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Donnerstag, 19. März 2015

"Der griechische Stinkefinger" - Am Anfang war das Bild (Der Fake)

Das "Stinkefingervideo" bringt den peinlichen geistigen Zustand einer ganzen Welt zum Vorschein.Es geht nicht darum, ob Varoufakis es nun getan hat oder nicht, sondern es geht darum, dass Millionen annehmen, es sei wichtig das zu wissen, um etwas zu beweisen, aber WAS?

Böhmermann: "Liebe Redaktion von Günther Jauch. Yanis Varoufakis hat Unrecht. Ihr habt das Video nicht gefälscht. Ihr habt einfach das Video nur aus dem Zusammenhang gerissen und einen griechischen Politiker am Stinkefinger durchs Studio gezogen. Damit sich Mutti und Vati abends nach dem Tatort nochmal schön aufregen können. "Der Ausländer! Raus aus Europa mit dem! Er ist arm und nimmt uns Deutschen das Geld weg. Das gibt’s ja wohl gar nicht. Wir sind hier die Chefs! So!" Das habt ihr gemacht. Und der Rest ist von uns."




Trotz aller Hoffnung und Träume, leidet die Menschheit an absoluter Fantasielosigkeit. Sie kann sich nur das erträumen, was ihre Philosophie, die zum Sinnbild des Lebens geworden ist, zu lässt. Das ist kein Denkverbot, sondern absoluter Mangel an Verstand. Das Unmöglich ist real und wesenhaft, das Möglich ist dagegen die Irrationalität. Wer das verkehrt, lebt in einer Illusion und macht das Leben zu einem Theater wo real gestorben wird.



Daher erlaube ich mir festzustellen, dass zum Anfang aller Dinge, die sich der Mensch heute vorstellen vermag und glaubt erreichen zu müssen, durch Innovation und Fortschritt, das Bild war.

"Bilder" in herkömmlicher Ansicht/Definition, als Gemälde auf Leinwand oder Tierhäuten überdauern nicht die Zeit, aber verbale Geschichten, die Bilder in Köpfe malen, schon. Deshalb war am Anfang "das Bild", die Metapher, ausgedrückt in Worten, die heute die Menschheit eben wörtlich nimmt, ganz so wie wenn Kunstkritiker Raffaels "Athner Schule" definieren.

Mit "am Anfang war das Wort", sollte der gebildete Mensch, mit seiner Philosophie, die er als sein Wesen und seine Natur versteht, die Literatur begreifen, mit der die Natur plötzlich in "Bildern der Fantasie" beschrieben wurde. So bekamen Worten einen "Geist", einen "Logos". "Der Wind jagt die Wolken über den Himmel" oder "der Himmel öffnete seine Schleusen". Dadurch entstanden Wortgefüge, die nur von Menschen mit demselben Geist verstanden wurden - so wie wir heute die Schriften der Skalden nicht mehr verstehen können, weil ihr Logos verloren ging, dennoch maßen wir uns an ihre Geschichten in unsere Philosophie hineinzuinterpretieren, damit wir behaupten können, wir verstehen sie.

Das ist so ähnlich, wie der Europäer, der ein Naturvolk entdeckt und behauptet, sie würden alles miteinander teilen, dabei wissen diese Menschen nicht einmal was "teilen" ist, weil sie "Eigentum" nicht kennen und deshalb niemals denselben Geist hinter ihrem Handeln haben, als der Europäer, der glaubt, sie zu verstehen.

So galt bis Anfang des letzten Jahrhundert noch die "Weisheit", was geschrieben steht, ist wahr. Was als Lüge galt, wurde nicht aufbewahrt oder abgeschrieben. Das ist die Zensur der Zeit.

Heute hält der Mensch nur noch Bilder für unfehlbar. So wie er das für unfehlbar hält, was er sieht. Dabei begreift er allerdings nicht, dass er blind ist und nur mit seinem Geist, Dinge bewertet, die gar nicht existieren.

"Der griechische Stinkefinger" ist ein aktuelles Beispiel, wie schnell der Mensch glaubt die "Welt" zu begreifen, wenn er mit "Wahrheiten" konfrontiert wird, die angeblich unbestechlich sind - wie dieses Video.

Tatsächliche hätte sich jeder fragen müssen, der mit diesem "Beweis" konfrontiert wurde: "Was soll das beweisen, Herr Jauch und ARD?" Geschlagene 1,5 Std. unterhielten sich erwachsene Menschen über einen ausgestreckten Finger und die halbe Nation starrte gebannt auf die sprechenden Bilder und diskutiert mit. Über was? Über ihr Bauchgefühl, wer gut und wer böse ist? Über die Bestätigung, dass das geliebte Geld nicht mehr zurückgezahlt wird? War diese Sendung ein Aufruf zum salonfähigen Massenhass gegen Griechen?

Das ist die berühmte Blindheit, die den Einäugigen zum König macht!

Ich sage es mal mit einem Bild: Die ganze Welt stimmt gerade den "Gefangenchor" an und findet keine Gefängnismauer zum Überwinden. Ein Geist lässt sich nicht mit Waffen und Mord überwinden. Bis heute haben die wenigsten verstanden, dass die Ewigkeit gelebt wird und vor allem wodurch.

Wie Kant, fordere ich eine neue Metaphysik, damit der "Einäugige" - damit ist das geistige Auge gemeint - als verfehlt und nicht als unfehlbar angesehen wird.

"Unfehlbarkeit" kennen die meisten in Bezug auf den Papst. Doch "Unfehlbar" habt ihr die Philosophie gemacht, die jetzt Eurer Geist ist - das macht Euch zu "Einäugigen", die vergessen haben, was das Wesen des Menschen ist.

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