Sonntag, 3. November 2013

Snowden-Coup: Die Dummheit der Vernünftigen ist unendlich

Der grünen Politiker, Hans-Christian Ströbele, reiste mit einem ARD-Team in einer Nacht- und Nebelaktion nach Russland zu Edward Snowden. Doch in seiner Begleitung war auch Ex-Spiegelredakteur, Georg Marcolo. Er reiste nicht im Auftrag der ARD, sondern war freiwilliger Begleiter von Ströbele, auf eigene Kosten. So die offizielle Variante dieser Vorgänge. Noch ist nicht klar, wer dieses Treffen tatsächlich eingefädelt hat. Mascolo ist bekannt für seine guten Geheimdienstkontakte. Das deutsche Staatsimage musste in der Welt und vor allem für die Deutschen aufgemöbelt werden. 

Den jetzt dargebotenen Snowden-Coup konnte man nicht mit Friedrich oder sonst einem CDU-Abgeordneten oder gar Kauder veranstalten. Es wäre unglaubwürdig gewesen. Die SPD bot sich auch nicht an. Sie befinden sich momentan in Koalitionsverhandlungen mit der CDU und müssten zu einem späteren Zeitpunkt heute verteufelte Aktionen als moralisch einwandfrei in der Regierung wieder umsetzen. Übrig bleiben nur die Grünen und da bot sich Ströbele an. Er gilt sogar bei den Grünen als kontrovers.

Hans-Christian Ströbele war sich nicht bewusst, dass er der Spielball der Geheimdienste geworden ist. Er reiste unter der Vorstellung von Freiheit und Gerechtigkeit zu E. Snowden. Das macht die Geschichte so glaubhaft.

Deutschland im neuen Licht des revolutionären Antiamerikanismus

Diese - ich nenne es mal "Geheimdienstaktion", sollte Deutschland, wieder in sein altes neutrales Staatslicht hüllen, das noch bis zur Machtübernahme von Angela Merkel als neutral glänzte. Deutschland genoss damals besonders bei diplomatischen Verhandlungen im Nahen-Osten noch großes Ansehen. Es fand seinen Höhepunkt in der Absage der Deutschen zum Irakkrieg. Doch in Wahrheit war es eine Geheimdienstabsprache zwischen Politik, Wirtschaft und Regierung.



Die deutsche Volksseele konnte sich als Patriot fühlen und der öffentlichen Schein - die Gegenposition zu den USA - erleichterte die BND-Späharbeit im Irak ungemein. Doch nach der Machtübernahme in Deutschland durch die CDU und Angela Merkel, musste der Nimbus von Gerhard Schröder zerstört werden.

Rein zufällig tauchten Geheimdienstunterlagen zu den Spähattacken der Deutschen für die USA während des Irakkrieges in amerikainsichen Zeitungen auf. In der Absicht, Angela Merkel in ihrer kriegerischen Einstellung pro USA zu stärken, damit sie sich ohne öffentlichen Widerstand der Massenmeinung in der offizielle Reihe der Alliierten im Kampf gegen der Terror einreihen konnte. Das erleichterte die Überwachungsgesetze, die während der WM 2006 in Deutschland eingeführt wurden.



Während dessen schwelte die sogenannten Verschwörungstheorien vom globalen Überwachungsstaat aus den USA unter der Zusammenarbeit sämtlicher europäischer Geheimdienste. Doch es gab keine hieb- und stichfeste Beweise. Wikileaks und jetzt E. Snowden sorgten für die sogenannten Links, die plötzlich Verschwörungstheorien zur bewiesenen Wahrheit machten. Kein Gutgläubiger konnte sich diesen Fakten mehr entziehen. Die Regierungen dieser Welt haben nur ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Deutschland wollte mit dem Ströbele-Coup dem ganzen entgegenwirken.

Der öffentliche Druck in Deutschland und auch in Europa steigt ungemein an. Auch die Finanzkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Die Bevölkerung will mehr Distanz zu den USA. Deutschland darf daher im öffentlichen Schein die europäische Führungsrolle des kontrollierten Aufstandes der politischen Riege in Europa gegen die USA scheinbar anführen. Doch die Rechnung wurde ohne den Wirt gemacht.

