Montag, 27. Januar 2014

Snowden Interview 2014: Die Herrschaft des Rechts - Der globale Rechtsstaat

Der platonische Staat - der perfekte Faschismus - ist fast fertig. Unter Faschismus verstehe ich die Überzeugung, dass es höhere und niedrige Menschen für höhere und niedrige Tätigkeiten geben muss und dies sich in den Lebensumständen darstellen muss.

Eine Analyse des Interviews wurde von der ARD/NDR auf meinem Youtube-Konto gesperrt. Urheberrechtsverletzung! Die Herrschaft des Rechts greift immer weiter um sich. Am Ende wird man verhaftet, wenn man die Dinge anders sieht als man sie sehen sollte. 

Die gesamte Welt kennt ein gemeinsames Recht und das ist das Gesetz von Angebot und Nachrfrage. Es ist der Markt. Seine Regeln und Normen werden bis jetzt von Nationen und Gruppen zum eigenen Vorteil gebeugt und gegen andere angewendet. Für den Liberalen, den Freiheitskämpfer für den Markt, ein Desaster. Neoliberalist ist auch der, der gegen Illuminati, Bilderberger, Regierungen und Staaten kämpft. Sie alle schränken die "Herrschaft des Rechtes" ein ... eben die Marktgesetze. Das ist der globale Rechtsstaat. Das Prinzip der Unterdrückung und Ausbeutung ändert sich nicht, wenn es nationale Rechtsstaaten gibt. Die heutige Menschheit kann nur faschistisch denken. Ihre Vernunft gibt ihr keinen anderen Denkspielraum.



Dazu muss man sich bewusst sein, dass alles was der heutige Mensch auf der Basis seiner Logik formuliert, von den Marktgesetzen aus argumentiert wird. Jedes menschliche Verhalten richtet sich an den Marktgesetzen als Denkprämisse aus und erzeugt den heutigen Determinismus.

Jede gemachte Erfahrung der Menschheit, ob heute oder in der Vergangenheit beruht nur aus dem Umgang und dem Leben in diesen Marktgesetzen. Der Mensch besitzt gar keine objektive Beurteilungsgrundlage mehr. Das ist der Geist des Eigentumismus, den wir heute Logik nennen. Es ist jedoch ein manipulatives Denkmuster, das dem Mensch suggeriert er würde in einer natürlichen Realität leben, obwohl es eine künstlich erzeugte ist.

Logik wird vom altgriechischen Wort "Logos" abgeleitet. Sie wissen ja - die alten Griechen sind unsere Vordenker in Metaphysik und Philosophie. Aus ihrem Denkmodell entstand all das, was wir heute als Soziologie, Politik und Rechtswissenschaft begreifen und argumentativ in die vorherrschende Logik einbinden und erklären. Das alles baut lediglich auf dem Eigentumismus auf. Es ist die heutige Weltvernunft - ist aber nicht die wirkliche Realität. Daher spricht man in Bezug auf Vernunft auch nur von Bewusstsein und nicht von Verstand.

Logos wird verwendet um den Sinn von Wort und Rede zu umschreiben. Daraus ergibt sich eine geistiges Vermögen die Welt nach einer einheitlichen "Weltvernunft" zu beschreiben und zu verstehen. Genau das wurde mit Platon, Sokrates und Aristoteles gemacht und ergibt das heutige Weltbild bzw. Weltanschauung und Interpretation aller Wahrnehmungen der heutigen Menschen.

Zwar werden jetzt einige aufschreien und behaupteten, sie seien kein Produkt der Antike. Doch wer wirklich seine eigenen Überzeugungen und Wahrheiten kontrolliert, muss sich eingestehen, er kann nur in dem Rahmen denken, den diese alten Griechen ihm noch erlauben zu benutzen. Sokrates verwendete nämlich das berühmte "Höhlenbeispiel" dazu, zu beschreiben, wie er die Menschen manipuliert und wenn sie danach in die "Realität" kommen, werden sie diese fehlinterpretieren. Was wir heute noch tun. Im Abschluss seiner Metapher sagte er, dieser Mensch wird sich freiwillig als Lohnarbeiter dem Bauern unterstellen und sich dadurch auch noch befreit fühlen. Daher glauben Sie nicht alles, was "studierte" Philosophen ihnen erzählen. Sie waren auch in der Höhle des Sokrates und sehen die Welt danach nicht mehr klar.

