Montag, 4. August 2014

Israel und die Internationale Gemeinschaft auf Gatterjagd nach Gazarener


Angela Merkel und Joachim Gauck sehen in israelischen Bombenangriff und Blockaden auf GAZA keine Verletzung der Menschenrechte. Selbst der Beschuss von Schulen fällt unter das israelische Selbstverteidigungsrecht. Steinmeier hält es lediglich für notwendig, die Einstellung der kriegerischen Handlung der Hamas einzufordernn. Im Gegenzug wird Russland als der Aggressor in der Ukraine betrachtet und die antirussische, ukrainische Regierung darf im Selbstverteidigungsmodus, in der Ostsüdukraine wüten, wie Israel in GAZA.


Eines muss gesagt werden:
In einer Weltvernunft, in der ökonomische Werte über dem Menschen und seinem Leben stehen und Leben nur möglich ist, wenn ökonomischer Erfolg geben ist, erhöht sich die Sterbebereitschaft derjenigen proportional zu ihrer Armut und Abhängigkeit, wenn sie eine Möglichkeit sehen, mit ihrem Tod einen Funken ökonomische Freiheit für ihre Familie zu erstreiten.

Daher lautet die Losung des Eigentumismus:
Nimm nie einem alles weg. Lass ihm immer so viel, dass er nicht für mehr kämpfen muss und wenn du ihn zum Freund haben willst, beschenke ihn danach.

GAZA ist ein Gebiet nicht größer als Bremen. 1,6 Millionen Menschen leben dort auf engstem Raum, ca. 3.100 Menschen pro g/km; abgeriegelt, eingezäunt und ummauert. Jede Lebensmittel- und Wasserlieferung wird von Israel kontrolliert und rationiert. Eine eigenständige Hilfsversorgung über das Meer ist verboten und wird auch von der UN als Gesetzesbruch angesehen. Diese Tatsache wird nie im Zusammenhang mit den israelischen Angriffen erwähnt. Wer in GAZA lebt und ein freundliche Flugblatt der israelischen Luftwaffe erhält, auf dem er aufgefordert wird, vor dem Bombardement zu fliehen, kann nicht aus GAZA raus. Er ist gefangen wie ein Hirsch im Gehege.

Das einzige Kraftwerk in GAZA wird bei jedem "Verteidigungsangriff" der Israelis systematisch zerstört. (Dagegen waren die autonomen Gebiete der Kurden im Irak bis zum Erscheinen der "ISIS" wirtschaftlich sehr agil und verkauften ihr Öl auf eigene Rechnung. Das wird sich wohl ändern. Am Ende werden diese Gebiete wieder "befreit" und unter die Herrschaft der us-irakischen Regierung gestellt. Damit ist es mit der autonomen, wirtschaftlichen Tätigkeit in den Kurdengebieten vor. Die den USA längst ein Dorn im Auge sind. Bitte Ereignisse immer parallel betrachten und nie separat - sie müssen Äpfel mit Birnen vergleichen).

Die "terroristischen Tunnel", die Israel angeblich alle für den Frieden zerstören muss, sind daher Lebensadern für GAZA, da ansonsten die Bevölkerung schon längst verhungert wäre - so drastisch muss das formuliert werden. (Stellen Sie sich einfach West-Berlin ohne Luftbrücke nach dem II. WK vor).

Eine filmische Showeinlage des israelischen Geheimdienstes gelangte m. M. nach sogar in die deutschen Abendnachrichten. Weiß gekleidete Hamaskämpfer auf rotem Wüstensand, entstiegen gut erkennbar aus einem "Terror"Tunnel, um vor aller Welt Augen erschossen zu werden. So werden Beweise produziert.


Das ist die israelische Abwehrrakete -
sie explodiert in der nächsten Sekunde.

Phantomabschuss einer Hamasrakete durch das israelische Raketenabwehrsystem strahlte die ARD direkt in die deutschen Wohnzimmer aus. Tatsächlich schießt Israel Löcher in den Himmel.

Medial erklärte Israel einen gefallen Soldaten zum Entführungsopfer der Hamas, die kriegerischen Aktivitäten aufrecht zuhalten. Danach wird alles zum Versehen erklärt.

