Freitag, 11. Juli 2014

Münchhausen Syndrom: Europa hat sein "Heiliges Land" - Regierungen im Blutrausch

Die Meldungen und die Wortwahl über die sogenannten "Krisen" in Israel und der Ukraine ähneln sich. Aus "Krieg" wird eine "Krise". Es wird von Vergeltung für Zerstörung gesprochen. Betrauert werden nur die ukrainischen und israelischen Soldaten. Jeder tote Zivilist der Guten in diesem Krisenspiel zieht massive Bombardierungen der anderen nach sich. 

Selbst die Meldung über Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine auf beiden Seiten ist über Nacht zur Meldung der Menschenrechtsverletzungen durch die Separatisten geworden.

Regierungen, die das eigene Volk bombardieren sind keine Länder mehr in denen ein Bürgerkrieg herrscht, sondern es sind Krisengebiete. So erlebt der Irak keinen Bürgerkrieg, sondern eben nur eine Krise. Das hört sich nicht gefährlich an, vor allem vor dem Hintergrund der Kriegsangst, die Deutschland noch vor wenigen Wochen wegen der Ukraine-Krise hatte.

Mittlerweile schlägt sich die Wortwahl der Ökonomen massiv durch und geht in den allgemeinen Sprachgebrauch der Nomalos über. Die Angst vor dem III. Weltkrieg ist wie weggeblasen. Auch in der Ukraine gibt es nur noch eine Krise.


Regierungen im Blutrausch


Die Regierungen sämtlicher Länder scheinen sich in einer Art Blutrausch zu befinden, der von der unkritischen Berichterstattung der internationalen Medien nicht nur geschürt, sondern erzeugt wird. Selbst deutsche Politiker fordern mehr militärisches Engagement von der Bundeswehr. 

Das ist ähnlich einer Prügelei, wo keiner eingreift, sondern der Mob den Stärkeren anfeuert weiter zu schlagen, weil das Opfer es angeblich verdient. Die sogenannte "Zivilcourage", die vom "Normalo" ständig eingefordert wird, findet auf der internationalen, politischen Bühne längst keine Anwendung mehr. Wer für Frieden plädiert ist Russen(Putin)versteher oder ein Moslem.

Angetrieben von der positiven internationalen Presse gehen die Machthaber und Heeresführer in diesen Ländern immer brutaler gegen Menschen vor. Woraus eine noch größere Gegenwehr resultiert und sie sich noch mehr profilieren können.

Ihnen wird die Gewissheit durch die öffentliche Meinung vermittelt durch die Medien suggeriert, dass sie auf der moralisch richtigen Seite des Rechts stehen. Jede Untat wird dadurch zur Heldentat.


Das gute Licht - Die Gerechten

... Und jede Heldentat, wird in den Medien positiv im Kampf um die Freiheit dargestellt  = Sie erscheint im gerechten Licht. Ethnische Kriege werden mit dem Mantel des Terrorismus zum Gerechten Krieg erklärt. Die moderne Form des nicht islamischen Dschihad.

Die Wortwahl "im gerechten Licht"  ist nicht zufällig gewählt, weil es gut klingt, sondern weil der Schein des Lichtes, den Rest der Wahrheit verdeckt und in das Dunkel des Schattens, der Nichtbeachtung stellt. Würden wir das alle selbständig tun, wäre jede gute Tat, die wir vollbringen, im Ganzen beleuchtet ein schlechte.

Bei allem Gerede um Recht und Gerechtigkeit wird vergessen, dass es sich auch bei den Separatisten um Menschen handelt. Sie sind keine Unterform der Menschheit. In deutschen Foren zum Thema Gaza musste ich sogar von israelischer Seite auf englisch lesen, dass die Hamas "animals human" seien. Auch die sogenannten Separatisten werden als entgleiste Menschen beschrieben - das ist wohl eine neue Wortschöpfung, die "entartet" als NS-Wort ablösen soll.

