Dienstag, 24. Juni 2014

Alkohol fordert mehr Tote als Straßenverkehr

Eine sensationelle Studie wird nun in Deutschland veröffentlicht. Alkohol ist gefährlicher als Auto fahren. Ca. 14.500 Tote durch Alkohol zählt die Studie. Herzkreislauftote werden auf 405.000 beziffert und Krebstote auf ca. 222.000. An Altersschwäche stirbt heute kein einziger Mensch mehr. Selbst Schirrmacher - erlebte seinen eigenen Methusalm-Effekt nicht.  Die Zahl der Unfalltoten geht schon seit Jahren zurück und beschert der Organspende immer weniger Material.

Diese Studie über Alkoholtote gibt leider keine Auskunft über die Art und Weise, unter welchen Umständen ein Mensch zum Alkoholtoten erklärt wird. Viele Medikamente behalten als "Beschleuniger" Alkohol, die Leber, Nieren und die Bauchspeicheldrüse angreifen. Wer diese Medikamente nimmt und gleichzeitig hin und wieder ein Bierchen trinkt, wird in dieser Studie als Alkoholtoter geführt. So wie jeder Lackierer, der an Lugenkrebs stirbt und nur eine Zigarette rauche und diese auch noch getreu beim Arzt angibt, als Rauchertoter geführt. Das schon die Kassen der Berufsgenossenschaften, die von den Unternehmern finanziert werden müssen.

Die Leistungsträger unserer Gesellschaft

Daher sind derartige Studien wissenschaftlich wertlos. Sie dienen lediglich der Propaganda unserer Leistungsgesellschaft. Sie sind unter dem Motto geschrieben: Der Proletarier säuft und der Bürgerliche genießt.

Leistung besteht heute darin Lohnkosten einzusparen und die dadurch entstandenen Mehrkosten für die Gesellschaft zur Privatsache des Einzelnen als Eigenverantwortung umzuformulieren. So glaubt der zivilisierte Mensch mit seiner Demokratie heute noch, dass heute auf dieser Welt jeder leben kann, der Arbeit hat.



Damit verweigert sich eine Mehrzahl der deutschen Bevölkerung der Realität. Unsere Volkswirtschaft lebt schon sehr lange von der eigenen Substanz der Allgemeinheit. Durch die stetigen politischen Überlegungen die Wirtschaft zu stützen, kamen die immensen Staatsschulen erst zu Stande.

Die Kehrseite dieser Erkenntnis ist: Hätte die Politik die neoliberalen Überlegungen nicht realisiert, wäre es zu einem noch früheren Zusammenbruch der Wirtschaft gekommen. Daher bringt es nichts, darüber zu philosophieren, wie Thatcher in Großbritannien reformierte.  Der IST-Zustand der Briten ist nicht besser als der unsrige heute. Daher waren ihre Maßnahmen wertlos.

Jede Lösung in der heutigen Denkart führt zum Zusammenbruch. Das ist das Ziel eines jeden Spiel, auch das des Kapitalismus. Er muss Verlierer produzieren, um einen Gewinner zu erzeugen. Wie bei der Fußball-WM. Nach und nach scheiden die Mannschaften aus. Selbst in der Fantasie ist der Mensch lediglich auf den Eigentumismus und seine Logik fixiert. Er kann nichts anderes denken. So glaubt der heutige Mensch, wenn er genügend Bildung vorweisen kann, erhält er eine SECHS und erspart sich das Würfeln.

Damit es zu keiner Verweigerung des Kapitalismuspieles kommt, erhält nur derjenige ein Anrecht auf Essen und Unterkunft, der mitspielt. Aussteigen bedeutet daher in der heutigen Zeit, der Tod. So wie schon vor hunderten von Jahren, als Shakespeare schrieb, dass der Selbstmord eine Sünde sein, sonst würde keiner der Arme für die Reiche schwitzen.


Der Reiche genießt, der Arme säuft

Es käme nie jemand auf die Idee, dass der Bürgerliche und der Reiche, der sich täglich eine Flasche Whisky für 50 Euro gönnt, ein Alkoholiker sei. Er genießt nach wie vor, bis zum Lebensende und wird dafür bewundert, dass er sich das leisten konnte. 

Reiche Alkoholiker, die eine Entziehungskur absolvieren, gelten als Helden und erhalten eine neue Chance. Dem kleinen Proleten ist das nicht gegönnt. Er hat seinen Job längst verloren und wird auch nicht gefeiert, wenn er seine Alkoholsucht überwand. 

