Freitag, 27. November 2015

Terror / Bundeswehr: Bumm-Bumm-Deutschland ... zurück in die Weltelite! (Katzenvideo)

Jetzt darf Deutschland endlich Krieg wieder spielen und niemand scheint etwas dagegen einwenden zu können. Schließlich steht Deutschland nach zwei verlorenen Weltkriegen endlich auf der "richten Seite" beim gerechten Morden. Angela Merkel und ihre Parteigenossen platzen schon vor Stolz. Sie glauben, sie würden das "deutsche Volk" mit Krieg aus der internationalen Isolation befreien, wie einst die Fußballspieler mit dem "Wunder von Bern". Bumm, bumm, bumm DEUTSCHLAND - zurück in die Weltelite.

Kapitalismus und Zivilisation sind eben der ewige Krieg zwischen arm und reich ... und wer will schon die Ewigkeit beenden und damit einen Weltuntergang verursachen? Daher braucht es keine Analyse der heutigen Kultur, Philosophie und Zivilisation mit ihren falschen Vorstellungen von Menschlichkeit und Humanismus.

Da der Mensch mit seinen Verhalten, dem Tier näher fühlt als sich selber, präsentiere ich domestizierte Katzen, die sich anstrengen so zivilisiert zu sein wie ihr Vorbild - der Mensch - die sie in Wohnen einschließen und das auch noch LIEBE nennen.




Mittwoch, 25. November 2015

Nicht Flüchtlinge und Terror kosten uns den Wohlstand, sondern die neoliberale Politik

Thomas Exner stellt bei Weltonline die gewaltige, hassschürende These auf: "Flüchtlinge und Terror kosten uns den Wohlstand". Wo bleibt nun der Fingerzeig des Gabriels? Warum werden Weltonline und Exner nicht als "Pack" bezeichnet?

Diese Fragen werden die Generationen nach uns kommen, die das momentan Geschehende als Geschichte bewerten werden. Flüchtlinge und Terror sind ein Resultat des Neoliberalismus, der Menschen und Rohstoff nur noch als Ressourcen begreift, an denen sich die Reichsten nach Herzenslust bedienen können.

Sie sehen sich als Stellvertreter ihres katholischen Gottes. Doch bis heute konnte noch keiner in der Bibel lesen, dass Jesus ein Kapitalist war und diesen als Ordnung für die Welt forderte. 


Dienstag, 24. November 2015

Ein Katzenvideo anstatt Regierungserklärung und Tagesschau

Ungeachtet der Veröffentlichungen von Snowden und Assange, lässt sich die Masse zum Hilfspolizisten im Internet befördern und folgt dem Aufruf der Polizei, keine Innenstadtfotos mehr aus Brüssel zu posten. Es könnte den "Terroristen" hilfreich sein, heißt es.

Deshalb von mir auch eine Katze: Eine "deutsche Regierungskatze", die darüber Auskunft geben soll, wie die Medien den NSA-Weltgeheimdienst-Komplott gegen die Demokratie aufarbeiten.


Sonntag, 22. November 2015

USA: Proteste gegen privates Flüchtlingslager in Georgia - Das neue Geschäftsmodell

Eleven protesters were arrested during a demostration against the Steward Detention Facility in Georgia's Lumpkin County, Saturday, after they crossed over a cordon into the detention centre grounds.

Elf Demonstranten sind während einer Demonstration gegen die "Steward Detention Facility" in Georgia am 21.11.2015, nach dem sie das Gelände des Lager betraten, verhaftet worden.

In den USA werden anscheinend die "Flüchtlingslager" privat betrieben, ähnlich dem Vorhaben des Till Schweigers, die auf Gewinne ausgerichtet sind. Die Dame im Video beklagt auch die Inhaftierung als Einschnitt in die Freiheit der Menschen, weil sie so nicht in der Lage sind ihre Familien in ihrem Heimatland zu ernähren. Sie ist der Auffassung, dass die USA ein großes Land und für alle etwas da ist, um zu leben.




Ein Bericht aus dem amerikanischen TV aus dem Jahre 2014 und die Profitabsichten der Betreiber.




Spanien/Marokko: Melilla
Die spanische Enklave auf dem afrikanischen Kontinent geht massiv gegen Flüchtlinge vor.
21.11.2015






Keine Perspektive für afrikanische Flüchtlinge in Spanien - Bericht aus dem Jahre 2012


Staatsgewalt gegen Links? Anti-NPD Demo in Weinheim 21.11.2015

Eine Demokratie lebt und sie muss die NPD aushalten, selbst einen Parteitag dieser Partei. Das drastische Vorgehen der Staatsgewalt gegen die Demonstranten dieses Parteitages ist allerdings nicht zu tolerieren. Ohne "RT-Rutply" gäbe es darüber nicht einmal öffentliches Videomaterial. 

Patriotismus und Nationalismus ist nur zwei verschiedene Worte, für dieselbe Definition von Geisteshaltung. Wer offene Grenzen für Waren fordert und gleichzeitig die Grenzen für Menschen schließt, macht die Ware zum höheren Gut als den Menschen.

Landratsämter lassen freiwillige Helfer anweisen, den "deutschen Knigge" bei den Flüchtlingen zu vermitteln. Die Bundesregierung spricht so schon seit längerem wieder von einer "deutschen Leitkultur". Theo Sarrazin machte den Anti-Islamismus salonfähig und Prof. Heinsohn darf wieder mit einem Interview in "Die Zeit", die Zuwanderung der "jungen Männer" mit seinen sozialrassistischen Ansichten belegen.

In Deutschland lebt es sich mittlerweile sehr gefährlich, wenn nicht der moderne "Patriotismus" als neuer Europäismus/Europismus oder Nationalismus befürwortet wird. Wie würde wohl Heinrich von Kleist mit dem Wissen von heute, seinen "Kohlhaas" erzählen? Damals ging es nur zwei Rappen, für die ein angesehener Bürger einen Aufstand anzettelte. Heute wären es wohl zwei Fässer Öl.


Donnerstag, 19. November 2015

Frankreich Terror: Antiislamisten in Lille vertrieben - "Get out fascist"

Eine wütende Menschenmenge vertreibt am 18.11.2015 protestierende "Antiislamisten" mitten in Lille (Frankreich). Die Polizei schirmte beide Parteien von einander ab.

"Verschwindet ihr Faschisten!", rief die Menge im Chor. Angesichts der jüngsten Ereignisse darf jetzt gerade nicht vergessen, dass Hass keine Form von Trauer ist. Wir alle sind die Macher dieses "Terrorismus". Zufriedenheit darf kein seltenes Gut auf diesem Planeten sein, das sich nur der mit Gewalt, Macht, Waffen und Bomben teuer erkaufen kann, der die Gesetze des Marktes bestimmt.

Ist der Markt ein ungerechtes Instrument, ist nicht der Mensch das Schlechte an sich, sondern die Regeln, welche er möglich machen, dass der Mensch erkennt, was gut und was böse ist, was wertvoll und was teuer ist.

Wir haben keine Werte in unserer Gesellschaft, sondern nur einen Maßstab, an dem der Unterschied gemessen wird. Doch wer Unterschiede als Wert anerkennt, muss sich mit dem Vorwurf des Faschismus konfrontieren lassen.





Mittwoch, 18. November 2015

Europa macht mobil: Der neue Nationalismus heißt Europismus

Patriotismus und Nationalismus sind in Europa schlecht angesehen. Sie gelten nur dann als modern, wenn Nationalismus als Europismus daher kommt. 

Die Vergeltungsschläge der Franzosen, werden nicht als nationale Emotion bewertet, sondern eben als europäischer Patriotismus, um unsere "Werte zu verteidigen", die bis heute noch nirgends als definiert, nachzulesen sind.

Deutschland sagt Fußballspiele der Nationalmannschaft wegen Bombendrohungen abgesagt. Das ergibt die Panik eines Terroranschlage, der nur gefühlt stattfand - ohne Tote. Gleich im Anschluss bittet der Innenminister (De Maiziere) um einen Vertrauensvorschuss, weil eben keinen Bombe in und um das Station gefunden wurde.

2006: Die Verschwörungstheorie vom totalitären Überwachungsstaat

Deutschland erweckt im Nov. 2015 den Eindruck eines verschmähten Terrorzieles. Die Medien machen den "Bundeswehreinsatz im Inneren" zur öffentlichen Debatte. Das ist beängstigend und weckt Erinnerungen an eine unangenehme Vergangenheit der Deutschen.

Momentan kann das beobachtet werden, was im Jahre 2006 noch als Verschwörungstheorie abgetan wurde, als parallel zur Fußball-WM - die angeblich auch "gekauft" war - die Überwachungsgesetze inkl. Bundeswehreinsatz im Inneren durch das Parlament gezwungen wurden.


In Frankreich gelten bereits die "Notstandsgesetze". Dort werden sie "Ausnahmezustand" genannt. Dieser beinhaltet Ausgangssperren genauso, wie Versammungsverbot und eben "Einsatz des Militärs im Inneren". Parallel kommt es zur "Schließung der Grenzen" und dem Aussetzen des Schengener Abkommen. Ein Zustand der plötzlich von allen toleriert und akzeptiert wird, weil es eben Terroranschläge gab und in Deutschland mal wieder der "gefühlte Terroranschlag" zur emotionalen Hysterie ausreicht.

