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Montag, 6. Juli 2015

Grexit: Das Recht als künstliche Intelligenz, über dem (Recht) niemand zu stehen hat

Die Furcht ist das was den Menschen bewegt, sich Gebot auszudenken. Wobei „Furcht“ in seinem Ursprung als Bedeutung mehr mit Anerkennung assoziiert wurde, als mit der Angst, wie heute.

Abstraktes Denken ist nicht gerade die Stärke des heutigen Geistes, mit dem er sich die Welt erklärt. Dieser Geist begreift nur sich selbst und kann sich daher gar nicht künstliche Intelligenz (K)) identifizieren.  Ein trauriger Zustand in dem sich die Menschheit schon seit tausenden Jahren befindet und ihn Zivilisation nennt. Dabei sollte jedem klar sein, dass mit Zivilisation bereits die Umkehrung der Werte stattfand und sich nun die Menschheit nur noch der Vernunft bedient – eine künstliche Intelligenz – die leider keinen einzigen logischen Schluss auf der Basis des menschliches Verstandes mehr erlaubt. Der Mensch hat sich mit der Zivilisation den Verstand selber und freiwillig geraubt. Deshalb ist die „Welt“ – damit ist nicht die Natur gemeint, sondern die geistige Interpretation der Natur von heute – so wie sie ist. D. h. – die Realität ist nicht die Realität. Ich benutzen diesen Satz gerne, weil er die Esoteriker immer so wunderbar verwirrt und in noch höhere Sphären der Zivilisation = Träumereien, transportiert. Er gibt einem jeden das Träumen im Träumen, in dem wiederum noch einmal vom träumen geträumt wird. Sie sind einfach nicht in der Lage den Logos dieses Satze zu begreifen. Sie können eben nur das, was ihnen ihre Geist erlaubt. Sie Gefangene ihrer eigenen Fantasie und halten diese auch noch für die Realität.

Die Zivilisation lässt sich am einfachsten mit spielenden Kindern vergleichen, welche während ihren
Träumereien erwachsen geworden sind und vergessen haben, dass alles eben nur ein Spiel war. So halten sie das, was sie leben für „die Realität“ , weil aber alle das Spiel leben, scheint die Realität gar nicht mehr zu existieren. Aus dieser Tatsache heraus – Kant nennt das selbst verschuldete Unmündigkeit“ – weis heute nach über 5000 Jahren keiner mehr wie Leben funktioniert, weil diese Weisheit einfach ausgelöscht wurde und als Primitivität abgetan wird.

Das einzige was der heutige Mensch auf jeden Fall nicht sein will, ist ein Mensch. Er will alles sein, ein Löwe, eine Gazelle, die mit dem Löwen über ihre Leben verhandelt oder ein Maus, die zu schlau ist, um sich in der Käsefalle fangen zu lassen. Mit allem kann sich dieser Mensch empathisch identifizieren, nur nicht mit dem Menschen, denn diesen empfindet dieser gebildete und zivilisierte Mensch als primitiv und widerwärtig.  Die künstliche Intelligenz ist heute sogar im Stande immer wieder neu zu programmieren und lernt aus ihren Erfahrungen, innerhalb den Richtlinien der Zivilisation – außerhalb dieses Denkrahmens existiert eben Nichts und davon sehr viel, was mit immer noch mehr Träumen, Hoffnungen und Illusionen gefüllt werden muss.

So ist es der Menschheit offensichtlich wichtiger auf den Mond oder den Mars zu fliegen, als sich mit der primitiven Existenz des Menschen auseinanderzusetzen. Das ist aber kein Verstanden, sondern eben nur künstliche Intelligenz oder altmodisch ausgedrückt, Vernunft.


Was ist künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz (KI) ist den meisten Menschen nur in Verbindung mit Computern geläufig. Unter KI gilt ein digitales Wesen oder ein Roboter nur dann, wenn er/es in seinen Handlungen und Entscheidungen wirkt, als ob er die Vernunft eines heutigen Menschen hätte. Dabei sind sich die meisten Menschen gar nicht bewusst, dass sie bereits selber nur eine künstliche Intelligenz sind, weil sie ihre Intelligenz für ihre Natur halten, sie aber dies eben nicht.

Eine künstliche Intelligenz hält sich strikt an die Vorgaben der Programmierung. Im Falle des lebenden Menschen ist es das geltende Recht. Einer künstlichen Intelligenz ist es daher nicht möglich, seine Programmierung eigenständig zu ändern, wie beim heutigen Menschen – da er das was er als Recht definierte, für einen unumstößlichen, natürlichen Umstand hält. Deshalb wird heute behauptet: „Niemand steht über dem Recht!“ Sie sind daher nur ein Roboter im weitesten Sinne.

In diesem Zusammenhang muss auch Goethes Satz in „Faust-Studierstube“ verstanden werden: „Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir!!“.

Ein Mensch, der in dem Glauben lebt, dass das Recht in seiner Definition auf der Basis des Eigentumismus die Natur des Menschen sei, ist gar nicht in der Lage sich selbst zu hinterfragen. Er kann sich selbst immer nur innerhalb des Rahmens befragen, was ihm das Recht als seine Natur erklärt. In diesem Fall ist das Eigentum die Prämisse, aus dem sich jede Form des Wollens zum Wollen ergibt. Es ist ihm unmöglich ohne Eigentum und seine Wirkung auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Daran ist die künstliche Intelligenz zu erkennen - bzw. die "selbst verschuldete Unmündigkeit" nach Kants Definition. Die "fremde Anleitung" zu denken, ist daher bereits das Gewissen.

