Montag, 1. Dezember 2014

Was ist Recht? Was ist gesetzt? Die Stärke des Rechts oder die Tyrannei des Rechts?

Eon sagt sich wohl: Es war schön mit der Kernspaltung Geld zu verdienen, doch den Müll dieser Geldmaschinen soll mal schön die Allgemeinheit übernehmen. Diesen sozialistischen Kapitalismus wird die Politik garantiert als ihren umweltpolitischen Erfolg feiern, ganz voran die Grünen. 

Damit verraten Sie zwar ihre politischen Aufgaben, aber nicht den Zeitgeist der Menschen innerhalb der Demokratie. In jeder Brust des Einzeldemokraten schlägt ein neoliberales, platonisches Herz. Mit diesem Herzen werden sie die Energieriesen als systemrelevant enttarnen und ihre Verluste mit der größte Freude auf die Allgemeinheit umbuchen, denn sonst bleiben die Lichter aus und Wohnungen kalt. Das ist die allgemeine Verantwortung aller gegenüber dem Glück weniger, weil wir davon irgendwie zu profitieren glauben.

Der sozialistische Umbau der Volkswirtschaft zum Wohle von Privatunternehmen geht weiter, und zwar getrieben vom Willen und der Erkenntnis des Volkes. Das ist wohl der neue Atheismus, der die Wirtschaft als imaginären Gott akzeptiert und zur universellen Macht macht. Alles und jeder erblickt den anderen nur noch durch die Augen dieser Wirtschaft und vermag zu entscheiden, was richtig und was falsch ist. So ist Staat und Volk eins. Eine Demokratie kann in diesem Bewusstsein, sehr hart gegenüber sich selbst durchgreifen und das auch noch als richtig und gerecht definieren. Kein Argument wird diese Demokratie von ihrem Vorhaben abbringen, denn gegen die "reine Vernunft" ist noch kein Kraut gewachsen - nur der Verstand. 


Der göttliche Rechtsstaat



Der Geist des Neoliberalismus ist selbst mit dem neuem Papst "Franziskus" im Vatikan eingezogen, der inbrünstig sich vor dem EU-Parlament läuterte und die wissenschaftlichen Prinzipien der Wirtschaft eingestand, indem er sagte, dass ohne eine funktionierende Wirtschaft kein Humanismus und kein soziales Verhalten der Menschen möglich ist. 

Wie es scheint, hat der Vatikan einen Dorfpfarrer zum "Obersten Hirten" (so bezeichnete sich Franzsikus in seiner Rede vom 25.11.14 selbst) gemacht. Er erliegt dem Diktat der Fakten in einer simulierten Realität

Diesem Jesuiten schwebt wohl eine große Weltfamilie vor, die keine andere Aufgabe kennt, sich als Allgemeinheit den Gesetzen der Wirtschaft zu unterwerfen, damit ein bisschen "Menschsein" noch von allen Mühen, als Lohn übrig bleibt. Der Rest der Mühe, wird als Dekadenz von den "freien und unabhängigen Menschen" verfressen, die im Glauben leben, dass ihr Unternehmergeist die ganze Welt erschaffen hätte. Dabei haben sie nichts anderes getan, als die Menschheit mit Hunger und Durst bedroht, bis sie schwitzend all die Großmachtfantasien des "goldenen Geschlechts" erfüllt haben.


Der geistige Ursprung dieser Bagage ist zwar in der griechischen Antike zu suchen, aber Platon und Sokrates waren nicht der Weisheit erster Schrei. Es ist nur das Gebrüll von Flachhirnen, die mangels geistiger Geschmeidigkeit, jede Weisheit als Machtinstrument gegenüber der Menschheit missbrauchten.