Auch Demokratie begehen Staatsterrorismus

Es ist unverkennbar. Die Weltwirtschaftslage der "Wertegemeinschaft" ist nicht nur angespannt, sondern befindet sich freien Fall, ohne dass dies der breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht wird. Daraus ergibt sich eine absolute Zwangslage der Regierungen, für die nun Vorarbeit durch mehr Überwachung und Ausweitung der Staatsgewalt geleitet wird.

Wer erinnert sich während der hektischen Informationslage im Nov. 2015 noch an den GLADIO-Einsatz in Bologna im Jahre 1980? Bei diesem geheimen NATO-Sonderkommandoeinsatz kamen 85 Menschen ums Leben. An die 200 Menschen wurden verletzt. Die Anschläge wurden als Linker-Terror offiziell dargestellt. Nur durch unachtsame Äußerungen eines ital. Politikers wurde bekannt, dass es ein Staatsterror gegen die eigene Bevölkerung war, nur um die aufkeimende "linke Opposition" in Italien zu diskreditieren. Heute, im Jahr 2015 steht mehr auf dem Spiel. Ganz Europa und den USA droht die Zahlungsunfähigkeit, wenn nicht wieder die weltwirtschaftliche Rechtshoheit für diese hergestellt werden kann. Daher gehe ich davon aus, dass mit einem viel höheren Einsatz momentan gespielt wird.

Der GLADIO-Fall muss deshalb immer wieder erwähnt werden, weil er belegt, dass auch Demokratie zum Staatsterrorismus fähig sind und keine Skrupel zeigen diesen einzusetzen, um die politischen Ziele der Führungsriege durchsetzen.


Paris 2015: Die Zäsur - Die Stunde NULL

Die USA haben sein 2001 n. Chr. eine neue, indirekte Zeitrechnung! Europa beginnt seine nun im Jahre 2015! Die Zäsur war jeweils ein "Terroranschlag". Deutschland wird so in die Weltgemeinschaft "der richtigen Seite" auch emotional ins Boot geholt. Beide Anschläge verlaufen in ihrer Chronologie absolut parallel! Selbst der zufällig aufgefundene Pass eines Attentäters fehlt nicht. Al Kaida und Bin Laden müssen nur mit IS und Salah Abdeslam ersetzt werden. Selbst die Beschreibung, "große Organisation ist bei der Planung beteiligt" bleibt der Dramaturgie von 9/11 treu.

US-Außenminister Kerry bezeichnet die Terroristen als Barbaren, Vergewaltiger oder gar als Krebsgeschür. Tony Blair sprach am 11.09.2001 sogar vom Ausrotten dieser Terroristen. Diesem Duktus sollte sich keine Demokratie bedienen. Sie werden dadurch sehr unglaubwürdig und fallen in die Semantik der politischen Meinungsmache, die durch Informationsüberflutung rein psychologisch, die Informationsfreiheit unterbindet.

Der Rechtsstaat und die Urfehde

Seit dem 15 . Jh. gilt in Deutschland und in Europa die "Abschwur der Urfehde" als erster Weg zur Rechtsstaatlichkeit. In der Antike war es die "Drakonische Strafe". Diese besagte, dass nicht mehr der Einzelne eine Art Eigenjustiz betreiben darf, sondern, dass das Todesurteil ein Richter spricht, im Sinne der Gemeinschaft. Diese Urteil darf niemand mehr nachgetragen. D. h.: Das Urteil ist absolut und erlaubt keine Rache mehr. Jeder Rache wäre ein Rechtsbruch. 

Das ist der Grundstock von all dem, was wir heute als Rechtsstaat verstehen. Wer sich also gegen ein Urteil eines Rechtsstaates (UN, NATO, USA) durch Aufstand auflehnt, macht sich strafbar und gilt als Terrorist. In dieser Situation befindet sich gerade der Naheosten.  Diese Sichtweise führt dazu, dass Europa und die USA glauben, sie dürfen "gerechte Rache" üben - also Vergeltungsschläge ausführen. Ihr Gewissen gilt daher als unbelastet. Sie bezeichnen sich daher als "die Friedensbringer" durch Krieg. Ich erwähne das als Hinweis, damit endlich einmal verstanden wird, dass auch wir in Europa und dem großen Wirkungsgebiet der USA, in einem Religionsstaat leben.


Seit der Antike bleibt daher die "Gerechtigkeit/reine Vernunft" die Frage schuldig: "Gibt es einen gerechten Mord?" und "Kann die Gerechtigkeit ungerecht sein?"


Kohlhaas der "Terrorist" im Kampf für den Rechtsstaat

Hierzu gibt es einen literarischen Klassiker, geschrieben von Kleist, der Rechtsbeauftragter in seiner Zeit war. Er beschreibt in "Kohlhaas" den Beginn des Rechtsstaates in Deutschland um 1500.

Der Pferdehändler "Kohlhaas" sieht sich widerrechtlich um zwei seiner Pferde gebracht, weil er sie als Pfand für das Wegegeld dem dortigen Fürsten überlassen musste. Dieser wirtschaftete die Pferde derartig ab, dass sie nicht mehr verkauft werden konnten. Für Kohlhaas entstand ein wirtschlaflicher Schaden. Seine Klage wurde jedoch von der damaligen Justiz abgelehnt.

Kohlhaas begann einen Aufstand mit sogenannten "Haufen" gegen den Fürsten und die neue Staatlichkeit zu führen. Er verkaufte Haus und Hof, um sich seinen Recht erstreiten zu können. Nach vielem Blutvergießen wird am Ende sein Fall doch vor Gericht verhandelt. Er bekommt den Ersatz seiner Pferde zugesprochen. Ihm wird allerdings die Todesstrafe wegen Aufstand gegen die Obrigkeit zuteil.

Der Standesdünkel ist oft die Ursache für Krieg und Terrorismus

Die Krux des Rechtsstaates ist, dass oft nur mit Mord und Totschlag, die falsche Anwendung von Recht und Gesetz wieder gerade gerückt wird. Der Grund liegt darin, dass die notwendige Diplomatie immer nur dann akzeptiert wird, wenn angeblich Gleichgestellte sich an den Verhandlungstisch setzen. "Kohlhaas" galt eben als niedriger Mensch, mit dem sich ein Fürst niemals an einen Tisch setzt. So wie sich die heutigen Demokratie nicht mit der IS oder den abfällig beschriebenen "pro-separatistischen Kämpfern" in der Ukraine an einen Tisch setzen wollen. Vieles scheitert daher nicht erst an der Diplomatie, sondern eben wie schon in der Antike mehr an der Etikette und am Standesdünkel.

Es wird Zeit für offene Gesprächsrunden, die sich nicht nach den Biedermeiervorstellungen des alten, bürgerlichen Europas und dem modernen Europas (USA + Hegemonie) ausgerichtet sind. Selbst der Westfälische Friede kam nur zu Stande, weil ohne Standesdünkel auf Augenhöhe, Gespräche geführt wurden.

Krieg und Frieden ist keine Sache von Angebot und Nachfrage

Der Frieden und damit die Zufriedenheit der Welt ist kein Schweinebasar, auf dem lebendes Fleisch zum Verzehr angeboten wird. Friedensgespräche dürfen nicht auf der Basis von Wirtschaftsethik geführt werden. Die Menschheit braucht ein tiefere Ethik, die sich weiter über die heute Logik von Aktion/Reaktion - Angebot/Nachfrage - hinaus erhebt.

Humanismus ist kein Gegenstand der dem Meistbietenden überlassen werden kann. Humanismus muss für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein - ohne vorher auf dem Markt mit Angebot und Nachfrage, den Gewinner zu ermitteln. Beim Humanismus darf es nur "Sieger" im heutigen Verständnis von Vernunft geben. Das das allerdings die Vernunft nicht zu begreifen weiss, heißt es noch lange nicht, dass es unmöglich ist. Der Mensch muss sich eben anstrengen, das zu begreifen, was natürlich ist und nicht das was als vernünftig gilt.

Die Zivilisation muss mehr werden als der brutale Ausscheidungskampf um Marktanteile im Kampf durch Mensch gegen Mensch. An diesem Prinzip ändert sich auch dann nichta, wenn Europa sich zur politischen Einheit zusammenmausert und so nur zu einem größeren Nationalismus wird, um die Mehrheitsverhältnisse für eine noch bessere Unterdrückung zurechtzurücken.

Es wird auch dann noch ein Ausscheidungskampf sein, wenn TIPP unterschrieben wird. Im Grunde ist das eine Kriegserklärung an die restliche Welt. Die Menschheit muss nach neuen Vorstellungen suchen, um vom "indirekten Menschenfleischhandel" - wie es Engels beschrieb - abzukommen.

Es ist kein Friede, wenn der Stärkere dem Schwächeren seinen Willen aufzwingt und das dann "freien Willen" nennt. Es ist nach wie vor das Gängelband und der Gängelwagen, der, wenn es nach Kant ginge, schon längst hinter uns läge.


