittsalter liegt in Ägypten bei 24 Jahre in Deutschland bei ca. 42 Jahre. Ägyptens Bevölkerung ist auf Grund der Krieg so jung. Mit Landwirtschaft und Tourismus lässt sich allerdings eine so junge Bevölkerung nicht mehr in Lohn und Brot versetzen. Sie sehen Demographie ist auch mit vielen Jungen nicht ohne Probleme, obwohl man uns Europäern das erzählen will. Uns wird vorgehalten, wir haben zu wenige Kinder.


Brotaufstand als Vorwand für einen US-Putsch

Auch in Ägypten hieß es: Bildung, Bildung und nochmals Bildung. So wuchs eine Jugend mit hohen Schulabschlüssen heran, für die es keine Arbeitsplätze gib und geben wird. Wie in Spanien, Portugal, Griechenland und bald auch in Deutschland. So ist die ägyptische Revolution nur eine Blase der Gebildeten, die 2011 auf dem Tahrir-Platz standen und Mubarack weg demonstrierten, weil sie glaubten dadurch würden sie in Lohn und Brot kommen . Es war also eine reine wirtschaftlich vernünftige Entscheidung zur gut gemeinten Revolution - die ein Brotaufstand ist.

Daher muss man ergründen, wie es möglich ist, Massen zu mobilisieren. In Ägypten rückt hier eine kleine Gruppe von jungen Männern ins lickfeld. Die Tamarod, auf deutsch "Rebellion". Vorher entstand die Bewegung "6. April". Ein kleine Gruppe von Internetaktivisten, die 2008 einen Streik der Textilarbeiter mobilisierten. Die Gruppe "6. April" stand seit 2008 mit NGOs in Amerika in Kontakt. Dort wurde gemäß Wikileaks festgestellt, dass Menschen nur wegen Hunger auf die Straße zu bringen sind. Nur wegen Politik wird sich nie eine Protestbewegung formieren.

Das größte Problem der Mobilisierung bestand allerdings darin, dass viele Ägypter nicht die nötigen, modernen Kommunikationsmittel zugänglich waren, mit denen sie sich in Facebook vernetzen konnten. Erst 2011 war dies möglich. Facebook gibt es erst seit 2004. Vielleicht erinnern sich noch einige von Ihnen daran, wie massiv und aggressiv unsere Medien auf dieses neue Medium hinwiesen. Mit der Absicht, dass sich letztendlich jeder dort vernetzt und seine Emotionen preis gibt. Daraus werden Analysen erstellt. Selbst heute wird man immer noch von den Tagesthemen oder heute aufgefordert, sich an den Diskussionen auf Facebook oder Twitter zu beteiligen. So entstehen Psychogramme ganzer Nationen.

Vor Facebook entstand "Al Jazeera". Aus einem Gemeinschaftsprojekt von BBC und einem arabischen Medienkonzern. Mit Al Jazeera konnten Realitäten in die arabische Seele transportiert werden und den Hass zwischen Sunniten und Schiiten aufheizen, bis heute.


Es war ein weiter Weg für den ägyptischen Frühling von 2008 bis zu den großen Protesten in 2011. Arbeitslosigkeit ist heute Brotlosigkeit. Viele gut ausgebildete ägyptischen Studenten fristeten längst ein trostloses Dasein ohne Aussichten auf eine gesicherte Zukunft. Zu geringe Einkommen, um eine Familie zu gründen, sind keine Option. Der Wettbewerb zwischen dieser Jugend wird immer heftiger und am Ende wird jeder Kampf um einen Arbeitsplatz verloren.

Das war der Nährboden für die Facebook-Bewegung. Mit dem heutigen Wissen, kann dies auch PRISM-Initiative genannt werden. Während des Irakkrieges im Jahre 2003 und 2004 nannte Condolizza Rice (damalige US-Außenministerin v. G.W.Bush) das Ganze noch "Geburtswehen den neuen Nahen-Ostens". Für die Armut in Ägypten wurde zu erst Mubarack verantwortlich gemacht und jetzt Mursi. Mursi erhielt als Muslimbruder nur deshalb eine Chance, um heute als Sündenblock vom Militär abgesetzt zu werden. Das war ein brutaler Schlag ins Gesicht der jungen Demokratie.

