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Mittwoch, 22. Juli 2015

Wo Nützlichkeit zur Gerechtigkeit wird: 120 km/h für Busse auf Autobahnen!

Der Neoliberalismus als Definition der Nützlichkeit besagt angeblich, dass die neueste, technische Errungenschaft der Zivilisation, der Fernbus, die Notwendigkeit ergibt, dass er mit 120 km/h unterwegs sein muss.

In wenigen Jahren wird sich dann die Notwendigkeit ergeben, dass für die "deutsche Wirtschaft" separate Privatautobahnen von der Allgemeinheit finanziert werden müssen: Selbstverständlich ohne die lästige Maut. Maut ist nur noch für die Autobahnen angebraucht, welche der Privatmensch ohne offizielle erlaubte Gewinnabsicht für sein Vergnügen benutzt, zur Arbeit zu fahren. Das ist die Logik der Nützlichkeit unter dem Verständnis des Liberalismus, der sich als neue Mode der Denkfähigkeit immer mehr in den Geist der Menschen frisst.

Schließlich ist das Ziel der vom Neoliberalismus definierten Allgemeinheit, die Gewinnoptimierung des privatisierten Kommunismus in Form der "sozialen Marktwirtschaft". Unternehmen können sie keine Lagerhaltung mehr leisten. Die Lagerhaltung ist längst auf die Straße verlegt worden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit von Unternehmerautobahnen, die ausschließlich nur von diesem Klientel kostenlos auf Kosten der Allgemeinheit genutzt werden dürfen.

Die sogenannte Allgemeinheit in der Definition des Neoliberalismus hat nur dann eine Existenzberechtigung, wenn sie dem Nutzen der Unternehmerschaft freimütig und aus tiefster Selbstüberzeugung auf alle Mindeststandards verzichtet, welche mit dem Beginn der Industrialisierung so hart erkämpft wurden.

Der Neoliberalismus ist der Lehre von der Bescheidenheit des Volkes, das nur geboren, aufgezogen und erzogen wird, um als Arbeitskraft ohne Anspruch auf Rechte, seinen Pflichten bis zur Bahre nachkommt.

Steuern zahlen ist OUT. IN sind nun Gebühren, die das Staatswesen im Namen der Unternehmerschaft, als neue Oligarchie erhebt. Das geschieht alles zum Wohl der Volkswirtschaft, die mit hohen Gewinnen für Wenige, die trotzdem ein Glücksgefühl in der Bevölkerung erzeugt, obwohl diese nur in spärlichen Behausungen am Rande des Wohlstands seine Existenz fristet darf. Glück ist, wer überhaupt in der Nähe dieser Metropolen sich das Leben noch leisten kann. In dieser schönen, neuen Welt des Neo-Feudalismus ist eben alles nur eine Kopfsache und eine Frage der richtigen Einstellung.

Niemand käme auf die Idee, das mit den Idealen des Nationalen Sozialismus aus den 1930er zu vergleichen, denn in dieser neuen, neofeudalen Gesellschaft herrscht Toleranz quer durch alle Hautfarben und Religionen. Der neue Rassismus ist von einer inneren und sehr hohen Qualität. Die inneren Werte, welche zu Reichtum und Anerkennung führen und am dicken Konto erkennbar sind,  sind die neuen Merkmale dieser Herrscherklasse. Die hohen Ansprüche dieser Herrscherklasse sind klar. Sie geben dem unerfolgreichen Volk seine Daseinsberechtigung durch harte Arbeit ohne große Ansprüche stellen. Ihr Anspruch besteht nur noch darin den Reichtum noch reicher machen zu wollen, als Lebenssinn für ihre Existenz.

Die Ökonomen sind die neuen Agitatoren, die diese Neo-Kultur des Feudalismus mit befreiender Arbeit und bedingungslosem Gehorsam in die Seele der Menschen einhauchen und mit der Notwendigkeit zur Dekadenz als neuen Sinn des Lebens erklären.

Dieses neue Volk erfreut sich am Wohlstand ihrer Eliten und sieht diesen als den eigenen Erfolg an. Das ist Demut des Feudalismus der folgsamem Folkore (Kultur Europas), aus Überzeugung mit viel Bildung über kaufmännisches Verständnis zum Bewusstsein herangezogen, wie ein Bonsai, der sich als staatlichen Baum vor seinem inneren Auge sieht.

Noch nie war eine Kirche und ein Glaube mächtiger, als der Glaube an den Ökonomismus. Seine Kathedralen sind die Villen, Paläste und Schlösser der Erfolgreichen und Reichen. Seine Gerechtigkeit ist die Insolvenz der Versager, denen es nicht gelungen ist, den Reichtum festzuhalten wie einen Siegerpokal. Jede Niederlage eines Reichen, ist die Chance eines Armen, in den Olymp der Wichtigen und Gerechten aufzusteigen, nur um danach als Gescheiterte die Gerechtigkeit des Systems zu dokumentieren. So versteht der moderne Mensch seine Natur und sieht doch nicht was ist.

In dieser Religion wird der Zins verteufelt und der Profit zum Gott erhoben, aus dem sich jede Nützlichkeit zur Gerechtigkeit formulieren lässt, egal wie inhuman das Verlangen dieser Gerechtigkeit ist.

Doch zu erst fahren die Busse mit 120 km/h über die Autobahnen, um dem Volk die Überlegenheit der heutigen Technik offenzulegen, wie eine Offenbarung von der Ewigkeit des Reichtums.

Frohen Soziusismus! Auf dass ein jeder eine lebenslange Ehe mit einem Unternehmer eingehen kann, dem er nützt und er innovativ genug ist, seine Nützlichkeit ein leben lang neu zu erfinden, damit er nicht mit dieser neuen Gerechtigkeit der Nützlichkeit zur Notwendigkeit, entsorgt wird, wie ein ausgelatschter Schuh.  

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