Dienstag, 19. November 2013

Sardinien: "Jahrtausendhochwasser" in Italien

Nun ist die Superlative erreicht! In Italien kam es laut Weltonline zum "Jahrtausendhochwasser". Ein Jahrhunderthochwasser reicht nicht mehr aus, um die Situation in Italien zu beschreiben. Ein Wirbelsturm brachte viel Regen über Sardinien. Flüsse traten über die Ufer. Es kam 16 Menschen ums Leben.

Natürlich ist es tragisch, wenn es zu großflächigen Überschwemmungen kommt und Menschen dabei sterben. Das bedarf einer Berichterstattung, aber diese Form der reißerischen Hysterie in unseren Medien bedarf es auf jeden Fall nicht. Damit ist den Menschen nicht geholfen. Es führt lediglich dazu, dass die Hilfsbereitschaft sinkt, wenn nicht beim nächsten Hochwasser, wieder eine Superlative übersprungen wird.

Die heutige Form der Berichterstattung dient lediglich der politischen Korrektheit. Der Klimawandel muss als fiktive Bedrohung in den Gedanken der Menschen bleiben. Nur so können höhere Steuern und CO2-Zertifikathandel moralisch als korrektes Verhalten gerechtfertigt werden. Allerdings helfen diese Massnahmen den betroffenen Menschen in den Überschwemmungs- und Katastrophengebieten nicht.

Umsiedlungs- und Instandsetzungskosten werden damit nicht finanziert. Es handelt sich lediglich um eine Gewinnoptimierung innerhalb der Wirtschaft, die so höhere Profite moralisch zu rechtfertigen sucht.  Was wirklich notwendig ist, bringt die Politik auf den Weg. Sie suggeriert lediglich - wie ein Mediziner mit einem Placebo - mit Klimasteuern können Überschwemmungen verhindert werden.

Der Klimawandel aus kommerziellen Sparzwängen

Der Mensch pflastert immer mehr Natur mit seiner Bebauung zu; leitet das Regenwasser in die Flüsse und Kanalisationen, damit sie überlaufen. Alleine das müsste die Logik des Menschen erfassen. Kommt es dann unter dieser Situation zu einem Starkregen, verstärkt sich der Effekt durch Überschwemmungen, nicht weil sich das Klima ändert, sondern weil der Mensch einfach stärken Regen für seine Planungen nicht vorgesehen hatte - es hätte des Kostenrahmen gesprengt. Das ist das sogenannte Restrisiko der heutigen Stadtplaner. Das nun die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes ausbaden müssen.

Genauer betrachtet liegt es am ökonomischen Sparwillen. Sickerbecken für Regenwasser sind zu teuer. Da leitet man es lieber in die alten, für die neue Bebauung nicht ausgelegten, Abwasserkanäle. Wohlstand definiert sich anscheinend nicht nur in einer schönen Einkaufsstraße für die Einzelhändler, sondern vor allem in einer modernen Infrastruktur, die niemand als attraktiv ansieht oder als Konsumattraktion nutzen kann. Was absolut dem heute praktizierten Objektivismus - dem nützlichen Egoismus - widerspricht.


Gemeinwohl ist kein nützlicher Egoismus

Gemeinwohl scheint etwas anderes zu sein, als der kommerzielle Gewinn von Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen. Plötzlich tritt etwas zu Tage, was man bis jetzt nicht sehen wollte. Der eigentliche Staat, der innerhalb der letzten 20 Jahre zur Wohlfahrt für die Wirtschaft und die Industrie umfunktioniert wurde, hat von seiner Substanz gelebt und steht vor der Pleite.

Allgemeine Ausgaben der Kommunen und Staaten sollten nur in der Subvention von Wirtschaft zu sehen sein. Das war die moralische Vorgabe seit Jahrzehnten. Die tatsächliche Infrastruktur zur Aufrechterhaltung des Allgemeinwesens, wie Kanalisationen, wurde sträflich vernachlässigt. Nicht nur Italien, sondern überall. So entsteht der Eindruck, dass sich die Katastrophen mehren, aber es ist eben nur der Augenschein.

