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Mittwoch, 4. Februar 2015

Es geht los: Schnellurteile in Frankreich - keiner muss nach Canossa - Canossa ist tot

Frankreich wird moralisiert. Nach dem Amoklauf auf die Satirezeitschrift "Hebdo" kommt es in Frankreich zu Schnellurteilen wegen "Verherrlichung von Terrorismus". Ein kleiner Junge, der während der Schweigeminute die Ruhe in der Schule nicht halten konnte, wurde vorgeladen. 

Schon 2005 griff Frankreich zur Schnellverteilung, wegen den Ausschreitungen in den Vorstadtvierteln von Paris. Hauptsächlich Jugendliche arabischer und afrikanischer Abstammungen landen damals vor Gericht. Das schürt das Empfinden von Diskriminierung.  Gerechtigkeit ergibt sich aus derartigen Verhaltensmustern niemals.

Nun 2015 wird jeder vorgeladen, der sich irgendwie nicht ganz so kritisch über den sogenannten Terrorismus äußert. So wurde auch eine bekannter Kabarettist (Dieudonné M’bala) verhaftet, weil er schrieb: "Heute Abend fühle ich mich wie Charlie Coulibaly". (Eine Anspielung auf einen der Schützen in der Redaktion von Hebdo). Aber auch ein kleiner Junge muss sich verantworten, weil er die Stille während der Schweigeminute für die Toten vom Amoklauf in Hebdo nicht einhielt.

Hysterische Willkür als Rechtsstaatlichkeit ist keine Lösung

Die Stimmung in Europa wird immer aufgeheizter. Religionen die nicht den Grundsätzen des Christentums in Sachen "Marktwirtschaft" entsprechen, werden als Terrorismus vorverurteilt. Es ist nicht notwendig hier über die unterbundene Meinungsfreiheit zu diskutieren, sondern dieses Vorgehen hat eine viel tiefere und einschneidende Wirkung auf das Gerechtigkeitsverständnis und die Gewissensbildung der rechtsgläubigen Menschen. Wer sich 1933 bis 1945 an die Gesetze hielt, war danach ein Verbrecher. Das sollte niemand vergessen.

Jeder Vorwurf der Diskriminierung kann nun in Frankreich dem Argument der "Terrorismusverherrlichung" entkräftet werden. So erhält die Gesellschaft automatische eine sehr hohe Toleranzschwelle, wenn es darum geht, dass eine Demokratie die Bürger- und Menschenrechte der eigenen Staatsbewohner beschneidet oder gar ganz entzieht. Faschismus baut sich langsam auf und wird nicht über Nacht mit einer neuen Regierung eingeführt.

Die Macht in Deutschland von 1933 wurde durch das Volk vergeben, weil die Medien nicht gewillt waren, die angebliche Bedrohung durch den Bolschewismus als ganz normale Forderung der Arbeiterschaft zu entkräften. Nur deshalb gewannen die Rechtspopolisten 1932 immer mehr an Macht, wie heute 2015 auch wieder.

Dabei spielt es keine Rolle, ob nun eine neue Partei auf der politischen Bühne erscheint oder die bereits vorhanden Parteien, den aufkeimenden "rechten Willen" des Volkes ins Parteiprogramm übernehmen. Die momentane Tendenz ist allerdings, dass die etablierten Parteien neoliberale Ziele sich auf die Fahne schreiben.

So wird in Deutschland z. B. ohne Proteste der Passentzug von sogenannten "IS-Touristenkämpfer" akzeptiert. Kommt es später zu weiterreichenden Maßnahmen, wie Passentzug bei kritischen Äußerungen gegenüber der machthabenden Regierung, gibt es keine Rechtsmittel der Demokratie mehr, dagegen als Zivilperson vorzugehen. Davor warnen auch sämtliche Friedensorganisationen, die sich nur der Menschheit verpflichtet fühlen und nicht irgendwelchen Volkswirtschaften.

Der Übergang vom verdeckten zum offenen Faschismus ist schleichend. Während diesem Prozess der Unbeirrbarkeit von Gerechtigkeit schwindet jeder Wille zur Selbstkritik, in der Bevölkerung aber voller in der sogenannten Entscheidungsebenen einer Gesellschaft.

So gilt es bereits als Tabubruch über die Verbrennung des libanesischen Kampfjetpiloten vorbehaltlos zu diskutieren. Dagegen ist jeder Bombenabwurf über Terroristen ein absolut menschlicher Akt der Liebe. Diese beiden Beobachtungen von Realität dürfen schon heute nicht mehr im Zusammenhang gesehen werden. Wer es dennoch tut, steht bereits unter Terrorismusverherrlichungsverdacht.

