Mittwoch, 25. Dezember 2013

Ein Herz für Diktatoren: Kim, liess Onkel hinrichten, weil er nicht teilen wollte!

Unsere Medien  haben einen Füller für das Weihnachtsloch bis zur Weihnachtsansprache des großen, priesterlichen Bundespräsidenten entdeckt. Der nordamerikanische, kommunistische Staatsführer, Kim Jong Un, ließ seinen Onkel nicht aus ideologischen Gründen hinrichten, sondern weil er seinen Vermögen nicht teilen wollte. Im Kapitalismus nennt man das wohl "Steuerhinterziehung"!

Natürlich unterlassen unsere Medien nicht, darauf hinzuweisen, dass in Nordkorea die Bevölkerung hungert und die Führungsgesellschaft in Geld schwimmt. Darin unterscheidet sich Nordkorea offensichtlich nicht vom Rest der Welt, nur ideologisch. Ist doch logisch! 

Noch bizarrer ist die Entdeckung von WELTONLINE. Dort wird nä(h)mlich (denn ich bin ja dämlich) festgestellt, dass im Hungerleiderkommunismus (eine Wortkreation von Weltonline) Geld noch mehr Macht bedeutet als im Kapitalismus. Wir lernen: Hunger im Kommunismus ist etwas anderes als in Demokratien bzw. im Kapitalismus. 

Der Onkel war einfach ein raffgieriger, kommunistischer Milliardär


Kim Jong Uns Onkel, Jang Song-thaek, betrieb einen lukrativen Handel mit Nordkoreas Jacobsmuscheln, Krabben und Kohle (hier ist die tatsächliche Kohle zum Feuern gemeint, nicht das Geld). Das brachte ihm Devisen und sollte dem Land auch Devisen bringen, wenn man teilt bzw. Steuern spart. Hauptsächlich Yuan (chinesische Währung). Das ist für Nordkorea deshalb so wichtig, weil dieses Land harten Sanktionen unterliegt und vom Handel mit der Welt abgeschnitten ist. Das sind natürlich nur gut gemeinte Maßnahmen der freien, demokratischen Welt, um Nordkorea zum Kapitalismus zu überreden, weil dann die Bevölkerung nicht mehr hungern muss.

Offensichtlich wollte dieser kommunistische Oligarch seinen Devisenreichtum nicht mit dem Militär teilen, schreibt Weltonline. Man höre und staune! Kim ist nicht der böse, neidische Diktator, sondern das Militär ist das Übel. In einigen, wenigen Medien war bereits kurz nach der Hinrichtung zu lesen, dass Kim Jong Un seinen Onkel hinrichten liess, weil er in der Bevölkerung als raffgierig und korrupt galt. Mit dieser radikalen Maßnahme konnte sich Jong Un als gerechter Führer vor seinem Volk etablieren. (Am letzten Wochenende 21.12.2013 wurde in Deutschland/Hamburg ein Exempel statuiert. Demonstranten wurden von der Polizei als Abschaum bezeichnet und von der Straße gefegt).

Diese moralischen Beweggründe von Kim Jong Un waren offensichtlich der Aufmerksamkeit von Weltonline und anderen Leitmedien entgangen. Der ARD ist auch entgangen, dass Chodorkowski mit einem Privatjet aus Deutschland abgeholt wurde. Sie berichtet, er sei mit einem Linienflug nach Deutschland gekommen. Unsere Leitmedien-Redaktion stehen offensichtlich unter der Droge, Amerikanismus. Die politisch, ideologisch interpretierten Hinrichtungen in Nordkorea passten so wundervoll in das westliche Diktatorenmenschenbild. Hinrichtungen von raffgierigen Milliardären könnte dagegen Zündstoff für die öffentliche Meinung sein.Vor allem dann, wenn kurz danach ein russischer Milliardär von einem angeblichen Diktator bzw, Zaren in Russland begnadigt wird. Das könnte ein falsche, positives Bild auf Putin werfen. Noch gefährlicher wäre es geworden, wenn "keine Amnestie für Snowden" vor wenigen Tagen aus dem Munde von Barack Obama auch noch in den Medien breit getreten worden wäre.

In der Zwischenzeit ist der russische Oligarch medial abgearbeitet; im Berliner Adlon abgestiegen; er hat seine Pressekonferenzen abgearbeitet  und wartet jetzt nur noch auf sein Visum für die Schweiz, wo seine Familie längst lebt.

Chodorkowski bereicherte sich mit kaufmännischer Raffinesse in der Umbruchzeit der UdSSR mit der Ölfirma Yukon. Sein heroische Plan bestand darin, das ehemalige russische Staatsvermögen an eine amerikanische Firma durch Verkauf zu übertragen. Zuvor häufte er sich in gewohnter kapitalistisch-kommunistischer Manier durch Steuerhinterziehung ein riesiges Vermögen an. So wurde aus einem Steuerhinterzieher ein Politikum, wie aus der ukrainischen Ölprinzessin, Timoschenko und dem Schwarzholzverkäufer als Moskauer Bürgermeister.


