Sonntag, 22. September 2013

Israelisches Militär stürmt Kaufhaus in Nairobi - der Krieg im Namen der marktwirtschaftliche Ethik

Zu aller erst verwirrt diese Überschrift. Es wird um einiges klarer, wenn man erfährt, dass das von angeblichen Terrorist überfallene Kaufhaus in Nairobi einem israelischen Investor gehört. Offensichtlich geht man jetzt offizielle dazu über, dass Nationen und Staaten, die Eigentümer ihrer Bürger auch im Ausland militärische verteidigen. Auf der anderen Seite wendet dieser Staat für die sozial Schwachen - auch das gibt es Israel - kein oder nicht genügend Geld auf, um Wohnraum und Einkommen zu schaffen. 

Die Prioritäten unserer Staaten verschieben sich daher immer schneller und massiver Gunsten der sogenannten Eigentümer und solventen Bürgerschaft, wobei Armeen von allen Bürger dieser Staaten finanziert sind.

Doch auf der anderen Seite wird dadurch gezeigt, dass es bei militärischen Einsätzen - egal wo auf dieser Welt - es niemals um Menschenleben, Menschenrecht oder Bürger geht, sondern grundsätzlich und immer um das sogenannte Kapital bzw. um einflussreiche Eigentümer.

Das israelische Militär würde wohl nicht für einen kleinen Israeli intervenieren, die in Nairobi eine kleine Mietwohnung seinen Besitz nennt. Der exzessive, neoliberale Gedanke von Gewaltmonopolen und Staatsordnung greift immer tiefer in unsere Gesellschaft hinein. Es wird auch in der Beurteilung der Situation nicht beobachtet, dass gerade durch große Investoren und Machenschaften ganze Bevölkerungen von Nationen verarmen und aus Drang zum Überleben sich kriminalisieren müssen. Was sie nach dem gültigen Gesetz zu Dieben und Terroristen macht.

Der Krieg der Reichen gegen die unrentable Armut

Daraus ergibt sich unweigerlich der Schluss, dass unser sogenanntes "gutes Verhalten" in der Schlussfolgerung für andere böse Absichten entwickelt, die am Ende mit unserer Moral sogar noch verteidigt werden. Hier nun das Kapital als Weisheit letzter Schluss Ursache aller Probleme anzusetzen ist FALSCH.

Auch das Kapital ist nur ein Resultat der Denkart "Eigentumismus". Diese Denkart setzt ein nicht existierendes Wesen, den Markt als Realität voraus. Durch diese imaginäre Individuum denkt sich der heute Mensch alles, was er als Wert, Moral, Recht und Tugend beschreibt.

Da aber der Markt soziales Verhalten als absolut negativ bewertet, da dieses ohne Nutzen bzw. Profit angesetzt wird, ist es aus der radikalen Sicht der Marktteilnehmer absolut zu vermeiden. Lediglich solche Einsätze können noch argumentativ herbei geredet werden, da durch diesen militärischen Einsatz wieder Einnahmen generiert werden.

Im weiteren Sinne könnte sogar daraus abgeleitet werden, dass die angeblichen Terroristen in Kenia durch ausländische Investorenarmee angegriffen und ausgerottet werden, weil sie die Eigentumsansprüche der Eigentümer infrage stellen und damit Einnahmen für diese Menschenschicht verhindern.

Daher muss man lernen, dass der Krieg der Reichen gegen die Armen in dieser Welt längst in Gange ist und das so sehnsüchtig erwartete Endzeitszenario der sogenannten Finanzkrise längst angefangen hat. Es gestaltet sich nur nicht so, wie es sich der moderne, zivilisierte Mensch aus Hollywood hat lehren lassen.




Hintergrund:
Mitte Sept. 2013 nahmen Al Shabab-Anhänger das Einkaufszentrum Westgate Shopping Mall unter Beschuss. Es gab Tote und eine Geiselnahme. Der tatsächliche Ablauf und die dahinter stehende Motivation ist noch nicht schlüssig. Die Berichterstattung wird von Nachrichtenagenturen dominiert und auf den allgemeinen Tatbestand des "Terrorismus", der seit dem 9/11 als offizieller Weltfeind definiert, reduziert.

Bis jetzt gibt es in unserer Gesellschaft keinerlei selbstkritische Analysen, die offenlegen, wie es zur Bildung von Terrorismus in Bezug auf die angewendeten Marktwirtschaftsregeln als ethische Norm unserer Gesellschaft kommt.


1 Kommentar:

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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