In diesem Sinne
Euer Politprofiler

Dienstag, 17. November 2015

Der Antikonsumisten haben große Konsumwünsche - Die Selbstverwirklichung

Konsumwünsche sind der Antrieb unserer Zivilisation. Zwar wird in der Volkswirtschaft auch noch von anderen Bedürfnissen gesprochen, die angeblich nicht durch Geldausgeben generiert werden können, aber das ist meiner Ansicht nach falsch. Das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung, Achtung, Anerkennung, Sicherheit, Zugehörigkeit und körperliche Bedürfnisse sind längst durch Marketing zu einem Konsumanreiz verkommen und werden ebenfalls durch Leistungseinkauf gestillt. Diese Bedürfnisse werden unter der Vorstellung befriedigt, der Mensch müsse das alleine ohne Hilfe von anderen bewältigen. Da der zivilisierte Mensch unter dem Eindruck heranwächst, dass der Mensch alleine überlebensfähig ist. Der heutige Mensch hat sich in der Natur das Raubtier als Vorbild auserkoren, obwohl er von seinem Wesen ein Herdentier ist, das frei von sozialen, hierarchischen Strukturen existiert.

Bedürfnis nach Selbstverwirklichung in der Wertelehre


"Selbstverwirklichung" ist eigentlich eine ganz normale Neurose unserer Gesellschaft. Selbstverwirklichung muss als Kunst gesehen werden, die nur in einer Zivilisation als Bedürfnis auftritt. Sie ist mehr der Mode unterworfen und generiert sich aus der dekadenten Vorstellung, jedes Individuum habe eine Stärke, die andere nicht haben. Diese müsse nur entdeckt werden, um nach außen getragen zu werden, wie eine Perlenkette oder ein buntes Tuch. Selbstverwirklichung ist daher eine Form von Luxus, die sich nur derjenige leisten kann, der nicht ständig damit beschäftigt ist seine natürlichen körperlichen Bedürfnisse, wie Nahrung, Unterkunft und Wärme zu beschaffen. Selbstverwirklichung ist das Streben nach Glück und kann nur von Menschen betrieben werden, die in der Glückseligkeit bereits leben - also sich mehr leisten können als die Existenz.


Wird die "Selbstverwirklichung" eines Individuums von der Umwelt nicht positiv wahrgenommen und folgt darauf keine Anerkennung, sondern Spot oder Ignoranz, gilt die Selbstverwirklichung für das Individuum als gescheitert, weil keine Nachfrage nach seiner Individualität besteht. Der Slogan "ein Beruf ist eine Berufung" kommt diesem schon sehr nahe, denn dann kann damit Geld verdient werden. Für die einen ist das existenziell, denn vom guten Willen und von der Anstrengung alleine kann niemand sein Brot oder seine Miete bezahlen.


Deshalb haben sich die sogenannten "Überlebenskünstler" in einer Zivilisation entwickelt. Der Berühmteste von Ihnen ist wohl Sokrates, der sich von einem wohlhabenden Hause zum anderen aushalten ließ und seine Weisheiten als Lehrer kundtat. Er brüstete sich damit, kein Geld für seine Dienste zu verlangen, wie die von ihm verhassten Sophisten. Doch seinen wirklichen Durchbruch erfuhr er erst durch Platon, der aus einer reichen Familie stammte. Wobei nicht belegt ist, dass Sokrates tatsächlich so lebte, wie Platon es dokumentierte. Er ist bekannt dafür, dass er viele schöne Geschichte erfand, die er von anderen erzählen ließ. Wie die Geschichte von "Atlantis", welche den Griechen beweisen sollte, dass sie göttlicher Abstammung sind, und zwar im Geiste (aus diesem stammt die Gnostik).



Selbstverwirklichung ist also sich selbst als Vorbild zu inszenieren, damit andere einen nachahmen. "Selbstverwirklichung" ist einen Hit zu landen, der am Ende von allen gesungen wird und dabei auch noch wissen, wer ihn erfunden hat. Das "Normale" bekommt so eine persönliche Note und wird so zur Mode bzw. zum Zeitgeschmack. Mode stirbt allerdings dann, wenn jeder die Mode trägt, simuliert und nachahmt. Dann ist der Hit Vergangenheit und ein neuer muss her. Selbstverwirklichung ist eher das Gefühl sich jeden Tag neue erfinden zu müssen und dafür bietet die Konsumwelt eine schier unerschöpfliche Palette an Konsumgütern, die in ihrer Kombination das Gefühl von Individualität erzeugen.



Selbstverwirklichung ist z. B. einen athletischen Körper zu haben, obwohl man eine Büroarbeit verrichtet. Ein athletischer Körper, der durch körperliche Arbeit entsteht, gilt nicht als "Selbstverwirklichung". Er ist "normal". Die Selbstverwirklichung ist daher immer eine Darstellung des Luxus und sei es nur die Zeit, die zusätzlich aufgewendet wird. Ein Mensch mit dem Streben zu einem athletischen Körper wird sich daher niemals freiwillig auf der Baustelle zum Zementsäcke schleppen vorstellen und dafür auch noch Geld bezahlten, damit er sie tragen darf.


Ein Mensch, der sich unbedingt als Maler verwirklichen will, wird sich niemals bereit erklären, sich seine Staffelei selber zu bauen oder gar seine Leinwand selber zu machen. Die Farben dafür erhält er im Künstlerbedarf. Er kann sich allerdings von anderen abheben, indem er die teuren Mineralienfarben kauft und riesige Leinwände bemalt, weil er sich das eben leisten kann. Trotzdem wird er es "Selbstverwirklichung" nennen.


Daher muss man davon ausgehen, dass "Selbstverwirklichung" kein natürliches Bedürfnis des Menschen ist, sondern der ganz normale Egoismus, der sich längst zur Norm entwickelte. Wer in der heutigen Zeit nichts an Selbstverwirklichung vorweisen kann, gilt als abnormal. Jeder MUSS ein Hobby haben. Daher nennt man heute die höchste Form von Selbstverwirklichung, das Hobby zum Beruf machen. Doch selbst der leidenschaftlichste Maler wird früher oder später erkennen, dass nur zum Fließbandarbeiter wird. Danach empfindet er wieder die Leere in sich, die er als Fehlen von Glück interpretiert. Er ist wieder normal - unscheinbar - unwichtig.


Versetzen wir uns mit unserer heutigen Vorstellung von Umwelt in eine frühe Zeit der Menschheit und begegnen dort einem Menschen, der sich ein Leopardenfell über den Schultern trägt. Wir würden sofort mit unserer zivilisierten Sichtweise assoziieren, dass dieser Mensch eine hohe soziale Stellung in seiner Gruppe innehat, weil wir es gewohnt sind, das Raubtier als Wappentier der Stärke zu erkennen. Natürlich betrachtet macht es keinen Sinn für einen Menschen eine Raubkatze zu jagen, außer er wäre bereits zivilisiert wie wir. Die andere Variante ist, dass er die Raubkatze tötete, weil sie versuchte sein Dorf anzugreifen.



Doch dieser Mensch begreift sich nur als zufälligen Jäger dieser Katze. Er weiß ganz genau, wenn er ihn nicht getötet hätte, wäre es ein anderen gewesen. Es wäre als gar nicht sein Bestreben sich damit zu profilieren. Er trägt das Fell nicht als Statussymbol, sondern aus Freud, der Gruppe hilfreich gewesen zu sein. Es liegt ihm fern dafür einen Mehrwert von der Gruppe zu verlangen. Er kann daher nicht zivilisiert denken, wie sie als fiktiver Beobachter in dieser Geschichte. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn Sie jetzt anfangen vehement gegen das zu argumentieren, was ich hier sage. Sie beweisen lediglich, dass sie alles nur aus ihrem inneren geistigen Auge der Zivilisation begreifen wollen, denn Sie würden garantiert den Leoparden jagen, um sich selbst zu verwirklichen, um einen höheren sozialen Status dadurch einfordern zu können. Sie haben daher eine falsche Vorstellung vom dem, was sie SELBST oder ICH nennen. Es ist nur dekadent, aber kein natürliches Wesen eines Menschen.


Sie könnten auch hergehen und das Leopardenfell des Jägers gegen etwas eintauschen, doch was könnten sie dem Jäger anbieten? Sie könnten sich alleine auf die Lauer legen, um eine Gazelle zu erlegen. Doch mit was? Sie müssten also einem anderen Jäger, seinen Speer oder Bogen stehlen ... oder aber sie fertigen ihn selber. Wären sie dann endlich ein erfolgreicher Jäger, ist immer noch nicht sicher, ob sie die Gazelle selber essen oder gegen ein Leopardenfell eintauschen, das so schön aussieht, Sie aber nicht satt macht.


Gehen wir davon aus, dass sie den Speer stehlen mit dem Sie die Gazelle erlegen, werden sie überrascht sein, dass Sie niemand des Diebstahles bezichtigt, denn diese Menschen gehen davon aus, dass Sie für alle jagen. Sie werden also versuchen mit Ihnen zu jagen, oder ihnen sogar Essen anbieten - ohne zu wissen was Gastfreundschaft ist.