Was ist Freiheit? 
Sie ist das unbequemste, was sich der heutige Mensch nur vorstellen kann

Der Mensch hat seit Jahrtausenden eine falsche Vorstellung von Freiheit. "Freiheit" erlernte er erst, als er wie ein Pferd in Gefangenschaft seiner Träume geriet, die er für Gefühle hielt. Plötzlich fühlte er sich von Zäunen eingepfercht. Für diesen Menschen ist die Freiheit nur noch das kurze Gefühl selbst ersonnene Regeln zu überwinden, wenn er feststellt, dass Regeln nicht alle glücklich machen.

Doch hat es diesen überwunden, verlangt er nach neuen, besseren Recht, aber nur um sie später wieder zu überwinden, denn das ist sein Freiheits- und Glücksgefühl.  Kurzum - wäre der Mensch ein Pferd, würden wir behaupten, es sei dem Irrsinn verfallen. Da allerdings der Mensch dieses Verhalten zeigt, halten wir es für das Normalste auf der Welt.

Ein Welt ohne die einschränkenden Zäune des Eigentums und dessen Wirkung als Moral auf die Menschen, gibt dem Menschen so viel Freiheit, dass ihn die Verantwortung aus der heutigen Sicht der Dinge erdrückt. Das tragische an dieser reinen Freiheit ist: Der intelligente Mensch findet keine Rechtfertigung mehr, warum er andere zu seinem Glück ausbeuten kann.  

Sokrates Hass auf die Sophisten 

Wer aus der platonischen Höhle heraustritt, glaubt sich nur im grellen Sonnenlicht. In Wahrheit ist er noch tiefer in der geistigen Verblendung dieses Wahnsinnigen gelandet, der Schönheit grundsätzlich mit Gerechtigkeit verbindet. Die Freiheit beginnt nicht als Tagelöhner, wie es Sokrates beschrieb. Für diesen Sklavendienst braucht sich auch kein Mensch bei diesem irren Alten zu bedanken oder ihm gar einen Thron als ersten Philosophen der Welt erbauen.

Doch unter dieser geistigen Geißel denkt sich die momentane Menschheit, ob Mann, Frau, Kommunist, Faschist, Demokrat oder Liberaler. Sie sind alle aus einer geistigen Hand geschnitzt und alles Pferde, die vor der Freiheit scheuen und sich lieber hinter einem Zaun aufgehoben fühlen, der sich die Herrschaft des Rechts nennt, aber nichts anderes ist als die Tyrannei des Rechts, das sich die Stärksten verliehen haben.

Willst du, so werd' ich sogleich ein anderes Wort noch berichten
Klar und mit Kunst; du aber erfass es mit willigem Herzen,
Wie aus dem selbigen Grund aufsprossten die Götter und Menschen.
Vorerst schufen ein goldnes Geschlecht hinfälliger Menschen

Sie, die unsterblichen Götter, olympische Häuser bewohnend.  
Hesiod - Tage und Werke ca. 700 v. Chr.

Bitte verstehen Sie diesen Text nicht aus dem Bauch heraus, als vernünftiger Mensch (Platonier oder Religionsanhänger), sondern setzen Sie sich mit den wenigen Schriften aus der griechischen Antike mit emotionalen Abstand auseinander. Lesen Sie nicht nur die Geschichten über Liebe, Schmerz und Heldentum - wie die Illias, sondern bedenken Sie dass, das alles vom "hinfälligen, goldenen Geschlecht" der Menschen berichtet wurde, die erst die Götter in den Himmel setzen, um ihre Gelage auf der Erde feiern zu können. Befreit von der Moral der Freiheit, jeden Menschen als gleich sehen zu müssen.

Diese "goldenen Menschen", die überaus logisch über die Gerechtigkeit "philosophieren" wie ein Sokrates oder Platon, ernennen das Recht, das die ehemalige Freiheit der Menschen einzäunte, zur höchsten Ordnung des Universums und machen das Eigentumsrecht zum Naturrecht. Sie erklärten damit die Natur für hinfällig.

