Freitag, 14. März 2014

Hoeneß -Nach Promiurteil geht Hoeneß "freiwillig" in den Knast!

Erst wollte Hoeneß in Revision und nun geht er freiwillig in den Knast. Uli Hoeneß ist ein Denkmal als "aufrichtiger Mensch" in der Mitte von München sicher. Die Linken fordern eine Abschaffung der Selbstanzeige für Steuersünder und das Finanzamt jagt Hausfrauen, die auf Ebay ihre Schnäppchen verkaufen, als die neuen, großen Steuerhinterzieher nach den Schweizer Kontobesitzer. Vielleicht muss bald jeder in Knast, weil der gegen eine kleinen Obolus die Reifen wechselt oder sein altes Auto auf dem Gebrauchtwagenmarkt ohne Einkommenssteuerabgabe verkauft.

 
Für die hinterzogenen 27 Millionen Euro war das Urteil gegen Uli Hoeneß tatsächlich ein Urteil mit großem Promistatus. Doch diese Summe ist längst nicht mehr irrelevant. Der "reumütige und freiwillige" Knastgänger steht im Mittelpunkt der öffentlichen Erörterung. Man empfindet nun mehr oder weniger kollektive Mitleid und die Medien verbreiten die Sorge um einen verarmten Hoeneß, wenn er die Steuerschuld zurückzahlt. So schnell ist die Volksseele mit einer Aktion zu einer nicht geglaubten Reaktion zu bringen. 27 Millionen Euro Steuerhinterziehen sind nun Peanuts.

Während des Prozesses kam immer wieder der flehende Hinweis, auf die vielen Spenden von Uli Hoeneß für soziale Projekte spendete. Diese Großzügigkeit resultiert mit großer Wahrscheinlichkeit aus seiner erfolgreichen Tätigkeit als Millionensteuerhinterzieher.

Eine kritische Betrachtung unserer Gesellschaft resultiert aus diesem Medienspektakel allerdings nicht, denn rational betrachtet können nur diejenigen in unserer Gesellschaftshierarchie aufsteigen, die kriminelle Energien aufzeigen, diese aber vor der Öffentlichkeit als sozial und erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit darstellen.

Trotz diesen Tatsächlichkeiten, ist unsere Gesellschaft in regelmässigen Abständen immer wieder geschockt, wenn diese Personen unter Korruptionsverdacht geraten oder Steuern hinterziehen. Kriminelle Energie ist heute grundsätzlich die Mutter eines jeden Erfolges. Lediglich die Wahrnehmung was als kriminell zu gelten hat, ist unterschiedlich definiert.


Nicht desto trotz werden die Deutschen gerne von Lehrer, Beamte, Anwälte und sonstige Akadamiker in Räten und Gremien vertreten. Wer diesen Statur nicht nachweisen kann, sollte wenigsten reich, also erfolgreich sein. Ein normaler Arbeiter mit einem normalen Stundenlohn erhält keine Stimmen der Demokratie. Ihm mir mehr misstraut, als dem Geschäftsmann mit einer Ferienvilla in der Schweiz. Wie es scheint ist selbst der sogenannte "moralische Kompass" der ganz natürlichen Korruption unserer Menschenkenntnis längst bedingungslos erlegen. Der Blick für die Tatsächlichkeiten verschwindet hinter all den Gefühlen und Emotionen, die uns belagern, wenn es um "RICHTIG oder FALSCH" geht.

Woher kamen die Millionen von Hoeneß


Woher kommen die  200 Millionen Euro Spielgeld/Ausgangsgeld für die hinterzogenen Steuernmillionen von Uli Hoeneß in Höhe von 27 Millionen?  Dafür interessieren sich die Medien nicht und auch nicht die Justiz, obwohl genau das die Aufgabe eines sogenannten Rechtsstaat wäre. Gerechtigkeit nur anhand der Steuerschuld zu sprechen ist fadenscheinig und ein logischer Bruch. 

Die Justiz unseres Rechtsstaates entscheidet rein nach Gesetz. Eine Überprüfung der geltenden Gesetze ist in diesem Rechtsstaat nicht zulässig und auch nicht vorgesehen. Diese obliegt dem Parlament, das wie bereits oben erwähnt von Personen zusammen repräsentiert wird, das fern ab der gelebten Realität der Millionen Bürger legt. Wir werden von unserem selbst gewählten Alpenparlament aus dem hohen Berg des demokratischen Elfenbeinturmes regiert. Erkennt der mittelalterliche Mensch noch seine tatsächliche Position in der Gesellschaft, ist der heute Bürger im Kopf ein Elitendenken und hält sein eigenes Leben nur noch für eine Illusion und Farce.


