Mittwoch, 2. April 2014

Pilotenstreik: 120.000 Euro sind gerecht - Der logische Mensch und sein Drang zur Gerechtigkeit

Streiks sind schlimmer als jeder Schneesturm. Der Unterschied ist, dass die sogenannten "Naturkatastrophe" - Streik - per Gesetz unterbunden werden könnte. Nun wird zum Angriff geblasen und die heutige Logik verfeinert = das bedeutet heute Intelligenz:

Splittergewerkschaften gelten von nun als unseriös. Vorgesehen ist: Eine Gewerkschaft für alle Arbeiter. Das ist der Traum des Neoliberalen. Alle die Größe macht diese Gewerkschaft handlungsunfähig. Dadurch lernt der Mensch aus Erfahrung und hält am Ende den klassischen Arbeitskampf für unsinnig. Bitte bedenken Sie: Klassenkampf ist Arbeitskampf. Daher ist aus der Sichtweise des Neoliberalismus die Gewerkschaft bereits kommunistisch.




Piloten gehören zur sogenannten "systemrelevanten Angestelltengruppe" innerhalb einer Fluggesellschaft. In den Medien wird ihr Einkommen von 6.000 bis 20.000 Euro angeben. In der selektiven Wahrnehmung des Zuschauers bleibt allerdings lediglich das hohe Gehalt mit 20.000 Euro im Gedächtnis. Daraus assoziiert der Mensch, dass diese Gehaltsgruppe außerhalb des klassischen Arbeiterkampf steht. Ihnen räumt nun der kleine Arbeiter mit niedrigen Gehalt aus moralischer Sicht bereits kein Streikrecht mehr ein und schon sind sie von der Politik und der Wirtschaft gebrieft.

Sie sind einer Verschiebung der Realität aufgesessen. Streikt heute der kleine Metallarbeiter für 3 % mehr Lohn, erhält auch der Prokurist mit einem Einkommen plus Provisionen von 20.000 Euro 3% mehr Gehalt. Es kämen ihnen allerdings nie in den Sinn, diese Gewerkschaft als Splittergewerkschaft zu verbieten und unter VERDI einzuordnen.



Selbstverständlich können wir nun darüber diskutieren, warum ein Bus- oder Lokomotivführer nicht so viel verdient wie ein Pilot, doch wir unterhalten uns hier allgemein über das Streikrecht. Jede Änderung des Streikrechts betrifft alle gemeinsam. Persönliche Empfindlichkeiten bezüglich des Gehalts der jeweiligen Berufsgruppe sind daher irrelevant und gehören nicht in die Prinzipienbesprechung.

Jeder abhängig Beschäftigte hat das Recht zu streiken. Eine Demokratie kann dies niemandem verbieten, auch dann nicht, wenn man das Verkehrswesen als systemrelevant für die Wirtschaft ausruft. Streikrecht ist ein universelles Recht für jeden Arbeiter innerhalb des Kapitalismus.  Klassendenken ist hier nicht angebracht. Wer hier Klassendenken anwendet, verfällt der Logik des Neoliberalismus. Dieser vergisst den Menschen und sieht nur noch den sozialen Stand, der über die Rechte entscheidet, die für sich als Recht herangezogen werden können.

Wer sich dieser Logik hingibt, beschneidet sich selber durch ein neugeborenes Rechtsdenken um seine Rechte. In der heutigen Zeit sind Splittergewerkschaften notwendiger denn je. Sie zeigen den Massenmenschen die politisch gewollte Trägheit der überdimensional groß gewordenen Gewerkschaften wie VERDI auf.

Was macht das Wollen zum Wille - Wobei "macht" hinterfragt werden sollte und nicht das Ziel des Willens

VERDI ist auf dem Gedankengut von "Altmeister" Bertelsmann entstanden. Viele Menschen lassen sich nur schwerlich unter einen Hut bringen. Deshalb entstand der Gedanke zu VERDI und den großen Gewerkschaften. Musterabschlüsse von kleinen Gewerkschaften wurde damit einfach eliminiert. Damit konnte der Arbeiter zum denkenden Unternehmer umerzogen werden.

