Samstag, 12. Oktober 2013

Hufftington Post: Die Gutmenschen-Wirtschaft als Konkurrenz zum bezahlten Journalismus

Eine gefühlte Aktivistin aus den USA, Arianne Huffington, verkaufte das gleichnamige Nachrichtenprotal "Huffington Post" im Jahre 2011 für 314 Millionen Dollar an AOL. Nun startet dieses "liberale" Konzept, wie die Gründerin es nennt, auch in Deutschland. Wobei alleine die Beschreibung "liberal" mir eine Gänsehaus verpasst und andere schon wieder von der großen Freiheit träumen. Jeder kann schreiben, aber ohne Entgelt. So bleibt auch der private Journalismus immer unter der Obhut des Marktes und eifert mit der Massenanerkennung. Das Geschäftsmodell "Shareconomy" ist also auch auf die Medien anwendbar. Der Marktmensch beginnt autonom zu werden und erzieht sich selber zu besten, gerechtesten und höchsten Menschen, indem er nicht unterdrückt, sondern alles was nicht gefällt, als hässlich und schlecht beschreibt. Der Faschismus tritt in die höchste Form der Manipulation über. Der Mensch dressiert sich eben selbst am Besten.

Es liegt in der Natur des ökonomischen Gedankens, dass sich nun die klassische Journalie über "Huffington Post" mukiert. Der Hobby-Journalist und Weltverbesserer macht ihm seinen bezahlten Job streitig. Doch dieses Phänomen machten sich die Presseleute sich selbst einmal zu Nutzen. Gab es früher noch Fotosatz und externe Anzeigengestaltung, betreiben die Medien dies längst intern und als kostenlosen Service, um überhaupt noch als Werbeaufträge zu kommen. Selbstlos kann heute nur dann ein Mensch sein, solange sein eigenes Kapital ihm für seine Selbstlosigkeit ausreicht. Geht dies zur Neige, muss er sich trotz aller höheren Prinzipien dem Markt unterordnen. Daher ist dies kein Spiel, um Unabhängigkeit, sondern lediglich ein sinnloser Kampf gegen eine Ideologie, die den Anspruch erhebt, genetisch zu sein.

Es geht daher immer günstiger, auch in der sogenannten Meinungsbildung. Die Null-Euro-Jobber sind überall auf dem Vormarsch: Sei es bei selbst gedruckten Bahnticket oder im klassischen SB-Restaurant. Es gab sogar noch Zeit, da tankte der Tankwart das Auto voll. Das Konzept ist einfach: Der Kunde unentgeltlich mich und bezahlt auch noch für seine eigene Leistung bares Geld an den sogenannten Unternehmer.

Der Mensch arbeitet nicht um Geld zu verdienen ...

Schließlich wissen wir alle seit den Diskussionen um Hartz4, dass der Mensch nicht wegen dem Geld arbeitet, sondern wegen der Anerkennung für seine Leistung. Der Mensch braucht lediglich das Gefühl, gebraucht zu werden. 

Huffington ist daher nur ein billiges Geschäftsmodell, um Klicks und Anzeigenaufträge von anderen Marktteilnehmern, wie man es so schön sagt zu sammeln. Genau betrachtet ist Blogger von Google, genau dasselbe Geschäftsmodell, nur eben viel größer. Jeder kann schreiben und publizieren. Auch hier findet der Kampf um Klicks statt: Sei es um die eigene Meinung zu vervielfältigen oder um Provisionen von Gold- und Silberverkäufe einzuheimsen.


Nur Huren bleiben erfolgreich im Publikationsgeschäft

Wer publiziert und Anerkennung einheimsen will, muss das schreiben, was gehört werden will. Er hat sich der breiten Massenmeinung anzupassen. Seine Artikel stehen also unter der Prämisse: Was wollen meine Leser lesen. Das was gesagt werden will, bleibt dann irgendwann auf der Strecke. 

Selbst die ständigen Hassreden über die heutige Bundesregierung fangen an zu ermüden. So wie das Thema der ewigen Hure aus dem Dorf bei den Waschweiber irgendwann niemand ermüdet. Man braucht neue Opfer, mit denen man sich beschäftigen kann. In diesem Sinne ist die Massenmeinung eine Heuschrecke. Sie vespert ihre Hass- und Neidobjekte imaginär und glaubt dadurch die Probleme zu lösen.