Nordkorea ist das Leiharbeiterland für Südkorea


Südkorea, das asiatische Lieblingskind Amerikas. Es betreibt in komministisch-kapitalistischer Manier auf nordkoreanischem Boden sozusagen eine Hungerlohnfabrikstadt. Diese Löhne sind Südkoreaner nicht zuzumuten. Es wäre unter ihrer Würde. In Südkorea ist man eben human und lässt sich dort seine Exportartikel für den Weltmarkt produzieren. (Sozial ist was Arbeit schafft - so einfach ist das! ... Und rein ist das Krämergewissen) Daher ist Kim, der böse, irre Dikator, sehr wichtig für Südkorea und für den Rest der freien, demokratischen. (Manchmal bekomme ich den Eindruck, die freie, demokratische Welt, wünscht sich mehr kommunistische Diktatoren)

Es versteht sich von selbst, dass der südkoreanische Reichtum alleine von den Südkoreaner durch harte, ehrliche Arbeit angesammelt wurde und lediglich Nordkorea der kommunistische Ausbeuterstaat ist. Das ist wohl logisch - nicht ideologisch! Alles andere wäre eine falsch Überlegung und eine falscher justierter moralischer Kompass. Noch falscher wäre es zu behaupten, dass Kommunismus und Kapitalismus gar keine Gegensätze sind. Sie basieren alle beide auf dem einmaligen und grandiosen Kapitalismus, der Raffgier und die Profitsucht als die höchste Form der Moral geformt hat.

Da stellen sich schon wieder die folgen Fragen:

  • Kennt die Menschheit überhaupt etwas anderes als Kapitalismus? 
  • Hat die Menschheit jemals einen Gegenpart zum Kapitalismus gelebt?

Reichtum ohne Armut geht nicht

Im Grunde besteht kein Unterschied zwischen nordkoreanischen Milliardären wie Jang Song-thaek und berühmten, reichen Persönlichen im Westen. Sie sind einfach nur reich, weil andere arm sind. Das gilt in jeder Form des Kapitalismus, auch im Kommunismus. Der kleine feine Unterschied besteht darin, dass unsere Medien, indische Milliardäre niemals als raffgierige Monster dargestellt, die in einem Hungerleiderkapitalismus wie die Made im Speck leben, sondern man setzt sie anerkennend auf die Forbesliste der reichsten Menschen dieser Welt. 





Hiltonreichtum ist schick - nordkoreanische Reichtum ist unmoralisch

Aus dem Hiltonreichtum wurde sogar ein glücklichmacher Kult, durch die Erbin, Paris Hilton. Daran störte sich bis heute kein seriöses oder unseriöses Boulevardblatt. Nein, man macht sogar aus dem Reichtum noch ein Geschäft, das nennt sich dann, ERFOLGSMODEL;. erfindet Modelinien und Hundetragetaschen mit Paris-Hilton-Label. Es muss keiner die Taschen kaufen - das geschieht alles freiwillig - verstehen sie was ich meine - selbst die Armut ist bei uns heute freiwillig und selbst verschuldet. Nur im Kommunismus sind die Reichen schuld an der Armut der Bevölkerung! ... während in den USA über 50 Millionen Menschen von Lebensmittelmarken leben und über keine Krankenversicherung verfügen. Das ist ganz normal. Sie strengen sich nur nicht genügend an oder haben die falsch oder gar keine Bildung.


Dieser Artikel soll in keinster Weise den kommunistischen Kapitalismus in Nordkorea verherrlichen. Es ist nur ein Sammelsurium von Fakten, die den gesammelten Fakten im kapitalistischen Kommunismus in Kaunseren breiten Graden gegenüber gestellt wird.

Kann der Mensch auch ohne Ideologie leben?

Es muss sich auch niemand für das angeblich kleinere Übel entscheiden. Es gibt nicht nur diese Wahl, sondern es gibt noch keine Wahl - eben ohne den Kapitalismus zusammenzuleben - d. h. aber auch ohne Kommunismus oder Marxismus - eben ohne Ideologie. Das ist wohl die größte Herausforderung an die Menschheit seit über 10.000 Jahren. 

Ich bin der Meinung, die Menschheit hat sich lange genug vom Reichtum betören lassen. Der Reichtum macht nur wenige Bäuche dick und verherrlicht die Völlerei auf Kosten anderen und die Meisten (ich spreche von der Weltbevölkerung!) bekommt, wenn sie Glück haben (schönes Wort für Schicksal nicht wahr?) einmal am Tag etwas in den Magen. Wobei man dann nicht wählerisch sein darf. Das nennen wir dann Fortschritt!

Daher ist der Glaube an das Schicksal und den eventuellen Reichtum pure Naivität (Hoffnung). Genau so gut könnte man behaupten: "Nächstes Wochenende gewinne alle 10 Millionen Euro in der Lotterie! Was?! Das glauben Sie mir nicht? ... aber mit Kapitalismus und Marktwirtschaft werden alle reich (wohlständig), ist eine wahre Aussage?"

Realismus (verwendet im normale Sprachgebrauch - nicht philosophisch)  ist offensichtlich eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Er ist so unangenehm, dass man sich sofort der größte Lüge dieser Welt wieder anschließt und neue Konzepte entwirft, wie der Kapitalismus doch noch menschliche Züge bekommen könnte. "Wir müssen eben mehr und gerechter teilen! Genau das wollte Kim seinem Onkel auch beibringen!"




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