Die NSA lies und hört alles mit. Jeder Zeitungskommentar und jeder Facebookkommentar wird ausgewertet und zu ihrem persönlichen Gesinnungsprofil addiert.  In wenigen Jahren könnten Sie als Terrorismusverherrlicher einfach verhaftet werden ... Bis jetzt hat sich jede Kritik an den Überwachungsgesetzen von 2006 und jede mutmassliche Entwicklung bewahrheitet. Es ist alles eingetroffen was prognostiziert wurde. Snowden und Assange lieferten die schriftlichen Beweise, die heute allerdings als Lügenwerk gelten oder als Falschinterpretation besprochen werden. Stellen sich einfach die Frage, wie über all die heutigen Geschehnisse in 30 oder 40 Jahren gesprochen wird.


Daher noch einmal meine Bitte an alle:

Benutzt Euren Verstand und nicht Eure Vernunft und Eure antrainierte Moral. Niemand sollte sich dem mittelalterlichen Bürgerstolz hingeben. Die Gegenwehr der Unterdrückten ist niemals eine Barbarei, sondern es ist der Spiegel unserer angeblichen unfehlbaren Gerechtigkeit, nämlich das schreiende Unrecht.

Jetzt ist Dialog notwendig - wer sich dem verweigert ist in 20 Jahren ein Verbrecher. Dialog bedeutet allerdings nicht, das Meinungsdiktat einer Vorstellung von Welt auf alle anderen zu übertragen, sondern im Dialog sollte man lernen das Weltbild der angeblichen Gegenpartei zu verstehen und daraus eine Selbstkritik an der eigenen Weltanschauung herbeiführen.

Selbstverständlich steckt hinter jedem Verhalten, das als "Terrorismus" angesehen wird, eine Sozialdiskrimierung als Wille verborgen. Das ist ein uraltes Problem einer jeden Zivilisation. In allen Zeiten wurde jede Zivilisation vom Sturm der Unterdrückten niedergerissen. Jedes Zivilisation scheiterte bis jetzt an ihrer eigenen Auffassung von Gerechtigkeit, die von der Unterschicht die absolute Unterwerfung und Akzeptanz der Hilflosigkeit fordert.

Daher noch eine weitere Bitte an alle: Im Zweifel immer links - nie rechts!

Lassen Sie sich nicht dazu verleiten Stalin als Kommunisten und Linken anzusehen. Er war ein sogenannter liberaler Sozialist, was nichts anderes ist als ein Faschist oder ein Neoliberalist. Diese Weltanschauung verleitet zur systematischen Diskriminierung von aller Kritik, die das eigene Weltbild erschüttern könnte und als falsch erkennen ließe.


Bleiben Sie ein Mensch, egal wie sehr die wirtschaftliche Klarheit über die Zusammenhänge der Dinge auch ihrem Verstand versuchen zu erdrücken und mit Vernunft zu ersetzen. Es gibt keinen Einzelnen, der die Welt verändern kann. Die Welt verändert sich auch nicht aus dem "SELBST" eines jeden Menschen, denn das "SELBST" ist nur der Spiegel von dem was wir als äußere Realität empfinden.


Niemand muss einen Gang nach Canossa absolvieren (Bitte Canossa nachschlagen und nicht nur einfach emotional aus dem Bauch heraus, das Wort "verstehen").

"Der Gang nach Canossa" ist nur ein geflügelter Satz für Unterwerfung!

Ich empfinden Unterwerfen in jedem Zusammenhang für falsch - auch in seiner Umkehrung als Herrschaft des Rechts oder der Gerechtigkeit. Damit öffnet sich wieder die Erläuterung auf der metaphysischen Ebene, zu dieser 99,9% der Weltbevölkerung leider nicht in der Lage sind. Hier gelten nun mal die Vorgaben von "richtig und falsch" nicht.

Wer den Geist des Eigentumismus nicht hinter sich lassen kann, wird leider nur das in meinen Worten verstehen, was er mit seinem Eigentumismus verstehen kann, das Unbekannte bleibt somit  undenkbar. Daher gehen Sie davon aus, dass ich genau das Gegenteil von dem meine, was sie glauben verstanden zu haben.

In diesem Sinne - Freiheit von Herrschaft für alle Menschen, auch für diejenigen, die niemand liebt und niemanden einen wirtschaftlichen Nutzen bringen. Gerade diese Menschen müssen wir achten - nicht nur lieben und mit einem künstlichen Lächeln des Mitleides entlohnen oder zwei Dollar am Tag. Jeder Hass ist nur das Defizit von Achtung gegenüber von menschlicher Existenz.

Bitte verstehen Sie diese Wort nicht ökonomisch. Sie sind frei von jedem Einfluss des Eigentumismus verfasst, gedacht und auch geschrieben!

Euer Politprofiler  

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