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Mittwoch, 22. Juli 2015

Klassen-Rassismus: Gleichheit oder Prunksucht - Was ist der Sinn des Lebens?

Es ist wieder die Zeit gekommen, wo der Bauer zum Sokrates wird und sich für einen Philosophen hält. In nie gekannter Extase von der Notwendigkeit des Reichtums überzeugt, sprechen sie vom Vermögen, als sei es ein Lebenselixier. Wie Erleuchtet und Propheten streifen sie durch die Wirtshäuser, schreiben Bücher und nennen sich Aufklärer der Nationen und der Völker. Sie verkünden die frohe Botschaft vom Reichtum als Glück und Sinn des Lebens. Sie behaupten mit Bestimmtheit, dass die Armut nur ein Schicksal sei, dem jeder entrinnen kann, wenn er nur schnell genug den Reichen das Sparen lehren kann. 

Sie bieten Bildung zum Reichtum an, in Seminaren und Lehrbüchern und schaffen Volksfakultäten, die mehr Traumfabriken gleichen, als Wissensschmieden. Schließlich ist schmieden eine schweißtreibende Angelegenheit, selbst dann, wenn es um Wissen geht, das selbst das Gewissen aussticht. Aber träumen kann einjeder, im Schatten seines Handels, bei einem Glas Wein, wie es einst die "Großen" im trockenen Staub der Akropolis taten. 

Sie sokratesieren in Verkennung der Realität, die nur aus dem Schweiß der anderen besteht, die ein solcher nicht sieht. Sie halten ihren Wohlstand für ihr Tagewerk, weil fern ab unseres Gesichtsfeldes geschwitzt, geschunden und gedemütigt wird und sie lediglich mit diesen Früchten Handel betreiben.

Sie sind ganz im Geiste Sokrates Dieser hielt den Sklaven für eine natürliche Begebenheit, so wie der heutige Mensch, den Mindestlohn als Humanismus bezeichnet. So hielt Sokrates sich für sozial, weil er dem Sklaven durch seinen Wohlstand eine Daseinsberechtigung herbei argumentierte.

Unser Gesellschaft präsentiert sind zeitgemäß und umgibt sich immer mehr mit feudalem Prunk. Der Neoliberalismus macht Herrscherdenken und Klassenbewusstsein wieder zur Mode. Im Namen des Liberalismus ist es gelungen, den gesellschaftlichen Klassenstand in rassistisches und völkischen Denken zu wandeln.

Zu erst geglückte uns die Bundeskanzlerin 2015 mit ihrem G7-Wertegemeinschaft-Gipfel auf Schloss "Elmau" und nun legt der bayrische Landtag mit Schloss Schleißheim nach. Berlin errichtet sich das preußische Stadtschloss neu und hält das für Kultur.

Die Herrschaften sperren das Volk aus, wie einst die Feudalherren. Sie ziehen Zäune und Wälle hoch, damit nicht zu viel Armut und Elend in ihren Herrschaftsbereich eindringt. Nicht umsonst stand früher das Wort "Elend" für Ausland.

Heute gilt wieder die Verschwendungssucht als Kultur und Wert Europas, wozu auch die USA zählen. Hinter angeblicher Schönheit und sinnloser Architektur versteckt sich die Verachtung der Oberklasse gegenüber dem gemeinem Volk.  Seither strömen die Massen zu den Schandmählern ihrer eigenen Ausbeutung und verlangen immer noch mehr Kunst dieser Art. Sie treffen sich als Intellektuelle und gebe diesem diesem Irren erst den Sinn. 

Der Klassenstand ist längst unverhohlen zum neuen Rassismusmerkmal geworden, trotzdem gilt er er als Toleranz, weil nun Schwarz und Weiss dieselben Chancen haben arm zu werden. Bilder aus Südafrika sollen uns diese Toleranz beweisen, indem sie zeigen, dass heute auch Weisse in den Slums leben. Das gilt für die heutige Gesellschaft als Fortschritt.


Gleichheit vor dem Gesetz ist nicht die Gleichheit der Menschen

So erlebt der Reichtum und der Prunk im wahrsten Sinne des Wortes wieder eine Renaissance der Notwendigkeit im Begreifen durch den menschlichen Geist. Zwar hält die heutige Soziologie die Sklaverei für abgeschafft, doch das ist so nicht richtig. 

