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Samstag, 28. März 2015

Germanwings / Haltlose Berichterstattung: Stendhal-Syndrom, denn Technik hat unfehlbar zu sein

Deutschland ist die Nation der Kriminologen. Mehr als 1000 Krimis flimmern jährlich über die Bildschirme und haben ein Heer von Bundeskommissaren herangezogen. Diese sind über die neuesten forensischen Möglichkeiten besser im Bilde als jeder Forensiker.  Die neue Mission der Massenintelligenz heißt momentan "Andreas L". Ohne den Nachweis einer psychischen Erkrankung ist das gesamte Konstrukt "erweiterter Pilotenselbstmord" als Unglücksursache für Flug 9525 haltlos und irrsinnig. 

Als "Stendhal-Syndrom" werden psychosomatische Störungen (Wahrnehmungsverzerrung) bezeichnet, wenn diese im zeitlichen Zusammenhang mit einer kulturellen Reizüberflutung (die Vorstellung von der einzig richtigen Lebensweise) auftreten. Zu den Symptomen (Reaktionen der Personen) zählen Panikattacken (plötzlich aufkommende Frage nach Flucht oder Kampf ohne tatsächlichen Grund), Wahrnehmungsstörungen (im Gehirn werden haltlose Vermutungen als Realität verarbeitet) und wahnhafte (Denkstörung, A-Logik wird zur angewendeten Logik) Bewusstseinsveränderungen. Das führt dazu, dass unabhängige Situationen in einen für den Betrachter vorteilhaften Zusammenhang gebracht, um seine Hypothese als bestätigt zu erweisen.

Das Stendhal-Syndrom bezeichnet die geistige Extase eines Menschen oder einer Masse, die durch die vielen Eindrücke wie Kunst, Medien und Literatur aufhört sich selbst zu hinterfragen. Jedes Verhalten, jede Handlung kann nur noch nach diesem geistigen Konstrukt beurteilt werden. Was z. B. zur angeblichen Notwendigkeit der heutigen Überwachungstechnik führte und auch befürwortet wird. Soziale Ungerechtigkeit kann daher nicht mehr als Auslöser für Gewalt wahrgenommen werden, sondern nur noch als Kriegserklärung gegen die angestrebte "bessere Welt".

- So wie heute jeder Überlegungen anstellt, sein Leben oder das Leben anderer retten zu können, indem er Flugzeuge durch Technik unabstürztbar macht.

Der größte Schock für die Masse durch das Unglück, war wohl die Erkenntnis der eigenen Sterblichkeit.

Dieser Massengeist beherrscht momentan das "Wollen der Unsterblichkeit". Deshalb muss ein Mensch für den Absturz verantwortlich sein, denn die Technik gilt heute längst als unfehlbar, lediglich der Mensch ist der Makel dieser Menschheit, weil er sterblich ist. Da das Sterben, das heutige Streben des Menschen so sinnlos erscheinen lässt, obwohl er der Sinn des Lebens sein muss. 

Seit Tagen dreht die Öffentlichkeit sich frei im Spekulationskarussell und beschwindelt sich dabei selbst. Die Medien drehen sich mit. Substanzielle Berichterstattung ist nicht mehr anzutreffen. Nach der anfänglichen "Zensur" von Spekulationen, gab die New York Times mit ihrer "Selbstmordtheorie" den Startschuss für die jetzige Massen-Kriminologen-Hysterie.


Lassen Sie sich über die Pressekonferenz der franz. Staatsanwaltschaft vom 26.03.2015 nicht hinwegtäuschen. Herr Robin gab selber zu, dass er das Tape nie selber hörte. Er treffe seine Analyse anhand eines Protokolles, sagte er auf der Pressekonferenz. Außerdem wies er darauf hin, dass er tief in der Nacht eine Interpretation des Ganzen erhielt, die alle Spekulationen bis dahin, umwarf.

Die Uniklinikum Düsseldorf dementierte am 27.03.2015 ausdrücklich die Nachricht, Andreas L. sei wegen psychischen Problemen in Behandlung gewesen. Alles was die Medien in diesen Tagen über seine "psychische Erkrankung" veröffentlichen, sind Aussagen von Ex-Ex-Freundinnen; Aussagen von Bekannten eines Bekannten von Andreas L. und Erläuterungen von Psychologen, die Andreas L. nicht kannten.

Doch post mortum verliert der Mensch nicht nur seinen Anstand, sondern vor allem seine Objektivität. Gerade findet ein post mortaler Rufmord an einem Menschen statt.

PS: Staatsanwalt Robin sprach in der Pressekonferenz über "lakonische Unterhaltung" zwischen Kapitän und Co-Piloten. Das ist nur eine positive Umschreibung von "Mobbing". Im Cockpit war es wohl kälter als in 10.000 m Höhe.

Ich möchte nur dem Spekulationskarussell noch etwas Schwung geben, in der Hoffnung, dass es überlastet und endlich wieder eine sachliche Diskussion stattfindet.


Das Kriminologensyndrom

Hobbykriminologen kennzeichnen sich dadurch, dass sie bereits wissen wie alles passiert ist. Sie suchen lediglich nur noch Beweise für ihr Theorie. So gehen übrigens auch Wissenschaftler vor. Das ist eingeschränktes Denken und wird nie zur Wahrheit führen.

Das einzige Faktum, das im Fall "Germanwings" existiert, ist das Zerschellen des Flugzeuges in den franz. Alpen. Selbst das Tape ist kein Beweis. Die erkannten Stimmen und Atemgeräusche werden lediglich zur Theorie des "erweiterten Selbstmordes" interpretiert.

Denken Sie immer daran. Sie könnten in einer Zaubershow sitzen, wo der Zauberer vor ihren Augen eine Frau verschwinden lässt oder sie gar auseinander sägt. Es gibt auch sensationelle Kartenspielertricks. In einer Zaubershow bekommen Sie nur das auf dem Tischchen zusehen, das ihnen die Illusion leichter macht. Was hinter den Kulissen passiert ist außerhalb ihres Gesichtsfeldes. Es findet statt, aber sie sehen es nicht.

Betrachten Sie die Interpretation des Tapes aus dem Cockpit, als Zauberutensil, das sie sehen lässt, was nicht ist.

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