Sie würden Ihnen niemals erklären können, aus welchem Bestreben Sie dieses Leopardenfell unbedingt haben wollen. Der Jäger wird es Ihnen sogar überlassen, weil es für ihn keinen Statusverlust darstellt. Er erhält mit oder ohne Fell nicht mehr oder weniger zu essen. Ein Häuptling, wie sich zivilisierte Menschen das vorstellen, ist nicht der junge, starke Jäger, sondern der alte, erfahrende Jäger. Er sitzt aber nicht nur in seinem Zelt und regiert. "Häuptlinge" begreifen sich nicht als das, was zivilisierte Menschen, sie seien das, was sie kennen.


Häuptlinge sind lebende Bücher, gespickt mit Erfahrungen. Das gilt ebenso für den Ältestenrat. Sterben sie, wird nicht der Schüler, der täglich neben ihm sitzt und zuhörte zum Häuptling, denn er wäre nur ein Theoretiker, sondern diese Lücke wird mit einem älteren Jäger wieder aufgefüllt, der mit eigener Erfahrung aufwarten kann und vieles bereits vom nun toten Häuptling oder Ältesten erfragte.


Es würde nie ein Mensch in dieser Gruppe auf die Idee kommen zu überlegen, wie er einen Leoparden jagen kann, damit er sich mit einem Fell (Trophäe) geschmückt ist. Es wäre vergeudete Lebenszeit und Lebensleistung. Sie hätten also eine sehr mühsame Arbeit vor sich, um diesen Menschen die Zivilisation zu erklären bzw. das, was Sie sich unter Selbstverwirklichung vorstellen. Sie würden daher nie die Anerkennung dafür erhalten, die Sie aus ihrer Zivilisation kennen. Sie würden verkümmern. Sie könnten nur das vorhandene Gemeinschaftsgefühl simulieren und lägen ständig auf der Lauer, sich selbst zu profilieren. Sie wären der Torjäger in diesem Team, der ständig nach dem Ball rennt, um ein Tor zuschießen - damit Sie der Held sind, um dann Privilegien für sich ableiten zu können.


Es wäre Ihnen ein riesiger ABER, wenn Sie am Ende nicht mit jungen Jahren schon im Ältestenzelt sitzen würden. Sie empfänden es als ungerecht. Sie würden beginnen die Gruppe zu teilen, so wie Sie es aus ihrer Zivilisation gewohnt sind. Sie würden anfangen zu manipulieren und damit die Existenz der Gruppe sogar nachhaltig zerstören. Sie wären für die Gruppe kein Segen, sondern ein Elend. Deshalb ist es besser, wenn zivilisierte Hirne nicht anfangen ihre Ambitionen aus der Zeit vor der Zivilisation abzuleiten. Es entsteht ein falsches Bild von dem, was der Mensch in Wahrheit ist.


Es ist nicht das Wesen des Menschen sich selbst zu verwirklichen. Sein wahres Selbst ist weit aus größer als das, was der zivilisierte Mensch heute als ICH begreift. In der Zeit vor der Zivilisation war jeder Mensch ein Übermensch. Er sah sich dann selbst befriedigt, wenn es allen wohlergeht. Ich schreibe absichtlich nicht "gut ergeht". Ein Übermensch kennt das Streben nicht mehr von der Gemeinschaft einzufordern, als alle anderen, auch wenn er aus dem heutigen zivilisatorischen Denken heraus mehr leistet als ein anderer. Für den natürlichen Menschen ist es Diebstahl an der Gemeinschaft, mehr haben zu wollen als die anderen.


Solche Gemeinschaften definierten das Glück anders als in der Zivilisation, deshalb bezeichnen wir sie heute als primitiv und dumm, weil sie nicht gewillt sind zu verstehen, wie man innerhalb einer Gemeinschaft ausbeutet und das auch noch als Erfolg und Glück bezeichnen kann.


Wer in dieser Gemeinschaft ein Tier erlegt, nimmt sich nicht das Recht heraus, nur mit denen zu Teilen, die er als Freunde in seinem Kampf um die Selbstverwirklichung um sich schart. Er weiß, dass das kontraproduktiv ist und er das eben nicht, als sein Streben nach Glück anerkennt.


Gelangt allerdings ein Mensch mit Zivilisation in so eine Gemeinschaft, wird dieser nur mit denen Teilen, die er liebt, weil sie ihm dienlich sind. Er wird sich aber auf das, was der zivilisierte Mensch Altruismus nennt, beim anderen Teil der Gruppe setzen, die er als unangepasst bezeichnet. Denn sie werden mit ihm auch ihre Beute teilen, weil er selber nichts erlegte. Zivilisierte Menschen mit "reiner Vernunft" sind einfach nicht in der Lage, ihre Umwelt so wahrzunehmen, wie sie ist. Ihre Eindrücke werden vom inneren Auge - dem "Geist" manipuliert. Propaganda zielt also darauf ab, dass auftretende Paradoxe nicht dazu führen, das Wissen um "Gut" und "Böse" infrage zustellen.


Zivilisation beginnt als in dem Moment, wo die natürliche Gruppe beginnt, ihre Beute nicht mehr mit den Egoisten in ihrem Lager zu teilen. Ab diesem Zeitpunkt beginnen die Gier und der Neid, den Willen des Menschen zu bestimmen. In diesem Moment geht eine gesamte Kultur unwiederbringlich verloren. Zurück bleibt nur eine Sehnsucht nach Glück, die der zivilisierte Mensch mit Worten und auch mit Gefühlen nicht mehr beschreiben kann.


Er kennt nur noch das Glück der Selbstbefriedigung bzw. -verwirklichung und bleibt trotz aller Anstrengungen immer unbefriedigt. Das ist das was vor allem in der heutigen Zeit der sogenannten Wirtschaftskrise ganz tief im Innern eines jeden Menschen wieder rumort. Es ist die Sehnsucht nach einer verlorenen Freiheit. Er beginnt sich durch Moral und Tugend die Gier und den Neid in dem, was er heute als SELBST und ICH begreift, zu unterdrücken. Es ist die Sehnsucht nach grundlegendem sozialem Verhalten, aber der zivilisierte Mensch will das alles haben, ohne das was er SELBST und ICH heute nennt, aufzugeben, um ein Übermensch zu werden.


Der Begriff "Übermensch" ist leider heute ein unsinniger Streitpunkt, weil "Übermensch" mit Gottwesen gleichsetzt wird. Doch Götter sind Unmenschen, weil sie eben keine Menschen sind. Es ist also falsch einen Gott als Übermenschen zu beschreiben, sondern Göttliches ist Unmenschlichkeit.


Die Religionen haben es geschafft, dem Menschen einzureden sie seinen das Abbild eines Unmenschen, der alle Naturgesetze außer Kraft setzen kann und mit eigenen, erfunden Gesetzen und Regeln die Natur - das Chaos - neu zu ordnen. Das ist "die Zivilisation". Es ist der geistige Blick eines Menschen, der die Natur nur interpretiert und nicht mehr so sehen will, wie sie ist.


Es ist die Erkenntnis von "GUT und BÖSE" - das Göttliche - wie es in der Bibel beschrieben ist. Der Mensch wurde durch die Erkenntnis von Göttern, also das Eigentum, von seinem Paradies - der Natur - nicht vertrieben, sondern er hat es einfach vergessen = verloren. So gesehen ist die Bibel ein sehr altes Aufklärungsbuch, das den Menschen sagen will, dass es gar keinen Gott gibt, sondern nur einen irreführenden Geist, der dem Menschen das Gewissen gab - eben das angebliche Wissen von Gut und Böse, das die Natur nicht kennt.


Die Sonne hat z. b. kein Gewissen: Sie scheint dem guten Menschen und dem bösen Menschen genau gleich. Nur der Mensch kann das sehen, was die Natur nie sieht. Goethe brachte das mit seinem Gedicht, "Das Göttliche", treffend auf den Punkt oder zeigte des Pudels Kern.


Heute ist der Mensch so weit in der geistigen Umnachtung fortgeschritten, dass er die göttliche Ordnung des künstlichen Wissens = Gewissen, auch ohne Religion leben will, weil er das längst als seine Natur begreift.


Es ist absurd zu behaupten, dass Naturvölker, Religionen praktizieren und sich selbst als Abbild eines Gottes - also eines Unmenschen begreifen, wie der zivilisierte Mensch. Sie bauen für Götter keiner Steinhäuser und leben selber in Holzhütten. Wer Mensch werden will und frei sein, muss all seine Erfahrungen aus der Zivilisation hinter sich lassen, selbst das, was er Gewissen oder Moral nennt. Er braucht sein ICH und SELBST nicht suchen, wie Buddha es vorschlug, denn er wird immer nur die Zivilisation finden.


Das ICH und das SELBST, ist das Primitive in ihm, das weder Neid, noch Glück kennt. Es kennt nicht einmal die Freiheit, denn die Freiheit ist selbstverständlich und kennt kein Gegenstück, das sich als Selbstverwirklichung darstellt und Rücksichtnahme einfordert, wie in der Zivilisation. Die Selbstverwirklichung liegt im Übermenschen, der keinen Unterschied zwischen Menschen kennt und auch nicht herausarbeiten kann.