Der "kalte Krieg" wird zum Wirtschaftskrieg

Mit dieser Aktion sollte Russland als unkooperative Weltmacht dargestellt werden. E. Snowdens Brief an die "Zuständigen" diente als Aufhänger. E. Snowdens Äußerungen zu seinem Asyl in Russland gaben Vorschusslorbeeren für die hyperaktive Presse in Deutschland. Schon bald war Snowden ein Gefangener Russland und verhindert die Befragung v. Snowden durch offizielle deutsche Behören. Daraus wurde die Story vom unfreien Freiheitskämpfer im russischen Exil, der unter der erbarmungslosen Kandare des russischen Diktators, Putin, steht. 

Nun kommt die unerwartete Reaktion aus Russland. Sie ist wie ein Schlag ins Gesicht der deutschen Presse und der Geheimdienste. Putin führt sie vor, wie einen Ochsen am Nasenring. E. Snowden sei ein freier Mensch, lässt der Kreml verlauten. Er könne jederzeit mit ausländischen Politiker sprechen. Darauf nehme Russland keinen Einfluss. Der ganze geplante Effekt des "bösen Russen" ist wieder einmal verpufft. Nun muss Deutschland Snowden befragen, und zwar in Russland, wenn es glaubwürdig bleiben will.

Nun muss Europa liefern

Die heroischen Artikel über die Gesprächsbereitschaft der deutschen Regierung müssen nun eingelöst werden. Die Massenmeinung erwartet das von Kanzlerin Merkel und ihrer Regierungspartei CDU. Tür und Tor steht den deutschen Aufklärern auf den Parlamentsbänken nun in Russland offen. Nun brauchen sie wieder eine Erklärung, warum sie trotzdem nicht aufklären können, weil sie nicht wollen. Die Schlechtigkeit als Antrieb der angeblichen Gerechtigkeit treibt immer bizarrere Triebe und verbreitet den süßen Duft der Verwesung als Aufbruchstimmung in den Abgrund der Hinterhältigkeit. 

Die deutsche Journalie beging den Fehler, die Anwesenheit von G. Mascolo nicht zu hinterfragen. Das rächt sich nun. Putin und Snowden haben ihre Hausaufgaben gemacht. Die hysterischen Journalisten, die nach Klicks und Werbeeinnahmen dressiert sind, allerdings nicht. Sie rückten Russland in das Gefängnisland für E. Snowden und erklärten Putin zum Verhinderer der Aufklärung, weil er angeblich keine politischen Kontakte mit Snowden erlaubt. Diese Schmähkampagne  ging nun nach hinten los.

Jetzt muss Merkel liefern und Snowden befragen.


Der deutsche Geheimdienst wird zu NSA-Affäre nicht gefragt

Hätte die deutsche Politik tatsächlich einen Drang zur Aufklärung der NSA-Affäre, wären längst Mitarbeiter der Geheimdienst beim Untersuchungsausschuss vorgeladen worden. Auch der ehemalige US-Botschafter in Berlin, Murphy, müsste in den Zeugenstand. Schließlich tummelten sich dort hochrangige Politik fast täglich. Siehe Wikileaks-Cable. Auch K.-T. zu Guttenberg gehört zu den regelmäßigen Besuchern. Selbst Angela Merkel war sehr gesprächig, als es um SWIFT (Bankverbindungsabkommen zwischen EU und USA) ging. Man beruhigte die USA. Die erste Ablehnung im EU-Parlament sei notwendig gewesen, um das Volk zu beruhigen, in der nächsten Abstimmung sein auf jeden Fall eine Genehmigung zu erwarten. 

Bitte glauben Sie nicht, dass die Politiker nicht wussten, dass sie einem Monitoring-Programm angeschlossen sind. Mit PRISM & Co. handelt es sich um Koordinationsprogramm, zur Aufrechterhaltung des Marktes an sich. Es geht darum die gesamte Welt unter die marktmoralische Vorstellung der USA zu zwingen. Alles was von ihrer ökonomischen Vorstellung von Gerechtigkeit abweicht wird als Terrorismus und Staatsfeindlichkeit deklariert.

Die Überwachung der Politiker zeigt lediglich Möglichkeiten der Interaktion durch Coups wie Ströbele und Snowden auf. Wer allerdings weiss, wie PRISM funktioniert, lässt sich von solchen angeblichen "intelligenten Lösungen" nicht hinters Licht führen. 



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