Bertelsmann machte keinen Willen -sondern er zeigte nur einen Weg zum Ziel des allgemeinen Willens zum Wohlstand. Erliegen Sie nicht der Illusion, Menschen würden Willen erzeugen. Sie folgen einem Mechanismus des Willens, der durch die allgemein gültige Weltvernunft vorgegeben ist. Freier Wille ist dort, wo die Weltvernunft keine Gültigkeit mehr hat.

Der weitere psychologische Trick bestand darin, Gewerkschaftsboss dieser Riesenarbeiterunternehmen in die Vorstände der Aktiengesellschaften zu stecken. So wird selbst der integerste Gewerkschafter zum unternehmerischen Denker. Er versteht plötzlich warum die Gewinne nicht schrumpfen dürfe und transportiert dieses neu errungene Wissen, als sein Wissen in die Belegschaft. Daraus resultiert das heutige Wissen der Arbeiter, dass sie durch "unangebrachte" Forderungen niemals den Wohlstand ihrer Arbeitgeber angreifen dürfen.

Die Moral einer ganzen Nation hat sich dadurch über die Jahrzehnte gedreht. Der Arbeiter empfindet sich selber als schädlich im Unternehmer. Er hält sich freiwillig klein und denkt trotzdem unternehmerisch, also gegen sich selber - als seine neue Moral und macht das zu seinem Gewissen.

Die Weltvernunft

Leider hat er sich durch all sein aufgebautes Wissen, das er niemals kritisch überprüfte in eine Situation hinein manövriert, aus der er im Sinne des Rechtsstaates niemals mehr herauskommt. Er strich sich selbst aus fehlerhafter Bildung seine eigenen Bürgerrechte aus der Satzung seiner Demokratie. Plötzlich ist Streiken undemokratisch geworden.

Die fatalen Fehler, die wir heute als Fehler der Politik wahrnehmen, sind daher unsere eigenen Denkfehler, aus denen wir mit unserer angeeigneten Logik, basierend auf Rechtswissenschaft längst nicht mehr herauskommen. Diese Logik, die zu allem führt, ist nicht die Logik die uns davon wieder befreit. So ist es in allen wahrgenommen Auswirkungen, die wir heute als negativ empfinden.

Wir verweigern uns der Tatsache, dass diese Auswirkungen, die Konsequenzen aus "gut gemeinten Entscheidungen" waren.

Wir folgen ständig dem Leitfaden unserem eigenen Wohlstand. Organisieren nach diesen Zielen Gruppen als Massen und versuchen dadurch die persönlichen Ziele gegenüber der Gemeinschaft durchzusetzen. Dabei sehen wir die Wirtschaft als Schöpfer unseres Wohlstandes nicht als Ausbeuter und Ursache all der vielen negativen Wirkungen, die wir heute erleben müssen.

In unserem Kopf ist die Politik daran schuld. Wir erliegen der Illusion, neue Politiker könnten an all dem etwas ändern, oder gar ein neuer Staat oder gar kein Staat mehr. Letztendlich ist aus der Gemeinschaft längst das Wissen bzw. das Verständnis gewichen, was uns zu all diesen Denkfehlern, die wir heute als Logik gebrauchen führte.

Soziale Marktwirtschaft?

Bitte bedenken Sie, ich bespreche gerade die Systematik des Klassenkampfes, nicht das gesamte System. Es gab einmal eine Zeit in Deutschland und die ist noch allzulange her, da war die "Soziale Marktwirtschaft" ein Konstrukt, das besagte systemrelevante Unternehmen, werden vom Staat geführt. Heute reden wir auch noch von "sozialer Marktwirtschaft" und empfinden jedes staatliche Unternehmen als schädlich für die "soziale Marktwirtschaft".