 Die dramatischen Beerdigungsbilder erregen in Verbindung mit den weinenden Angehörigen das Mitgefühl, während die toten Kinder in GAZA als Propaganda der Hamas kommuniziert werden. Dafür dürfen wir mit israelischen Kindern mitleiden, die schwer traumatisiert vom Sirenengeheul keinen Schlaf finden, während in GAZA keine Sirene die Kinder vor einem Angriff warnen kann. Sie wachen einfach am nächsten Tag nicht mehr auf.
So sieht es aus, wenn eine Rakete abgefangen wird!

In den Meldungen für uns deutsche TV-Kriegsbeoachter heißt es, dass die Hamas ca. 100 Raketen an einem Tag auf Israel abfeuerte. Die Überschriften der Medien suggerieren, die Hamas würde absichtlich die Menschen in GAZA als Schutzschild benutzen und ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung keine Waffenruhe eingehen oder brechen.

Tatsächlich sind die von Israel ausgerufenen Waffenruhen, lediglich auf wenige Straßenzüge begrenzt. Eine Waffenruhe wurde nicht einmal auf dem offiziellen Weg an die Hamas übermittelt, sondern nur in unseren Medien verbreitet, um hinterher behaupten zu können: "Die Hamas bricht Waffenruhe!"

Pressesprecher des irs. Militärs produziert
Überschrift
Um dem Ganzen noch Nachdruck zu geben, werden massenhaft Kommentare unter den Meldungen des ZDF freigeschaltet, die behaupten die Hamas hätte all diese Kinder und Mütter mit Waffengewalt in der UN-Schule festgehalten, damit diese den sicheren Tod durch israelische Bomben finden. Mit dem Ziel der medialen Ausschlachtung und Diskreditierung Israels. Parallel dazu erscheinen Meldungen (s. rechts) in unseren Medien.


  1. 2009 (Operation Gegossenes Blei) scheute sich Israel nicht einmal mehr davor Phosphorbomben über GAZA abzuwerfern. Die Proteste der Regierungen unserer Wertgemeinschaft blieben wie erwartet aus. Das Ganze war am Ende als Verschwörungstheorie der palästinensischen Propaganda im Bewusstsein der Menschen dargestellt worden. Es gelangte nie in die öffentliche Diskussion.
  2. Mai 2010 starte eine Hilfsflotte nach GAZA. Beladen mit dringend benötigten Medikamenten, med. Gerät, Nahrungsmitteln und Baumaterial nach GAZA. Sie wurde vom israelischen Militär brutal gestoppt. 25 Menschen (genaue Zahl teil Israel nicht mit) erschoss das israelische Militär unter der Begründung: Die Flotte hätte die Blockade durchbrochen. Die Schiffe wurden konfisziert. Die Blockade blieb aufrecht und die UN erklärte den israelischen Angriff für legal. In Deutschland galt diese Aktion bereits als latenter Antisemitismus.

     
  3. 2014: Eine Menschenrechtsverletzung und Kollektivstrafe sieht die selbst ernannte Terrorjägertruppe der "Internationale Wertegemeinschaft" auch 2014 nicht in den Blockaden und Bombardierungen des GAZA-Streifens. Selbst dann nicht, wenn UN-Schulen bombardiert werden. Dagegen tauchen in Foren nun Behauptungen auf, die Hamas hätte die Schule selber beschossen. Die virale Kraft des Internets ist in Geheimdienstkreisen längst bekannt. Wobei längst bekannt ist, dass israelische Stipendiaten ihr Taschengeld als Kommentarschreiber aufbessern. (Siehe: Israel: Meinungsmache als Studentenjob)


Gazarener können nicht wie die übrigen Israelis einfach in die neu gebauten Siedlungen außerhalb GAZAs einziehen. Sie bleiben auf ihren 360 q/km beschränkt und werden Autonome genannt. Dabei ist Israel mehrheitlich gegen eine Zweistaatenlösung. Aus diesem Grund bevorzuge ich "Ellis Island" für diese Enklave, anstatt "autonomes Gebiet". Ellis Island war während dem I. und II. WK, Auffanglager für "Enemy Aliens" - "feindliche Ausländer".


