Dienstag, 22. Oktober 2013

Altersarmut: Die Puttels dieser Welt bleiben auf der kalten Asche sitzen

Die erste Generation der emanzipierten, berufstätigen Frauen geht nun in Rente. Sie fordern ihren Tribut. Die kommerziell entlohnte Frau, war lediglich als Rentenbeitragsbeschafferin und Konsumentin geplant. Ihre Rentenanforderungen standen damals noch weit in der Zukunft und wenn es so weit ist, wollte man das Problem der Rentenzahlungen lösen. Nun ist es so weit und es gibt keine Lösung, außer ein Leben in Armut. 

Die Frauen haben viel gearbeitet und nichts verdient. Sie arbeiten für Miete und das schicke gesellschaftliche Leben, das man ihnen tagtäglich über die Medien präsentierte. Sie arbeiteten für den schicken Fummel aus der teuren und edlen Boutique; für den Luxusurlaub in fernen Ländern mit noch billigerem Personal; sie arbeiten für ihre Kinder und ihre Ausbildung. Die sich heute scheuen, der Mutter finanziell unter die Arme zu greifen, denn eigentlichen kennen sie ihre Mutter nicht. Sie ist fremd. Sie war immer auf der Arbeit; sie war der Weihnachtsmann der schönen, tollen Geschenke, welche die Kinder in den Augen der anderen aufwerten sollten - mehr nicht.

Dies ist kein Plädoyer für Schwarz-Weiss-Denker, die nun daraus schließen wollen, ich unterstütze die Unterdrückung der Frau in der Familie durch den Mann und die Ökonomie. Es ist viel mehr eine Offenlegung der Fakten, die dazu führen soll, dass weder Schwarz, noch Weiss, im übertragenden Sinne eine Lösung in sich birgt. Der Dualismus ist nicht der Schlüssel für die sogenannte Glückseligkeit, sondern die freiwillige Geißelung ohne Sinne und Zweck.  



Bei Mama und Papa ist nichts mehr zu holen


Bei Mama und Papa ist meist nach Eintritt in das Rentenalter nix mehr zu holen. Sie werden zum Klotz am Bein, der früher oder später sogar noch kostspielige Pflege einfordert. Daher spreche ich ein  "Hoch" auf  Alice Schwarzer und ihre Revolution der "kurzen Röcke" aus. Sie gab den Frauen das Selbstbewusstsein, ihr eigenes Geld für sich zu verdienen und rekrutierte Heerscharen von billigen Arbeitskräften, die bedingungslos konsumierten und den Markt wachsen ließen. Der Erfolg schien grenzenlos. Das Leben von der Hand in den Mund, war IN. Der männliche Egoismus in der Familie wurde dadurch nur um den weiblichen Egoismus erweitert. Seit dem kämpfen Mann und Frau um die Vorherrschaft in der Firma "Familie". Mit Gleichberechtigung hat dies nichts zu tun, außer man betrachtet einen Kampf und den daraus resultierenden Sieg, als Gleichberechtigung. Wobei die anerzogene Unterwerfung der Frau oder des Mannes auch keine Lösung ist. Das Herrschafts/Kampfprinzip bleibt dasselbe.




Vernünftige Wesen beider Geschlechter entscheiden sich daher für das Vorteilhafteste im praktizierten Egoismus. Man wird Einzelkämpfer und schafft sich eine künstliche Familie, wie z. B. den Staat und seine sozialen Leistungen. (Anonymisierte Familie) Der aber am Ende genauso überfordert sein wird, wie ein Vater und Mutter, die allen Kindern die gleiche Fürsorge gönnen wollen. Es kommt zu einer Unterschiedung der Kinder, aber dieses Mal nicht durch die leiblichen Eltern, sondern durch die künstlichen Eltern, eines künstlichen Familienersatzes. Der Geschwisterkampf wird zur Lebensphilosophie und begünstigt die Überzeug, der Egoismus ist die Lösung aller Probleme manifestiert sich als Allgemeinwissen und wird zur Kultur.

Förderung bekommt nur derjenige, der sich mit Ehrgeiz und Leistung auszeichnet. Auszeichnung bekommt man nur, wenn man andere schlecht aussehen lässt. Die Menschheit beginnt sich gegenseitig zu erschlagen wie Kain und Abel, im Wettstreit um die Gunst des Gebers, in diesem Falle des Marktes bzw. der wirtschaftlichen Karriere und der damit verknüpften Einkommen, an diese wiederum die anerzogene Vorstellung von Glückseligkeit und Wohlstand geknüpft sind.

So sind wir all die bösen Stiefgeschwister eines Aschenputtels, das heute auch ein Mann sein kann. Gefangen in der Vorstellung, es sei Gerechtigkeit. Aber selbst das moderne Aschenputtel wird noch mit der Vorstellung vom erlösenden Prinzen bzw. Prinzessin in seinen Leistungsmöglichkeiten gesteigert. In der Vorstellung vom gesellschaftlichen Aufstieg, bis zum darüber liegenden Status der empfundenen Peiniger, um sie mit Gerechtigkeit zu richten bzw. zu bestrafen.  Gerechtigkeit ist nur eine andere Form von RACHE.

Daher ist jeder Kampf um die sogenannte Freiheit nur ein Kampf um die Macht. Selbst Aschenputtels wollen nur die Macht der Rache, die man heute landläufig "Gerechtigkeit" nennt. 

