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Donnerstag, 11. Juni 2015

WM-Streit: Qatar und die Sklaverei - Unsere Wertegesellschaft mit Nützlichkeitsglaukom

Der anständige Wertegesellschaftsbürger empört sich über die schrecklichen Arbeitsbindungen der ausländischen Bauarbeiter in Katar - aber nur wenn es um die Fußballstadien geht. Die Empörung hält sich allerdings in Grenzen oder existiert gar nicht, wenn all die vielen, schönen Hotels betrachtet werden, in denen mensch unter berühmten Neonreklamen wie "Hilton" urlauben kann.

Das ist der berühmte "blinde Fleck" unseres Wertesystem - das "Nützlichkeitsglaukom". Zielsicher und unbeirrbar bedient sich der Wertemensch seines "Werte- und Sittlichkeitsmaßstab" blind an der tatsächlichen Realität vorbei. Es erblickt nur dort Missstände, die dem eigenem Wertesystem = Ökonomie und Wertschöpfung keinen direkten Nutzen bringen und klagt - während andere Missstände ein Opfer für die Allgemeinheit darstellen und alternativlos sind. 

So wird Katar erst beim Bau der Fußballstadien für die WM der "Sklaverei" angeklagt, während andere Bauaktivitäten im Monarchenreich als Passiva für internationale Unternehmen nicht in der Rasterfahnung des Anstandsbürger auftauchen.

Sotschi war der Inbegriff der Enteignungswelle, während Bayern anstrebte sämtliche Bauern für die Olympischen Spiele zu enteignen, falls der Zuschlag käme. In Stuttgart wurde unter der CDU für das neue Messegelände enteignet was das Zeug hält. So wird nur über chinesische Umsiedlungen wegen Staudämmen entrüstet berichtet, aber nicht über die verheerenden Auswirkungen von türkischen Staudämmen. Längst sind die versunkenen Dörfer in den deutschen Staudämmen zu Touristenattraktionen erwachsen - an die Umsiedlungen denkt heute keiner mehr - vor allem nicht politische und parallel zum "chinesischen oder russischen Kommunismus".

Wenn wieder mal ein Dorf dem Braunkohleabbau weichen muss, ist das eine demokratische Handlung der Nächstenliebe, aber in China wird das als Menschenrechtsverletzung empfunden. Das sind unsere Werte und die vorherrschende Moral und Sittlichkeit, die uns die nötige Objektivität verleihen und glauben lässt, die Wertegesellschaft der G7, sein der oberste Hort der göttlichen Transzendenz.

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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