Der Prolet muss fit sein

Die Aufgabe des heutigen, proletischen Menschen ist sich fit für den Arbeitsmarkt zu halten und keine Ansprüche an die Gesellschaft zu stellen, falls er doch noch das Rentenalter erreicht oder gar durch Arbeit krank wird. Der private Gewinn eines Arbeiters erscheint in der heutigen Zeit als dekadent. So ist die Erziehungsrichtlinie der heutigen Leistungsbildung. 

Es gilt als psychische Auszeichnung mit Gebrechen und Krankheit zur Arbeit zu erscheinen, sonst droht das "fürsorgliche Gespräch" mit dem Personalchef. Nur wer nach den Maßstäben der heutigen Leistungsgesellschaft viel schafft - also Lohnkosten einspart - hat sein Einkommen tatsächlich verdient. Aus diesem Grunde erlauben sich die heutigen großbürgerlich denkenden Gewerkschaft auch nur noch Lohnforderungen, die nicht einmal die tatsächliche Inflationsrate abdecken, sondern sich an den falschen Warenkörben der Ökonomisten orientieren.

Da es nur eine Erkenntnis im Kapitalismus gibt. Für das Allgemeinwohl müssen viele große Opfer bringen. Daher haben wir nur noch das Gerangel in den hinteren Bänken unserer Gesellschaft, um die letzten Plätze im Blick.

Es fällt nicht mehr auf, dass wenige ganze Reihen für sich alle besetzen und das auch noch als Leistung deklarieren.

Jung, dynamisch - für immer jung

Methusalem wird in der heutigen Vorstellung der Menschen garantiert zum sportlichen, olympischen, griechischen Athleten gekürt, der mit 300 Jahren noch die 100 m in 10 Sek. läuft. 

Der heutige, junge Mensch soll seiner Leistungsillusion frönen; sich bilden und sich anstrengen, um dann mit 40 Jahren erkennen, dass alles für die Katz war.  Die Erzieherin mit 65 ist von den jungen dynamischen Eltern nicht erwünscht. Sie kann dem jungen Spross der Leistungsgesellschaft nicht mehr angemessen dienen. Daher strebt der denkende Mensch den eigenen Stillstand an - für immer jung.

Nach unzähligen Praktika findet er endlich eine Anstellung mit gut bezahlten 9 Euro auf die Stunde und soll dann auch noch eine Familie gründen und weitere kleine Arbeiter für unsere Leistungsgesellschaft auf eigene Kosten großziehen.

Erst wenn er dieses Leistungspensum eines anständigen und vernünftigen Menschen geschafft hat, die Kinder aus dem Haus sind, kann und darf er zur Falsch greifen.

... wenn da nicht die Stolperfalle der Ökonomie wäre. Unsere Volkswirtschaft braucht zahlungskräftige Konsumenten, die keinen Anspruch auf Arbeitskommen stellen. Das ist sozusagen das Manna der Volkswirtschaft, das vom Himmel fallen soll, um den Kapitalismus aufrecht erhalten zu können.


Der Kapitalismus ernährt nicht alle Menschen - er selektiert

Keinem kommt es in den Sinn, dass der Kapitalismus das falsche Konzept für den Erhalt der Menschheit ist. Die Grundsätze des Kapitalismus bestehen darin, mehr zu nehmen als er gibt. Das ist so als ob die Menschheit davon überzeugt sei, eine Lotterie würde die Menschheit ernähren.

Daher bevorzugt der Mensch gerne Drogen. Sie verschleiern die Realität, die gelebt werden muss. Doch selbst die Drogen sind kapitalisiert und garantieren den Dealern hohe Gewinne und Profite. Würde Alkohol die Leistungsbereitschaft des Menschen erhöhen und trotzdem Leberschäden versuchen, bekäme jeder Arbeiter zu Beginn seiner Schicht, einen Liter Schnaps.

1 Kommentar:

  1. Zitat:"Würde Alkohol die Leistungsbereitschaft des Menschen erhöhen und trotzdem Leberschäden versuchen, bekäme jeder Arbeiter zu Beginn seiner Schicht, einen Liter Schnaps."

    Wurde alles schon ausprobiert:

    http://www.bergbaukalender.de/Kumpeltod-Schnaps-Likoer-Kraeuterlikoer/Kumpeltod-Wismutfusel-Trinkbranntwein-Kartoffelschnaps-Deputat-Buegelflasche.html

    http://de.wikipedia.org/wiki/Trinkbranntwein_für_Bergarbeiter

    Hat sicher die "Leistungsbereitschaft" erhöht und auch die Leber wächst mit ihren Aufgaben. :-)

    LG

    Schön, daß Du wieder da bist.

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