So ereifern sich viele auf dieser Welt, in allen Herren Ländern, ihre sogenannten Regierenden durch Aufstand, Denunziation oder Unterstellungen los zu werden. Doch am Prinzip herrschen und beherrscht werden, ändert dies rein gar nix. Kündigt heute unsere Bundeskanzlerin, rückt der oder die Nächste nach. Selbst der Spielraum des Herrschens ist eingeschränkt und ohne Alternativen. Der Markt diktiert und hat immer diktiert. Selbst das was wir "Wirtschaft" nennen ist nur ein Personenkreis, der vom Markt regiert wird.

Der heutige Mensch hat keine Medienkompetenz

Viele erliegen der Vorstellung, sie müssen sich über die sogenannten alternativen Medien informieren. Doch die Wahrheit steckt in jeder Nachricht. Daher geht es den Meisten nicht um die Wahrheit, sondern um die Interpretation der Wahrheit und die Hoheit darüber. 

So kommt es, dass einige die Waffen verbieten wollen, wobei Töten bereits schon strafbar ist. Allerdings gibt es immer wieder rechtliche und moralische Schlupflöcher der Gerechten, damit sie ihre gerechten Morde und Strafaktionen vollbringen dürfen. Darin erkennen sie aber nicht das Prinzip des Herrschens, sondern nenne dies auch noch Gerechtigkeit. Solche Menschen haben keine Kompetenz "Gerechtigkeit" zu beurteilen, wie sollten Sie dann eine Medienkompetenz entwickeln. Sie rollen wie Kugel immer der gefühlten Schwerkraft der Gerechtigkeit entgegen und wundern sich hernach, dass die Gerechtigkeit sie mit ihrem Gewichts zermalmt. Danach schreien sie wieder nach Freiheit und Gerechtigkeit ohne den Mechanismus je verstanden zu haben.

Ein NEIN gibt es in unserer Welt nicht

Ein NEIN zur Macht, ist auch ein NEIN zur Unterdrückung. Wer also mit Macht, Freiheit verspricht, ist ein Lügner. Wer einen freien Markt verspricht, macht den Markt frei, aber niemals den Menschen, denn der dient auch dem "freiem Markt" und muss sich diesem unterwerfen. Wobei der Markt kein Mensch ist. Er ist ein imaginäres Wesen, wie ein Gott, in dessen Namen alle Gesetze, Moral und Tugend definiert ist. Das erlaubt Unmenschliches als Gerechtigkeit anzusehen, weil eben der Markt bzw. der Gott straft - das höhere Wesen.

Die Prinzipien, die allerdings erst Macht und Moral definierbar machen, interessieren wenig. So kommt es oft vor, dass sich Menschen aller möglichen und möglichen Weltanschauungen sich hier auf meinem Blog anfänglich bestätigt fühlen, weil sie gerade das überlesen, was die Offenlegung der Prinzipien anbetrifft. Denn genau an diesen wollen sie erst gar nicht rütteln, sie wollen sie selber benutzen, um ihre eigene Meinung damit gegenüber den anderen durchsetzen zu können.

Es geht also allen nur um Macht, um einen Rollentausch. Der Beherrschte will herrschen und die Privilegien der Macht für sich selber nutzen. Doch genau das will und kann nicht mit Artikeln oder sonstigen Wortschöpfungen unterstützen. Mir geht es darum, die Prinzipien für jeden offenzulegen, damit er sie am Ende auch kritisieren kann ohne von der Angst verfolgt zu werden, dass er selber dadurch untergeht.

Befreiung und Freiheit ist nicht, mit der künstlichen Angst der heutigen Prinzipien zu leben und sie für seinen eigenen Vorteil auszunutzen, sondern Freiheit beginnt da, wo man diese Prinzipien weder für Angst als Macht noch als Vorteil nutzen will. Er dann erkennt man, dass die Menschheit ohne diese hohen Prinzipien der sogenannten Selbstüberwindung besser, freier und vor allem in Frieden leben kann.

In diesem Sinne
Euer Politprofiler

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