Dienstag, 11. August 2015

EU plant riesiges Flüchtlingslager in Serbien ... Die Kunst der gerechten Unmenschlichkeit

Momir Stojanovic, der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Verteidigung und Sicherheit von Südserbien, erklärte der Zeitung "Blic" heute morgen, dass ein Flüchtlingslager mit ca. 400.000 Menschen ande EU-Außengrenzen in Richtung Balkan geplant.  Das wäre eine Dimension wie "Camp Dadaab" in Kenia. Es wird auch von der UN betrieben und die EU wäre damit aus der moralischen Verantwortung.

Die EU dementierte allerdings diese Meldung sofort. Doch "dementieren" bedeutet in der heutigen Zeit noch nicht viel. Ein Dementi bedeutet lediglich, dass es noch keine feste Entscheidung ist, dieses Lager in Serbien zu errichten. Die EU ist lediglich gerade in Begriff, Standort zu sondieren, um später dann eine Entscheidung zu treffen.

Ähnlich Überlegungen stehen bereits für Flüchtlingslager in Afrika am. Diese Strategie der Flüchtlingsinhaftierung außerhalb den Grenzen der EU wird sogar vom deutschen Innenminister was Thomas de Maizière befürwortet und weiterentwickelt. Das meldete die Tagesschau am 12.03.2015.

De Maizière: "Das braucht Zeit. Man muss die menschenrechtlichen Bedingungen dort sehr genau untersuchen. Es sollte nicht von uns oder einem Land betrieben werden, wo diese Zentren sind - sondern vom UNO-Flüchtlingskommissar. Wir werden jetzt vielleicht mal ein Pilotprojekt entwickeln - und dann die Diskussion sehr sorgsam, aber entschlossen weiter führen."

Ein lebendes Beispiel für diese Art von "Flüchtlingslager" gibt es in Kenia. Das berühmt, berüchtigte "Camp Dadaab". Mitten in der Wüste, im Niemandsland! - Dort hat die heutige Zivilisation ihre Vorstellung von Nächstenliebe und Menschenfreundlichkeit als Auffanglager in die Realität umgesetzt.  Je nach Quelle sollen dort 350.000 bis 600.000 Menschen ihr Leben hinter Zäunen fristen. 


Das geltende Recht und die neuen Warschauer Ghettos

Das Camp erstreckt sich über ca. 50 qkm. Die Menschen leben in Zelten; hunderte Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Sie bilden mittlerweile eine in sich selbst geschlossene Marktwirtschaft, die ihr Wachstum den Geldern verdankt, das erfolgreiche Flüchtlinge aus anderen Ländern, an ihre Familienangehörigen schicken. 

Das soll allerdings nicht darüber hinwegtäusche, dass es trotz aller marktwirtschaftlichen Überlebensbemühungen dieser Menschen, ein in sich geschlossenes Gefängnis für unerwünschte Menschen darstellt. Wer dort lebt ist und bleibt eine Person "non grata" überall auf der Welt. Es ist eine Art modernes Warschauer Ghetto. 

Camp Dadaab wird von der UNCHR geführt. Ein Organ der "Vereinten Nationen". Daher gleicht Dadaab den Vorschlägen von De Maizière, der niemanden lt. seinen Behauptungen aus Europa vertreiben will. Schließlich halten sich unsere Politiker immer an die Gesetze und wissen ganz genau, wie sie diese umgehen politisch umgehen können, damit sie keinerlei moralische Verantwortung übernehmen müssen.

So entscheidet angeblich die UN als unabhängiges und neutrales Organ der Weltordnung, wer in welches Land einreisen darf und wer ins Lager muss. Auf diese Art wird das sogenannte "Flüchtlingsproblem" einem politische und rechtlichen Outsourcing unterzogen, wie es längst Mode bei Unternehmen ist, im Umgang mit ihren Arbeitskräften.