Die Inszenierung zur Eskalation zwischen Schiiten und Sunniten

Islamische Konfessionen und sunnitische Rechtsschulen
In diesen ganzen Überlegungen darf die "Umma" - die arabische Nation nicht vergessen werden. Auch der Interimpräsident will im Sinne dieser Gemeinschaft handeln. Die Umma umfasst alle arabischen Stämme inkl. ihrer Nationen als Ganzes. Innerhalb der Umma stellen die Sunniten die Mehrheit dar. Sie sind besessen von der Angst von Schiiten, die nur eine Minderheit darstellen, überrannt zu werden. Die Schiiten sind diejenigen, die Mullahs und Imame als religiöses Oberhaupt anerkennen. Sunniten kennen diese Form der religiösen Herrschaft nicht. Weiter ist zu wissen, dass es keine einheitliche Scharia für den Islam gibt. 

Jede Religionsgruppe formuliert seine eigene Interpretation des Korans als als Grundlage für die staatlichen Gesetze anders. Daher ist es sehr schwer als Christ den emotionalen Streit der verschiedenen islamischen Richtungen zu verstehen. Unsere religiöse Grundordnung als moralische Vorstellung für unsere heutigen Gesetze (Scharia) ist längst formuliert. Der Glaube im Recht verankert, obwohl wir unsere Staatsformen als säkular beschreiben. Da in der Zwischenzeit sich die religiöse Moral der wirtschaftlichen Vernunft beugte. Ein Beispiel: Bikini am Strand stört den Schiiten. Der Tourist hat sich dieser Moral zu beugen. Der Sunnit sagt allerdings: Nein, weil es wirtschaftliche Einbußen erzeugt. So wird die Religion in die Vernunft gebeugt. Eine Eskalation zwischen Schiiten und Sunniten soll daher in den Vorstellungen der US diese einheitliche Scharia zu Gunsten der wirtschaftlichen Vernunft erzwingen. Der West beschloss daher, einer Seite des Islams den Vorzug zu geben = Macht.

Lutheraner, Orthodoxe, Katholiken und sonstige christliche Formationen haben ein und dieselbe Grundlage für die Vorstellung von Recht, basierend auf der Bibel, die zu einer Rechtsbildung von Staaten führt ohne die Kirche und Glaubensgemeinschaft direkt in die Staatsgeschäfte einzubinden. Das nennen wir heute Säkularisation. Die Trennung von Religion und Staat. Was sie im Grund gar nicht ist. Die Religion bleibt die Willensbildung zum Gesetz auf der Prämisse Eigentum.

Deeskalation für die einheitliche Scharia

Die Umma kann nur dann für den Westen einen verlässlichen Handelspartner abgeben, wenn die einheitliche Scharia endlich verfasst wird. Erst dann können islamische Staaten ein einheitliches Rechtssystem ähnlich dem unserem entwickeln. Das letztendlich die Umma ebenfalls in den globalen Rechtsstaat mit einbindet.

Daher sind die Sunniten die bevorzugten Verhandlungspartner des Westen und gleichzeitig die größte islamische Gruppe. Sie lassen sich nicht von Mullahs regieren. Taliban und Kurden zählen zu den Sunniten.  Emotional lässt sich das ganze vielleicht in unsere Weltanschauung so übersetzen: Lutheraner wollen ihre Bibelinterpretation als Grundlage für alle christlichen Demokratien als Rechtswerk umsetzen - also ihre Scharia für alle gültig machen und daraus eine universell gültige Rechtsnorm für Europa verfassen.

