Freitag, 13. Juni 2014

ISIS: Mythologie oder Realität

Kurdistan
Hinter "ISIS" im Irak steckt angeblich die Aussage: " Islamischer Staat im Irak und in Syrien". In den ersten Meldungen zum Konflikt, hieß es noch, es seien Schiiten. Dabei ist unklar, warum plötzlich Syrien in dieser Namensgebung erscheint. Offensichtlich suchen die USA doch noch eine Möglichkeit, die "Opposition" in Syrien militärisch zu unterstützen.


Im Irak bildet sich plötzlich eine "Bürgerwehr", um sich gegen die "Islamisten" zu stellen. Wie in der Ukraine die Nationalgarde des "rechten Sektors" zur militärischen Einheit ernannt ist. Die Parallelität sind unverkennbar. Es geht darum die Handelswege zu sichern und die Rohstoffe nicht in Hände von autonom denkenden Menschen fallen zu lassen, die beabsichtigen daraus Kapital zu schlagen und ihre eigene Interpretation von Rechtsstaatlichkeit einführen wollen.

 Als Hintergrund sollte bekannt sein, dass die kurdischen Gebiete, unter denen das begehrte Öl im Irak lagert, sich zu den Sunniten zählen. Diese Gebiete im Irak werden schon seit länger Zeit als autonome Gebiete von den Kurden selber verwaltet und gelten als Hoffnungsträger für ein Großkurdistan, das sich über die Gebiete von Irak, Iran, Türkei und Syrien erstreckt. 

D. h auch: Die Kurden vergeben Ölförderrechte ohne Mitsprache und Genehmigung aus Bagdad. Was aus amerikanisch-europäischer Rechtsauffassung, ein widerrechtlichen Verhalten gegenüber der Nation "Irak" darstellt. Staaten werden lediglich aus strategischen Gründen von den USA geteilt, wie Korea oder auch Deutschland. Die heute bekannten Nationalgrenzen gelten als unverschiebbar. Lediglich die Handelszugehörigkeit zu West oder Ost, gilt als Unterscheidungsmerkmal. Geplant ist ein autarkes Rohstoffversorgungsnetz innerhalb des Handelsverbandes USA-EU.



Daher ist nicht auszuschließen, dass es sich hier um eine bewusste Provokation durch Mindforming der sogenannten Softpower (Prism & Co) handelt, um wieder klar ideologische Verhältnisse im Irak zu schaffen. D. h. - die Ölförderrechte in den kurdischen Gebieten müssen wieder von Bagdad vergeben werden. 

Durch die Verweigerung Al Mallikis, weiterhin US-Truppen in den USA zu stationieren, bekamen diese Ideologisten (auch Religion ist eine Ideologie) den mentalen Auftrieb, zum Aufstand. Der Irak und die kurdischen Gebieten haben plötzlich ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das vor nur Misstrauen war. Bei Mindforming werden Pressemitteilungen gekoppelt mit Führungspersönlichkeiten in den Untergrund geschickt, um solche "Kampfeinheiten" als Milizen zu bilden. Das A & O solcher Operationen ist: Die Anti-Zelle, die später als Terroristen bekämpft werden, müssen schnell und einfach an Waffen kommen können. Diese werden nicht geliefert, sondern durch fahrlässige Aufsicht in den Kasernen zur Verfügung gestellt.

Das Mindforming wird momentan auf beiden Seiten mit Bildern über öffentliche Hinrichtungen publiziert, von denen niemand sagen kann, ob sie tatsächlich stattfanden. Lediglich der Anschein der Bilder, kombiniert mit der Meldung erzeugt eine wahrgenommen Realität, die nicht belegt ist.

Die schiitischen Milizen interpretieren dies als gewonnene Kampfhandlung und gleichzeitig findet eine Mobilmachung der Redlichen in diesem Lande statt. Das ist der Beginn eines Bürgerkrieges, den G. W. Bush durch seinen Einmarsch im Irak nicht hervorrufen konnte, obwohl er auf seiner Agenda stand.

Nun fahren die USA den Weg der gezielten Eskalation nach dem Konzept von Condolizza Rice. 