Der angebliche Leumund der Menschlichkeit

Dadurch entsteht ein einwandfreier Leumund und niemand kann der EU Menschenfeindlichkeit oder Mangel an Humanismus vorwerfen. Es wird streng nach Gesetz entschieden ... Fern ab dem Auge der Öffentlichkeit. Kracht früher oder später dieses politische System zusammen, werden die EU-Bürger als diese Verbrechen an der Menschlichkeit verantworten müssen.

Es ist der Beginn der gesetzlichen Verrohung der Gesellschaft, die wegen der Nützlich zu Verbrechen an der Menschlichkeit genötigt sieht. Es wird als "notwendiges Übel" einfach von den Massen hingenommen, weil alles nur noch kaufmännisch und wirtschaftlich erfasst und moralisch bewertet wird.


Die angeblichen "notwendigen Übel" als rationale Entscheidungen

Diesem Problem der "notwendigen Unmenschlichkeit" können wir allerdings nicht noch ausgefeilteren, kaufmännischer Raffinesse begegnen, sondern die Lösung erfordert eine neue Metaphysik in Bezug auf die Definition, wie ein Mensch seine Existenz in unserer Gesellschaft bestreiten kann. 

Das kapitalistische Denkmodell unserer Willensbildung versagt immer genau dann, wenn Hilfe am nicht zahlungskräftigen Mensch notwendig wird.

Ehre ist genauso ein kommerzieller Anreiz, wie die angebliche chr. Nächstenliebe. Darüber dürfen wir uns nicht hinwegtäuschen. Es gibt keinen Bäcker der aus Nächstenliebe sein Brot bäckt, sondern er tut es wegen des Profits, den er durch gesellschaftliche Anerkennung steigern kann. Deshalb sammeln Stars Spenden und gibt es viele, schöne und nette Hilfsorganisationen. Eine moderne Form des Ablasshandels.  Wer die größten Spenden sammelt, darf sein Porträt in den Altarraum der modernen Berühmtheiten malen, so beschert er satte Gewinne für die Hilfsindustrie.


Uneigennützigkeit ist die Aufforderung zum kommerziellen Selbstmord mit biologischer Todesfolge


Wirklich uneigennützig ist nur derjenigen in der heutigen Zeit, der in diesen Lagern landet und nie mehr lebend herauskommt. Eine Freiwilligkeit ist daher nicht zu erwarten. Daher seien Sie vorsichtig, wenn Sie von anderen "Uneigennützigkeit" fordern. Es ist die klassische Verdammung der Unnützen. Ich hoffe Sie können das Wort in seiner eigentlichen Bedeutung erkennen. Uneigennützigkeit ist unverhohlene Aufforderung an einen Menschen sie kommerziell dem Freitod hinzugeben, damit der biologische Tod der Allgemeinheit als Mord angelastet werden kann. 

Die Staaten sind mit der immer steigenden Zahl von Bedürftigen (Unützen) überfordert, gerade weil sie sich ständig dem "Gesetz des notwendigen Übels aus kaufmännischer Sicht" unterwerfen und dies als moralische Pflicht ansehen. So erzeugen sie im guten Glauben das Elend, das sie wieder beheben wollen. Wirtschaft ist daher ein Phyrussieg für jedes Streben nach Gerechtigkeit.

Die sogenannte Nutznießer der Wirtschaft, der Großindustrielle als Privateigentümer übernimmt keinerlei Verantwortung für die von ihm und durch seine kommerzielle Aktivität verursachte Armut und Verelendung. Sie gelten in unserer Gesellschaft sogar als KÖNNER und Intelligenz der Elite. Sie werden ganzen Völkern als Berater angestellt und wie das Orakel von Delphi befragt, nur damit unter deren Rat am Ende ganze Staaten insolvent werden. Das Bankenwesen trägt hierfür nicht die alleinige Verantwortung. Es unser gesamtes geistiges Konstrukt, von dem wir glauben es sein die universelle Weisheit, das Begreifen der Welt als Ökonom, dabei ist es nur primitiver Eigentumismus und schlichte Aufforderung zur Unmenschlichkeit.