Sie haben daher eine andere Logik als Wahrheit für all ihre Entscheidungen sich zugelegt und vergessen wie es dazu kam. Systemrelevante Unternehmen unter der Führung eines Staates schützten den kleinen Unternehmer vor dem harten Zugriff von Monopolen, die sich sonst in einer freien Marktwirtschaft bilden. Das war der Kerngedanke der alten "sozialen Marktwirtschaft".

Im Laufe der Zeit fühlten sich allerdings die kleinen Unternehmer, die längst einen großen Teil des Marktes als Untermonopol dominierten eingeschränkt in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit, Gewinne zu erwirtschaften. Sie wollten mehr. Sie wollten die Gewinne der staatlichen Unternehmen und suggerierten, der Bürger bekäme günstigere Preise durch Wettbewerb.

So entwickelte sich das Bewusstsein zur heutigen "sozialen Marktwirtschaft" ohne staatliche Unternehmen und Vorschriften. In der allgemeinen Rechnung des Staatsmenschen - Steuerzahlern - taucht allerdings nie auf, dass er nun durch Arbeitslosigkeit die privatwirtschaftlichen Gewinne der ehemaligen Staatsbetriebe aus seinem kleinen Einkommen finanzieren muss, während die Wirtschaft immer mehr von steuerlichen Belastungen befreit wird. Sie stellen sich mittlerweile als soziale Arbeitsbeschaffer dar.

All das akzeptieren wir in unserem Bewusstsein als RICHTIG und unterstützen damit unsere eigene Ausbeutung als alternativelose Lösung im Überlebenskampf des allgemeinen Kapitalismus. Unsere Gesellschaft hat sich durch die neue Logik, die wir ungeprüft als richtig angenommen haben, bis in das kleine Glied - die Familie - gespalten.

Wir fordern immer mehr Leistung vom Staatswesen, damit jeder Arbeiten kann - wie Krippenplätze, Kindergärten und Pflegeheime für unsere Alten - die wir aufgrund unserer exzessiven wirtschaftlichen Tätigkeit als Arbeitnehmer nicht mehr pflegen können. Denn die Gewinne durch Einkommen reichen nicht mehr aus, einen Teil der Familie für die Pflege- bzw. der Kinder unfinanziert zuhause zu lassen.

Wohlstand und seine Wirkung auf die Allgemeinheit

All das resultiert aus der wissentlich falsch dargestellten Familienberechnung der 1970er Jahre heraus. Die Leistung der Frau als Hausfrau galt als kostenlos. Emsige Wirtschaftswissenschaftler resultierten daraus die "Wahrheit", dass durch die Berufstätigkeit der Frau neue Märkte erschlossen werden können.

Diese Theorie galt solange als bestätigt, wie die erste Generation der berufstätigen Frauen, ihre Kinder noch bei der Großmutter als Hausfrau unterbringen konnten. In der nächsten Generation fällt diese kostenlose Dienstleistung für die Wirtschaft aus der Bilanz. Sie existiert nicht mehr. Daher fordert man heute mehr Krippen- und Kindergartenplätze, weil es die Logik vorgibt.

Genauso verhält es sich in der Pflege der alten Menschen. Hinter all dem hat sich ein riesiges kommerziell orientiertes Geschäftsmodell mit vielen Angestellten entwickelt. Die ihren Arbeitsplatz verlieren würden, wenn eine Änderung der Logik einsetzen würde. Und schon sind wir da, wo wir heute sind, im organisierten Chaos, der Alogik.

Zurück zu den Strukturen aus denen das heutige Chaos entstand können wir nicht, es würde ein noch größeres Chaos verursache - Massenarbeitslosigkeit - Zusammenbruch der Industrie und der Geldbeschaffung für jedes Einzelindividuum. So entschließt sich der Mensch seit Urgenerationen den angefangen Bullshit zu perfektionieren.