Die Empathie von unten nach oben

Der gebildete Mensch entwickelte eine seltsame empathische Fähigkeit, mit er sich selber seinen eigenen niedrigen Rang in unserer sozialen Hierarchie vorwurfsvoll und rational erklären kann. So empfindet dieser Mensch auch Mitleid mit Uli Hoeneß, der nun einen sozialen Niedergang erlitt.  Im Fall Hoeneß schneit es so zu sein, dass sein Steuerbetrug eine Resultat widriger Lebensumstände gewesen ist, die man langläufig als Schicksal bezeichnet. 

Diese Empathiefähigkeit reicht allerdings nicht aus, um mit arbeitslosen Mitmenschen genauso zu empfinden. Hier gilt nur die Weisheit: "Selber schuld! Zu faul und ungebildet!" BASTA Als Schicksal wird all das nicht anerkannt, obwohl jeder weiss, dass es in unserem Wirtschaftsspiel nicht nur Gewinner, sondern hauptsächlich Verlieren geben muss, ansonsten wäre Hoeneß gar nie in die missliche Lage gekommen, Steuern zu hinterziehen. Vermutlich sind am Ende die Armen dieser Welt auch noch an den kriminellen Energien unserer korrupten Eliten schulden.


Daher interessieren sich die moralisch Korrekten für die Geldzuflüsse auf das Schweizer Konto von Uli Hoeneß weniger, als für die Empfindungen des Verurteilen, mit dem sie sich selber identifizieren. Es wird nicht wahrgenommen, dass Uli Hoeneß direkten und engen freundschaftlichen Kontakt mit DAX-Chefs unterhielt und daher leichten Spiel am Aktiengeschäft haben könnte. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass sich unter dem Dach als Vorstand des FC-Bayern-München ein Aktienfreakclub gegründet hatte, deren Bankhalter Uli Hoeneß und heute als Bauernopfer reumütig ins Gefängnis geht.

Peter Graf und seine Steuerhinterziehung 1997

Die deutsche Justiz bestrafte 1997 Peter Graf, der Vater von Tennislegende Steffi Graf zu 3 Jahren und neun Monaten Gefängnisstrafe, weil er die Einkünfte seiner Tochter nicht angab und dadurch 6,9 Millionen Euro Steuern hinterzog. Aus der Gefängnisstrafe wurden am Ende nur 25 Monate, wegen guter Führung. Auch damals forderte die Zivilgesellschaft ein Deutschland ein Opfer. Das ist jetzt fast 20 Jahre her.

Im Fall Hoeneß gestaltet sich der Steuerbetrug kommerzieller. Hoeneß verwaltet absichtlich ein Millionenkonto zum gezielten Steuerbetrug durch Aktienspekulationen. Im Fall Peter Graf war die Herkunft des Geld klar und nachvollziehbar. Bei Hoeneß lässt man alles wissentlich im Dunkeln und die Medien stellen nicht die richtigen Fragen, sondern schaukeln nur die emotionale gefühlte Stimmung der Zivilgesellschaft in die gewünschte Richtung, damit das heute verkündete Urteil als gerecht aufgefasst wird und der Rechtsstaat voll funktionsfähig dasteht.


Das Schwarzgeld des Klassenfeindes Russland

Gestern donnerte unsere Kanzlerin vor dem Bundestag, dass man alle Konten von Russen sperren will, wenn der russische Staat nicht nach dem Willen der EU agiert. Manche träumen wohl schon Enteignung. Russische Steuerhinterzieher wie Chodorkowski sind zu Freiheitskämpfer in Europa stilisiert worden und Schweizer Banken legen auf sein Vermögen, das auf mehrere Milliarden geschätzt wird, schützend die Hand vor dem Zugriff des russischen Fiskus.

Inhaftigerte Politikerinnen wie Timoschenko, die nachweislich das eigene Land um Milliarden zu Gunsten von Unternehmen betrogen haben, werden von der europäischen Regierungen frei gepresst und Gesetze ausgesetzt, die Amtsmissbrauch bestrafen. Das sind die Vorstellungen unserer Eliten von Rechtsstaat, der auch in Deutschland im Fall Hoeneß im vollem Umfang zum Zuge kam und keiner will die Vorgänge schonungslos offenlegen.

