Sonntag, 30. März 2014

Brasilien: Großeinsatz in Favela - keine Raubzüge während der WM

Brutal geht es in den Favelas zu, schreiben die Medien. Banden beherrschen die Straßen. Wie ich mir das vorstellen muss, weiss ich nicht. Wird dort Wegegeld verlangt, wie in der freien, demokratischen Welt, sonst Steuern und Gebühren von privaten und staatlichen Unternehmen gefordert werden? Das logisch Problem besteht darin, einem Armen kann man nichts aus der Tasche ziehen. Das funktioniert erst, wenn man ihm vorher etwas hineinsteckt.

Daher ist der Reichtum wie eh und jed das Jagdrevier der Armut. In diesem Fall ist das Revier Rio de Janeiro. Das bald Schauplatz der Fußballweltmeisterschaft sein soll.  So lange müssen die Favelas unter Kontrolle gebracht werden. D. h. keine Raubzüge mehr. Brasilien hat das Image einer Industrienation zu verlieren.

Innerhalb einer viertel Stunde stürmten 1300 Polizisten die Favalas in Rio de Janeiro. Das können sie sich vorstellen wie strenge Grenzkontrollen unter Staaten, mit absoluten Import- und Exportkontrollen. Eine Herklesaufgabe im wahrsten Sinne des Wortes. 

Im Favela-Gebiet leben ca. 130.000 Menschen unter zum Teil widrigen Lebensbedingungen. Tierschützer hätten schon lange Alarm geschlagen, wenn es sich um Nutztierhaltung handeln würde. Die Favelas sind eine Stadt in der Stadt. Sie sind das selbst ernannte Verlies der Nutzlosen unserer Gesellschaft, unter eigener Verwaltung. Das sind ungeschriebenen Spielregeln unseres Systems. In den Nobelvierteln von Rio de Janeiros will sie keiner sehen. Sie werden vertrieben wie räudige Hunde und eine Wellblechhütte ist immer noch besser, als eine angstvolle Nacht in einer Einkaufspassage. In diesen Viertel herrscht die Gerechtigkeit, die diesen Menschen von uns gelehrt wird, dennoch zeigen wir uns immer noch entsetzt über die Auswirkungen.

Wir töten nämlich niemanden, wenn er seine Rechnungen nicht bezahlt - wir schicken sie nur die Favelas. Daher halten wir sie uns für gerechter.

Fotogene Armenviertel für die wohltätigen Reichen, Schönen und Guten



Favelas sind ein beliebter Ort für medienwirksame Bilder. PR-Agenturen jagen ihr Klientel regelmäßig durch die Armut. Päpste tragen dort ihre Fürsorge für die Armen offen zur Schau, ebenso Schauspieler ihr großes Herz, damit keiner nach der Ursache der Armut fragt. Das ist eine große Herzensangelegenheit unserer heutigen Gesellschaft.

Daher erfüllt die Armut einen sehr wichtigen Aspekt in unserem ach so sorglosen Leben. Dem einen zeigen solche Bilder, dass es vielen noch schlechter geht und der anderen kann sein schlechtes Gewissen mit einer Spende erleichtert werden.

Es darf nur keiner auf die Idee kommen, die Ursache für die Armut aus der Welt räumen zu wollen. Das wäre tatsächlich der Weltuntergang unserer Zivilisation.

Daher sind wir nach wie vor bestrebt, die Armut erträglich zu halten. Wo kämen wir hin, wenn es allen gleich gut gehen würde, wie uns. Wir wären nichts besonderes mehr.




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