Bis zu den Wurzeln des geordneten Chaos will keiner zurück. Es ergäbe auch keinen Sinn, denn aus der heutigen Logik betrachtet, würde der Mensch all seine Fehler noch einmal machen, weil ja gerade die Fehler die heutige Intelligenz gebaren.

Dabei verweigert sich gerade dieser aufgeklärte Mensch der Tatsache, dass er nie sich selber treu blieb, sondern nur der Logik des Kommerzes und damit der Ausbeutung zur Wohle der Gemeinschaft, die unter der Prämisse Egoismus steht.

Daraus hat sich heute sein in Wahrheit nicht existentes SELBST entwickelt, das uns unsere Logik vorgibt und nicht einmal erlaubt die angewendet Logik kritisch und mit Erkenntnis zu hinterfragen.

Daher gilt nach wie vor der SATZ:

Der Mensch steht sich SELBST im Weg.

 Dabei müssen Sie erst ergründen, was das Selbst ist und genau das, müssen sie aus dem Weg räumen, um die Natur des Menschen zu erkennen.

Sind Sie bereit dazu? ... all das was sie heute als WAHR - also RICHTIG - bezeichnen, als UNWAHR aus ihrer Logik zu streichen? Erkennen sie überhaupt die Zusammenhänge von ihrem Idealismus und der Lüge, die sie als Wahrheit und Basis aller Dinge akzeptieren und darauf aufbauen?

Genau das ist eine Ursaches ihres SELBST, das sie aus dem Weg räumen müssen. Selbst die Vorstellung von Moral, Gewissen, Gerechtigkeit, Liebe und Gleichheit fußt auf der Vorstellung einer falschen Wahrheit - Lüge - und kann daher für das tatsächliche, natürliche SELBST eines Menschen nie weiterverwendet werden.

Die Menschheit befindet sich aufgrund ihrer Fehlinterpretation von Natur in einem Paradox und praktiziert eine Logik, die absolut alogisch ist. Daher kann der Mensch aus der Summe seiner Erfahrungen, nicht dem daraus resultierenden SELBST etwas Neues erdenken. Er ist und bleibt ein Sklave seiner eigenen Logik, die nur Vernunft ist. Der Verstand liegt außerhalb dieser Logik und ist für die meisten nicht zu finden.

Denn der Verstand wird heute grundsätzlich von der Vernunft geblendet und von Unwahrheiten überzeugt, weil diese angeblich aus logischer Betrachtung nicht funktionieren, weil sie nicht zum Resultat - kommerzieller Gewinn - führen.

Daraus ergibt sich die nächste Alogik, die besagt: Konsumverweigerung - zurück zur Natur. Wobei dieser Mensch nicht einmal weiss, was Natur ist. Er stellt sich nur eine Natur vor, die er aus seiner vorherrschenden Logik = Vernunft - erzeugt. Er bleibt daher wieder im Paradox gefangen.

Wobei die Gleichheit des Menschen als absoluter Sozialrassismus mit Gerechtigkeit gleichgesetzt wird. 

Manche Logiker glauben ein "zurück in die Vergangenheit" bringt Wohlstand. Doch dazu müssten sie einen heute nicht mehr existierenden Wohlstand der Bevölkerung wegnehmen, um daraus wiederum die Möglichkeit zu schaffen, neuen Wohlstand daraus zu kreieren.

Ein Paradox, das als Logik gilt. Das nennt man auch "lernen aus der Vergangenheit" unter Ausblendung der Tatsachen. Der Mensch vergisst, dass bereits der schwindende Wohlstand nicht gerecht war, sondern auf eine Betrug resultierte.

So ist und bleibt sich der Mensch sein ärgster Feind. Seine Weltvernunft treibt zu all dem, was er eigentlich abschaffen will. Doch das einzige wovon er sich nicht trennen ist seine Logik, die erst das heutige Wollen macht. Der Eigentumismus und die Annahme, dass Materie als Eigentum eine Wirkung auf die Menschen hätte.

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