Die heutige Zivilisation, aber auch schon die antike Zivilisation ist sehr weit von den eigentlichen Werten des Menschen entfernt. Es ist geradezu ein Hohn von Wertegesellschaften zu sprechen, um andere damit zu diskreditieren. Die Menschheit hat heute keinen einzigen wahren Wert mehr, den sie fähig ist zu erkennen.


Sie stellt sich lediglich einen Heiland wie Sokrates vor, der angeblich ohne Gier und Neid - also ohne Anspruch die Welt veränderte. Dabei war er hoch egoistisch. Er ließ sich von anderen bewirten wie sein biblisches Ebenbild - JESUS - und erzählte von der Enthaltsamkeit als höchsten Streben des Menschen. Den Widerspruch in diesem Idealismus fällt allerdings den wenigsten auf, denn noch ist es sehr prägnant für unsere Kultur. Die Heilande dieser Welt leben von der Dekadenz und behaupten nur sie seien enthaltsam. So wie der Bettler vom Wohlstand seiner Gönner lebt, wie ein Mönch. Das suggeriert uns, dass die Welt nur durch den Reichtum errettet werden kann, und lässt uns stets nach Wohlstand streben - als Selbstverwirklichung, um dann mit unserem Reichtum, "Gutes" für den Rest der Menschheit tun zu können, die wir vorher für den Reichtum verarmten. Das halten wir längst für einen natürlichen Kreislauf, weil wir nicht einmal bereit sind, unsere Vorgeschichte ohne die zivilisatorischen Gesetzmäßigkeiten zu beurteilen. Würden wir es tun, wäre alles was wir heute für RICHTIG und FALSCH halten, nur FALSCH. Es gäbe gar nichts GUTES auf in dieser Zivilisationswelt.


Der heutige Mensch ist nicht fähig das Eigentum als geistiges Konstrukt von Regeln zu begreifen. Er hält Eigentum für Materie. Er begreift nicht, dass er nur noch in Unterschieden denken kann, um einen Wert für Dinge zu ermitteln. Er hält den Unterschied für einen Wert. Wie im Beispiel mit dem Leopardenfell. Der vorzeitliche Mensch begriff das aber nicht als Unterschied, aus dem sich ein höherer Wert seines Selbst ermittelte. Hätte er es erkannt, hätte er das Fell verbrannt - weil er das nicht wollen kann. Es wäre ihm zuwider gewesen - es wäre für ihn asozial gewesen, obwohl er gar nicht wissen konnte, was "sozial" ist.


"Sozial" ist nur eine Erfindung der Zivilisation, weil im Zuge der Selbstverwirklichung des Einzelmenschen innerhalb der Menschheit sich derartige Ungleichgewichte entwickelten haben, die immer zu Aufständen derjenigen führten, die nicht einmal mehr ihre natürlichen Bedürfnisse zur Aufrechterhaltung ihrer Existenz befriedigen konnten.


Es gab zu viele Bettler im übertragenen Sinne. Sie zu ernähren hätte zu einem Lebensstandardverlust der sich als sozial empfunden Reichenschicht geführt und hätte sie daher ihrer Identität als soziales Wesen beraubt. In einem ähnlichen Zustand befinden sich momentan die Industriestaaten in Anbetracht der sogenannten Flüchtlingskrise. Allen Beteiligten ist klar, dass dieses Ungleichgewicht nur durch Reduzierung des Lebensstandards aus der Welt geschafft werden kann.


Doch damit würde sich der Mensch um das Streben nach Glück berauben. So wird entschieden, dass nur "Auserwählte" also Glückliche an unserem Tisch sitzen dürfen; Menschen, die unseren Wohlstand mehren; also bereit sind für uns und mit uns, den Rest der Welt weiter auszubeuten - für das bisschen Glück der Selbstverwirklichung durch Konsumwünsche.


"Einmal in einem Mercedes fahren ..." oder schneller zu einem Mercedes als Eigentum zu kommen als in Rumänien oder Syrien. Das ist auch im weitesten Sinne ein Streben nach Sicherheit und Flucht vor dem Krieg, der genau dieses Streben stört oder unmöglich macht.


In Syrien herrscht nur der Bürgerkrieg - so beschreiben wir hier die dortige Situation. Vorher war es ein Land, das unter einer "starken Hand" regiert wurde, weil die verschiedenen Gruppierungen in diesem Land sonst versucht hätten, sich gegenseitig vom Zugang zum "Glück" abzuschneiden.


Damals wurde von uns eine Gruppierung bewaffnet, weil "die starke Hand" in diesem Falle "Assad" den Reichtum von uns verhinderte, weil keine Gruppierung sich durch die andere bereichern konnte. Das ist volkswirtschaftliche betrachtet ein Überschuss, den wir mit Konsumgütern und Handel abschöpfen hätten können. Deshalb muss Assad aus Sicht der westlichen Wertegemeinschaft weg. Er ließ dem, was wir "Selbstverwirklichung" nennen keinen freien Lauf. Jeder Übergriff auf Eigentum, motiviert durch Gruppendenken und Machtansprüche, wurde von ihm unterbunden, damit es nicht zum Bürgerkrieg kommt. Denn "soziales Verhalten" zwischen den Gruppen hätte es nicht freiwillig gegeben.


Der Westen stellte sich vor, dass er eine Gruppe übervorteilt und diese dann ein Sozialsystem auf der Basis der "Freiwilligkeit" wie in den USA aufbaut. Die "Reichen" spenden in Foodbanks oder wie jetzt auch in Deutschland in "Tafelläden". Sie hätten eine Industrie aufgebaut, die "Arbeitsplätze" schafft und die handwerkliche Struktur völlig auflöst und Fabrikarbeiter aus dem kleinen Handwerker macht. Doch das alles ist Wunschdenken eines dekadenten Imperiums.


Es denkt selbstherrlich - als herrenmenschlich. Was ihm gut tut, tut auch anderen gut. Würde Syrien als Industrienation und Agrarindustrie ausgebaut, hätte Europa einen Konkurrenten um Marktanteile. Die Agrarprodukte und Rohstoffe würden wie in den afrikanischen Ländern, die wir auch "kultivierten" in den Export laufen und der Bevölkerung nichts als Nachteile bringen, die unseren Vorteil durch den Unterschied - Preisgefälle - darstellt.


Wie es scheint, haben die Kämpfer der IS dieses Konzept durchschaut und kämpfen nun in eigener Sache. Sie kämpfen gegen Assad genauso, wie gegen den Rest der Welt, die nichts anderes als ihren Vorteil auf Kosten der Syrer.


Die IS besinnt sich daher auf die sozialen Konzepte, welche der Islam anbietet und die in der christlichen und jüdischen Bibel fehlen - auf die Abgabe für die Armen, die jeder zu entrichten hat. Die Steuermodelle unserer Rechtsstaaten bieten, wie wir heute sehen, keinen ausreichenden Schutz vor der Armut. Daher ist die IS eine knallharte politische Bewegung und keine islamische. Der Islam sah sich nie wirklich als Religion, sondern als ethische Lehre gegenüber dem aufkommenden Feudalismus in seiner Entstehungszeit. Er war eine Gegenwehr gegen das was wir heute als Bildung von Bürgertum und Adel bezeichnen müssen.


Der Islam ist geprägt vom Arianismus, der über die Vandalen und Goten nach Nordafrika in den Orient schwappte und sich als Widersacher der Imperialisten sah. Die IS ist daher als ausgeprägter Platonismus anzusehen, der Machtansprüche nicht aus dem was im Westen aus dem Eigentumismus als Macht formuliert wird, sondern aus einer geistigen Reife.


Erfolgreiche Geschäftsmänner, sind eben noch lange keine Staatsmänner, sagt der Platonismus. Der Platonismus sieht selbstlose, also eigentumslose "Hüter" vor, welche für die Einhaltung der "Ethik" in einer Feudalherrschaft "Eigentumismus" sorgen. Sie sind berechtigt, sogar Staatsoberhäupter zu disziplinieren, mit Amtsenthebung und Bestrafung für ihr Vergehen des unsozialen Handelns gegenüber den Schutzbefohlenen.


Der IS ist daher eher bei den Gnostikern einzuordnen, welche den "Heiligen Geist" als Schöpfer des Gottes ansehen. Das, was als ALI-Anhänger im Islam definiert ist, ist eigentlich kein Gottesglaube, sondern eher Konfuzianismus - die Lehre von der hohen Verantwortung der Mächtigen gegenüber dem, was als Untergebene angesehen wird. Die geistige Reife macht Führer aus, nicht das Können des Eigentumismus - was dem Philosophenstaat des Platonismus nahekommt.


Die Kontroverse dieser - sagen wir mal "Religionen" ist daher auch im Neuen Testament (NT) verankert. Es ist der Römerbrief Kapital 13. Wo klar definiert ist, wer Macht erhält und was göttliche Ordnung ist. Diese gilt heute noch als das was wir "Kultur" nennen - ist aber aus Sicht eines Gnostikers, die reine Tyrannei - weil Menschlichkeit eine freiwillige Leistung des Reichtums ist und keine innere Ethik. Menschlichkeit wird in unserer Kultur als Erfolg bewertet und nicht als Selbstverständlichkeit.

