Donnerstag, 25. Juli 2013

Springerverlag verkauft "Bild der Frau" und "Hörzu" - Der Kapitalismus ist eine Kartoffel

Der Vorteil des Kapitalismus ist: Er schafft sich selber immer wieder ab, aber keiner will das akzeptieren. Irgendwie scheint der Kapitalismus eine Kartoffel zu sein. Wenn man glaubt, man hätte ihn erfolgreich überwunden, treibt er aus dem Untergrund noch mehr und ist auslaugender als zu vor.

Auf der Verkaufsliste des Springerverlages, der sich gerne als Medienkonzern bezeichnen lässt, stehen:

„Berliner Morgenpost“
„Hamburger Abendblatt“
mehrere Programm- und Frauenzeitschriftenwie
 „Hörzu“
 „TV Digital“
„Funk Uhr“


Nun können sich an den Blättern Idealisten versuchen und den letzten Rest ihres Unternehmerkapitals für das Allgemeinwohl einsetzen und Arbeitsplätze retten. Der Springerverlag zeigt damit seine neoliberale, soziale Seite. Arbeitsplätze werden nur so lange gehalten, wie sie dem Gewinn des eigenen Konzern nicht negativ beeinflussen. Ein ganz normales Gesetz, das jeder von uns versteht und praktiziert.

Der Kapitalistenhimmel

Dagegen wird allerdings immer wieder an unseren Gutmenschen appelliert. Wir sollen immer teurere, gutere und biologischere Lebensmittel bei sinkenden Reallöhnen käuflich erwerben. Das öffnet uns die kapitalistische Himmelspforte nach unserem konsumtechnischen Tod, der das Verhungern mit einbezieht.


In diesem Himmel befindet sich das moralische Schlaraffenland. Dort fliegen uns die gebratenen Hühner ins Maul und das Brot bäckt sich selber. Andere Idealisten ziehen lieber den Himmel nach dem Tod vor, in dem der Mensch zu einem geistigen Wesen verklärt und erst gar keinen Hunger und Durst verspürt. Das ist die intellektuelle Lösung aller unserer Probleme, schließlich ist der Mensch nicht nur zum Saufen und Fressen auf der Welt. Der Sinn des Lebens ist die geistige Hochleistungen. Nur der Niedrige arbeitet für das Fressen der Geistleister.

Im Himmel kann dagegen ein jeder geistreicher Mensch sein. Erst nach dem Tod sind alle gleich. Nur dort entsteht mit reiner Geisteskraft der gewünschte LUXUS, der auf Erden nicht von allen erreicht wird. die eigene Villa baut sich im Himmel von selbst. Der Überfluss ist der Normal zustand und keine Völlerei. Gäbe es den Tod nicht, wäre das Leben offensichtlich sinnlos für den geistigen Hochleistungsmenschen.

Fressen und saufen tun nur die Armen

Dem geistreichen Menschen ist saufen zuwider. Er trinkt. Er trinkt keinen Sekt, sondern er schlürft Champus. Gefressen wird aus Hunger. Der geistige Mensch ißt. Er ißt das mit Anstand, was der Geistlose verpflichtet ist, ihm zu liefern.

Gab es noch im 15. Jahrhundert einen Aufstand, weil das niedrige Volk nur Lachs zum Essen - pardon "Fressen" - bekam, ist der Lachs heute eine teure Delikatesse für den geistreichen Pöbel.

Die Reinkarnation des Kapitalismus

Daher hab ich keine Bedenken, dass der Kapitalismus nach seinem Ableben, bereits als neuer Klon in den Startlöchern steht, anstatt in seinen eigenen Himmel zu entgeistigen. Strahlender und schöner als vorher, wir er mit liebevollen Sprüchen von den geistigen Überfliegern unserer Kultur, an die Erde gefesselt.

Mit einem noch schönerem und einem noch güldernen Himmel wird er die Menschen wieder in seinen Bann ziehen, wie die Ratten dem Pfeifer von Hammeln. Seine Melodie ist nicht neu. Der Mensch hat sie nur vergessen.

Vergessen scheint die größte geistige Leistung des gebildeten Menschen zu sein, denn der wirkliche Pöbel vergisst nicht. Doch dem Niedrigen wird der Geist abgesprochen. Er gilt erst als geistreich, wenn er von einer Zukunft zur anderen denken kann ohne das Vergangene und das Gegenwärtige zu sehen. 

Wir sind heute nur noch Zukunftsmenschen. Ist die Gegenwart auch noch so beschissen. Die Zukunft wird besser. Sie wurde immer schon besser und plötzlich erinnert man sich daran, wie die Menschen in Deutschland verhungerten. Ja - jetzt geht es uns richtig gut. Doch seither verhungern die Menschen in Afrika. UPPS, das war zu viel Realität. UMSCHALTEN auf Zukunftsmodus.

In diesem Sinne
Euer Politprofiler

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