Wer jedes Jahr immer mehr Flächen versiegelt, muss damit rechnen, dass es zu Sturzfluten kommt; Tunnel voll laufen und Flüssen in nie gewohntem Ausmaße über die Ufer treten. So kann man sagen, dass der propagierte Klimawandel tatsächlich Menschen gemacht ist, aber nicht in der Form, wie man es uns immer weismachen will.

Die Wirtschaft wird dem Allgemeinwohl nicht helfen

Sondern der empfundene Klimawandel entsteht durch die Kurzsichtigkeit der verantwortlichen Stadt- und Landschaftsplaner. Sie gehen momentan wie ein schlampiger Lackierer vor. Der Rost wird nicht entfernt, sondern einfach überstrichen. So erscheint der Wagen - in diesem Falle unsere gewohnte Natur - wie neu und strahlend. Doch unterhalb der aufgelegten Fassade des Glanzes und des Wohlstandes beginnt es zu gären. Die Fehler der letzten Jahrzehnte treten unweigerlich zum Vorschein und nun ist kein Geld mehr für die wesentlichen Bedürfnisse der Bevölkerung da.

Schaut man noch genauer hin, werden gerade die Industriegebiete an die meist eh schon überlastete Kanalisation angeschlossen, um Kosten für die Betriebe in Erschließungsgebühren zu sparen. Der Mensch muss tatsächlich umdenken. Er muss anfangen zu begreifen, dass mit einer wachsenden Wirtschaft nicht alle Probleme ausgestanden sind, sondern diese erst richtig zum Tragen kommen.

Der Staat ist eine Erfindung der Wirtschaft. So kann die Wirtschaft lästige Investitionen auf die genannte Allgemeinheit abwälzen. Was zu heutigen Überschuldungen der Nationen führte. Nun will die Wirtschaft den Staat noch abschaffen und sich am Menschen direkt als Allgemeinwohl bedienen. Das dürfen nicht zulassen. Nur mit einem Staat im heutigen Rechtssystem können wir der Krake "Marktwirtschaft" noch etwas entgegensetzen. Nur dieser Staat kann der Wirtschaft wieder "soziales Verhalten" per Gesetz vorschreiben. So kämen wir wenigsten wieder zur eigentlichen "Sozialen Marktwirtschaft". Nicht jedes ehemalige Staatsunternehmen, muss privat geführt werden. Die Realität hat es bestätigt.

Der argumentativ gerechtfertigte Feudalismus ist nicht notwendig

Unterwirft sich der Staat der Wirtschaft, fängt die Wirtschaft an, Staat und Mensch auszubeuten. Es kommt zu dem, was wir heute als Naturkatastrophen bezeichnen: Sozial Schwache werden in gefährdete Gebiete gedrängt; verfügen über unzureichend schützende Behausungen und werden von überlaufenden Kanalisationen regelrecht in ihrem Leben bedroht.

All das nehmen wir unkritisch als "Klimawandel" hin. Es wird wirklich Zeit, dass der Mensch anfängt zu denken, aber nicht so wie man es ihm über die letzten 20 Jahre einbläute, sondern selbstständig und kritisch gegenüber all dem, was ihm einzureden versucht, es sein notwendig.

Diese aufgeblähte Wirtschaft, die uns heute gefühlt um die Ohren fliegt,  durch Finanzkrise und Schuldkrisen, ist ein Resultat der falschen Einstellung gegenüber dem, was der Staat tatsächlich sein soll. Der Staat ist nicht dazu da, die Menschen zu maßregeln, damit die Wirtschaft ohne Maß sich selbst zelebrieren kann, sondern der Staat MUSS als ausgleichendes Moment in die Ungleichgewichte des Marktes eingreifen, damit der Markt nicht den Menschen schadet. Das ist die einzige Alternative, die bleibt, wenn wir nicht die Prinzipien an sich infrage stellen wollen.