Der AN (Arbeitnehmer) - das Puttel des Wohlstandes

Betrachtet man nun unsere sogenannte Gesellschaft, besteht sie vorrangig aus Puttels (AN), die auf die Erlösung durch den Prinzen zu hoffen wagen. Jedes Puttel träumt von eigenen Guthofs, denn eigentlich ist das Puttel der rechtmässige Erbe, so wird es auch von den anderen noch niedrigern Puttels in der Firma behandelt, den Knechten und Mägden. Denen will SIE oder ER - der perfekte und gerechte Egoist - ein guter Herrscher - sein. 

Daher hat selbst der Gerechteste unter uns, der den Regeln des Marktes - des neuen Gotte/Zeus/Apollo/Mars/Buddha/Mudabo - gehorcht, nur die Macht und den Kampf im Sinne. Er nennt seine Unterdrückung eben Gerechtigkeit, die sich argumentativ und logisch vom universellen Recht des Marktes ableiten lassen. Daher verfügt der Mensch heute nur über einen Marktgeist in seinem Hirn, den er Vernunft nennt. Der Verstand liegt aber fern ab allem, was man heute als gut und schlecht definiert. Selbst die sogenannte "Rolle der Frau", die wir abschaffen wollen, ist nur ein Resultat des Marktes. Die Natur kennt keine Rangfolge der Geschlechter. Die Natur verlangt auch nicht vom Mann, die Kinder zu gebären, damit der Frau ein bessere Karrieremöglichkeit im Markt beschieden ist. Der Sinn des Lebens ist nicht der Markt.

Der platonische Staat der Liebe des Marktes

Wer heute die alte "Rolle der Frau" abschaffen will, ist nur ein Jünger im Geiste Platons, der Männer und Weiber für sein "Großes Ganzes" - den Markt - streng erzieht. Er erzieht sie so, dass sie am Ende die Lüge als Wahrheit annehmen und die Ungerechtigkeit des Marktes als Gerechtigkeit ansehen und als Schicksal annehmen. 

Das ist der perfekte Staat. Wobei mit Staat nicht mehr das übergeordnete "elternliche Wesen" - der Staat - gemeint ist, sondern der egoistische, schonungslose und rücksichtslose Markt, als Herrscher über Geist und Willen der Menschen. Selbst das, was wir heute als Reich und Bestimmend definieren, ist den Regeln des Marktes ausgesetzt und fluktuiert, wie Angestellte einer Firma.

Die Menschheitsfirma

Das einzige Problem dieser sogenannten "Menschheitsfirma" ist: Männer und Frauen müssen sich vereinigen, um den Markt mit neuen Menschen anzufüllen. So wird der Marktegoist zu seinem eigenen Feind, weil er sich nur noch dann vermehrt, wenn es für ihn nützlich ist bzw. von Vorteil. Daher haben wir heute auch die Diskussion über den Geburtenrückgang in den Industrieländern. Das Paradox des Marktes schlägt wieder mit voller Wucht zu. Einerseits brauchen wir Konsumenten für den Markt und seinen Mehrwertgewinn, auf der anderen Seite haben wir nicht mehr genügend Arbeitsplätze um die erwachsenen Kinder in vollwertige Konsumenten umwandeln zu können. 

Die einzige marktwirtschaftliche Lösung ist: Die Kinderlosen müssen mehr und teurer konsumieren und die fehlenden Kinder damit ausgleichen. Sie müssen auch dann noch konsumieren, wenn sie längst den Arbeitsplatz für die nächste Generation geräumt haben. Doch die ausgezahlten Renten reichen nicht mehr dafür. So muss der junge Mensch jetzt die Alten subventionieren, damit sein Arbeitsplatz durch den Konsum der Alten aufrecht erhalten bleibt. Verweigert er sich diesem, aufgrund seines Egoismus, wird der Markt zusammenbrechen - wir nennen das Wirtschaftskrise - weil der Konsum der Jungen für den Markt und den Wohlstand nicht mehr ausreicht.

Im Grund können wir es drehen und wenden wie wir wollen: Der Markt gewinnt und am Ende verliert er doch, mit samt der gesamten Menschheit. Vor diesem globalen Zusammenbruch stehen wir gerade. Wir nennen es Finanzkrise, Staatenkrise oder Staatspleite, Sparprogramme, neue Verfassung ect.

Es ist überall ein unbändiger Wille da, den Markt zu retten, um damit die Menschheit zu retten, weil der Glaube vorherrscht, die Menschheit sei ein Markt. Das ist aber falsch! Die Menschheit existiert auch ohne Markt, wie sie auch ohne den Glauben an einen Gott weiter existiert. 

Die Menschheit als Ganzes ist keine Firma, deren Mitglieder sich gegenseitig für ihre Leistung bezahlen und daraus Mehrwert schöpfen können.

Er ist genauso dämlich, wie der erste Mensch, der einem Baum ein Opfer bringt, damit er im nächsten Jahr noch mehr Früchte trägt. Die Menschheit ist kein Baum und sich selber gleichzeitig der Gärtner, der ihn stutzt und schneidet und gleichzeitig der Affe, der die Äpfel frisst.



In diesem Sinne
Euer Politprofiler

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