Die Scharia ist nicht gleichzusetzen mit Gottesstaat in unserer Vorstellung von Staatswesen, sondern es ist nur die Vorgabe für die Moral und das Gewissen, woraus sich am Ende eine Rechtsnorm entwickelt, die am Ende das Vertragswesen regelt. Auch für internationale Partner. Gibt es diese Einheit nicht, kann je nach Führungswechsel über Nacht eine andere Rechtsnorm gültig sein und alle Verträge mit dem Westen werden wieder nichtig. Deshalb ist es wichtig, die einheitliche Scharia endlich zu verfassen.

Damit lassen sich auch die Auseinandersetzungen der sogenannten arabischen Revolutionen erklären. Es sind immer schon vernehmlich Schiiten und Sunniten gewesen, die sich bekämpften. Gaddafi, Mubarack, Assad waren Persönlichkeiten, die jeder Interpretationsgruppe des Islam ihren Freiraum geben und nur darauf achteten, dass keiner den anderen massakrierte. Das wird als Diktatur verstanden. Sie waren lange Zeit die Garanten für die Vertragsteue dieser Länder, mit dem Nachteil, dass sich die Einnahmequelle des Landes nur in das Militär und den Verwandtschaft des Diktators aufteilte.

In Zeiten von schweren Wirtschaftskrisen war klar, dass sich diese Führer nicht auf Dauer halten konnten. Etwaige Aufstände werden im Westen immer zu Gunsten der Sunniten interpretiert. Hierbei spielt die sogenannte Softpower einen sehr große Rolle. Sie gibt den Aufständischen Mut und zwingt am Ende den Rest der Weltöffentlichkeit auf der Seite der Rebellen einzugreifen. Deshalb werden wir in bezug auf Syrien momentan immer näher an die Problematik zwischen Sunniten und Schiiten herangeführt. In Syrien wird es am Ende auch nur eine Regierung der Sunniten geben. Das ist zumindest das Ziel "der Freunde Syriens".

Der Sunnit - die Verkannte Mehrheit in der Umma

Der Sunnit sieht sich heute als der Arme, Ausgebeutete an, obwohl er in der Überzahl ist. Der alte Streit um die universelle Scharia ist daher wieder entbrannt und aus Sicht der USA nur mit Krieg, Mord und Totschlag zu klären. Das sind die Geburtswehen des "Neuen Nahen-Ostens".

Die kurdischen Sunniten leben unter der Vorstellung ein Kurdistan zu errichten. Einen Staat für ihr Volk. Gelingt das, brennt die Umma und aus dieser Asche soll der neue Nahe-Osten entstehen, als arabischer Rechtsraum mit allgemein gültigen marktwirtschaftlichen Regeln, die es dem christenlichen Westen erlaubt, vertragstreue Partner als Schiiten, Sunniten oder sonstige Religionsslittergruppen zu finden. Das ist der Weg in den sogenannten Globalen Rechtsstaat. Der gerade durch die PRISM-Aufdeckung von Snowden auch in Europa in die nächste Phase der Moralbildung tritt. D. h. die Moral- und Gewissenfrage der europäischen Nationen muss lernen ihre Prioritäten nach der - ich nenne es mal "Scharia" der USA - in ihren Gesetzen zu verankern. D. h.: Wirtschaftlicher Erfolg ist nur als solcher zu werten, wenn die USA einen Nutzen aus dem jeweiligen Erfolg des Landes auch ziehen kann - alles andere ist Versagen.


So und betrachten wir einmal den arabischen Frühling in Ägypten:


Mubarack war der neutrale Sunnit, der allerdings jedes Bestreben der Schiiten nach Mullahs und deren Scharia nicht unterdrückte, sondern einfach aufgrund seiner Staatsmacht nicht für moralisch hielt. Mubarack stand daher den neuen Plänen der USA im Weg.

Die Einheit der Sunniten und Schiiten in Ägypten war schnell durch die steigenden Lebensmittelpreis hergestellt. Der Brotaufstand rollte. Mubarack wurde mit Hilfe der Facebookgruppen in Zusammenarbeit mit amerikansichen NGOs zum Sündenbock für die Armut und die Arbeitslosigkeit der Jugend gestempelt. Die Menschen bekamen mit dieser Meinungsbildung sozusagen Scheuklappen aufgesetzt. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Zusammenhänge blieben daher unerkannt. So erzeugt man die Einheit der Vielfalt.