Freitag, 13. November 2015

Flüchtlingskrise: Europa und sein römischer Limes - Österreich baut Zaun

Die Kette der Krisen reißt nicht ab. Es wird Zeit sie als "Zusammenbruch des Kapitalismus" zusammenzufassen. 

Auf dem ganzen Planeten ist die Armut in Form von Vertriebenen auf den Beinen. Es ist keine Völkerwanderung, sondern es ist der Todesmarsch des ungeliebten und verhassten Teil der Menschheit, die sich mit der Erfindung der Zivilisation in reich und arm, in gut und böse teilte. 

Österreich baut nun doch einen Zaun an der slowenischen Grenze und folgt damit seinem kulturellen Vorbild, dem alten Rom, das seine geistige Gesinnung aus den Gedanken der alten Philosophen schöpfte.

Seit dem Jahre NULL wird nach dem Mechanismus des Eigentumismus in Aktion und Reaktion das Recht formuliert. "Angebot und Nachfrage" bestimmen jeden einzelnen Gedanken, der zum Wollen eines Menschen, damit er sagen kann: "Ich will!"

In der heutigen Zeit, wird aus dem "ich will" - ein lässiges "ich muss": Ich muss Zäune bauen gegen den Teil der Menschheit, der als arm gilt. Selbst Rom wusste, dass nicht alle, die von diesem Imperium verelendet und versklavt wurden, aufgenommen werden konnten. Das Resultat war der Limes. Eine Membrane, die Menschen wie die Spreu vom Weizen trennt. Nur der "Gut", der Dienliche, der wirtschaftliche Verwendbare, durfte die Grenze passieren.

Die mythologisch erfunden Germanen haben den Limes nie gestürmt. Die germanische Mythologie war lediglich die Erfindung der Gbr. Grimm, die Deutschland damit eine eigene Identität geben wollten, um sich vom römischen und griechischen abzusetzen. Dabei gleichen beide Varianten sich wie eineiige Zwillinge. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass das Herrenvolk eben aus Germania stammt und nicht aus Griechenland oder dem römischen Imperium. Völker- oder Kulturkunde ist die Kunde des nationalen Faschismus. Der Urfaschismus ist die Kunde vom Weltreich unter einer Ordnung, wo es keine nationalen Faschismen mehr gibt, sondern nur noch einen - den des Eigentums und der Macht.

Im Urfaschischmus erhält jeder die Chance auf Eigentum und damit Zugang von Macht, egal welchem Volk und welcher Religion er angehört, denn die Vernunft bändigt jede Religion, die als Nationaleigentumismus angesehen wird. Wer sich zum Urfaschismus bekennt, kann daher sogar eine Demokratie im Geiste einer Tyrannei führen. Das ist die Kunst der alten Philosophen, die heute als Grunddenkart in jedem von uns schlummert, ohne jemals den Namen Platon oder Sokrates gehört zu haben. Das ist Kollektivgedächtnis. Es wird transportiert durch Geschichten und Erzählungen ... die Propaganda ist also eine Erfindung der "alten Philosophen" - Göbbels hat sie auf jeden Fall nicht erfunden. 



Das Gewissen ist der Inbegriff der Verrohung der Menschheit

Alle berufen sie auf einen "Heiligen/Hohen Geist" und das ist der Geist des Marktes, der die Geschicke der Menschen steuert. Es ist die Erkenntnis um das Wissen, von Gut und Böse. Es wird schlicht und einfach "GEWISSEN" genannte. Es nur ein gefühltes Wissen, das ohne Verstand existiert.

Nur mit diesem Gewissen - dem gefühlten Wissen - sind Zivilisationen erst möglich. Es ist die Kunst, einen Mord an Menschen zu rechtfertigen, und zwar mit einer höheren, göttlichen Ordnung.

Der hohe Geist ist die Erkenntnis vom Eigentum, der dem Menschen es möglich macht, in Aktion und Reaktion zu denken. Der Markt bestimmt, wann zu viel Menschen in einem Staat leben. Der Markt bestimmt, wann nicht mehr alle Humanismus erhalten können, weil er nicht finanzierbar ist.

Burma: Demokratie mit Friedensnobelpreisträgerin und das gute Gewissen den Islam zu verteufeln

Aung San Suu Kyi ist ein Berühmtheit. Sie gewann bei den Wahlen in Myrama. Vielleicht soll sie ein neuer Gandhi werden. Sie schüttelte schon Barack Obama die Hand. Burma wird garantiert jetzt auch ein "sicheres Land" für Flüchtlinge. Doch was in den deutschen Medien im Zusammenhang mit der "Demokratie" nicht erwähnt wird, ist die Moslemverfolgung in diesem Land. Mirama nennt nun die Rohingyas einfach "Bengalis" um nicht des Völkermordes bezichtigt werden können. 

Religionsfreiheit ist im Land des Buddhismus ein Manko. Rohingyas haben dort keine Recht und keine Staatsbürgerschaft. Sie erhielten zwar die sogenannte "White Card , die zum Wählen berechtigt, aber was nutzt einem die Minderheit in einer Demokratie? Rein gar nix! In Demokratien hat die Mehrheit das absolute Recht! Sie darf die Gesetze machten, welchen die Gewaltmonopole einer Demokratie folge zu leisten haben.

Tausende Moslems sind schon aus Burma geflüchtet. Offiziell werden sie nun als "Bengalis" bezeichnet. Selbst Buddhistische Mönche zählen zu den Radikalisten, die Jagd auf Moslems machen. (Der Zorn der Mönche) Die Bezeichnung "Bengalis" ist mit großer, hinterhältiger Sorgfalt ausgewählt. Burma will die Rohingyas nicht als Volksgruppe anerkennen. 1. wäre es das was in Burma gerade passiert ein Völkermord und 2. sie würden Minderheitsrechte bekommen.

Mit Booten fliehen die verfolgten Moslems übers Meer nach Thailand, Malaisia und Indonesien. Dort werden sie allerdings nicht aufgenommen, sondern immer öfters mit etwas Proviant wieder aufs Meer hinausgeschickt. All das gehört unmittelbar zur Berichterstattung über die Demokratie in Burma, aber es wird einfach ausgelassen, weil es nicht zur angeblichen Vorstellung von einer Demokratisierung passt.

Es ist einfach unattraktiv über eine "Moslemsverfolgung" in Deutschland zu berichten. Das passt momentan nicht zur politischen Großwetterlage in Deutschland und Meinungsmache des "rechten Flügels" der CDU und der SPD. Sie stützen viel eher die anitislamische PEGIDA-Bewegung mit neuen Wortschöpfungen und Metaphern. Schäuble bezeichnet die "Flüchtlinge in Deutschland" sogar als Lawine, andere sehen es eher als Tsunami oder als "Völkerwanderung".

Wobei der Begriff "Völkerwanderung" in Deutschland einen brisanter Begriff ist. Vor dem geistigen Auge erscheinen durch dieses Wort, die reitenden Hunnenhorden, welche angeblich das römische Reich stürzten.

In Wahrheit ging aber das "römische Imperium" an seiner eigenen Dekadenz zugrunde. Es verarmte systematisch seinen Einflussbereich bis weit über seine Grenzen hinweg. Der Limes war als nix anderes als das was Europa heute bauen will. Eine Membrane mit der das römische Reich bestimmen wollte, wer ins Imperium rein darf und wer nicht - ähnlich der heutigen Asylpolitik.

Nur wer Geld und Waren hatte wurde erlaubt in die Nation einzutreten; nur wer dem Imperium dienlich war, bekam Einlasse. Wir sind also immer noch nicht schlauer als die Römer. Daher sollte jeder endlich realisieren, dass das was als "Wertegemeinschaft" heute bezeichnet wird, die Nachfolge ROMS ist. Das ist unsere Kultur! Sie ist bestialisch, gewalttätig und menschenverachtend.

Sie wird auch dann nicht richtiger, wenn sie noch einmal 2000 Jahre die Vorherrschaft über die Welt hält. Im römischen Reich wurde jede Religion systematisch ausgelöscht, die nicht die Herrschaftsverhältnisse des Urfaschismus aus den Köpfen der "alten Philosophen" als richtig an sieht und mit Gewissensbildung auf den richtigen Weg rückt.

Die verfolgten Christen im römischen Reich waren Arianisten, die sich vor allem gegen den Römerbrief in der Bibel stellten und sich der göttlichen Ordnung des Eigentumismus widersetzten. Das Konstanzerkonzil im 14. Jh. war eine Häreserie gegen die Hussiten; in Frankreich kam es zur Ausrottung der Hugennotten (Bartholomäusnacht).

Es war eben nicht so, wie uns die heutigen Geschichtsschreiber darstellen wollen. Geschichte ist lediglich die Interpretation der Siegeskultur und die Geschichte der sogenannten Zivilisation begann im Jahre NULL. Es ist nicht die Geburtsstunde von Jesus, sondern die Geburt des staatlichen Urfaschismus als Weltordnung, der sich seine eigene Religion erfand - das kath. Christentum.

Ein großer Teil des NT ist in griechisch verfasst. Die Figur Jesus ähnelt eines von den Toten auferstandenen Mannes aus Sokrates "Politaia". Es ist also anzunehmen, dass diese fiktive Person nach 300 Jahren einfach in Verbindung mit der Verknüpfung von historischen Ereignissen einfach zur existierenden Person mutierte. Alexandria war zu diesem Zeitpunkt eine sehr mächtige Denkfabrik.

