Freitag, 27. Juni 2014

Karl (d. Große) Guttenberg: "Derselbe Depp wie immer" - wieder in DeutSchland

Der Adelsspross "Karl-Theodor Freiherr von zu Guttenberg" ist wieder in Deutschland. Er beehrte Berlin mit seiner Weisheit als neoliberaler Moralapostel. Deutschland ist zu antiamerikanisch, mein er. Wer ihn hören wollte musste in die Hauptstadtzentrale von Microsoft in Berlin pilgern. Die Räumlichkeit ist klein. Zu groß war die Angst er könnte vor leeren Stühlen sprechen müssen. 

Seine Botschaft an DeutSchland ist, mehr Verständnis für die USA, die NSA, die Abhörung und vor allem für das TTIP (Freihandelsabkommen der EU mit den USA) aufbringen. In den Augen von Guttenberg ist jede kritische Äußerung zu diesen Themen bereits Antiamerikanismus. Amerika ist unfehlbar, wie der Papst. Wer die USA kritisiert begeht Blasphemie und Verunglimpfung einer Weltmacht. Noch ist es nicht strafbar. Doch was nicht ist, kann noch werden.

Guttenberg will dynamisch wirken. Zeigt sich im lässigen Outfit und vor allem unbekümmert gegenüber seinem Abtritt als Verteidigungsminister und gescheiterter Doktor. Doch er ist immer noch schwer traumatisiert. Das zeigt sein O-Ton gegenüber den Fotografen: "Ich bin immer noch derselbe Depp wie damals", schmettert er ihnen trotzig entgegen, im Glauben es würde Stärke demonstrieren.  





Tatsächlich steht Guttenberg wie alle anderen gefühlten Reichen und Arme unter dem Druck, Geld verdienen zu müssen. Das ist für ihn besonders schwer, da seine Antiamerikanismus Vorwürfe in den USA keinen Cent wert sind. Derartige Vorträge lassen sich nur in Europa verkaufen. Aus dem Munde von Guttenberg eben nur in Deutschland.

So gründete Guttenberg kurzerhand die Beratungsfirma „Spitzberg Partners New York City“ und machte sich so zum Chairman in eigener Sache. Er muss als Honorarredner das deutsche Kapital amerikafreundlich stimmen. Schließlich braucht jedes Investment einen Mitzocker, der verliert, aber angetrieben vom Gewinn mitspielt. Das macht jeder Aufreisser auf der Reeperbahn auch.

Die Frage ist: Warum nennt Guttenberg seine Firma "Spitzberg"? Das ist m. E. ein deutliches Signal, das die Macht der IG-Farben im damaligen NAZI-Reich ausstrahlen soll. Das kommt in den USA zusammen mit einem deutschen Adelstitel hervorragend an und wird gerne finanziert. 



Guttenbergs Botschaft ist unmissverständlich: Er erwartet von Deutschland mehr Amerikaliebe und daher mehr europäische Lust am ökonomischen Verlieren. Wer gleich zu Beginn des Spieles auf das richtige Pferd, eben die US-Wirtschaft setzt, soll die Überzeugung ereilen, dass dort das große Geld zu machen ist. Diese Spielregeln der Ökonomie haben sich seit der Entdeckung des Eigentumismus nicht geändert.

Guttenberg denkt nicht amerikanisch, sondern eben nur den nützlichen Egoismus. Das ist Flexibilität und unternehmerischer Urstinkt, des kapitalen Raubtieres. Verlieren ist eben heute nur Schwäche, mangelnde Bildung und Dummheit.

Gezockt wird überall, nicht nur an der Börse. Das ganze Leben ist ein Spiel. Das redet sich leicht daher und klingt irgendwie intellektuell, aber verstanden tun es nur die wenigsten. Sie sind lediglich darauf trainiert "auf das richtige Pferd" zu setzen und sollte diese wie meist nicht gewinnen, lernen sie aus ihren Erfahrungen, um das nächste Pferde für das richtige zu erachten.

Über derartige strategischen Winkelzüge gibt es ganze Bibliotheken. Für jedes Pferd scheint es die richtigen Argumente zu geben und doch dreht sich alles nur darum, dass immer genügend Pferde am Start stehen, die bereit sind zu verlieren.


Guttenberg verfolgt dasselbe Konzept wie Klitschko in der Ukraine. Beide sind Chairman ihrer eigenen Beratungsfirma. Sie stehen gegen Geld bereit für deutsche Investoren, die darauf hoffen das große Geld zu machen. Regressanspruch bei Misserfolg ist allerdings nicht möglich. Der Spieler trägt das volle Risiko des Verlust, aber auch des Gewinnes.

Guttenberg ist gerade in Begriff seine politische Popularität in bares Geld umzuwandeln. Aus eigenen finanziellen Mitteln kann er sich nicht so in Szene setzen. Er braucht reiche Gönner. Er ist eben nur ein Künstler am Hofe der wirklichen Gutsherren dieser Welt.

Trotzdem beteuert Guttenberg treuherzig, dass er ohne Hintergedanken wieder in Deutschland sei. Damit meint er wohl, dass er keine Ambitionen mehr hegt, in das politische Geschäft einzusteigen. Er persönlich nennt das "Goverment to Googlement".

Abhören von Freunden - also Misstrauen gehört zur amerikanischen Kultur. Dabei vergisst er zu erwähnen, dass schon bereits die Fugger ihre erfolgreichen Geschäfte nur durch Spionage führen konnten.

Guttenberg ist der neue Charm-Botschafter der US-Wirtschaft. Er teilt uns mit: "Amerika liebt Deutschland. Der Beweis dafür die NSA-Abhörung. Damit ist Guttenberg auch nur ein kleiner Fließbandarbeiter auf Stundenlohnbasis. Er scheint nur erfolgreicher als die Klofrau, weil sein Stundenlohn höher ist.

1 Kommentar:

  1. Jup..dem stimme ich zu, unsere Politiker sind ja auch "nur" Hartz4 Empfänger aber auf einem sehr hohem Niveau.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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