Das Urteil gegen Hoeneß ist eine Farce. Die Justiz hätte das gesamte Konto beschlagnahmen müssen und jede Buchung einzeln aufklären müssen. Doch das steht nicht vor Gericht, wie im Fall Wulff nur die 700 Euro auf dem Oktoberfest in München verhandelt wurden und sich daraus ein augenscheinlicher Freispruch von allen Korruptionsvorwürfen in der Öffentlichkeit für Wulff ergab. Damit ist wieder die Funktionsfähigkeit des Rechtsstaates vor den Augen des Volkes demontiert worden.

Tatsächlich ist unter Rechtsstaats nichts anderes als eine moderne Auffassung von Feudaler Rechtsprechung. Eine Relation des sozialen Status zur Urteilssprechung wird sogar kategorisch abgelehnt und als Verstoß der Gleichheitsprinzipien angesehen. Dagegen fühlt sich niemand diskriminiert, wenn es darum geht zu beurteilen, wer Millionen und wer nur 1000 Euro im Monat verdienen darf. Diese soziale Ungleichheit, wird als Gleichheitsprinzip sogar verteidigt unter der Argumentation der Leistungsfähigkeit. Wobei man sich fragen kann, worin die Leistung eines Fußballspielers für die Zivilgesellschaft besteht, damit er 40 Millionen wert ist?

Kleinvieh macht am meisten Mist - das Prinzip der VIELEN

Steuerfahnder haben längst die Masse im Visier. Mit diesem Urteil gegen Hoeneß wird das bald zum Schwarzgeschäft, was heute noch als Privatverkauf angesehen wird. Ganze Horden von Finanzbeamten durchforsten die Internetplattform "EBAY" nach Hausfrauen, die ihre Schnäppchen dort versteigern und nicht als Einnahme bei ihrer Steuererklärung angeben.

Bald wird wohl der Verkauf des eigenen PWK in der Steuererklärung als Einnahme anzuführen sein, obwohl der Kauf steuerrechtlich nicht berücksichtigt wird. Denn auch das Steuerrecht kennt eine Trennung zwischen Privatmensch und Geschäftsmensch, was rational gesehen ungerecht ist aber - nur mit Ungleichheit kann dieses Geschäftsmodell "Menschheit" im Geiste der heutigen Weltanschauung überhaupt praktiziert werden. Tatsächlich will keines der Einzelindividuum (Mensch) die vollkommene Gleichheit aller Menschen, er würde jeder Möglichkeit des kommerziellen Gewinnes beraubt werden - was letztendlich sein Lebensinhalt, seine Daseinserklärung und der Urspruch allen Willens ist. 

Trotzdem ist dieser Mensch mit seinem Geist nicht fähig zu begreifen, dass er keinen einzigen freien Willen jemals fasste. Das was er mit seinem Geist als Willen begreift, ist lediglich die Vernunft, die ihm lehrt wie er als wirtschaftlicher Akteur ohne Bestrafung an seinen Lebensunterhalt kommt. Daher ist jeder im Kopf ein kleiner Hoeneß und ist voller Verachtung für seine eigene gefühlte Armut.



1 Kommentar:

  1. Gibt auch direkt eine tolle Petition: Kein Freigänger-Status und keine Halbstrafe für Uli Hoeneß
    https://www.openpetition.de/petition/online/kein-freigaenger-status-und-keine-halbstrafe-fuer-uli-hoeness
    Wenn jemand schon im Dreck liegt, geziemt es sich, noch mal ordentlich nachzutreten.

    Geht es wirklich "nur" um die paar Kröten oder ums Prinzip?

    Ich kann mir nicht helfen, da steckt doch etwas anderes hinter.

    Die Münchner sind ja eine AG, aber wem gehören eigentlich die Anteile?

    Die Allianz ist eingestiegen, ja gut.

    Aber ich habe da so ein Gefühl, dass der Uli ein paar wichtige Anteile nicht teilen oder abgeben will, die andere aber gerne hätten.

    Sonst wäre das alles nicht so entartet. Da läuft eine verdeckte Aktion, da bin ich mir sicher.

    PS: Und, Suse? Stell um, Baby, wird jeden Tag besser!!

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