Es ist auch falsch, den Buddhismus als Religion zu bezeichnen. Der Buddhismus ist ein Atheismus der immer mehr aus Buddha - dem Menschen - einen Gott macht und seine geistigen Überlegungen zum "Heiligen Geist", durch den der Mensch nun versucht Regeln und Normen aufzustellen.

Wir müssen anfangen zu begreifen, dass das was wir heute Recht und Ordnung nennen, nichts anderes ist als eine Theologie, auch dann, wenn heute Staat und Kirche als getrennt gelten. Die Ordnung - der Stärkere/der Wohlhabende/der Reiche hat immer die Macht durch das Eigentum - egal wer in einer Demokratie an die Macht kommt. Der Markt = Faschismus regelt eben alles. Das war schon im alten Rom so.

Der Markt (Aktion und Reaktion) bestimmt, wann zu viele Menschen einwandern - Der Markt bestimmt, wann sich ein Land den notwendigen Humanismus nicht mehr leisten kann. Das ist die Grundlage unseres Gewissen, dem wir gehorchen wollen, weil wir behaupten, wir wüssten ganz genau was Gut und was Schlecht ist. "Gewissen" ist kein Wissen. Es ist nur ein gefühltes, eingebildetes Wissen. Ein Gewissen ist fähig Unmenschlichkeit als Gerechtigkeit zu formulieren.

So gilt ein Mord an demjenigen, der einem das Eigentum streitig macht, nicht als Mord, sondern eben als Notwehr. Es ist also ein Mord mit guten Gewissen. Das ist eigentlich der ganze Trick mit dem Faschismus und der heutigen Weltordnung. Niemand würde diesem Grundsatz widersprechen. Ihm fehlt dazu der Geist, das Hirn und das Verständnis = der Verstand.

Der Markt ist der Mechanismus unseres heutigen Willens und bitte zeichnen Sie sich selber niemals als "freien Menschen" oder gar als "freien Geist". Sie sind nicht frei im Denken - sie liegen in den Ketten der Logik - des Marktes - von Angebot und Nachfrage - von Aktion und Reaktion. Erfunden im antiken Griechenland. Das ist sozusagen der "heilige Geist", der Götter erschaffen kann. D. h.: Selbst der Arianismus ist nur eine Form des Eigentumismus - er lehnt sich allerdings mehr am Philosophenstaat von Platon an.





Mittwoch, 11. November 2015

Besorgniserregender Vorfall im AKW Gundremmingen November 2015

Ich (Raimund Kamm) schreibe SPALTELEMENT. Denn dort wird nichts verbrannt sondern gespalten.
Nach der Verbrennung sind Brennstoffe (Kohle, Öl) weniger toxisch. Nach der Spaltung ist jedoch das Spaltmaterial um viele Millionen Mal mehr strahlend.







Liebe Gesundheits- und UmweltfreundInnen!

Am vergangenen Donnerstag kam es im AKW Gundremmingen zu einem schweren Vorfall. Beim Umsetzen verbrauchter Spaltelemente im Lagerbecken von Block C brach der Kopf ab. Angeblich wurden die Spaltstäbe nicht aufgerissen und kein Spaltmaterial freigesetzt. Von einem ähnlichen Vorfall habe ich noch nie gehört. Am Freitag vergangener Woche wurde dies öffentlich gemacht. Ich habe umgehend die untenstehenden Frage an die Medien gesandt und einige Experten um ihre Meinung gebeten. Bisher hat nur Wolfgang Neumann geantwortet.

Vermutlich wird dieser Vorfall bisher unterschätzt. Hier ein paar Hintergrundinformationen:

Ein Spaltelement besteht im AKW Gundremmingen üblicherweise aus einem Bündel von 100 Spaltstäben. Diese Spaltstäbe sind über 4 m hoch und etwa finderdick. Sie sehen aus wie ganz lange Tablettenröhrchen. In ihnen werden die Urantabletten oder auch die MOX- oder WAU-Tabletten eingefüllt. Solange die Kernspaltung noch nicht begonnen hat, kann man die Strahlung gut abschirmen.





Ein Spaltelement sieht so aus:





Über die Abklingbecken wurde nach Beginn der Fukushima-Katastrophe etwas auf der Informations- und Propagandahomepage der Energiekonzerne geschrieben:


Ein Gramm kann ganze Regionen verstrahlen
Wie unvorstellbar radioaktiv der Inhalt der Spaltstäbe ist, haben wir durch die Katastrophe von Tschernobyl erfahren. Damals mussten insbesondere in Süddeutschland der Grasschnitt und das Heu „entsorgt“ werden. Spielplätze und Sandkästen wurden gesperrt. Über Berchtesgaden und dem Bayerischen Wald regnete einiges ab. Sogar am meisten über dem Raum Augsburg. Luftlinie Tschernobyl – Augsburg: 1400 km.
Und das wurde verursacht durch 1 Gramm Jod 131, das insgesamt über der damaligen BRD niederging. Nur ein Gramm. Dieses J-131 hat eine Halbwertszeit von 8 Tagen. Es ist also längst verstrahlt und verschwunden. Die Halbwertszeit gibt an, wie lange es dauert, bis jeweils die Hälfte des jeweiligen Stoffs verstrahlt und „verschwindet“.

Heute noch sind die meisten Wildschweine hier zu hoch verstrahlt. Das rührt von einem anderen Nuklid, das bei der Spaltung von Uran entsteht: Cäsium 137. Das hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren. Und von diesem Stoff wurden etwa 230 Gramm über die BRD geweht und abgeregnet. (Quelle: BfS: „Tschernobyl – 20 Jahre danach“ S.9)

Die verbrauchten Spaltelemente sind meistens schon viele Jahre im Abklingbecken. Das Jod 131 ist also verschwunden. Aber viele andere tödliche Nuklide insbesondere auch Plutonium sind noch für Jahrhunderttausende vorhanden.

Wir bitten unsere zuständigen VolksvertreterInnen im Bayerischen Landtag, die für die Atomaufsicht zuständige Staatsregierung zu einem Bericht über den Gundremminger Vorfall aufzufordern.

Unter der Medienmitteilung vom vergangenen Freitag – ganz unten - noch eine erfreuliche Fortschrittsmeldung.

Sonnige Grüße!

Raimund Kamm  (Vorstand)
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager
und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.
Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm





Von: Raimund Kamm [mailto:r.kamm@anti-akw.de]
Gesendet: Freitag, 6. November 2015 15:49
Betreff: Besorgniserregender Vorfall im AKW Gundremmingen
Wichtigkeit: Hoch

Medienerklärung v. 6.11.2015


Besorgniserregender Vorfall im AKW Gundremmingen

Beim Umsetzen eines verbrauchten Spaltelements im Abklingbecken des Blocks brach gestern der Kopf ab. Dies hat heute in einer Eilmeldung das AKW Gundremmingen veröffentlicht. Zur Beurteilung müssen wichtige Fragen beantwortet werden:

1.    Sind bei dem Vorfall die Spaltstäbe dicht geblieben?
2.    Wie viel Radioaktivität steckt in dem Spaltelement? Wir befürchten, dass dies sehr viel ist und einige Prozente der langdauernden Menge an Radioaktivität ausmacht, die in Tschernobyl frei gesetzt wurde?
3.    Hat es einen ähnlichen Vorfall schon einmal in einem deutschen AKW gegeben?
4.    Von welcher Firma in welchem Land wurde das Spaltelement gefertigt? War es ein Uranelement, ein MOX-Element oder ein WAU-Element?
5.    Wie lange befand sich das verbrauchte Spaltelement schon in dem Lagerbecken? Bekannterweise sollen die verbrauchten Elemente nur etwa fünf Jahre in den Abklingbecken bleiben. In Gundremmingen sollen einige verbrauchte Spaltelemente schon länger als 20 Jahre in den Abklingbecken sein?
6.    Sind die Spaltelemente mechanisch so zerbrechlich, dass so ein Vorfall eingeplant ist oder haben Reaktorbetrieb und die überlange Dauer im Wasserbecken den Bruch befördert?



Raimund Kamm  (Vorstand)
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager
und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.
Augsburg - Dillingen - Günzburg - Heidenheim - Ulm
Konto des FORUM e.V. bei Raiffeisenbank Aschberg eG:
IBAN: DE72720691130000021199 BIC:GENODEF1HZH

pr.  Luitpoldstraße 26, 86157 Augsburg
T.0821 - 54 19 36  r.Kamm@anti-akw.de 
(bin Smartphone frei - Mails werden nur
am Computer verfasst/gelesen)



In den Niederlanden werden jetzt neue große Windkraftwerke an die Stelle alter Windenergieanlagen gesetzt. Eine einzige neue Anlage erzeugt so viel Strom wie alle 50 alten Anlagen zusammen. 4.11.15  http://www.iwr.de/news.php?id=30049


Dienstag, 10. November 2015

Helmut Schmidt - Der Raucherrebell ist tot

Was Helmut Schmidt zum gefeierten Staatsmann machte, lässt sich nur vermuten. Schmidt ist es gelungen den NATO-Doppelbeschluss trotz massiver Gegenwehr aus der Bevölkerung in Deutschland durchzusetzen. Rebellion war bei ihm erst ihm hohen Alter Programm. Er ließ sich das Rauchen, trotz Rauchverbot nicht verbieten - oder war es doch nur ein PR-Gag? Wer weiss schon die wirkliche Wahrheit?

