Dienstag, 27. Mai 2014

WM-Brasilien: Fußball für die Armen und die kranken Nominierten

Brasilien ist zwar börsentechnisch ein reiches Land und gilt als aufstrebende Wirtschaftsnation, doch die Realität besteht darin, dass der Reichtum weniger, die Armut vieler zur Folge hat. Diesem Grundgesetz unterliegt nun mal die Welt, doch das heißt noch lange nicht, dass es ein Naturgesetz ist. 

Dagegen läutert sich die FIFA lediglich öffentlich, dass es ein Fehler war, eine Fußball-WM nach Katar zu vergeben. Vermutlich, weil dieser Termin schon heute mit Berichten über "Sklavenarbeit" überschattet wird. Kritische Berichte über die vorherrschende Armut in Brasilien und die Favelas (romatische Wort für Armenviertel/Slums) sind nicht nur rar, sondern wie ausradiert, je näher der WM-Start rückt. Selbst der "Herrensitz der Deutschen Nationalmannschaft" entstand auf einem ehemaligen Favelagebiet.

Somit ist nachgewiesen, dass selbst der Sport nach wie vor ein politische Instrument ist, um zu indoktrinieren. Alleine die Berichterstattung zu den Olympischen-Winterspielen in Sotschi sind dafür ein eindeutiger Nachweis. Es gab mehr Berichte über die Enteignung und ungerechte Behandlung der Anwohner in Sotisch und die Umweltzerstörung, als über die Spiele selbst.

Brasilien ist dagegen ein Musterschüler des Neoliberalismus und wird deshalb für seine Geldausgaben-Leistungen von allen Seiten in den Himmel gelobt. Den Preis dafür das WM-Prestig soll die übrige Welt zu sehen bekommen. Vermutlich sind die streikenden Lehrer, Busfahrer und die Bewegung der Obdachlosen bald Separatisten oder Linke Oppositionelle, gegen die Sondereinsatzkommandos vorgehen müssen, um die Menschheit vor dieser Bedrohung zu schützen.

In unserer Welt der richtigen Werte kann jeder alles tun, so lange er die richtige Bezeichnung für das Unangenehme wählt, das ihn am angenehmen Leben stört und sich nicht mehr freiwillig der Ausbeutung unterwirft.


Die kranken Nominierten



Einigen wird es bekannt sein, dass es selbst im Fußball einen Lobbyismus gibt. Bayern-München betreibt dieses in jedem Fall. Dieser Club schickte auch nach Brasilien einen Lobbyisten. Dieser sollte dem brasilianischen Nationaltrainer, die Bayernspieler aus Brasilien schmackhaft machen. Einer - Dante - wurde ins Kader gebracht. Daher kann man davon ausgehen, dass auch Jogi Löw unter dem Lobbyismusdruck der Bayern stand, als er die Nationalmannschaft für die WM 2014 aufstellte. Eine Torwartschmach wie 2006 darf auf jeden Fall nicht wiederholt werden. Nun ist Neuer schulterkrank.

Doch plötzlich sind die großen Namen des FCB, Schweinsteiger, Lahm und Neuer, krank und wer krank ist kann nicht spielen. Ein Grundgesetz beim Fußball bzw. im Sport. Krankheit bzw. Verletzung gilt allerdings als "höhere Gewalt". Wer wegen höherer Gewalt auf der Reservebank sitzt, wird nicht abgestraft - so tickt das Bayernherz.

Es ist daher möglich, dass es sich hier um einen Lobbyismusdeal handelt, damit Bayern sein Gesicht nicht verliert. Schließlich gilt es als Tradition, dass Bayern-München die Nationalmannschaft stellt. Eine Binsenwahrheit die Klinsmann 2006 nicht akzeptieren wollte. Daher wäre Kahn besser beraten gewesen, mit einer verrenkten Schulter 2006 auf die Ersatzbank zu sitzen, anstatt einen Wutmedienrummel um Schumacher zu veranstalten, den der damalige Bundestrainer Klinsmann, ihm vorzog.


2010 erhielt die Nationalelf von Christian Wulff, das Bundesverdienstkreuz, mit den Worten:

"Diese Mannschaft ist ein Spiegel der tatsächlichen Gesellschaft unseres Landes. Bleiben Sie so, wie Sie bei der WM aufgetreten sind."







Kommentare:

  1. "In unserer Welt der richtigen Werte kann jeder alles tun, so lange er die richtige Bezeichnung für das Unangenehme wählt, das ihn am angenehmen Leben stört..." So gefällt mir persönlich der Satz besser. ;-) Schön, daß Du das Thema aufgreifst und gleich so realistisch beurteilst und ich möchte noch etwas dazu beitragen.

    Z.Z. gibt es viele Demos gegen die Geldverschwendung zur WM in Brasilien welche teils brutal niedergeknüppelt werden. Das ist der Staat, als Marionette des Kapitals, gegen das Volk. Die Favelas werden zur WM abgeriegelt und die Straßen von Straßenkindern "gesäubert" mittels KILLERKOMANDOS.
    Das ermittelte jüngst der dänische Journalist Mikkel Jensen, welcher sich zur Teilname an der WM in Fortaleza aufhielt. Nun ist er wieder in Dänemark und hat zwei WM- Karten zu verkaufen.

    Asesinan Niños Para Limpiar Calles En El Mundial Brasil 2014:
    https://www.youtube.com/watch?v=FgXwLGOY28Q und
    http://www.elmostrador.cl/2014/27/05/periodista-danes-denuncia-asesinatos-por-las-noches-de-ninos-en-brasil-para-dar-buena-imagen-en-el-mundial/

    Mir ist schlecht. :-(

    LG

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  2. Hier etwas auf deutsch: http://brasilienmagazin.net/sport/18751/alptraum-der-gewalt-daenischer-journalist-boykottiert-fussball-wm/

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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