Eine florierende Wirtschaft bringt nicht der Masse der Menschen Wohlstand, sondern nur wenigen. An dieser Aussage lässt sich nun mal nicht rütteln. Irgendwann ist jeder Staat überfordert, wenn er Menschen mit Geld bedienen muss, die in der Wirtschaft keine Arbeit mehr finden. Das liegt in den Vorgaben des Marktwirtschaftsdenken und kann nicht weg geleugnet werden.

Wer die letzten Jahrzehnte der Wirtschaftsentwicklung kritisch beobachtete, muss zu dem Schluss kommen, dass alle Erwartungen, die man in Wirtschaftsaufschwung und Exporraten setzte, nicht der Masse der Menschen diente. Das ist Fakt. Warum soll es also jetzt nach noch mehr Subventionen und Anstrengungen plötzlich funktionieren?

Die Staat hat nur die Aufgabe sozial gegenüber dem Einzelmenschen zu sein. Das ist seine einzige Aufgabe. Doch der Wirtschaft gelang es durch ständigen Lobbyismus diese Einstellung radikal zu Ungunsten der Menschen zu drehen. Allgemeinwohl kann sich niemals durch die Steigerung von Privatgewinnen in der Wirtschaft einstellen, egal wie sehr die Think-Tanks der Wirtschaft es in unsere Köpfe hämmern. Es ist und bleibt eine Lüge.

Wirtschaft ist und bleibt EGOISMUS

Der propagierte "positive Egoismus" eines kommerziell denkenden Menschen, wird niemals zu einer selbstlosen Aufgabe von Privatgewinnen führen, damit Kanalisationen saniert werden können. Offensichtlich muss sich der Mensch eine andere Konzeption erdenken, damit er sich selber nicht mit seinen wirtschaftlichen Überlegungen zu Grunde richtet.

Alles Anstrengen ausgleichend einzugreifen sind misslungen. Es endete meist in Kriegen und Zerstörung, in Hass und Neid; in sozialen Unruhen und Jahrzehnte langer Depression. Als natürlichen Zyklus darf man das allerdings begreifen. Es resultiert nur aus der unkritischen Akzeptanz unserer sogenannte Werte.

Wir brauchen nicht nur neue Wege, sondern neue Ziel. Neue Ziele erkennt man dadurch, dass sich der Mensch, seine Menschlichkeit nicht mehr aus den Profiten der Wirtschaft finanzieren will; sich nicht nur neue Umverteilungsmechanismen für das alte Prinzip des Nehmens und Gebens entwickelt, sondern ganz neue Weg geht. 

Die Natur des Menschen liegt nicht darin, sich im ständigen Wettstreit in einer Marktwirtschaft messen zu müssen, damit der Einzelne als Egoist überlebt und der Rest der Verlierer auf seinen Gutwillen angewiesen ist. Genau diese Wertvorstellungen müssen wir hinterfragen. Nur so ergeben sich neue Wege zu neuen Zielen.

In diesem Sinne
Euer Politprofiler



1 Kommentar:

  1. Die Welt-Klima-Konferenz läuft noch bis zum 22.11.2013.
    http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_in_Warschau_2013
    Da Polen unfassbarerweise auf Kohle setzt, ist natürlich ein wenig Druck notwendig, einfach die Haarp-Anlagen (in Italien gibt es MUOS, direkt in der Nähe) angeworfen und zack, schon haben wir die schönste Überschwemmung, das feinste Erdbeben, was auch immer.
    Muss Wirtschaftsegoismus so weit gehen?

    AntwortenLöschen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Neueste Meldungen

Regelmässige Leser

Internetradio

mit politischen Themen und Hintergrundinformationen, die in den Mainstreammedien verschwiegen werden oder als Halbwahrheiten publiziert werden von keuronfuih

Politprofiler (keuronfuih) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Beweggründe der Politik aufzudecken, denn Systemkritik scheint in unserer Medienlandschaft der Selbstzensur zum Opfer gefallen zu sein.

Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
---------------------------------------------
Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau, Tübingen, Freiburg, Lörach, Memmingen, Augsburg, Ulm, Keuronfuih, Politprofiler, Wertelehre, Umwertung der Werte