Donnerstag, 7. August 2014

Russland: Putin verbietet Bananenimport aus Deutschland

Bananen sind der Ausdruck des Wohlstandes. Nie wird Westdeutschland vergessen, wie die DDR endlich seine Bananen bekam.  Nun ist Putin am Protektionismus (Sanktionen) schuld. Kein CDU-Bauernwähler kommt auf die Idee, dass seine große Kanzlermutter, die Aktion war und Putin lediglich die Reaktion.

Zonen-Geli im Glück
"Meine erste Banane" 1989
Viele Deutsche stellen sich nun vor, dass die russische Bevölkerung Hunger leiden muss, weil sie kein europäisches Obst und Gemüse mehr kaufen können. "Die Bananen werden in Russland knapp und die deutsche Zwiebel wird kein russisches Auge mehr zu Tränen rühren!"  

Tatsächlich ist die EU der Meisterprotektionist:
Das Einführen von Lebensmitteln tierischer Herkunft wie Fleisch, Wurst, Fisch, Käse, Eier und Milchprodukten aus Ländern, die nicht der EU angehören, ist in Deutschland verboten

Russland ein sehr großes Land. Es ist viel größer als Deutschland. Es ist sogar größer als die Europäische Union. Russland besteht nicht nur aus Sibirien und Moskau. Mit den populistischen Sanktionen hat sich Deutschland tatsächlich ein Eigentor geschossen und genau das war von der EU und den USA geplant. Der Kopfschuss kam von Angela Merkel und Gauck legte mit einem Pass vor. Nun hängt die öffentliche Meinung im eigenen Netz und betrauert sich. Trotzdem ist Russland, a la Putin, an allem schuld; am Anti-Terror-Einsatz; am Absturz; an Syrien; am Abhörskandal der Amerikaner und an Snowden.


Mir scheint es fast so, als ob sich die Welt in den Kopf gesetzt hat, das Existenzrecht Russland nicht nur infrage zu stellen, sondern auszulöschen. Warum wird Russland nicht einfach an seine Nachbarn aufgeteilt, zwischen seinen 14 Nachbarländern: Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Weißrussland, Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan, Mongolei, China und Nordkorea?

Die europäische Importwaren war viel mehr ein russisches Zugeständnis für den Freihandel in der Welt. Ernährungskrisen gibt es in Russland nicht mehr, seit Putin der jelzischen Oligarchie Einhalt gebietet. Russland weicht viel mehr auf Direktimport aus Südamerika aus, was eher einer rationalen Wirtschaftsüberlegung gleich und der Agenda der BRIC-Staaten sehr entgegenkommt. Mit den Sanktionen hat die EU, Russland einen Bärendienst erwiesen. So können die BRIC-Staaten ohne großes Aufsehen näher aneinanderrücken. Jetzt fehlt nur noch der Bankenzusammenbruch in China, der sämtliche ausländischen Investoren in den Bankrott schüttelt.

Russland muss keine Rücksicht auf wirtschaftliche Empfindlichkeiten der Europäischen Union nehmen. Dazu gibt es keine moralische Verpflichtung, obwohl die EU das gerade anders sieht. Die russische Regierung soll sich gegen das eigene Volk richten und der EU dienen.


Was in der Ukraine gelang, muss für Russland noch lange nicht gelten. Nun muss sich Europa aber sputen, um die Nabucco-Pipeline doch noch fertigstellen zu können, ansonsten bleibt es in vielen Wohnungen in den langen Wintern kalt und das trotz Klimaerwärmung.

Das ganze Gehabe gleicht viel mehr einem Rosenkrieg, wobei Russland und Deutschland niemals eine Liebeshochzeit feierten. Trotzdem gilt das deutsche Gezeter nach einer Mitgiftforderung, die nie eingebracht wurde. 

Russland machte lange die gute Miene zum bösen Spiel der Deutschen. Die Langmut Russland ist überaus beachtlich. Mussten doch die russischen Kasernen nach der Wiedervereinigung 1989 bedingungslos geschlossen werden, während die westlichen Alliierten ihre Sprengköpfe heute noch nach Osten richten und neue im Neuland der EU errichten. Die gigantischen Luftwaffenstützpunkte und die Abhöranlagen des amerikanischen Militärs müssen hierbei auch noch erwähnt werden, weil sie allzu gerne im Meer des deutschen Vergessens versenkt werden.

Deutschland wird nicht großflächig von Russland abgehört, sondern vom amerikanischen Freund-Geheimdienst. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern unumstrittene Tatsache. Doch diese Gewissheit konnte die öffentliche Entrüstung und die konditionierte Russophobie der Deutschen nicht beeinträchtigen. Der Erzfeind "Frankreich" ist längst ad acta gelegt. Nun ist Russland das erklärte Feindmotiv seit Generationen.