Dies Form der Berichterstattung macht nicht nur Sorgen, sondern ist ein Schritt in die vergangenen, unangenehmen Zeiten Europas. Selbst der sogenannte "Sarajevo-Attentäter" von 1914 wird jetzt als Nationalist bzw. Separatist dargestellt.

D. h. historisch betrachtet, war es falsch, das Habsburger Reich, die Monarchie als Diktatur und damit die sogenannte "Donau-Monarchie" zu kritisieren oder gar aufzuheben. Europa fühlt sich tatsächlich als Nachfolger des "heiligen römischen Reiches Deutscher Nationen". Das sollte mit größter Vorsicht betrachtet werden und jeder sollte bemüht sein, sein historischen Wissen nicht nur aus politisch motivierten Veröffentlichungen der heutigen Zeit zu beziehen.

Auf der Basis von Recht = Gewissen, das Mehrheitlich in der internationalen Politik als "gemeinsame Werte" beschrieben wird, werden und wurden Menschen ihrem Menschsein beraubt. Selbst im Dritten Reich gab es Recht und Gesetz, das einzuhalten war. Wer sich nicht darin hielt oder dieses infrage stellte, galt als Terrorist und wurde inhaftiert, ermordet oder verschleppt. Gerade Kommunisten waren die erklärten Feinde des Faschismus. Heute gelten sie immer noch als Feinde. Darüber sollten wir nachdenken.



Das Münchhausen-Syndrom in der Rechtsstaatlichkeit

Es besteht immer die Möglichkeit, dass auch die heutigen Gesetze im Rückblick aus einer noch nicht eingetretenen Zukunft, dasselbe Schicksal erleiden und als Unrecht angesehen werden. Daher seien sie auf der Hut und kontrollieren Sie sich, die Gesetzgebung und die politische Entwicklung. Nur wer früh genug die Gefahr erkennt, erspart sich und anderen viel Leid. 

Es liegt in der "Natur" von rechtschaffenen Menschen, die nur Gutes tun wollen, dass sie dem "Münchhausensyndrom" verfallen, wenn nicht GUTES mehr zu tun ist. Nun können sie "Münchhausen" mit einem "Lügenbaron" assoziieren, aber das reicht leider nicht aus. Das ist zu kurz gedacht.

Gutmenschen erzeugen durch Behauptungen und Erzählungen gefühlte Realitäten, die nicht existieren, aber Gesetzesänderungen zur Folge haben. Die aktuellen Anti-Terrorgesetze sind ein lebendiges Beispiel für diese psychische Krankheit der heutigen Politik.

Diese Krankheit wird nicht von Einzelpersonen begangen, sondern von der sogenannten Elite. Selbst das 3. Reich unter Hitler war ein "versagen der Eliten" - nicht des das des kleinen Menschen. Er denkt durch seinen Bauch und sein Bauch fühlt das, was die Elite ihm als Realität verkauft.

Selbst das 3. Reich war ein Resultat der Verlustangst der Eliten durch den aufkeimenden Kommunismus. Sie wollten lieber einen "starken Staat", der nur für die Wirtschaft denkt: Unter dem Motto: Geht es der Wirtschaft gut, geht es dem Menschen gut. Diese Weisheit gilt noch heute.

Unter dieser Prämisse der Wirtschaft wird jede Demokratie früher oder später zu einem Gefängnis für die Bevölkerung. Europa baut heute seine Mauern, um sich vor den Flüchtlingen zu schützen. Doch jede Mauer, die als Schutz gedacht ist, ist auch ein Gefängnis (siehe DDR). Israel verfolgt das gleich Prinzip und baut eine Mauer, um sich vor dem "Terrorismus" der Palästinenser zu schützen. Objektiv betrachtet wird daher in GAZA ein Gefängnis bombardiert, weil sich in diesem "Gefängnis" die Menschen vermehren und nicht ausreisen können. Das führt zur Überbevölkerung usw.

So wird aus einem Schutzeffekt ein Münchhausen Syndrom.