Im Jahre 2011 war es so weit. Mubarack trat zurück. Nun entbrannte in einer demokratischen Wahl der Streit zwischen Sunniten und Schiiten. Die Muslembrüder gingen in diesen Wahlen als Sieger hervor. Im Grunde war das eine Niederlage für die Sunniten. Sie hätten sich in die Interpretation des Korans durch die schiitische Scharia unterwerfen müssen. Daher setzte das Militär die neue Verfassung von Mursi wieder aus.


Gefühlte 50 % der Bevölkerung sind mit diesem US-Putsch von der Demokratie ausgeschlossen werden. Als Interimspräsident geht der Oberste Richter des ägyp. Verfassunggerichtes hervor. Dieser Putsch ist eine bewusst herbei geführt Eskalation des alten Hasses zwischen Sunniten und Schiiten.

Eine einheitliche Scharia für die UMMA ist eine einheitliche Definition von Sozial aus der Sicht Europas und den USA

Der Streit in Arabien (Umma), um die richtige und universell gültige Scharia ist daher mit dem europäischen Streit um die richtige Auslegung, was sozial ist, zu übersetzen. Es ist sehr gefährlich und irreführend die Situation in Ägypten aus der uns gewohnten Interpretation unserer Weltauffassung zu begreifen.

In Ägypten kommt es immer wieder zu brutalen Übergriffe auf Schiiten. Sie werden von einem Mob geradezu gelyncht, unter den Augen der Polizei. Hier kommen die nun auch in Deutschland bekannt gewordenen Salafiten ins Spiel. Das sind Prediger, die vor allem gegen die Schiiten hetzten und zu den extremistischen Sunniten zu zählen sind. Letztendlich geht es nur um Macht und das Auslegungsrecht der Scharia, die am Ende für alle Moslems zu gelten hat. Genau diese Kampf schürt momentan die USA. Sie unterstützen den Hass gegen die Schiiten, auch mit dem Sturz von Mursi. Die Sunniten erhalten dadurch eine moralische Legitimation aus dem Westen. Ein Dialog innerhalb der Umma wird daher immer unwahrscheinlicher.

Eskalation ist kein Weg zum Frieden -
Der 30jährige Krieg als historisches Beispiel ist fehlinterpretiert

Ob diese Art des manipulativen Kampfes von Religionsauslegung der richtige Weg zum Frieden ist, wage ich persönlich zu bezweifeln. Hier wird nur mit den wirtschaftlichen Träumen von Menschen gespielt und sie werden damit instrumentalisiert, für den großen globalen nennen wir es einem "Gottesstaat" der us-amerikanischen Marktwirtschaft. Das bedeutet genauso wenig Frieden, wie eine Frieden in der Umma, indem einer Glaubensrichtung das Recht zum Meinungsdiktat gegeben wird.

Genauso wenig Frieden und Freiheit wird es geben, wenn sich der Westen auf eine Interpretation von "Sozial" einigt und sich damit für die Unterdrückung einer sozialen Schicht bis zum Ende Zeiten entscheidet. Wir müssen weltweit das was wir als wirtschaftliche Vernunft verstehen hinterfragen.

Der neue universelle Gott der Welt heißt: Wirtschaftliche Vernunft

Somit muss vereinfacht festgestellt werden, dass die Götter der Religionen mit einem neuen universellen Gott der Wirtschaft einen neuen Meister erhalten. Die sogenannte Marktwirtschaft, als universelle Form der Gewissensbildung. Wobei sich auch diese "neue" - ich stelle Sie in Anführungsstriche - Form der Rechtsbildung ebenfalls wieder aus dem Blick des einen Gottes (Wirtschaftsnorm) formuliert wird. Diese Sichtweise hat ihren Focus wie bereits beschreiben im Nutzen für die USA, als Prämisse der Willensbildung.

