Mittwoch, 12. Februar 2014

Eklat in der Knesset - National-religiöse Politiker bezeichnen Schulz als deutschen Lügner

Moshe Feiglin, Mitglied der Likud-Partei von Regierungschef Benjamin Netanjahu, war der auf Deutsch gehaltenen Rede von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz ganz fern geblieben.

 „Ich werde während der Rede abwesend sein, weil es unpassend ist, dass im Parlament des jüdischen Staates eine Rede in der Sprache gehalten wird, in der unsere Eltern in die Eisenbahnwaggons und in die Krematorien gestoßen wurden“, schrieb er auf Facebook.

Wirtschaftsminister und national-religiöser Poliker Bennett der Partei "jüdisches Heim" schreibt auf Facebook:

„Ich fordere den Präsidenten des Europäischen Parlaments auf, sich von seinen beiden lügnerischen Äußerungen zu distanzieren ... Ich akzeptiere keine Lügen von einem Deutschen“  Er verließ den Saal.

Abgeordnete Moti Jogev, ebenfalls national-religiöser Politiker der Partei "jüdisches Heim" schreit in den Saal:

„Schämen Sie sich, Sie unterstützen jemanden, der gegen Juden hetzt.“  

Martin Schulz sagte auf deutsch vor der Knesset in Israel:



„auch die Palästinenser haben das Recht auf Selbstbestimmung und Gerechtigkeit“
... "sie wollen in Frieden leben und unbegrenzte Bewegungsfreiheit haben“
„warum ein Israeli täglich im Schnitt 70 Liter Wasser verbrauchen könne, ein Palästinenser gerademal 17“

UN-Teilungsplan
aus dem Jahre 1947
Hintergrund: Es geht um die besetzten Golanhöhen und Wasserreserven des gesamten Gebietes:

Seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 sind die Golanhöhen von Israel besetzt. 1981 wurden sie annektiert, unter der Begründung, dass dieser Teil zum ausgewiesen israelischen Gebiet gemäß der Bibel gehört. Auf den Golanhöhen entspringt eine der Quellen des Jordan. Israel kann so die Wasserflüsse der gesamten Region kontrollieren und als politisches Instrument benutzen. Es kommt daher immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Syrien und Israel.

Israel betreibt ein Wassersystem auf den Golanhöhen und benachteiligt dadurch die Anrainerstaaten bei der Wasserentnahme.

«Nach den Berechnungen der palästinensischen Hydrologen», schrieb die Neue Zürcher Zeitung, «beträgt das Wasserangebot im Gazastreifen für 1,2 Millionen Einwohner pro Jahr 144 Millionen Kubikmeter. Das bedeutet einen rund sechsmal geringeren Pro- Kopf-Verbrauch als in Mitteleuropa oder Israel. Die geringe Menge habe zudem einen viel zu hohen Salzgehalt ... Studien wie die der Europäischen Kommission über integrierte Wasserplanung im Mittelmeerraum kommen ebenfalls zum Schluss, dass die Wasserqualität im Gazastreifen sehr zu wünschen übrig lässt. Die Studie der Europäischen Kommission macht die jahrelange Übernutzung des Küsten-Aquifers vor allem durch Israel, aber auch durch die palästinensische Wasserbehörde dafür verantwortlich, dass Meer- und landwirtschaftliches Drainagewasser in die wasserführenden Schichten gedrungen ist. Letzteres hat zur massiven Erhöhung gesundheitsschädlicher Chlorid- und Nitratkonzentrationen im Aquifer geführt.»(19) Die Diskrepanz zwischen Verbrauch und Ressourcen bewirkt, dass der Grundwasserspiegel im Gaza-Streifen jährlich um 15 - 20 Zentimeter sinkt. Der Gehalt des Trinkwassers an Nitraten ist mancherorts zehnmal höher, als nach internationalen Standards zulässig. Die Folge sind Krankheiten. Ärzte in Gaza nennen die schlechte Wasserqualität als Ursache einer hohen Zahl von Nieren- und Lebererkrankungen.
 (Quelle: http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Palaestina/wasser.html)



GAZA - Palästina - Israel - Blut für Wasser - Wie Israel den Palästinensern das Wasser vorenthalten. ... >>> Tomaten als Wasserexport für kommerzielle Erfolge. Die Türkei verkauft Wasser gegen Waffen an Israel



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