Die deutsche Seele bleibt sich eben stets treu. Sie glaubt dem, der den meisten Profit verspricht. Die USA bedienen uns mit Lifestyle und McDonald. Sie brachten uns Coca Cola und den Swing. Sie besiegten Nazi-Deutschland im Alleingang und schenkten uns die Berliner Luftbrücke der Liebe, weil sich Stalin partout weigerte, aus Deutschland einen Bauernstaat zu machen. So durfte Westdeutschland doch eine Industrienation bleiben und das nur, um Russland eins auszuwischen. Amerikanische Präsidenten grölten - "Ich bin ein Berliner". Der nächste schaffte es lediglich nur noch auf englisch und stammelte "Tear down the wall, Mr. Gorbatschow!", im Wildweststil als alter Cowboy.

So ist Wählen zu einem Ritual der deutschen Demokratie geworden. Gewählt wird der, der am meisten verspricht und doch nichts hält, damit den Stammtischen der Gesprächsstoff nicht ausgeht. So ergibt jeder Unsinn am Ende doch noch einen tieferen Sinn, im deutschen, philosophischen Geratewohl der bescheinigten selbst verschuldeten Unmündigkeit von E. Kant .

Die Vergesslichkeit der Deutschen ist daher legendär. Sie haben einen grandiosen Verdrängungsmechanismus entwickelt, der bis zum napolianischen Krieg zurückreicht. Schon damals schlug sich das intellektuelle Großvolk, darunter auch Goethe, auf die Seite der Fürstenhäuser, um für die weitere Unterdrückung und die Leibeigenschaft der Bauern mit Mistgabeln gegen den "Franzosen", der von der Gleichheit aller faselte, zu kämpfen. Da pfiff der aufrichtige Deutsch doch glatt auf seine Freiheit, weil es sich so angenehm als Leibeigener lebte. So reihte er sich brav und ordentlich (ordinär) in das preußische Militär ein und kämpfe mit den übrigen Monarchisten für die Freiheit der Unterjochung. Daran hat sich bis heute nicht geändert. Der Deutsche kämpft immer noch an vorderster Front für Unfreiheit als den höchsten Traum des Freiseins.

All das wird heute als glorreiche Vereinigung der deutschen Fürstenhäuser zum Deutschland von heute gefeiert, das sich 1933 mit neu erstarktem Größenwahn anschickte über Polen und die Ukraine nach Russland einzumarschieren, um das schon damals begehrte Öl nach Hause zu holen. Heute will man dieses Vorhaben mit Unterstützung der USA bewerkstelligen. So glaubt sich der Deutsche dieses Mal auf der richtigen Seite zu wissen. 

Heute, im Jahre 2014, diskutiert der gebildete Deutsche wieder über die Unartigkeit der Russen und deren Arroganz, weil sie sich nicht bereit erklären, sich Großdeutschland als neues Europa mit ihren Ölquellen zu ergeben. Nicht einmal mit dem großen Freund, USA, im Rücken lässt es sich beeindrucken. Das muss in den Reihen der hohen Politik als Affront angesehen werden und dieser entlädt sich momentan in einem medialen, moralischen Entrüstungssturm, der lediglich sein historisches Beispiel in der ungeliebten Zeit zwischen 1933 und 1945 findet.

Der deutsche Größenwahn ist über den Pazifik wieder zurück nach Deutschland gekommen, um sich dann in Brüssel zum neuen Nationalismus einer gefühlten europäischen Wirtschaftsunionen deutscher Interessen, wieder dem Antikommunismus und der Russenphobie mit Eifer hinzugeben. Nur dieses Mal soll es den Anschein erwecken, es sei die Gerechtigkeit, die hinter all diesen kommerziellen Absichten steckt und nicht die pure Gier von Industriellen.  Dieses Mal ist es der ehrliche Wille einer aufrichtigen Demokratie und demokratischer Wille kann niemals imperiale Züge annehmen, glaubt der aufrichtige Deutsche. Dabei ist ihm durch seine Vergesslichkeit entgangen, dass auch Hitler das Resultat freier, demokratischer Wahlen war. Das NS-Regime kam nicht mit einem Putsch an die Macht. Die Illusion ist lediglich mit den Horrorstories über die "Machtübernahme" als Emotion in die Köpfe der Menschen erstarkt. Tatsächlich war es das Versagen der größten demokratischen Partei (Zentrum), die der Auflösung des Parlamentes zustimmten. Die Kommunisten und die SPD stimmten mit NEIN. Das waren die ersten Helden dieser Zeit, die in KZs verschwanden. Doch in Deutschland können Kommunisten keine Helden sein, sie sind heute noch Volksfeinde erster Klasse.

Insgeheim träumt wohl das ganze aufrichtige Europa von Sibirien, als neues, weit entfernte europäische Gefängnisenklave für alle Verbrecher, Steuersünder und sonstigen Geächteten unserer Rechtsauffassung. Europa hat Russland schon immer um Sibirien beneidet. Selbst der Zar liebte Sibirien als Straflager für all seine Kritiker. Sibirien ist der Inbegriff der ultimativen Strafe. Selbst Guantanamo gerät mittlerweile schon wieder in Vergessenheit. In diesem Fall gelang es den USA nicht, Russland zu übertrumpfen.  
 

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