Freitag, 25. April 2014

FAZ schreibt: Russland will dritten Weltkrieg

Ständiges Wiederholen macht Lügen zur Wahrheit, weil sie geglaubt werden. Ein Grundprinzip jeder Massenmeinungsbildung. Glauben ist aber nur, "etwas für wahr halten", das nicht bewiesen ist.

Daher berichtet die FAZ lediglich über Interpretationen aus einer Ideologie heraus, aber nicht über Fakten. Freiheit beginnt da, wo der Leser Fakten präsentiert bekommt und sich selber sein eigenes Urteil bildet ohne das Vordenken von Journalisten.

Derartige FAZ-Artikel gehören daher unter die Rubrik: "Kommentare und Meinungen"! Leider ist der Verfasser des Artikel nicht namentlich genannt. Daher vermute ich, dass es sich um eine journalistisch-politische Auftragsarbeit handelt oder gar um eine redaktionelle, politische Werbung von Think-Tanks die lediglich wirtschaftliche Interessen bedienen.

Bereits beim Lesen des Anriss wird klar, dass sich die Überschrift auf ein propagandistisches Zitat des ukrainischen Ministerpräsidenten Arenji Jazenjuk bezieht. Diese Aussage wird auf ihren Wahrheitsgehalt von Seiten der FAZ und dem Verfasser nicht überprüft, sondern einfach als zu diskutierendes Faktum übernommen und in die Öffentlichkeit transportiert.

Im nächsten Satz wird Angela Merkel als "starke Kanzlerin" erwähnt, die beherzt zum Telefon greift, um den 3. Weltkrieg zu verhindern. Das erinnert an die typische Berichterstattung aus dem Weißen Haus der USA und den Bildern von US-Präsident Barack Obama mit Baseballschläger und Telefonhörer.

Im fortlaufenden Text spricht die FAZ aus dem Mund der pro-westlichen Regierung in Kiew, also absolut ideologisch und spricht nicht von Ukrainer, die vom ukrainischen Militär in Slawjansk werden, sondern von der "Separatisten-Hochburg Slawjansk in der Ostukraine". Die FAZ betreibt mit seinen Lesern im wahrsten Sinne des Wortes, Mindfucking. Einmal befindet sich der Leser in der Sichtweise eines ukrainischen Generals und einmal in der Sichtweise des ukrainischen, nicht gewählten Ministerpräsidenten. Objektive Sichtweisen werden nicht präsentiert. Das ist wie bereits erwähnt an der Wortwahl erkennbar. Neutrale Berichterstatter erkennen keine "Separatisten" in der Bevölkerung son Slawjansk, sondern ukrainische Bürger, die eine oppositionelle Meinung gegenüber der aktuellen Regierung haben.

Plötzlich schwenkt der Schreiber und versetzt den Leser in das deutsche "Ovaloffice" der Bundeskanzlerin in Berlin. Die FAZ schreibt:



Die Bundesregierung kritisierte das Verhalten Russlands angesichts der drohenden Eskalation in der Ostukraine scharf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte den russischen Präsidenten Putin am Freitagmorgen in einem Telefonat auf, an der Umsetzung der vor gut einer Woche getroffenen Genfer Vereinbarung zur Lösung des Ukraine-Konfliktes mitzuarbeiten, wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte.
Menschen die wenig im Textverständnis geübt sind, machen daraus eine Kritik am Verhalten der sogenannten "Separatisten", die gemäß den vielen Medien Berichten von Russland aus finanziert und befehligt werden. Tatsächlich aber fordert Merkel Russland nur auf, die Genfervereinbarung umzusetzen.

Irreführung als politisches, ideologische Konzept der Berichterstattung

Weiter heißt es im Text der FAZ:

... an der Umsetzung der vor gut einer Woche getroffenen Genfer Vereinbarung zur Lösung des Ukraine-Konfliktes mitzuarbeiten, wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte. Russland müsse „öffentlich die bewaffneten prorussischen Gruppen in der Ostukraine auffordern, sich gewaltlos zu verhalten und die Waffen niederzulegen“.

Genfervereinbarung im Wortlaut:

Darin ist nicht festgeschrieben, dass Russland als Nation extern auf die ukrainischen Bürger einwirken soll. Es ist nur vereinbart, dass alle illegalen, bewaffneten Gruppen entwaffnet werden müssen. Die festgesetzte Amnestie durch die aktuelle, nicht gewählte Kiewer Regierung ist bis heute nicht erlassen worden. Daher müsste Merkel viel mehr Kiew auffordern, den Genfer Vereinbarungen nachzukommen und nicht mit Russland telefonieren.

Alle illegalen bewaffneten Gruppen müssen entwaffnet werden. Alle illegal besetzen Gebäude müssen ihren legitimen Eigentümern zurückgegeben werden. Alle illegal besetzten Straßen, Plätze oder andere öffentliche Flächen in den ukrainischen Städten und Gemeinden müssen geräumt werden.

