Sonntag, 1. Juni 2014

Die Pest - Das Drama im 13. Jh. - Zu wenige Arme und Arbeiter für zu viele Edel- und Adelsleute

Mit der Pest stirbt dem Adel und dem Ritterstand das arbeitende und Steuern zahlende Volk weg. Die Feldern liegen brach. Eine Führungsschicht ohne Volk lebt weiter. Eine Ritterrüstung ist so teuer, wie der Jahresverdienst von 25 Bauern. Doch wie soll ein Ritter seine teure Rüstung bezahlen, wenn er keine Bauern mehr hat, die für ihn schuften? So wird die Pest zur Wirtschaftskrise der "göttlichen Ordnung".

Die "Rüstungsindustrie" war das Standbein der aufstrebenden Städten und der sogenannten Bürger. Die sogenannten Landedelleute war die Ritter. So wird der Bürger zum Rivalen des Ritters und des Adels. Die Bourgeoisie entsteht - das Großbürgertum.

Ritter waren sozusagen die mittelalterliche Mafia, die Schutzgeld von den Händler für ihre Dienste einforderten. Sie standen in Konkurrenz zum aufstrebenden Handel und dem Kaiser, mit seinen Fürsten und Grafen.



So entstand eine Rivalität unter dem Stand der Rittern. Wer sich der "neuen Zeit" anpasste, im Marktkampf um den Schutzmarkt und sich zum abhängig Beschäftigten als Söldner in den Dienst der Städte und Bürger stellte überlebte. Die Unbeugsamen wurden Piraten - Placker - und Erpresser, um ihren gesellschaftlichen Status als Landeigentümer halten zu können.

Somit bekommt "die Räuber" von Schiller ist daher ein sozialkritische Drama, auch wenn Reich-Raniki dies nicht so sehen will. Die Auflösung des Rittertums erzeugt den späteren Beamtenstand. Damit bereinigte sich die damalige Zeit von ihrem zu groß gewordenen Mittelstand. Etwas, was uns noch bevor steht.

Daher ist der Westfälische Friede kein Frieden der Religionsfehde, wie es immer gerne aufgefasst wird, sondern es die neue Welt-Ordnung, in der das Großbürgertum die Rechte des Adels zugesprochen bekommt. Der eigentliche Friede besteht darin, dass die Autorität des Kaisers nicht mehr infrage gestellt wird.

Auf dieser Basis des Marktrechtes entwickelt sich der Rechtsstaat bis zum heutigen Stand. Daher ist die heutige Vorstellung von Europa mit dem heiligen römischen Reich und dem Kaisertum gleichzusetzen. Es wird heute wie damals die "Herrschaft des Rechts" angestrebt, auch durch den damaligen Westfälischen Frieden. Selbst der Kaiser hat sich von nun an, an das Recht zu halten und sich diesem unterzuordnen.

Der logische Bruch wurde damals schon nicht erkannt und liegt heute ebenfalls im Dunkeln. Er ergibt sich aus der Herrschaft, die sich aus dem Eigentum und den damit verbunden Auswirkungen auf Gesellschaft und Recht ergibt. Die Widersprüche in der Richtigkeit durch Unrecht werden nicht als Paradox erkannt, sondern als Natürlichkeit des menschlichen Verhaltens. 


Leider wird in der Doku "Das Ende der eisernen Männer", nicht das gemeine Volk erwähnt und dessen Leben betrachtet. Der Augenmerk liegt wie immer nur auf der Oberschicht, die leidet und ums Überleben kämpft. Ein großer Fehler, wenn die Vergangenheit der Welt aufgearbeitet wird. Selbst der Bürger im Mittelalter ist nicht das, was man heute darunter versteht. Er ist die Elite, nie der Bauer und der Leibeigene. Trotzdem hält sich hartnäckig die Mär vom  "freien Menschen" im Mittelalter.





Als Dokument über die Umstände im 15. Jh. und den Wirren um die "Herrschaft des Rechts" arbeitet Heinrich von Kleist als Rechtsgelehrte hervorragend mit seiner Erzählung über "Kohlhaas" heraus. Dabei ist die Verfilmung im Vergleich zum Original zu sehen. Nur dadurch ist klar wie Geschichten sich im Lauf der Zeit abwandeln und sich die Betrachtungs- und Interpretationsprämissen verschieben. Der Film "Kohlhaas" kann daher nie die Lektüre des Originals ersetzen.


Dokumentationen zwischen Mythen, Märchen und tatsächlich Geschehenem

Die Glorifizierung der Ritter als Freiheitskämpfer ist eine Verbiegung der Realität. Sie sind die Vorläufer für die KuhjungenGeschichten aus Hollywood, die eine ganze Generation zum Träumen von der Freiheit beflügelte. 

Der Ritter wieder Cowboy ist der Inbegriff von der Märchenfigur des "gerechten Rächers" ergibt. Doch Gerechtigkeit und Rächen ist an sich ein Widerspruch. In der heutigen Vorstellung allerdings nicht, weil die Wert der Welt - die Weltvernunft - nur diese Bewertung der Geschehnisse erlaubt - alles andere widerspricht der heutige, als ultimativ gültigen Logik.

Zur Analyse für die kritischen Querdenker der heutigen Zeit. Dokumentationen sind Interpretationen von Ereignissen, sie sind nur dazu geeigneten die Fakten zu sammeln. Das einzige was der Mensch als Fortschritt in den letzten 10.000 Jahren hervor gebracht hat, ist: Er wird immer effektiver im Töten von Menschen. Die nächste Stufe des Töten und des Fortschritts besteht darin: Effektives Töten aus riesigen Distanzen (Fernwaffen). Das befreit das Gewissen, der Soldaten und der Herrschenden, die Krieg befehlen. Sie können lediglich Tote Feinde präsentieren, wie mit den Drohenangriffen der USA.




"TerraX - Der letzte Kampf der Ritter"


Analysieren Sie, was Ihnen mit diesen Dokumentationen gelehrt werden soll und was tatsächliche Wahrheit ist?

Wieso gibt es keine Parallel zwischen Germanentum und Rittertum, obwohl dies in der Doku behauptet wird?

Es gibt keine Aufzeichnungen von Germanen. Alles was heute als solche gewertet werden, sind lediglich Aufzeichnungen aus dem 1. Jahrtausend n. Chr. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um Fälschungen handelt, um einen Gegengewicht zur griechischen Mythologie zu erzeugen.

Damit gab sich die vorherrschenden Monarchen und Edelmänner, eine eigene philosophische Identität unter denselben Prämissen, wie Römer und Griechen.


Was ist falsch? Folgten die Menschen tatsächlich dem Aufruf des Papstes oder waren es nicht viel mehr der Wille der Edelleute, weil sie das Raubgut auf dem Weg ins "heilige Land" als Eigentum behalten durften.

Gibt es vergleichbare Schriften aus dem sogenannten Morgenland?

Wie überprüft man Geschichtsschreibung? Indem man sie von ideologischen Betrachtungs- und Interpretationsweisen befreit.

In der Doku wird erwähnt, dass Mohammed der Schreiber des Koran, die Gebetsrichtung wegen den Kreuzzügen von Jerusalem nach Mekka änderte? 


21 Min. Ist diese Doku tatsächlich geschichtlichen Interessen dienlich oder ist sie viel mehr ein ideologisches Machwerk, um den Templerorden und die sich um ihn rankenden Mythen und Legenden aufrecht zu erhalten? Tatsächlich war es ein Genozid mit der Absicht der Bereicherung für die Führungsschicht.







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