Die heutige Menschheit ist sich daher absolut nicht selbst bewusst. Sie ist nur selbstbewusst, wenn es darum geht, das erklärte Recht als Anrecht auf Rache umzusetzen, wie jetzt im Falle Griechenland. Das Recht – das Verlangen nach dem Schuldenrückfluss – steht über allem, was diese Forderung an Negatives auslöst. Es kann nur durch die angebliche Empathie, die ebenfalls in der Vorstellung von Recht als Moral eingebucht, gelindert werden – im Vertragsrecht an sich, wird es Kulanz genannt.

Daraus ergibt sich eine Freiwilligkeit im Zwang. 


Wie überwindet die Menschheit ihre künstliche Intelligenz?

Das ist sehr schwer. Es ist Nietzsche nicht gelungen und auch nicht Kant. Die künstliche Intelligenz, die Kant damals „selbst verschuldete Unmündigkeit“ nannte, ist nur dann zu überwinden, wenn der Mensch anfängt zu begreifen, dass das, was er für seine Natur hält, eben nicht sein natürliches Wesen ist. Es wird daher eine ganz andere Metaphysik verlangt.

Ein stetiges Wälzen des Rechts, durch Revolutionen und Reformen, ist keine Änderung der Metaphysik. Es ist eben nur ein Reboot der künstlichen Intelligenz, mit einer höheren Moral bzw. größeren Kulanz und Toleranzgrenze, aber in sich selbst, bleibt das Auswahlverfahren von „Ja“  und  „Nein“ erhalten.

Ergibt sich ein „Nein“ in der Kaskadierung der Filter, kommt es auch dann zu einer Bestrafung des Individuums, wobei der Strafende allerdings kein schlechtes Gewissen entwickelt. Das hält der Mensch heute für Gerechtigkeit.

Trotz aller rechtlichen Gewissheit sieht sich der Polizist, der einen Einbrecher erschießt, beim ersten Mal als Mörder. Sein Gewissen ist belastet, obwohl es nicht so sein sollte. Das sind menschliche Regungen, die selbst die übergeordnete „künstliche Intelligenz“ als Recht nicht eliminieren kann. Es gilt nur durch Übung im Rechtsdenken. Dann ist der Mensch in der Lage, sich von seinem als Mensch empfunden Verbrechen, getötet zu haben, freizusprechen. Er korrigiert damit seinen inneren Kompass auf die Ebene der künstlichen Intelligenz. Er denkt daher nicht selbstständig, wie es Kant forderte, sondern eben nach der Anleitung des Rechts und seinen Logarithmen.

Daher empfindet dieser Mensch in Europa auf der Basis seiner KI im Rechtsdenken, das Weigern der Griechen sich an die Spardiktate zu halten, als unerhört, unmenschlich und entartet. Hier erlaube ich mir noch einmal aus Goethes Faust zu zitieren. Es geht um die berühmte Gretchenfrage: Wir nun Griechenland gerichtet oder gerettet?

In beiden Fällen ist in Goethes Faust, das Gretchen am Ende tot, egal ob sie nun am Galgen „gerichtet“ oder eben „gerettet“ wird. Wer sich darüber streitet, streitet sich über ein Paradox, weil er eben nicht ablassen kann von dem, was dieser menschliche Geist als Recht begreift.

Jede Lösung liegt außerhalb von dem was Sie sich heute mit ihrer KI – in Bezug auf Recht, Eigentumismus und Gewissen vorstellen können. Selbst ihr menschliches Gewissen funktioniert heute nur noch, wenn es sich an der Ordnung des Rechts ausrichten kann. Jede Umordnung des Rechts ist keine neue Metaphysik.

Die „neue Metaphysik“ wie von Kant und Nietzsche, aber auch von Engels gefordert, bedarf keines Rechts, das über dem Menschen steht. Der Mensch ist die Ordnung, aber nur wenn er erkannte, dass selbst sein heutiges Gewissen eben doch nur Eigentumismus ist.

Das Einzige was der heutige Mensch nicht begreifen kann ist: Es gibt kein Eigentum und daher kein Recht, das sich von der angeblichen Existenz des Eigentums als Verhaltensregeln ableiten kann und als Naturordnung zu gelten.

Ich möchte sie nicht weiter verwirren. Es ist bis jetzt nur wenigen gelungen, den Verstand der KI zu lüften, um sie als Betrug und Manipulation zu erkennen. Mir persönlich ist keine Namhafte lebende Person in der Öffentlichkeit bekannt, die das schaffte.

Keiner der angeblichen Aufklärer im Internet oder auch der modernen Philosophen zählt zu denjenigen, welche die „selbst verschuldete Vernunft“ für sich selbst überwunden haben. Daher lassen sie sich nicht von diesen Gestalten irritieren, wenn sie über Kant und seine Aufklärung reden. Sie reden Bullshit, selbst auf den Universitäten wird nur Bullshit gelehrt, eben KI.

Auch derjenige, der behauptet, wir brauchen neue Verfassungen oder Rechtsordnungen, agiert nur in seiner KI. Es it nicht fähig seinen menschlichen Verstand zu benutzen.

In diesem Sinne
Euer Politprofiler

1 Kommentar:

  1. Ansammeln erzeugt ein sich selbst einschließendes Zentrum - das trennt, ausschließt -, und was eingeschränkt ist, ist niemals frei, daher kann der Erfahrende niemals verstehen.

    Krishnamurti, Vollkommene Freiheit

    LG

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