Einem Berg kann der Mensch den Himmel auf Erden versprechen, die schönsten Frauen als Lohn anbieten, er wird sich keinen Schritt zur Seite bewegen oder auch nur ein Gramm Gold ausspucken. Derartige Transtendenz kann nur dem Menschen eingetrichtert werden, so bald er unter der Strafe des Rechts lernte, dass nur der Lohn durch den Profit ihn zum Leben berechtigt.

Es geht nicht darum, ob Götter existieren oder nicht, sondern es geht darum, dass die Gesetze, die von Menschen erdacht wurden, keine Moral oder Gerechtigkeit darstellen. Deshalb der Hinweis: "Das hinfällige, goldene Geschlecht" der Menschen! Religionen sind deterministisch aufgebaut, sie enthalten viele Fragmente sämtlicher Weltanschauungen, die sich dieser Religion bedienten oder deren Regenten sich durch diese Götter berufen fühlten. Sie wollen uns lehren, dass ohne Götter, die Gesetze der Götter trotzdem gelten. Ein Paradox, das aber bei fast allen Atheisten anzutreffen ist.

Der Urfaschismus als soziologische Grundlehre 

Sokrates und Platon strebten durch ihre Fantasien, die heute als Grundstock der Philosophie und Soziologie betrachtet werden, den perfekten Staat durch die Führung der Philosophen an. Dieses "goldene Geschlecht", das aus der Masse nach einem Leistungscodex ausgewählt wird, indem es in Erz-, Silber- und Goldmenschen sortiert wird, unabhängig von Abstammung und Geschlecht, soll den Grundstock dieser Weltdiktatur des Rechts bilden und Toleranz simulieren. Die heutige Politik verfolgt daher immer noch antike Zukunftsvisionen von vor 3000 Jahren. 

Selbst Marc Aurelius - der römische Philosophencäsar - verteufelte die Sophisten als Ketzer, wie Papst Franziskus öffentlich in seiner Rede vor dem EU-Parlament. Damit will ich nicht die antike Sicht der Kirche in Mittelpunkt stellen, sondern die heutige geistige Verfasstheit der Menschen der gebildeten Menschen.

D. h. nichts anderes, als dass Sokrates und Platon dem Urfaschismus seine Bibel schrieben und als Philosophie besonders im Rechtsstaat der Moderne verankert ist. Das bedeutet nicht, dass der islamische Rechtsstaat eine bessere Alternative wäre. Er begründet sich auf ein und demselben Gott.

Auf das Platoniertum bezieht sich heute jeder "vernünftig denkende Menschen", ohne auch je ein Wort des Originals gelesen zu haben. Das Platoniertum ist längst Teil unserer Kultur und zur Denkkultur geworden. Wie können die Welt nur noch als Platonier betrachten und verstehen. Alles andere, was von dieser Logik abweicht ist unbegreiflich geworden.

Dieser konvergierte Geist, aus Religion und Soziologie, der später aus diesem Sammelsurium an Fakten das macht, was wir heute Politik und Rechtsstaat nennen, steckt in jeder Wissenschaft und in jeder mathematischen Berechnung und Studie von heute, die sich bewusst oder unbewusst dem Ziel verschrieben sieht, diesen "perfekten Staat" der freiwilligen Ausbeutung zu errichten. So verfolgen seit vielen Tausenden von Jahren die Oppositionellen, Rebellen und rechtmässige Herrscher, sowie Demokratie, genau dieses gemeinsame Ziel - das Hirngespinst eines Athners, der als der erste Philosoph der Welt gehandelt wird.

Der Römerbrief vom Platonier "Paulus"

Die Stellung zur staatlichen Gewalt

Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat.
Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet.

Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung;
die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.

Denn die Gewaltigen sind nicht den guten Werken, sondern den bösen zu fürchten.

Willst du dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes,
so wirst du Lob von ihr haben. 

Denn sie ist Gottes Dienerin dir zu gut. Tust du aber Böses, so fürchte dich;
denn sie trägt das Schwert nicht umsonst;
sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über den, der Böses tut.