Demonstranten, die ihre Waffen abgegeben und besetzte Häuser geräumt haben, wird eine Amnestie zugesichert - ausgenommen jenen, die schwerer Verbrechen überführt wurden. Vereinbart wurde zudem, dass die Beobachtermission der OSZE eine führende Rolle bei der Unterstützung der ukrainischen Behörden und Kommunen übernimmt, um diese Schritte zur Deeskalation in den kommenden Tagen dort auszuführen, wo sie am notwendigsten sind. Die USA, die EU und Russland verpflichten sich, diese Mission zu unterstützen, auch mit der Bereitstellung von Beobachtern.

Der angekündigte Verfassungsprozess wird transparent sein und niemanden ausgrenzen. Dazu gehören ein sofortiger, breiter nationaler Dialog, der alle ukrainischen Regionen und politischen Körperschaften erreicht und Möglichkeiten zu öffentlichen Kommentierungen und Verbesserungsvorschlägen eröffnet.

Die Teilnehmer unterstreichen die Wichtigkeit der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität der Ukraine und stehen bereit für weitere Hilfe bei der Umsetzung der oben genannten Schritte.
Da aber der durchschnittliche deutsche Zeitungs- und Informationskonsument über keinerlei eigenständiges Denk mehr verfügt, sondern Aufmerksamkeit nur dann an den Tag legt, wenn er Reizworte hört oder liest. Das ist vergleichbar mit einem dressierten Hund, der auf Fingerschnippen trainiert ist. Erst nach dem Signal nimmt konzentriert er sich auf den Inhalt eines Textes ohne die vorherigen Sinn des Textes in Zusammenhang zu bringen.

Auf diese Art und Weise werden Informationen transportiert aus denen sich der Leser, dann seine Wahrnehmung formt und diese zu seiner Realität macht. Trotzdem kann man den Medien nicht vorwerfen, sie würden Lügen berichten. Das eigentliche Lügen findet im Leser statt, der keinerlei Medienkompetenz verfügt.

Text FAZ:

Russland habe es in den vergangenen Tagen in der Hand gehabt, sich klar für die Vereinbarung auszusprechen und „seinen erheblichen Einfluss in der Ostukraine in diesem Sinne zu nutzen“, sagte
Seibert.

„Nichts davon ist bisher geschehen, wir haben ,kein Wort dazu gehört.“ Auch die ukrainische Seite bleibe aufgefordert, ihren Teil der Vereinbarung umzusetzen, „aber es ist offensichtlich, dass sie sich von Anfang an an die Arbeit gemacht hat“.

Der Leser wird in keinster Weise darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Grundvoraussetzung für die Entwaffung der sogenannten "Separatisten" die Amnestie von Kiew ist, die nicht umgesetzt wurde. Die FAZ lässt den Leser einfach im Lauf der kanzlerischen Ausführung von Wahrheit, eben von Ideologie. Die FAZ verlässt damit den Pfad der Fakten. Die auch dann genannt in einem Medium genannt werden müssen, wenn die Politik das vergißt. Das ist mit "Meinungs- und Informationsfreiheit" gemeint. Diese Aussage im Gesetz bezieht sich nicht auf das Medium an sich, sondern auf den Konsumenten von Medien. In der Schlussfolgerung dieses Gesetzes haben Medien die gesetzliche Pflicht neutral zu berichtet, tun sie es nicht, müssen sie offen und sichtlich ausweisen.

Deshalb stören sich einige aufmerksame Menschen an der derzeitigen Berichterstattung der Medien, dann wieder in anderen Artikel von FAZ & anderen Leitmedien als "Putinfreunde" bezeichnet werden.

Medienkompetenz und Textverständnis

Der oberflächliche Mensch nimmt all diese Schlagwort die von Medien hochstilisiert werden auf und konstruiert gemäß diesem geistigen Leitfaden seine gefühlte eigene Meinung zum Thema, die gar nicht seine eigene sein kann, da er nicht über alle Fakten informiert wurde. Das einmalige Erwähnen des Inhaltes des Genfer Abkommens erreicht nicht alle Menschen in Deutschland gleichmässig. Mit diesem Defizit rechnen die heutigen monopolistischen Berichterstattung und "bilden damit Meinungen". Die BILD macht diese sogar zu einem Werbeslogan: "BILD dir deine Meinung". In diesem Satz steckt also mehr Sinn, als man oberflächlich informiert und wörtlich betrachtet erkennen kann.

Im weiteren Artikel darf der Leser sich später als US-Außenminister Kerry fühlen:

"Der amerikanische Außenminister John Kerry hatte Russland zuvor eine gezielte Destabilisierung der Ukraine vorgeworfen."  