Daher ist das, was der Mensch heute als Brot und Freiheit anstrebt, lediglich die Macht, andere vom Brot und der ökonomischen Freiheit mit Rechts- bzw. Moralordnungen abzuhalten.

Genau dieselbe Entwicklung bzw. "Rechtsempfinden", in Anführungsstriche, erleben wir gerade in Europa. Wir denken, die Menschen in Portugal oder Griechenland gehen aus politischen Gründen auf die Straße, aber das stimmt nicht. Sie protestieren, weil sie zu wenig Brot haben.

Hier herrscht genauso der Wunsch nach einer grundlegenden Reform der Moral, wie in Arabien und der Umma. Dabei wird allerdings überall auf der Welt vergessen, dass nicht die Wirtschaft die Lösung der Probleme auf dieser Welt ist, sondern das Problem an sich ist und die Probleme er schafft. .

Jeder fordert für sich Brot zum Leben, auf Kosten der anderen. Ist dieses Ziel allerdings nur mit einer florierenden und expandierenden Wirtschaft möglich, neigt der vernünftige Mensch zu Kompromissen und opfert dafür die Minderheit, die er für unwichtig in bezug auf die wirtschaftlichen Erfolge hält.


Die Ursache der Probleme kann nie die Lösung sein



Der Mensch ist heute sehr inkonsequent, wenn er beginnt seine Problem mit seinem Tunnelblick auf wirtschaftliche Aspekte zu lösen. So versucht er verzweifelt die Ursache der Probleme zur Lösung zu machen. Das ist so wie wenn das Getreide in einem feuchten Sommer auf dem Feld verschimmelt und die Menschen sich dafür entscheiden, noch mehr Wasser auf die Felder zu leiten, damit die Frucht endlich wächst.




Brotaufstände:
Es gab niemals irgend eine Revolution, die die sogenannte Grundordnung umwerfen wollte. Sollte es diese geben haben, werden sie in unseren Aufzeichnungen über unsere sogenannte Vergangenheit nicht erwähnt. Des Weiteren gibt es keine wirklichen politischen Debatten auf dieser Welt. Es werden nur Brotdebatten geführt. Es geht nur darum: Wer bekommt wie viel und warum? Wer muss etwas abgeben und warum? Das WARUM wird zur Rechtfertigung und als Moral empfunden. "Zu erst kommt das Fressen und dann die Moral". Vielleicht wird so der Spruch von Berthold Brecht jetzt endlich auch so verstanden, wie der Autor ihn meinte. Interpretationsspielräume gibt es da keine. Es ging noch nie darum, wie Sie diesen Spruch gerne verstanden haben wollen.

Eine Welt, in der erst die Moral kommt und dann das Fressen gibt es momentan nicht. Es gab sie auch in unseren geschichtlichen Auffassung noch nie. Das was wir heute unter moralischen Debatten führen, sind daher auch nur Brotdebatten. Neiddebatten sind wohl die richtigere Bezeichnung. Bei diesen Neiddebatten versucht der Arme, wie der Reiche, lediglich die Frage nach dem "Warum muss geteilt werden oder nicht?" - zu seinen Gunsten zu verschieben.

Der Arme versucht damit seine Realität in den Reichtum bzw. in den Wohlstand zu verschieben und der Reiche will seinen sozialen Status um keinen Preis der Welt verlieren. So arrangierte sich die Menschheit darauf, Armut erträglich zu machen, aber niemals darauf, sie abzuschaffen. Brotaufstände sind daher nur eine neue Chance neue Eliten mit anderen Köpfen unter der immer gleiche Grundordnung zu bilden. Eine Umwälzung der Gesellschaftshierarchie ist allerdings keine Revolution, da lediglich Personen ihre Hierachiepositionen wechseln.
  • BGE ist nur eine Brotaufstand
  • Freiwilligfrei ist nur ein Brotaufstand
  • Wissenmanufaktur ist nur ein Brotaufstand
  • Alle Parteien sind nur Brotaufständesgruppen mit verschiedenem Klientel



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