Die Kunst der gerechten Unmenschlichkeit

So wurde aus der Humanitärhilfe der Menschen auf der Prämisse des ökonomischen Verständnis,  nur lukratives Geschäft. Ein Deal. Ein Business. Ein Profit- und Mehrwertgeschäft, anders kann der Mensch sich "HILFE" nicht denken. Das geht nur in Zahlen, Zeit und Ertrag. 

Der Notstandsfaktor der Hungernden bestimmt die Nahrungsmittelpreise, welche von wohltätigen Menschen dann berappt werden müssen. Das soll jetzt allerdings nicht heißen, dass das Problem der Armut damit beendet ist, wenn die Spekulation zu Lebensmitteln verboten wird. Wer das fordert, hat die Mechanismen des Eigentumismus in seiner Auswirkung auf die Willensbildung nicht verstanden. Wir das Spekulieren verboten, bedient sich eben der Bauer mit einem höheren Verkaufspreis, weil plötzlich die Nachfrage von solventen Kunden - Hilfsorganisationen - steigt. VERSTANDEN!? Wie ich es gemeinte ... ansonsten noch einmal lesen! Bitte! Danke!

All dem kann kein Einhalt geboten werden, wenn nicht grundlegende Einstellung gegenüber den heute gültigen Werten und deren Auswirkung auf die Willensbildung der Menschen, geändert werden. Der Eigentumismus zeigt sich wieder einmal in seiner radikalsten anti-humanistischen Art.


Das Einkommen als umkämpfte Ressource - Das Geheimnis des Kapitalismus

Der Kampf um Ressourcen findet daher nicht nur um die Rohstoffe statt, sondern eine Ressource ist auch ein Lohn- und Gehaltseinkommen. Wer diesen Zugriff nicht erhält, wird in dieser neuen Welt zur "persona non grata". Das kann und darf nicht der Sinn einer Menschengemeinschaft, die systematisch nach sozialrassitischen Kriterien, Menschen einfach zu Unmenschen erklärt. 

Vermutlich müssen wir die Definition von "Faschismus" auf die Wirkung des Kapitalismus als Ganzes ausweiten, um das tatsächliche Ausmaß der bereits getroffenen Entscheidungen in dieser Welt zu begreifen. Der größte Faschismus ist die Teilung der Welt in reich und arm und den damit verbunden Mechanismen. Die Armut und der Reichtum sind angeblich sehr tolerant. Sie machen keinen Unterschied in Hautfarbe, Abstammung oder Religion, deshalb glaubt der Mensch nur das sei gerecht. Die eigentliche Ungerechtigkeit - in arm und reich zu unterscheiden - sieht er daher nicht. Das ist das Geheimnis des Kapitalismus.

Für diese Vorgänge befindet sich heute kein geistiges Gedankenkorrektiv in den Köpfen der Menschen. Sie begreifen alles nur aus primitiver, kaufmännischer Sicht der Nützlichkeit und argumentieren daher eine Moral herbei, die aus neutraler Sicht, als unmenschliches Verhalten beschrieben werden muss.

Hier geht es nicht um Umdenken, sondern um die Revision von all dem, was heute als richtig und gerecht gilt. Die Menschheit ist vom Ziel der Gleichheit aller Menschen genauso weit entfernt, wie einst das alte Ägypten oder das antike Griechenland. Wer eine Demokratie betreibt und dabei große Teile der Menschheit wie Sklaven als arme, ungewollte Arbeitskräfte zu rechtlosen Menschen macht, ist kein Demokrat, sondern ein stoischer Ökonom.

Die einzige Erkenntnis welche die Menschheit aus ihrer Vergangenheit als Zivilisation schöpfen könnte, ist: Humanismus und wirtschaftliche Überlegungen können niemals Gerechtigkeit erzeugen. Der Antrieb dieser Gesellschaft ist das Ungleichgewicht. Die Natur allerdings strebt immer zum Gleichgewicht, was aber im Kapitalismus nun mal Stillstand und Not bedeutet. Das ist auch der Grund, warum es niemals einen natürliche Kapitalismus geben kann und der heutige Mensch mit samt seiner Wissenschaft in einer Fehlinterpretation der Natur lebt und dies auch noch als Gewissheit und Wissen gezeichnet.  

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