Sonntag, 22. September 2013

Demokratieevent - Erste Hochrechnungen

Ein guter Deutscher geht wählen und ein guter Deutscher wählt deutsch. Der Besitzbürger schreitet zur Wahlurne und auch der, der glaubt noch einer zu werden. 

Die Wahl ist das Hochamt der Demokratie. Die Mehrheit wird durch die Stimmabgabe vermittelt und daraus leitet sich die Macht ab, die die zur Wahl stehenden Parteien in den nächsten Jahren anwenden können. Parteien stellen verschiedene Interessengruppen der gesamt Bevölkerung dar und legen die Regeln und Normen der vorherrschenden Marktethik verschiedenartig aus.

Der Vorteil einer Demokratie liegt darin, dass es keine Partei der Armen geben kann, denn auch die angeblichen Parteien der Armen sind in Sachen Marktwirtschaftethik sehr gut aufgestellt. Sie sind meist sogar die besseren Ökonomen und stellen Konzepte für den Markt auf, damit dieser noch mehr Profit abwirft, um die Bedürfnisse der sogenannten Armen besser zu befriedigen.

Als "sozial" werden die Parteien beschrieben, die eine ausgewogene Lösung zwischen Profite erzeugen und umverteilen präsentieren. Sie wollen den Reichtum nicht abschaffen und stehen unter der Prämisse, die Armut erträglich  zu gestalten. Daraus entwickelte sich der Begriff "soziale Marktwirtschaft". Man gibt sich der Hoffnung hin, dass sich das imaginäre Wesen "Markt" den menschlichen Regeln beugt und soziales Verhalten auf irgendeine Art, doch noch in eine Form von Profitwirtschaft umlenkt.

Das beste Beispiel dafür ist die Leiharbeit. Mit diesem Modell wurde ein Marktanreiz geschaffen, Arbeitsplätze zu schaffen. Der kommerzielle Anreiz besteht darin, Arbeitskräfte billigst unter Vertrag zunehmen und gegen Profit an tatsächliche Arbeitgeber zu vermitteln. Wobei es sich nicht nur um Provision handelt, sondern es ergeben sich masslose Zwischengewinne bei der Verhandlung der Lohnzahlungen.

Wenn also heute von Niedriglöhnern gesprochen wird, sind die Arbeitgeber als Leiharbeitsfirma gemeint. Wobei beachtet werden muss, dass die tatsächlichen Arbeitergeber, die Leiharbeiter einstellen, aber dadurch keinerlei Lohnnebenkosten für diese Arbeiter an den Staat - also ins Sozialwesen - mehr abführen. Die erzeugten Lohnkosten gelten als Einkaufsposition, die lediglich MwSt.-pflichtig sind. So wurde also aufgrund des marktwirtschaftlichen Druckes unserer sozialen Marktwirtschaft ein Instrument zur Linderung der Arbeitslosigkeit geschaffen, die auf der anderen Seite große Profite auf der Seite der neuen Sozialisten - der Unternehmer - generiert.

Daher muss daraus geschlossen werden, dass alles was der Mensch als soziales Verhalten unter der Prämisse "Markt" definiert und als Regel aufstellt, die Bevölkerung immer mehr verarmt. Egal welche Form von Konzeption zu Grunde gelegt wird. Da die Prämisse immer auf dem zu erzeugenden Profit liegt. Dabei muss bedacht werden, dass jeder Profit, der durch eine Regel wieder als "sozial" umverteilt wird, zuvor von jemanden real bezahlt werden muss.

D. h. jeder Arbeitnehmer kann seinen Arbeitsplatz nur erhalten, wenn zuvor ein Konsum der Produkte stattgefunden hat, die er produzierte. Jeder Form der heutigen Wertschöpfungsketten ist daher ein Zinseszinskettem die sich Profitesprofit nennt. Eine Betrachtungsweise, die jedem Marktlogiker widerstrebt und sofort verworfen wird, wenn sie am Horizont der Erkenntnis auch nur einen Funken streut.

Das imaginäre Wesen "Markt" ist die Ursache aller vorhanden Probleme und Elend dieser Welt, bis hin zum Krieg. Landläufig wird diese als Kapital beschrieben - aber deshalb, damit man den Markt als Ursache nicht sieht, sondern sich nach wie vor mit der Umverteilung des erzeugten Kapitals durch den Markt beschäftigt.

Daher gibt es keine Wahl in dieser Demokratie. Die einzige Wahlmöglichkeit die es gibt, ist der Markt oder der Markt. Wir wählen daher nicht zwischen Pest und Cholera, sondern grundsätzlich das Elend. Es geht nur um die Frage, wer das Elend im Namen des Gemeinwohles zu tragen hat. Die Prämisse des Wähler ist also eine absolute EGO-Position, die besagt: Ich trage das Elend nicht, es soll der Nächste tragen, am Besten der, den ich nicht kenne. Das erleichtert das Gewissen.

Heute ist es allerdings so, dass man sich doch irgendwie überall kennt und das Elend an sich nicht vor der Türe sehen will, daher findet man immer intensivere Argumentationstränge, warum Bekannte das Elend als Strafe ertragen zu lassen. Das erleichtert den Blick in die erzeugte Realität durch die Marktethik ungemein. Daraus ergibt sich dann der klassische Ausländerhass oder sonstige Formen des Sozialrassismus.

Im Fazit muss man daher davon ausgehen, dass demokratische Wahlen nur eine Form des legalen Rassismus sind, in dem die Mehrheit bestimmt, wer von der Gemeinschaft mehr oder weniger und nach und nach ausgeschlossen wird. Durch die Verblendung und Verwischung der Definition der Position innerhalb der Gesellschaft wählt daher der Demokrati sogar seine eigene Benachteiligung, in der Vorstellung es sein sein Nutzen - da es innerhalb unserer Gesellschaft sehr schnell zur Verschiebung des sozialen Status kommt.

Wählt daher heute einer die Partei, die Harzt4-Empfänger bevorteilt und er nach der Wahl, Arbeitnehmer wird - ist er selber derjenigen, der vorher aus seiner Wahlposition sein Feind war.

In diesem Sinne
Frohe Wahlen
Euer Politprofiler

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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