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Donnerstag, 9. April 2015

Exxon / Shell: Nashs-Gesetz wird zum Rohrkrepierer

Während das Wallstreet-Journal am 10.03.2015 noch herbe Gewinnverluste für Exxon bescheinigte, ist einen Monat später alles vergessen. Nun sieht "unser Medium" Exxon sogar finanziell so stark, dass es BP mit der Kaffeekasse komplett aufkaufen könnte.

Da lt. Medieninformation der niedrige Ölpreis eine politische Absprache gegen Russland gewesen sei (Ökonomische Waffe), schlägt nun die Spieletheorie mit unvorhergesehen Realitäten zurück. "Nashs-Angriffstatik" in Sachen "Ölpreis" trifft nun die siegessichere Ölindustrie im Westen, anstatt den Konkurrenten im Ost - Gazprom - den man in die Knie zwingen wollte.  Um den Schein der Überlegenheit zu wahren ist nun Shell gezwungen, den britischen Gaskonzern BG Group aufzukaufen, vermutlich um eine Konkursmeldung aufzuhalten. Die Medien - die heutigen Geschichtsschreiber - machen daraus allerdings eine Siegesmeldung der "Allianz mit dem richtigen moralischen Kompass", der selbstverständlich auf der "richtigen Seite der Geschichte" steht.


Rohrkrepierer: Ökonomische Waffe

Die "ökonomische Waffe" entpuppt sich gerade als Rohrkrepierer. Selbstverständlich ist diese Allianz nicht so stark, um den Ölpreis auf 50 USD zu drücken - auch wenn wir das gerne glauben wollen. Der eigentliche Preisverfall ist die sinkende Nachfrage auf dem Weltmarkt. Der Ölpreis wird nun mal über die Nachfrage der produzierenden Industrie gemacht und die bricht ein, zumindest ist sie über das aktuelle statische Zahlenmodell nicht mehr erfassbar.

Ein Großteil des heutigen Rohstoffhandels wird heute nicht mehr über die Termingeschäfte der Börsianer und in USD abgewickelt, sondern über sogenannte Tauschhandelsgeschäfte oder als Naturalzahlung für USD-Kredite aus China. Das kann allerdings nicht als Schattenwirtschaft abgetan werden, sondern ist die Zeitenwende, über die schon seit Jahren spekuliert wird. Nash war eben doch nur ein Schachspieler, der Go europäisch begriff.

Die Handelsdominanz des Westen ist ihm längst aus den Händen geglitten. Doch die Politik scheut sich diese Begebenheit der eigenen Bevölkerung zuvermitteln. Sie kreieren lieber Träume und Hoffungen von einer starken Binnenwirtschaft innerhalb Europas oder in einem Freihandelsabkommen mit den USA als Wiederholung des "deutschen Wirtschaftswunders" für die gesamte Welt. Das kann historisch betrachtet, bereits wieder als Versagen der "Prominenz/Elite" angesehen werden.


Das Märchen vom "deutschen Wirtschaftswunder"

Das "deutsche Wirtschaftswunder" war eine wohl kalkulierte Inszenierung im "Kalten Krieg". Es diente dem Selbstwertgefühl der besiegten Deutschen, sich für das neue politische Modell ins Zeug zu legen,um dem alten Feind im Osten doch noch zu trotzen. Deutschland wurde zu einer Perle des Reichtums geschmückt, um über die DDR bis nach Moskau, die Überlegenheit des erwählten wirtschaftlichen Systems zu demonstrieren, dass kurz "Demokratisierung" genannt wurde.

Heute wird immer öfters und heftiger vom Wirtschaftswunder 2.0 geträumt. Was einst im Kabarett als Satire gemeint war, wird heute als purer Ernst angesehen und versucht in die Wirklichkeit zumzusetzen. Würde Wirtschaft und Kapitalismus nur aus sich selbst heraus funktionieren, wäre das römische Reich nie zusammengebrochen.

Rom begann klein als Republik und endete doch als riesiges Reich in der Tyrannei, angetrieben vom unbändigen Willen den eigenen Wohlstand seiner "Kern-Bürger" zu erhalten. Es plünderte seine ägyptischen Kolonien aus und hatte am Ende doch nicht genügend Einnahmen, um den sozialen Verpflichtungen gerecht zu werden, die für den inneren Frieden absolut notwendig waren.

Imperien enden da, wo selbst Träume keine Lösungen mehr hervorbringen

Ein Imperium ist dann im wahrsten Sinne des Wortes "fertig", wenn alle Träume in Stein gehauen sind und ein Heer von arbeitslosen Sklaven trotzdem nach Brot schreit.  Das ganz normale Endszenario des Kapitalismus, dem die Rekapitalisierung nicht mehr gelingt.

Auf derartige Situation hat der Kapitalismus keine Antwort, doch für genau diese Antwort haben all die Generationen von Arbeitern und Soldaten mit vielen Entbehrungen geschuftet und geschwitzt. Sie können sich nicht von schönen Palästen und edler Kunst ernähren. Ein marmorner David ernährt sie genauso wenig, wie eine Oper von Mozart. Selbst die feierlichen und pompösen Empfänge des Sonnenkönigs konnten nicht den Hauch von einen Wirtschaftswachstum für die vielen Untertanen erzeugen.


Genauso ergeht es nun der neuen, modernen, technisierten Welt. Was damals die Sklaven waren, ist heute das Öl. Einerseits kann sich Europa keinen Ölpreis mit 200 USD je Barrel mehr leisten, andererseits ruiniert der niedrige Ölpreis sämtliche Zukunftsperspektiven eines plakativen Wohlstandes. Übrig bleibt in diesem Spiel nur derjenige, der seine Ölquellen nicht privatisierte.

Übertragen auf die historische Betrachtung der Zivilisation heißt das: Nur Gemeinschaften mit "freien Menschen", die sich nicht verdingen mussten oder Tagelöhner waren, konnten diesen Zusammenbruch der Zivilisation unbeschadet überleben, die anderen versanken in selbstzerstörerische Krieg und Verheerung. Bitte nicht all zu schnelle Schlüsse ziehen. Wer danach Rom nachahmen wollte scheiterte genauso ... bis in 21. Jh. ist es noch keinem gelungen, den Zusammenbruch des Kapitalismus aufzuhalten. Er ist zwingender Bestand des "Spiels" - das Ende, das jeder Spieler kennen sollte.

Imperien, die in Begriff sind, sich aufzulösen, schreiben viele große, epische Geschichten über einfallende Horden, die sie bedrohen - doch ob sie alle so wahr sind, wie wir sie heute glauben wollen, weiss niemand.

Rom ging an der bürgerlichen Dekadenz zugrunde. Doch genau das darf einfach keine Wahrheit sein.

Jedem Willen geht ein Geist voraus. Ist der Geist falsch, kann der Wille nie richtig sein. (Frei nach Seneca 65. n. Chr. ROM)

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