Diese Aussage wird wiederum als Faktum festgesetzt und dem entsprechend publiziert, wie zuvor die Aussage des ukrainischen Ministerpräsidenten: 

 "wirft Russland vor, einen dritten Weltkrieg beginnen zu wollen".

Diesen Satz bastelt die FAZ sogar zur Überschrift ihres Artikels - eben zum Faktum. Da er nicht einmal in Anführungsstriche gesetzt ist. (Siehe Screenshot oben)

Lawrow sagt die Wahrheit

Text FAZ:

Russlands Außenminister Sergej Lawrow warf den Vereinigten Staaten im Gegenzug vor, die Genfer Vereinbarung zu verzerren und zusätzliche Forderungen an die russische Regierung zu stellen.  

Hier wäre die Möglichkeit gewesen, auf den Inhalt der Genfer Vereinbarung hinzuweisen, doch das wird nicht getan. Die Aussage von Lawrow hätte sich damit als WAHR bestätigt und Kerry und Merkel als Schaumschläger, Schwätzer und Lügner enttarnt. Daher ist die FAZ kein Medium einer Demokratie mehr, sondern ein ideologisches Pulikationsinstrument der Wirtschaft. Die FAZ nimmt nur den letzten Passus der Genfer Vereinbarung einseitig ernst.

Die Teilnehmer unterstreichen die Wichtigkeit der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität der Ukraine und stehen bereit für weitere Hilfe bei der Umsetzung der oben genannten Schritte.

Janukowitsch als Verbrecher in Den Haag angeklagt?

Am Ende des Artikel wird bekanntgemacht, dass eine Untersuchung beim internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen Janukowitsch eingeleitet wird, wegen möglicher Verbrechen vom 21. November 2013 bis 22. Februar 2014. Damit sind die Toten auf dem Maidan gemeint. 

Allerdings wird hier kein Zusammenhang hergestellt, dass die neue Regierung in Kiew gerade gegen Demonstranten in der Ostukraine mit Panzer und Militär vorgeht und tötet, die sich dasselbe Recht herausnehmen wie die ehemaligen Demonstranten auf dem Maidan, die heute die Regierung darstellen.

Auch auf dem Maidan gab es bewaffnete Truppen der Demonstranten. Diese sind heute Mitglieder der Nationalgarde, die gerade Oppositionelle in der Ostukraine als Terroristen bekämpft und erschießen.

Der Artikel der FAZ weist so viele handwerkliche Fehler des Journalismus auf, dass es schwerfällt diesen noch als neutrale Berichterstattung anzuerkennen. Daher sollte sich die deutsche Presse nicht über den Shitstrom beklagen, der über sie hereinbricht, wenn derartige Artikel veröffentlicht werden, sondern sie sollte anfangen ihre demokratische Arbeit korrekt auszuführen.


Deutsche Leitmedien sind nur noch Wirtschaftsunternehmen

Auf der anderen Seite haben diese Verlage eine wirtschaftliche Größe erreicht, die für eine Demokratie zur Gefahr werden. Genau genommen müsste die Politik große Medienhäuser zerschlagen, doch dafür müssen Käufer gesucht werden. 

Damit sind wir wieder im marktwirtschaftlichen Rhythmus der heutigen Logik angekommen. Der Bürger kann sich kein ausgewogenes Medium als Eigentümer erstehen. So bald er Eigentümer ist, muss er Anzeigen an die Wirtschaft zu verkaufen, um im Markt bestehen zu können.

Wir sind gefangen in unserer eigenen Logik, die nichts anderes ist als VERNUNFT. Der Verstand muss davon kapitulieren, weil das tatsächlich logische in der marktwirtschaftlichen Vernunft keinen Sinn - eben Profit ergibt und daher sinnlos erscheint.

Das ist kein Paradox, sondern ein Faktum. Der Menschen denkt heute nicht, agiert dressiert von seinem eigenen Willen, der keiner ist, sondern ein Automatismus des Marktes.

Siehe Leistungsgedecktes Geld von keuronfuih
unterhalten Sie sich über dieses Thema auf mumble

http://politikprofiler.blogspot.com/p/forum-diskussionen.html

Siehe auch: http://politikprofiler.blogspot.com/2014/04/merkel-will-den-3-wetkrieg-hitlers-hass.html

1 Kommentar:

  1. Es wird immer besser.... Der Spiegel schreibt „Krise in der Ukraine: Separatisten halten deutsche OSZE-Beobachter fest“, und natürlich schauen die Überschriften bei den anderen Medien auch in etwas so aus. Wenn man sich den Bericht vom Spiegel durchliest, wird dann auf einmal von „drei Angehörige der Bundeswehr + Dolmetscher“ gesprochen.

    Gespräch mit Claus Neukirch (OSZE) im ORF.

    http://tvthek.orf.at/program/ZIB-24/1225/ZIB-24/7837001/Gespraech-mit-Claus-Neukirch-von-der-OSZE/7837005

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