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Dienstag, 29. September 2015

Gesellschaft: Es interessiert immer nur der Mensch ... Mobbing, Sabotage, Kündigung

Wer kennt den Spruch nicht: "Uns interessiert nur der Mensch ... " Mit Mensch ist allerdings der Charakter gemeint, der nicht jede Wahrheit unverhohlen ausspricht und einfach schweigt. 

Vor wenigen Tagen machte ich eine Stellenanzeige eines Haarteil-Online-Shops ausfindig. Darin bat der junge, dynamische Leistungsträger als Inhaber dieser Firma, um ein ausführliches Statement, warum gerade "ich" (angesprochen durch das Inserat) bei ihm arbeiten möchte. Grundvoraussetzung war: Dialektfreies Deutsch

Sofort bewarb ich mich als aufrichtiger und ehrlicher Mensch: 


Sehr geehrter Herr Duback,

ich möchte bei Ihnen gerne arbeiten, weil ich Geld verdienen muss. So funktioniert nun mal unsere Gesellschaft, denn Geld ist das heutige Brot der Welt. 

Selbstverständlich habe ich großen Spaß daran, billig eingekauftes Haar, armer indischer Frauen, teuer an die Hippfrauen im Erst-Klasseland "Deutschland" zu verkaufen. Ich mache diese Damen nämlich damit glücklich und Glück braucht der Mensch zum Überleben. Um mein deutsch brauchen Sie sich nicht sorgen. Es ist genauso gut und dialektfrei wie das von Özdemir, Schäuble oder Til Schweiger.

Ich erlebe orgastische Gefühle, wenn ich daran denke, dass ich durch die überaus wichtige und verantwortungsvolle Arbeit in Ihrem Unternehmen, diesen armen, mittellosen Frauen in Indien oder gar einem buddhistischen Kloster, die Teilhabe an der modernen Welt ermögliche. Sie wissen doch: "Sozial ist was Arbeit schafft".

Mein Beruf ist meine Berufung. Der Mensch wird dabei hinten angestellt. Daher spielt die Abzahlung nur eine untergeordnete Rolle. Ich begnüge mich auch mit 8,50 Euro die Std. Es ist nicht meine Absicht, sie zu überfordern. 

Sie werden eine kerngesund und nie kranke Mitarbeiterin erhalten. Sollte ich doch einmal unerwartet krank werden, dürfen Sie das gerne als unbezahlten Urlaub abziehen. Etwas anderes zu verlangen, wäre unanständig. Ich verzichte auch gerne auf meinen mir gesetzlich zustehenden Urlaub. Das können wir außerbetrieblich regeln.

Ich werde mich voll und ganz Ihren unternehmerischen Interessen ergeben. Falls ich Ausgehe werde ich nur Werbung für Ihr Unternehmen laufen. Dafür erwarte ich von Ihnen keinerlei Provision. All Ihre Produkte, die ich zur Schautragen werde, erstehe ich als ganz normaler Onlineshop-Kunde. Diese Rechnungen können Sie gerne von meinem Gehalt abziehen. Falls die Aufwendungen mein Einkommen überschreiten, springt Papa gerne für mich ein. Seine Kontonummer mit Bankeinzug werde ich bei der Vertragsunterzeichnung mitbringen.


Freundliche Grüße
Hanna Vorderfelder


Die Antwort von "Duback" (Name geändert) ließ nicht lange auf sich warten. Er war schneller als jeder Responder.


Er bat um ein Vorstellungsgespräch.
Termin: Vorvorgestern um 7 Uhr

Als Mensch bin ich bei diesem modernen Leistungsträger wohl durchgefallen.






1 Kommentar:

  1. Und ich dachte, du heißt Anita mit Vornamen. ^^


    Btw - dass er auf diesen - ich nenne es mal - satirischen Brief wirklich geantwortet hat,
    halte ich für einen Scherz von dir. Bzw. dass diese ganze Story fiktiv ist.

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Ich setze hier Kritikpunkte zur aktuellen Wertelehre (System) an. Einige werden sich davon persönlich in ihrer Meinung zur Umverteilung der Gewinne angegriffen fühlen. Bitte verwechseln Sie "freie Meinungsäußerung" nicht mit einem nicht existierenden Recht auf Beschimpfung und Diffamierung.

Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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