Die kurdischen Gebiete im Irak, sind für den Irak das, was die Süd- und Ostukraine für die Maidan-Regierung in Kiew ist. Es sind abtrünnige Gebiete. Besetzt von Separatisten, die sich erdreisten die Rohstoffe eigenmächtig zu verwalten und verkaufen. Vorbei an Bagdad und den amerikanisch-europäischen Ölkonzernen. Damit stören sie die geplanten Transitrouten des amerikanisch-europäischen Imperiums, das sich mit dem Freihandelsabkommen autark in Sachen Rohstoffversorgung aufstellen will. Auch Syrien braucht eine stabile Regierung, die sich verlässlich an das europäisch-amerikanische Vertragswerk hält, egal wie negativ die Auswirkungen für die Bevölkerung sein sollten. Das ist die Form des liberalen, globalen Rechtsstaates, der alles protektionistisch ausschließt, was sich an den Gewinnströmen der bereits bestehenden Globalplayer bereichern will.

Das wird als Korruption in der heutigen Rechtsauffassung verstanden. So gilt Venezuela mit seinen staatlichen Ölunternehmen, das soziale Projekte finanziert, als korrupt und illegal.

Die Strategie der Handelswege unter einem gültigen Recht ist keine moderne Erfindung der Ökonomie. Sie  wurde bereits im Mittelalter erfolgreich praktiziert. Der Vorteil: Es müssen keine Gebiete mehr militärisch erobert werden. Sie schließen Verträge ab. Indien unter der Rechtsstaatlichkeit von Großbritannien ist hier für ein Paradebeispiel. Indien wurde nicht militärisch erobert, sondern mit kaufmännischer Raffinesse. Militär wird nur noch dann eingesetzt, wenn die Vertragstreue nicht freiwillig erbracht wird. Aus diesem Grund stationieren die USA und auch die EU durch die NATO und UN überall Truppen, nach dem Modell der Garnisonen des römischen Reiches. 


Den Menschen im Nahenosten wird nach Auffassung der europäischen und amerikanischen Strategen lediglich geholfen, endlich eine allgemein gültige Scharia zu formulieren, die ähnlich dem Westfälischen-Frieden zu einem theologischen Kaufmannsrecht führt, das keiner Glaubensgruppe des Koran mehr erlaubt, gültiges Staatsrecht zu brechen und mit theologischer Interpretation zu einen Gunsten umzuschreiben.

Durch das militärische Unterstützen der verfeindeten Rechtsstaatlichkeitsauffassungen - das ist nun mal die Auslegung des Korans als Scharia - wird der Eindruck in der Bevölkerung erweckt, die eine oder andere Seite hätte aus Übermacht die Oberhand errungen. Dadurch fügen sich die Menschen leichter in ein neues Rechtssystem, als unter einem Fremddiktat einer fernen Regierung, die kulturell fern ab von allen Vorstellungen in diesem Land liegt.

Daher spielt es für den Westen keine Rolle ob, die Frauen am Ende unter tiefen Schleier versteckt sein werden. Hauptsache alle Korangruppen sich sich einige, dass dies überall gilt, wie das Vertragsrechts, das nicht mehr umgeschrieben werden kann. Das ist die "Herrschaft des Rechts" - Es hat für alle gleichermaßen zu gelten, egal ob mit oder ohne Schleier.

Daher gelten Russland und China als "zivilisiert". Sie erkennen die "Herrschaft des Rechts" längst an. Das einzige was an China den Westen noch stört, sind die Todesurteile gegen Manager, die vergiftetes Milchpulver verkauften. In einem modernen Rechtsstaat verklagt man die Firma, aber nie das Führungspersonal. Der Unterschied zwischen privater und juristischer Person soll anerkannt werden. 

Deshalb wird nur der Bürgerkrieg im Irak gezündet. Das sind die berühmten "Geburtswehen des neuen Nahenosten", den Condolizza Rice als US-Außenministerin von G. W. Bush immer postulierte. Schon damals war geplant, die Softpower - Mindforming - einzusetzen.

Es bleibt abzuwarten, ob sich in diese Eskalation die kaukasischen Islamisten auch noch einmischen. So könnte aus dem Feind "Russland" plötzlich wieder ein Verbündeter werden, wie ein Stalin mit dem Westen paktierte. 


In diesem Sinne
Euer Poliprofiler

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