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Dienstag, 5. Mai 2015

Deutsche "Wirtschaft" erzürnt über Bahnstreik - "Wir sind das Volk"

"Es ist einfach unglaublich, was sich dieses primitive Proletariat erlaubt. Es streikt und legt damit den Gewinnfluss unserer Herrenmenschen in den Führungsetagen lahm. Wenn diese Herrenmenschen könnten, wie sie wollten, wäre längst die Polizei ausgerückt und hätte jeden Streikenden verhaftet, wie zu Kaisers Zeiten." - Gedankenprotokoll eines modernen Leistungsträgers.

Ja - früher war alles besser! Der Arbeiter wusste noch was er fordern durften, nämlich nichts und war auch noch dankbar dafür.

Nein, Gewerkschaften dürfen nicht verboten werden. Gewerkschaften müssen endlich anfangen absolut unternehmerische zu denken, wie VERDI. Eine GDL ist daher nichts anderes als ein "wilder Streik" durch eine nicht autorisierte Gewerkschaft. Wo käme denn das Herrenmenschentum hin, wenn jeder Prolet eine Gewerkschaft gründen könnte?

... und Gewerkschaften anfingen, Politik zu machen? Was in Deutschland eh per Gesetz verboten ist, seit dem Generalstreik von 1947 in der amerikanischen Besatzungszone. "Das war ein Schock für die Amerikaner!"

Manchem ist dabei wohl der "leibhaftige Kommunismus" erschienen. Hatten sie doch angenommen, das Nazi-Regime hätte jeden Deutschen zu einem Kommunismusverachter gemacht.

So kam es, dass in Deutschland keine Generalstreiks wie in anderen europäischen Ländern erlaubt sind. Das Proletariat begnügt sich längst damit, die liberalen Unternehmer-Parteien als ihre Vertreter anzuerkennen. Ja es ist sogar emsig bemüht neue liberale Parteien wie die AfD oder Piraten zu gründen.

Der Wille des Volkes ist ein Hund, an der Leine der Wirtschaftslehre

Nun ist es an der Zeit, die Gewerkschaften in Deutschland als "Wille des Volkes" abzuschaffen. Unsere Medien leisten hierfür beste Vorarbeit. In den letzten Jahren fühlt sich jeder vom Bahnstreik betroffen, obwohl er nie Zug fährt. Mitleid und Empathie gibt es nur für die armen Proletarier, die nicht pünktlich zur Arbeit kommen. 

Das bayrische Fernsehen übertraf sich sogar mit seiner Nachrichtenmeldung. Es berichtet über die armen Gymnasiasten, die wegen des Bahnstreiks nicht zur Schule kommen konnten - wen interessieren da noch Mittel- oder Hauptschüler? DANK - an die Reaktion! ... Die "liberalen Menschenfreunde (Anthroposophen)".

Solidarität mit den Streikenden gilt heute als Hochverrat am Allgemeinwohl. Das versteht nur der, der liberal denk - wie ein Hund an der Leine. Das Gefühl von Kollektiv wird heute bei Twitter & Facebook ausgelebt, indem einhellig über die GDL geschimpft und gehetzt wird. Das ist das Werk der "Wirtschaftsaufklärung".

Heute ist jeder sein eigener Wirtschaftsprofessor und erklärt sich selbst, warum er nicht mehr verdienen darf - weil es das imaginäre Wesen = Wirtschaft, nicht erlaubt.

Die Aufklärung über die Funktionalität der Wirtschaft wirkt wie ein Horrorfilm. So nimmt der Wissbegierige am Ende ängstlich, aber freiwillig, die Wirtschaftslehre wie eine Bibel zur Hand und wird zum Missionar ... wenn es sein muss mit Schwert und Drohne.



Deshalb gönnt heute jeder dem anderen nur das, von dem er glaubt, er hätte es verdient.


1 Kommentar:

  1. "Ich freu mich über den ‪‎Bahnstreik‬. Schon in wenigen Jahren wird man sich wundern, dass man überhaupt mal streiken durfte ..."

    - Nico Semsrott

    AntwortenLöschen

Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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