Montag, 23. September 2013

Was kommt nach der großen, demokratischen Wahl in Deutschland? Der alte Grieche in moderenen Jeans?

Deutschland hat das kleinere oder das größere Übel gewählt. Die Beurteilung der Sachlage ist jeweils eine Perspektivenfrage - mehr nicht. Nach der Wahl kommt ganz klar die sogenannte Konsolidierung. Der Staatshaushalt muss in Ordnung gebracht werden. Zwar strotzt der "deutsche Haushalt" angeblich mit hohen Steuereinnahmen, doch auch hier können zu erwartende Einnahmen verbucht werden, die erst gar nicht stattfinden werden. Es ist alles eben eine Frage der Einstellung und der Stimmungslage.

Betrachtet man allerdings das übrige Europa, das nach und nach als potenzieller Einkäufer deutscher Exportprodukte aus Mangel an Liquidität wegbricht, könnte einem glatt die bange Angst vor einer Verarmungswahrscheinlichkeit beschleichen. Doch die sogenannten Schwarzseher - die Deutschen - sind optimistisch. Sie glauben tatsächlich, dass sie sich auf einer Insel der Glückseligen verbarrikadieren können, während der Rest der Welt unter der Schuldenlast zusammenbricht und trotzdem noch fleißig bei den "Deutschen" einkauft.

Die DEUTSCHEN sind momentan die Besucher des Kolosseum und bestaunen die Gladiatorenkämpfe, die Europa gerade vor ihren Augen austrägt. Sie glauben mit dem "Daumen nach oben" bzw. "Daumen nach unten", den Lauf der Dinge bestimmen zu können. Wer nicht gut genug in ihren Augen gegen die Verschuldung kämpft, bekommt den Todesstoß, wegen - "über die eigenen Verhältnisse leben".

In diesem Taumel erkennt natürlich das Publikum nicht, dass es selbst längst über die eigenen Verhältnisse gelebt hat. Während sie noch auf den Tribünen dem Schauspiel frönen, werden bereits die Stützbalken ihrer Podeste abgebaut und zerschlagen. Längst knarrt es im Gebälk, doch es wird vom Johlen und Grölen über den eigenen Erfolg, der nichts anderes ist als Dekadenz übertönt.


Der Krämer uns sein elendiges Problem des Profites

Jedem Kaufmann sollte eigentlich bewusst sein, dass sein Wohlstand nur vom Kaufwillen und der Liquidität seiner Kundschaft abhängig ist. Selbst das gut gemeinte Anschreiben, macht auf Dauer nicht reich, sondern aber. Doch woher sollen all die Umsätze und Gewinne kommen, wenn keiner mehr da ist, der die vielen schönen Dinge des Lebens einkaufen kann und damit den Wohlstand finanziert und das der Angestellten, die jeden Morgen zur Arbeit gehen, um selber wieder das Geld zum nächsten Krämer tragen zu können?

Es kann keiner sagen, dass man es nicht wusste, dass es so kommt, wie es jetzt ist. Jedem war bekannt, dass der Kapitalismus dieses jähe Ende finden wird. Und dennoch kam es keinem in den Sinn, sich Gedanken über die Zeit nach dem Kapitalismus zu machen.

Jeder der auch nur Ansatzweise in diese Richtung denkt, wird heute als Utopist und Schwätzer bezeichnet. Es liegt einfach nicht im Willen der Menschen, sich ein Leben ohne Kapitalismus und Marktschreier vorzustellen. Niemand will sich vorstellen, wie es sich lebt, wenn keiner mehr am anderen verdient und damit seinen Wohlstand mit der Armut der anderen verdient.

Alles muss durch den Markt und über den Markt gedacht werden - alles muss sich lohnen und keiner arbeitet umsonst. Jeder will mehr als er leistet und hält sich denn noch für unterbezahlt, weil er sich nicht das teuerste und wohlständigste Leben gönnen kann.

Ja - es ist ein Grauen, wenn man sich nicht mehr die eigenen Rentabilität beweisen kann. Die beste Ausbildung nützt dem klügsten Kopf nix, wenn es dafür keinen Arbeitsplatz gibt, der bezahlt wird. So sinnt das Krämerhirn Tag und Nacht; es grübelt und hirnt ...

... und alles hängt an diesem Geld! Ach - hätten wir doch nur unendlich davon, wir könnten uns alles leisten und die ganze Welt mit diesem Geld, das wir mit Konsum wieder umsetzen, reich und satt machen. So sitzt eine ganze Weltbevölkerung vor seinem imaginären Monopoly-Spiel und überlegt tiefsinnig, wie man nun mit einer besseren Umverteilung des Geldes, das Spiel aufrecht erhalten kann ohne dass auch nur einer aus dem Spiel aus Mangel an Geld heraus fällt.

Im Grunde ist die Lösung einfach. Man packt einfach das Spiel ein und fängt an zu leben. Doch dann treibt der Angstgedanke des dekadenten Menschen ihn wieder um. Ihn treibt die Panik an und er fragt sich: "Wie komme ich nun an mein Essen, wenn ich kein Geld mehr habe...?"

Doch auch das ist nur eine Verblendung, denn ist das Spiel eingepackt, gibt es keine Straßen mehr, die einem gehören und es gibt nichts mehr, was verkauft werden kann. Daher ist auch kein Geld mehr notwendig. Der Mensch muss sich nur ohne Profitesprofit als Menschheit ernähren ohne den unnatürliche Willen von irgendeinem anderen Menschen einen Profit herauszuschlagen, wie ein Holzfäller, der den Wald rodet, obwohl er nur einen Baum braucht.

In diesem Sinne
Euer Politprofiler


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