Naivität: Autonomiegebiete als freiwilliges Internierungslager



"Siedlungsstopp" ist daher nicht das Schlüsselproblem, um Zufriedenheit herzustellen, entgegen aller politischen und medialen Analysen. Das Problem ist die Unfreiheit der Gazarener und Westbänkler.


Die autonomen Gebieten waren eine politische Fallgrube für unerfahrene Palästinenser. Gestellt von raffinierten Politunterhändlern. So gelang es Israel, ein ganzes Volk auf geringem Platz, im wahrsten Sinne des Wortes, in Freiheit einzusperren. Die Autonomie ist daher eine Art "freiwilliges Gefängnis" aus Gutgläubigkeit. Nach internationaler Rechtsauffassung ist das vonseiten Israel kein strafbares Vergehen. 

"Autonomes Gebiet" beinhaltet lediglich politische Selbstständigkeit. Wirtschaftliche Selbstständigkeit ist in diesem Begriff nicht verankert. Sie muss zusätzlich vereinbart werden. 

Daher ist vor der "Herrschaft des Rechts" größte Vorsicht geboten. Von diesen Mühlen wird man schneller zermahlen, als gerettet. Es ist unmenschlich und lediglich eigentumistisch ausgerichtet. Wer sich hier auf sein Bauchgefühl der kleinbürgerlichen Moral verlässt, ist verraten.

GAZA war bis 2005 von Israel besetzt. Bis dahin wurden jüdische Siedlungen gebaut, welche die Bewohner von ihren Felder und der See abschnitten. 8000 jüdische Siedler beanspruchen so 40% des GAZA-Streifens. 2005 wurden diese Siedlungen geräumt und abgerissen. Lediglich die Synagogen ließen sie stehen. Das alleine war eine Provokation und führte zum gewünschten Effekt. Die Palästinenser stecken sie in Brand.
Danach verlange Israel vom GAZA-Streifen einen 2,5 km breiter Streifen als Sperrzone einzurichten. Alle Bewohner mussten diesen sofort verlassen. 
2006 feierte die Welt die ersten demokratischen Wahlen in GAZA. Leider gewann die Hamas die Wahlen. Die Wahlen sind bis heute nicht anerkannt und Israel hatte wieder einmal ein Grund eine Blockade gegen GAZA zu verhängen.
So begann die "Freiheit" der Palästinenser in GAZA. Sie wurde zum Gefängnis, mit Unterstützung der Internationalen Gemeinschaft.

2008 durchbrachen Gazarener die Grenzmauer nach Ägypten. Doch auch dort wollte niemand die hilflose Masse aufnehmen. Die Mauer wurde wieder geschlossen und im Gegenzug lockerte Israel zum ersten Mal seine Blockade. Die Gazarener genossen das Glück der unbegrenzten Zulieferung von Medikamenten, Baumaterialien, Lebensmittel und Treibstoff. Dieses Versprechen hielt Israel allerdings nicht lange aufrecht. Im Vorfeld der "Operation gegossenes Blei" als Selbstverteidigungsaktion, stoppte Israel wider fast alle Lieferung nach GAZA. Das löste natürlich die Reaktion der Hamas aus, die für die Phosphorbombeneinsätze als Grund herangezogen wurden. Leider werden die Blockaden in unseren Medien nie im Zusammenhang mit den "GAZA-KONFLIKTEN" genannt. 

Blockaden gegen GAZA nur Randmeldungen

Die Gazarener können nicht fliehen. Sie sind gefangen in ihrer politischen Autonomie ohne eigene wirtschaftliche Einnahmequelle und von Israel eingemauert. Sie gelten in unseren Breitengraden offiziell als Terrornest und sie stehen in absoluter Lebensabhängigkeit zu Israel. Die Weltöffentlichkeit würde nie direkt von den israelischen Blockaden erfahren. Wir erfahren erst nur indirekt; wenn eine Hilfsflotte unterwegs ist und vom israelischen Militär überwältigt wird, oder wenn die Hamas auf Israel schießt.

Gatterjagd: 
Bei dieser Jagdart wird das Wild innerhalb eines Geheges vom Jäger abgeschossen. 



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