Darum ist's not, untertan zu sein, nicht allein um der Strafe willen,
sondern auch um des Gewissens willen.  
Derhalben müßt ihr auch Schoß (Steuer) geben; denn sie sind Gottes Diener,
die solchen Schutz handhaben.

So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid:
Schoß, dem der Schoß gebührt;
Zoll, dem der Zoll gebührt;
Furcht, dem die Furcht gebührt;
Ehre, dem die Ehre gebührt.

Die Liebe als Erfüllung des Gesetzes (Die für alle die ständig behaupten: Der Welt fehlt es an Liebe!" Ihr solltet endlich begreifen, woher ihr diesen Schwachsinn habt und in welchem Zusammenhang er tatsächlich steht.!) Nicht Wissen ist Macht, sondern   L E S E N.

Seid niemand nichts schuldig, als daß ihr euch untereinander liebt;
denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.

Denn was da gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelüsten", und so ein anderes Gebot mehr ist, das wird in diesen Worten zusammengefaßt: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.


Daher ist Kants "Kritik an der reinen Vernunft", an die Platonier gerichtet, weil diese nach der "reinen Vernunft" streben und damit die absolute Gerechtigkeit glauben zu erlangen. Alle heute nur erdenkbaren, ideologischen Formen der "richtigen Gesellschaftsbildung (Hierarchie)" streben daher nicht nach Freiheit, sondern nach Macht, die angeblich von der Spitze aus gerecht sein soll.

Darin unterscheiden sie sich nicht von Konfuzius, auch er zeichnete in Asien ein ähnliches Weltbild. Dies war allerdings nicht von einer göttlichen Moral geprägt, sondern von der menschlichen Moral, die sich aus dem Eigentumismus als Verantwortung heraus ergibt. Auch diese Moral sieht im Herrschen nichts unmoralisches, sondern die hohe Kunst der Moral.

Wie sagte Konfuzis: "Der Weg ist das Ziel!" - D. h.: Hat der Mensch ein Weltbild verinnerlicht, spielt es keine Rolle mehr, welchen Weg er einschlägt, denn er hat trotz Streitigkeiten immer dasselbe Ziel, die perfekte Ordnung im Ausbeutungssystem des Eigentumismus. 

Konfuzianer sind daher toleranter als Platonier. Sie räumen den Menschen die Abwechslung ein, verschiedene Wege zur Macht zu gehen. Es geht nur darum, den Moralcodex einzuhalten und sich fürsorglich gegenüber Untergebenen zu verhalten. Dieser alte Herr hatte das Recht genauso faustdick hinter den Ohren, wie Sokrates oder Platon.  Für sie war Freiheit im Zwang zum Allgemeinwohl, wobei der Lohn des Allgemeinwohls prinzipiell nur noch als Tau in den untersten Schichten ankam. Luther nannte das Gerechtigkeit, wenn die Fürsten, den Untersten der Gesellschaft, das Nötigste zum Überleben ließen. Jeder Stand sollte mit dem zufrieden sein, was er hat. Als Neuerung gilt nun, dass die Stände durchlässig werden. Dafür steht symbolisch das Märchen "Vom Tellerwäscher zum Millionär" oder in der altdeutschen Variante, "Das tapfere Schneiderlein" von den Gebr. Grimm.

Der Mensch ist eben kein Berg. Er hält Träume für Gefühle, dabei sind sie nur Gier. Ihm fehlt die Weisheit der Natur.

Doch genau das wird an den Hochschulen unter Philosophie nicht gelehrt, es wäre Blasphemie an den Idealen der Menschheit, denn diese sind seit 3000 Jahren unverändert.

Es wird auch tunlichst verschwiegen, dass Kant eine neue Metaphysik fordert, wie auch Nietzsche. Heute hält man Metaphysik für eine Form der Mathematik.


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