So entstand die heute Definition von Gerechtigkeit, die damals Platon dem Sokrates in seinem Buch "Der Staat" in den Mund legt. Alles was heute gedacht, ersonnen und an Lösungsmöglichkeiten entwickelt wird, befindet sich innerhalb dieses Logos. Das ist ein Logoismus. Innerhalb dieses Logos (Sinninterpretation der Dinge) erscheint uns die Welt als logisch geordnet und der Mensch ist mit seiner Vernunft fähig ein Prinzip zu erkennen, das als unumstößlich gilt und dem er folgen muss, weil es angeblich seine Natur sei.

Bereits in der Antike standen sich die Logisten und die Sophisten unversöhnlich gegenüber. Es gibt so gut wie keine Schriften der Sophisten aus dieser Zeit. Das Einzige, das erhalten ist, sind die Schimpftriaden des Platon und seinen Nachbetern aus dem römischen Reich bis in Neuzeit hinein, welche die Sophisten als Teufel und Wortverdreher darstellt. Lassen Sie sich nicht von den Ausführungen der angeblichen Intellektuellen, Studierten und "Belesenen" über die Sophisten blenden. Sie argumentieren lediglich im plationischen Logismus. Auch damals herrschte ein gewisser Argwohn gegen die "bezahlten Lehrer" - wie Sophisten auch genannt werden.

So sagte im Buch des Platon "Der Staat", der Sophist Trasymachus: "Ich behaupte, dass das Gerechte nichts anderes ist als das dem Stärkeren Zuträgliche " - als er sich mit Sokrates um "Gerechtigkeit" stritt. Er führte daher nur die heutige Realität an, der Sokrates einfach widersprach und begann die "Gerechtigkeit" grundsätzlich als "GUT" zu beweisen. Das ist die einzige Aufgabe dieser vielen Bücher - die sich "Der Staat" nennt.

Sokrates ist nämlich der Auffassung, dass der griechisches Mensch mit seiner Zivilisation dieses "barbarische Recht des Stärkeren" überwunden hätte. Trasymachus sagt ihm dagegen, dass er immer noch diesem angeblichen Naturrecht anhängt. Er sagt weiter, dass in Wahrheit der Gerechte der tatsächlich Schlecht sein, indem was Sokrates als grundsätzlich nur "GUT und GERECHT" beschreibt und derjenige, der in den Augen von Sokrates der "Schechte" sei, der eigentlich Gute. Er deckte damit das Paradox auf. Doch in den gelehrten Schriften wird behauptet, er würde dieses Prinzip verfechten. Ein unverzeihlicher Fehler, der sich bis heute gehalten hat.

Das ist nichts anderes als die spätere berühmte Aussage: "Das Böse ist das Defizit des Guten ...!" Dies soll allerdings keine Weisheit sein, sondern ein Tür zur tieferen Erkenntnis hinein, in das was hinter der wahrgenommen Realität ist. Sophisten sind in der Antike also diejenigen gewesen, welche die vorherrschende Metaphysik durchschauten, aber keine andere Möglichkeit sahen, als in der künstlichen Realität der angeblichen Zivilisation zu überleben - der Ökonomie.

Sokrates vertrat die Meinung, dass Wissen nur an geeignete Menschen verbreitet werden kann und darf. Er hielt sich für den höheren Menschen, weil er kein Geld für seinen Unterricht nahm, aber in Wahrheit eben nur die unterrichtete, die indirekt bezahlten - also seine Unterkunft und Auskommen übernahmen. Das erklärt vielleicht einiges, warum Sokrates und sein späterer, berühmter Schüler Platon, derartige logische Macht erhielten. Die Athener-Schule in der Antike war nichts anderes als die heutigen Denkfabriken- und -manufakturen. Sie produzieren Logisten auf der Basis der falschverstandenen Zivilisation, die wir heute RECHTSSTAAT nennen.

Thrasymachos schrieb in einer seiner Reden ungefähr so: "Die Götter sehen nicht auf menschliche Belange, sonst würden sie nicht über das bei Menschen größte Gut hinwegsehen, die Gerechtigkeit: Wir sehen nämlich, das die Menschen sie nicht anwenden."

Das war ein eindeutiger Blick des Sophisten hinter die wahrgenommene Realität von damals und heute. Sie verwehrten sich auch jeder Religion und Gottesgläubigkeit. Sie sehen dies als Erfindung des menschlichen Logos an, der vor langer Zeit durch die Erfindung der Ökonomie/Zivilisation entstanden ist.

Der heutige Denkfehler, wie damals in der Antike und heute ist: Gerechtigkeit macht sich nicht an der Ökonomie/Zivilisation aus.


