Dienstag, 15. Juli 2014

Niccolo Machiavelli: Der Fürst

Der Machiavellismus: Die Einleitung des Videos ist bzw. des Bundes ist fragwürdig. Mit dem sogenannten Machivellismus ist die theologische Rechtsauffassung noch lange nicht überwunden, auch wenn es gerne angenommen (geglaubt) wird. Ob Nietzsche Machiavelli tatsächlich bewunderte, bezweifle ich.


Das was Nietzsche an der Moral und Tugend kritisierte deckt sich nicht mit dem was Machiavelli glaubte erkannt zu haben.

Das beschriebene "Gesetz des Dschungels", der in Venedig aus Sicht von Machiavelli herrschte, war nichts anderes als der Raubtierkapitalismus der Medici. Machiavelli schrieb daher nur eine Bittschrift an die Medici, damit er wieder an Macht und Einkommen käme.

Niccolo Machiavelli schreibt aus einem Rechts- und Machtbewusstsein der damaligen Kaufmannsleute als Adele heraus, das es in dieser Form in Europa zu seiner Zeit damals noch nicht gab. Wer in Italien in der damaligen Zeit zu Geld kam, hatte die Rechte und Macht die in Nordeuropa lediglich dem Adel vorbehalten war. Die einzigen namhaften, die es in Nordeuropa vom Kaufmann zum Adelstitel schafften, war die Fugger und Turn und Taxis.

Den Umbruch in der Rechtsvorstellung brachte erst der Westfälische Frieden mit sich. Ein Beispiel ist Wallenstein, der schon der damaligen Umbruchzeit sich vom Ritter zum Gutsherren und Kaufmann entwickelte.

Den in Nordeuropa allgemein bekannten Adel konnte es in Italien nicht geben, da sein Gesellschaft auf den Trümmern der Römerzeit entstand. In diesem sogenannten "Staat" regierte das Geld, das Machiavelli mit Macht gleichsetzt und darin eine Moral verankern will, die zwar den christlichen Vorstellungen entspricht, aber nicht der Kirche untergeordnet sein soll = das war ein großbürgerlicher Widerstand gegen die damals sich auch in Italien durchsetzende "göttliche Ordnung", die nur vom Papst verliehen werden konnte.

Daher wird Machiavelli von einigen Interpetatoren als Philosoph gepriesen und als Vordenker des sogenannten Rechtsstaates, der angeblich die Herrschaft des Rechts brachte, anstatt das Recht des Stärkeren. Genauer betrachtet sind sie alle Verblendete, die einem Verblendeten folgen, das nur das wahr sein kann, was sie verstehen.

Selbst im antiken Rom oder in Griechenland galt die Herrschaft des Rechts bereits. Jeder Mächtige konnte es nach Belieben ändern, wenn er sich eine Mehrheit für sein Vorhaben bilden konnte. Diese Mehrheiten entstanden durch gute Jobs, angeblichen sozialen Frieden und noch größere Gewinne durch Abgaben, Gebühren und Lizenzen.

Hätte es zur damaligen Zeit bereits ein Patentrecht gegeben, müssten die Medici dies eingeführt haben. (Siehe Glasmanufakturen in Venedig - Muranoglas.)


Die Nützlichkeit dieses Handwerkes und der Verbleib des Geheimnisses der Herstellung von Spiegeln ist auch eine Form der Herrschaft des Rechts und ist doch nur das Recht des Stärkeren. Hätten sich die Medici damals durchgesetzt würden wir heute noch Lizenzen an dieses Haus für jeden Spiegel bezahlen bzw. die Weltproduktion würde lediglich in Venedig stattfinden.

Das ist der Grund warum Machiavelli so viele Verehrer bei den Ökonomen und Rechtswissenschaftler heute noch findet. Sie gehorchen dem sogenannten Machiavellismus - der Nützlichkeit für sich und dem Glauben, was ihnen nützt, nütze auch anderen.

Der Grundsatz den Machiavelli angeblich erkannte ist die Art von Vorstellung, dass der menschliche Herrscher ein integrer Leithammel sein soll, der das Recht schreibt, basierend auf seiner Religion natürlich, aber ohne Kirche - eben theologisch.

Machiavelli verfolgt viel mehr den Konfuzianismus.




Das Problem der damaligen internationalen Herrscher ergab, war die "göttliche Ordnung", die lediglich vom Papst als solche ausgerufen werden kann. Nur der Papst konnte das sogenannte Souverän ausrufen. Aus diesem Grunde ließ sich zum Trotz und zum Entsetzten der damaligen Monarchie vom Papst zum Kaiser krönen. Es war der brillanteste Pott, den die Monarchie je erlebte.

Diese Video scheint eine Laudatio zu sein, aber keine Erörterung. Machiavelli scheint Platon gelesen zu haben oder aber Platon wurde mit Ideen von Machiavelli ergänzt. Den Medici ist alle zuzutrauen.


Min. 20: Das sogenannte "Staatswesen" der Römer begründet sich auf dem Aufstand der Plebejer - der nichtshabenden "Freien MENSCHEN", die keine Sklaven waren - sich aber ansonsten von nichts von den unterschieden. Ihnen war lediglich eine moderatere Behandlung vorbehalten, als den Sklaven. Sie mussten sich verdingen.

Genau dasselbe gilt für die soziale Ordnung nichts anderes ist ein Staat bei den Griechen = Platon und Sokrates. Ein "freier Mensch" war derjenige, der nicht für seine Glückseligkeit (Auskommen) arbeiten musste. Dabei gab es noch "freie Menschen", die gegen Lohn bei den "freien Menschen- der Elite" die höhere Handwerkskunst verrichteten. Die anderen waren Sklaven - sozusagen Nichtmenschen.

Wer diese Form des Staatswesens als Vorlage für die jetzige Zeit heranzieht, wird kläglich scheitern und lediglich noch eine weiter untere soziale Schicht in seinem Staate als "freie Menschen" etablieren, die nicht mehr als Sklaven behandelt werden dürfen, denen allerdings nur Einkommen beschieden ist, wenn die Eliten ihre Dienstleistungen benötigen.

Damit sind wir in der heutigen Situation der Menschheit angekommen, dennoch werden solche Schriften, wie die von Machiavelli wie "heilige Bücher" behandelt.

Min: 21: "Seine Ratschläge waren nicht für die Zeiten friedlicher Ordnung bestimmt .... da in solchen Zeiten die Freiheitswünsche der Menschen hinter der Notwendigkeiten des Staats zurücktreten müssen, liegen die Akzente ... auf der Herrscherpersönlichkeit!" Das sind Sokrates geforderte Philosophen als Oberhaupt, hinter all dem was Staat bzw. Macht ausmacht.

Damals ist wie heute die Macht aus der Notwendigkeit für die Wirtschaft - das wird damals wie heute als Politik beschrieben. Doch das hat nichts, gar nichts mit Freiheit oder einem Volksstaat zu tun. Wenn das Volk stoisch nach den Gesetzen des Marktes entscheidet, muss es selbst in einer Demokratie nach der Vernunft - dem ökonomischen Denken und der Logik - regieren, wie jeder andere Herrscher eben auch.

Daher setzt sich Machivalli wie alle neueren Philosophen auf der falschen Basis mit "der Macht" und "dem Staat" und der daraus resultierenden Staatsräson auseinander und kann daher nur zu falschen Schlüssen kommen.

Ab Min. 26 beginnt der TEXT!

Boah - hier wird gleich wieder das gelesene in die richtige Richtung des Verständnisses ausgerichtet!


Was würde Machiavelli wohl zur franz. Revolution schreiben?

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