Beispiele für das Münchhausen Syndrom sind Mütter: 

Eine Mutter verabreicht ihrem Kind absichtlich funktionsstörende Mittel, um sich als fürsorgliche Mutter in der Öffentlichkeit zu profilieren. Wer das Spiel durchschaute und das Kind aus dem elterlichen Haus nehmen will, wird dann als Feind und Lügner abgestraft. Es ist sogar schon gekommen, dass Mütter vermeintliche Verräter sogar ermordeten, weil diese sie mit ihren Anschuldigungen und Enthüllungen an der Ausübung ihrer fürsorglichen Mutterrolle nachhaltig zerstören wollen.


Wer Recht erhalten will, muss Unrecht tun

Recht war schon immer die Grundlage für jede Form von Gewalt, die sich Menschen gegenseitig antun und antaten. Neutral betrachtet ist jeder Krieg ein Krieg der Guten gegen die Guten und in der Umkehrung: Ein Krieg der Schlechten gegen die Schlechten. 

Israel fühlt sich vom Recht des Eigentums der Palästinenser auf ihr Land als Staat angegriffen, weil vergessen wurde, dass im 20. Jh. ein Kriegsgewinn nicht gleichzeitig eine Enteignung der Bevölkerung von Grund und Boden ist. Die Eliten Israels hängen immer noch der Vorstellung an, dass Israel ein Weltgottesstaat sein soll. Sie wollen nicht akzeptieren, dass Israel auch mit islamischen Bürgern ein Staat sein kann. Das ist wohl der Altersstarrheit mancher junger Köpfe geschuldet.

Die Maidan-Regierung in Kiew vergißt, dass eine Demokratie ein Mitspracherecht aller Bürger beinhaltet, egal ob die Meinung nun gefällt oder nicht. Eine demokratische Wahl - wie immer man das in der Ukraine definieren will - ist noch lange nicht das Recht, als Diktatur rücksichtslos zu herrschen.

Die Maidan-Regierung tut das was Janukowitsch vorgeworfen wurde, es aber nie tat. Er schickte das Militär nicht mit Panzern auf den Maidan und ließ alles niederwalzen. Die Maidan-Regierung macht das allerdings in Donzek und Slawjansk und wird dabei noch von der internationalen Presse gefeiert.

Ein klares Indiz dafür, dass nicht nur die Ukraine noch lange nicht für die Demokratie bereit ist, sondern auch Europa.

Herrschaft des Rechts - Überzeugungsdiktatur als Diplomatie

Diplomatie wird heute lediglich noch als Zugeständnis zur "bedingungslosen Kapitulation" angesehen. Der Stärkere setzt in dieser Weltanschauung durch Verhandlungen seinen Willen zu 100% durch und der Schwache - der militärisch Unterlegene - hat diesen Willen als Pflicht zu 100% zu erfüllen. Doch das ist kein Kompromiss - als Diplomatie - das ist Überzeugungsdiktatur.

Solange sich diese Weltanschauung der jetzigen Machthaber und deren Berater und Ideengeber über Demokratie in den Köpfen, nicht ändert, wird es auf dieser Welt kein zufriedenes Zusammenleben geben. Ich schreibe absichtlich "zufriedenes Zusammenleben", weil sich diese maßgeblich von der allgemeinem Definition von "Frieden" unterscheidet.

Selbst im Hinblick auf "Frieden" ist die Weltanschauung dieser Heeresbefehlshaber, die sich Staatsmänner nennen, mehr als fragwürdig. "Frieden" kann in ihrer Vorstellung nur durch Unterdrückung und ökonomischen Waffen erzeugt werden. Das ist aber nichts anderes als Angstherrschaft oder Hungerangstdiktatur.

Die Welt entwickelt sich daher nicht weiter, sondern sie dreht sich bezüglich der Weltanschauungen und der Vorstellung von Rechts, momentan in atemberaubender Geschwindigkeit rückwärts.

Es gibt zwar keine Zeitmaschinen. Doch diese sind auch nicht notwendig. Mit den "richtigen Staatsmännern und -frauen", kann selbst das die gesamte Menschheit aus dem 21. Jh. zurück ins 9. Jh. gebeamt werden.

In diesem Sinne
Euer Politprofiler





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