Trasymachus in Platon "Der Staat" - Buch 1: Was für ein Geschwätz von Anfang an! Und dieses einfältige Hin und Her! So nicht! Wenn du wirklich wissen willst, was Gerechtigkeit ist, dann frage nicht nur, um dann, was einer antwortet, mit allem Ehrgeiz zu zerpflücken, weil du genau weißt, dass es leichter ist zu fragen als zu antworten, sondern antworte auch selbst und sage, wovon du meinst, dass es das Gerechte ist. Und sage mir ja nicht, dass es das Pflichtgemäße sei, oder das Förderliche, oder das Nützliche, oder das Einträgliche, oder das Zuträgliche, sondern sage mir deutlich und genau, was du meinst! Ich werde es dir nämlich nicht abnehmen, wenn du derartiges Gewäsch redest.

Sokrates antwortet mit einer rhetorischen Finte unter dem Hinweis des "bezahlten Lehrers":  "O Thrasymachos, sei uns nicht böse! Denn wenn wir bei der Prüfung unserer Standpunkte etwas falsch machen, so wisse, wir machen es unabsichtlich falsch. Denn glaube ja nicht, dass wir uns bei der Suche nach Gold nicht absichtlich voreinander verbeugten und so bei der Suche die Möglichkeit, etwas zu finden, verspielten, aber bei der Suche nach Gerechtigkeit, etwas, das vielfach wertvoller ist als Gold, so unvernünftig einander das Feld überließen und nicht alles dafür täten, dass es sich ganz deutlich zeige. Das kannst du mir glauben, mein Freund! Nein, ich glaube, wir vermögen es nicht! Ihr Fachleute müsst also viel eher Mitleid mit uns haben als auf uns böse sein."

Er bleibt allerdings die Antwort auf die Frage nach seiner Definition von Gerechtigkeit schuldig. Er bezeichnet Trasymachus als denjenigen, der sich nach Gold bückt. Sokrates sei allerdings derjenige, der sich nach der Gerechtigkeit bückt. Erkennt dabei allerdings nicht, dass er sich lediglich nach dem moralischen Abfall es Goldes bückt (soziales Verhalten), das er "Gerechtigkeit" nennt.

Diese Analyse setzt nicht voraus, dass das Buch "Der Staat" tatsächlich 300 v. Chr. geschrieben wurde, sondern die Analyse basiert darauf, was der Mensch aus dem Mittelalter bis heute aus den Buch interpretiert und es als Axiom für den Rechtsstaat und die Ökonomie benutzt. Bitte vergessen Sie nicht: Die Medici waren die Begründer der Renaissance ( die Rückkehr der Antike). Sie "suchten" diese angeblichen Schätze. Niemand kann wissen, ob sie diese "Schätze" nicht selber schufen, als Leumund für ihre radikale Geschäftstüchtigkeit, die heute noch großes Ansehen in der Welt genießt und unter dem Motto "Herrschaft des Rechts" nach globaler Anerkennung strebt.

Bitte verwechseln sie nun das Geschlecht Medici nicht dem was schuldig ist. Die Medici benutzten lediglich den Logos, der in jedem bereits vorhanden war und ist. Mit dem Austauschen der Spieler, ändern sich noch lange nicht die Spielregeln (das Prinzip). So bleibt das Prinzip der Unterdrückung auch dann noch vorhanden, wenn der "Gerechteste den Thron" besteigt. Es ist und bleibt Herrschen, was nur ein anderes Wort für Unterdrückung ist - die man als gegeben und logisch annimmt.

Das ist die tiefere Erkenntnis hinter dem, was wir heute Realität nennen. Sie wurde nichts erkennt, wenn trotzdem nach Herrschen streben und das für gerecht halten bzw. normal. Unterdrückung - also Beugung des Verstand ist damit nach wie vor gegeben. Ökonomie / Markt /Handel / Angebot und Nachfrage ist nicht die tatsächliche Realität des Menschen.

Deshalb sagte Trasymachus: "Die Götter sehen nicht auf menschliche Belange, sonst würden sie nicht über das bei Menschen größte Gut hinwegsehen, die Gerechtigkeit: Wir sehen nämlich, das die Menschen sie nicht anwenden." 
So kann man "Platon der Staat" als Offenbarung für die heutige Logos heranziehen oder einfach als Buch, dass die Dummheit der Mensch in all ihren Fassetten offenbart und auch noch erklärt. Dasselbe gilt für die Bibel. Platon/Sokrates waren der Meinung, dass weise Geister das Recht formulieren sollen, an das sich alle zu halten haben, auch die Regierenden.






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