Sklaverei bedeutet, dass eine Oberschicht sich immer wieder neue Kriterien bestimmen darf, welche die einen zu Gewinnern und die anderen zu Verlieren im Einkommen macht. Die Gleichheit aller Menschen beginnt nicht vor dem Gesetz, sondern in der Gleich des heutigen Wertes und das ist nun mal das Einkommen - das Maß aller Dinge.


Der ganz normale Sklave - der Mindestlöhner

So muss die heutige Soziologie anfangen anzuerkennen, dass jeder Unterschied in der Entlohnung und Bewertung von Menschen eine Form des klassischen Klassen-Rassismus darstellt. Nur die Erziehung und Bildung als angebliche Kultur bestimmt, dass der Mensch die geistige Überzeugung davon hat, der Stolz der Unterklasse der Reichtum ihrer Herrenmenschen sein muss. 

Von diesem Trugbild, das sich als "reinen Vernunft" bezeichnet, muss sich die Menschheit endlich befreit, damit sie anfängt die Realität ihres eigenen Wollens mit klarem Geist zu erfassen, um endlich einen freien Willen haben zu wollen.

Freiheit beginnt dort, wo der Mensch begreift, warum er einen Willen zu etwas hat, was der Allgemeinheit nur Nachteile bringt. Reichtum ist kein Nutzen für die Allgemeinheit. Der Reichtum und die heutige rationale Erklärung durch den Eigentumismus ist der Anfang von dem was die Menschheit als Plage und Übel bezeichnet, die Armut.

Glücks-BIP 2009
Es ist nicht das natürliche Streben eines Menschen, mehr haben zu wollen, als der andere. Dieses Wollen entsteht aus einem falsch Geist, der die Realität verkehrte und das Unrecht zu Recht definiert.

Es ist nicht das natürliche Wesen des Menschen, anzunehmen, dass die Leistung eines Manager mehr wert sein muss, als die niedrige und dreckige Arbeit einer Putzfrau. Jede wissenschaftliche Begründung dafür ist rein ideologisch und entbehrt jeder humanistischen Begründung.

Leistung ist nicht die künstliche und eingebildete Kraft des Kapitals oder des Eigentums, welches das Recht zum Ausschluss anderer Menschen beinhaltet. Diese Kunst die Menschenverachtung als angebliche und vorgetäuschte Natur.

Es ist die Lehre von der Dekadenz, die sich als "reine Vernunft" nur hinter einem sehr emotional belegten Wortgebilde versteckt.

Essen als Kunst = Dekadenz

Niemand ißt den Hummer, des Hummers wegen, sondern weil er teuer schmeckt. Essen ist heute Kunst, wie einst im Feudalismus. Der Teller wird zur essbaren Stillleben-Leinwand, die der Koch signiert. Essen wird zelebriert wie eine Messe, mit teurem Porzellan und Wein in Kelchen. Es ist die moderne Form des Gelages, dem keiner wegen des Hungers beiwohnt, sondern wegen der sich daraus ableitenden gesellschaftlichen Stellung. 


Wer zu diesen Gelagen eingeladen ist, gilt als Teil der hohen Gesellschaft. Deshalb finden sich bei lockeren Gesellschaft nicht nur Politik und Geld ein, sondern eben auch die Künstler, die Prunk als Kunst verkaufen und als Lebensart zelebrieren.

So gilt der Rockstar als erfolgreich, weil er sei großes Vermögen der Dummheit der Masse verdankt und aus lauter (wörtlich gemeint) Nächstenliebe in Eintrittsgelder ummützt. Wieder andere machen den Protest zur Kunst und finden sich auch in diesen Gesellschaften wieder und sind sogar noch davon überzeugt, die würden dadurch die Welt verändern.

Heute gilt nicht mehr vom Tellerwäscher zum Millionär als Traumziel, sondern vom Protestler zum Bundeskanzler. Da lässt Schiller grüßen, der da schrieb: Auch ein Dieb hat Glück, wenn er nicht erwischt wird. Noch banaler ist seine Story über "die Räuber". Sie wählen einstimmig in demokratischer Wahlen den Baronsohn zum Räuberhauptmann. Das ist Revolution! Das ist Rebellion der Räuber, die unbedingt Reiche für ihre guten Taten benötigen.

So ist selbst der schlechteste Dieb mit der besten Absicht nur ein Diener der Dekadenz - Gleichheit für alle Menschen kann mit diesem Geist niemals erlangt werden.



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