Für viele war Helmut Schmidt (SPD) in der falschen Partei. Er machte CDU-Politik mitten aus der SPD heraus. Plötzlich wurde die SPD auch für die CDU-Stammwähler attraktiv.

Derartige politische "Ikonen" gebiert die SPD in jüngster Zeit immer häufiger und ist heute schon fast zur Norm geworden. In der SPD wird das Wort "Sozialdemokratie" genauso fehlplatziert, wie "christlich" bei der CDU.

Helmut Schmidt diente mit seinem ganzen Leben, dem großen Ziel, eine libertäre Gesellschaft in Europa aufzubauen. Die Geschichte wird zeigen, ob er für die richtige Seite stand.

Samstag, 7. November 2015

Kontrollierter Faupax: "De Maizire rudert in Asylpolitik zurück" ... wer spielt das Krokodil und wer ist der Kasper?

Massenpsychologie ist einfach, wenn man ausgeschämt ist. De Maizires angeblicher, "unabgesprochener Ausrutscher zum Familiennachzug von Asylanten", war pure offensichtlich Absicht. Die Medien stürzen sich darauf, wie Hyänen. Für sie ist und bleibt Angela Merkel, die "Unschuld vom Lande". Nur so entstehen die "gewünschten öffentlichen Diskussion über Themen, die sonst nur auf PEGIDA-Demos zu finden sind". Am Ende ist Angela Merkel der Weihnachtsmann, der Bürgerwünsche erfüllt.

Summa summarum: Angela Merkels Regierung tut genau das, was PEGIDA & Co. wünschen. Sie kaserniert die Flüchtlinge nun unter dem Begriff "Residenzpflicht"; sie führt wieder Grenzkontrollen ein und hält die "Orbanpolitik des europäischen Limes" auch nicht für schlecht, sondern für richtig.

Auffällig ist vor allem, dass "rechtspopulistische Parteien" die nun in die europäischen Regierungen drängen, nie den Entrüstungssturm auslösen, der gegen Syriza in Griechenland entfacht wurde. Das "RICHTIGE " ist eben immer das "RECHTE". 

Politiker sollten eben an ihren Taten gemessen werden, nicht an ihren Worten. Das ist zwar ein alter Hut, aber dennoch reibt sich der sogenannte "anständige Bürger" nur an Worten auf, während die Handlungen von dem gesteuert werden, was Gabrial als "Pack" bezeichnet wurde.  Damit bestätigt sich ein weiteres Sprichwort: Pack schlägt sich und Pack verträgt sich. 

Somit bewahrheitet sich die Weissagung: Die nächsten Faschisten werden sich als Antifaschisten bezeichnen und werden dafür auch noch gefeiert. 

Wer aus der Vergangenheit nichts lernt und sie nicht begreift, ist dazu verdammt, immer und immer wieder dieselben Fehler zu machen.

Antifaschismus gibt es nur dort, wo es keine Nationalitäten und Kulturen gibt unter denen sich Menschen versammeln, um andere Nationalität oder Kulturen als Ausgeschlossene vom Wohlstand betrachten zu können.

Es ist auch dann kein Antifaschismus, wenn sich die gesamte Welt in einer sozialen Hierarchie ordnet und Teile der eigenen Gesellschaft mit Recht und Gesetz vom Wohlstand als ausgeschlossen ansehen will. Faschismus ist die Liebe zum Gesetz der Diskriminierung als höchste Ordnung, damit die menschliche Unterdrückung als Naturgesetz dargestellt werden kann.

Wer behauptet, dass es Unterschiede zwischen Menschen geben muss, um die geltende Ordnung/Hierarchie aufrecht zu erhalten, ist kein Antifaschist. Er hat die Vergangenheit falsch verstanden und wird auch wieder mit bestem Wissen und Gewissen, die Fehler der Vergangenheit wieder, wiederholen.

Dienstag, 3. November 2015

"Informationsfreiheit" - Versaubeutlung eines unabänderlichen Menschenrechts

Plötzlich taucht in den Nachrichten das Wort "Informationsfreiheit" in Verbindung mit Überwachungstechniken auf. Was im Grund ein Zäsur für die Bedeutung dieses Wortes in Bezug auf GG Artikel 5 ist. Der Eindruck einer politisch motivierten Klage könnte darin erkannt werden.

Grundgesetz (GG) Artikel 5 - Unabänderliches Recht

Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.


Wie nun die dort beschriebene Informationsfreiheit (sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten) plötzlich in einen Zusammenhang mit Videoüberwachung in Banken, Bahnhöfen oder Bussen bringen will, verfügt über keinerlei Textkompetenz.

"Informationsfreiheit" ist niemals im GG als Öffnung zur absoluten Überwachung der Bewohner Deutschlands formuliert worden. Das ist auch nicht mit der größten Anstrengung und Fantasie eines Juristen herauszulesen. Daher ist diese Darstellung als Zäsur zu bezeichnen.

Wer sich bei der Massenüberwachung auf die Informationsfreiheit beruft und der Staat dies auch noch zulässt, verhält sich verfassungswidrig. Jede anderweitige Definition des Begriffes "Informationsfreiheit" und Ausweitung auf Überwachung stellt nicht nur einen Verfassungsbruch dar, sondern vor allem eine Fahrlässigkeit der deutschen Justiz im Gesamten gegenüber der Demokratie.

Hier muss unbedingt von Abgeordneten eine Verfassungsklage angestrengt werden, damit derartig formulierte Klagen und Begründungen erst gar nicht vor Gericht zugelassen werden können, ansonsten droht eine Unterhöhlung der unabänderlichen Artikel unseres Grundgesetzes und damit der Menschenrecht in unserem Staat.

Sollten vor Gerichten in Zukunft die Auslegung von "Informationsfreiheit" im Zusammenhang mit Überwachungstechniken zur Mode werden, ist das das Ende des deutschen Rechtsstaates. Er ist auch dann beendet, wenn die verantwortliche Justiz weiter behauptet, das sei nicht der Fall.

Solche Rechtsbrüche lassen sich eben erst nach einem politischen Wechsel im Nachhinein offenlegen und verurteilen - während einer laufenden, politischen Rechtsauslegung ist das unmöglich, weil es dafür keine juristischen Institutionen gibt. Die DDR hätte sich selber auch nie als Unrechtsstaat anklagen können. So funktioniert nun mal das RECHT in einem Staat. Irgendwann stößt man immer an einen logischen Bruch. Das ist der Preis für unsere heutige Denkart - des Eigentumismus.

Selbst die Stellungnahme der Aufsichtsbehörden für den Datenschutz ist in diesem Zusammenhang m. E. unlauter, da sie erlaubt die Videoüberwachung im Zusammenhang mit der Informationsfreiheit abzuarbeiten. Damit werden Breschen in unsere unabänderliche Verfassung geschlagen, die nicht mehr zu schließen sind. 
 
Im Grund müsste Artikel 5 um einen Zusatz erweitert werden, der kommerzielle und staatliche Digital-Überwachung niemals unter Berufung auf Meinungs- und Informationsfreiheit zulässt. Öffentliche Veranstaltungen unterliegen auch den Vorschriften, wo festgelegt ist, wie viel Sicherheitspersonal für die zu erwartende Menschenmenge festgelegt ist. Diese Bestimmungen müssten auf öffentliche Gebäude und Institutionen umgelegt werden. Das würde die Diskussion über die digitale Überwachungswut unserer Staatsschützer und Unternehmensschützer schnell beenden. Doch genau dazu fehlt der politische Wille, während Vereine mit diesen Vorschriften ganz klar und bewusst benachteiligt werden.

Der Antrag auf "digitale Überwachung der ÖPNV ist daher eher ein Fall für Gleichstellungsbeauftragte, als für die Datenschutzbehörde. Was nicht heißen soll, dass in Zukunft Vereinsveranstaltungen mit Überwachungskameras vorschreiben soll.
 
Sichere Lebensräume gibt es eben nur, wenn Wach- und Schutzpersonal vorort ist und nicht nur die NACHTWACHE übernimmt. Digitale Videoüberwachung erfüllt genau diesen Zweck nicht und ist daher nicht als SICHERHEITSMITTEL anwendbar.

Es ist auch unlauter sich auf den Passus "Eigentum verpflichtet" in diesem Zusammenhang zu berufen. Sicherheit für das öffentliche Publikum durch digitale Überwachung ist kein Schutz. Daher könnte man den Eindruck erhalten, dass die Urheber dieser Vorgehensweisen gar nicht die Sicherheit im Blick haben, sondern eher politisch motiviert versuchen Artikel 5 über Zivilrechtsklagen auszuhebeln.
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Alles was in der Politik passiert ist von Langer Hand geplant, das ist nicht nur ein Spruch sondern die Wahrheit. Aber warum entscheiden sich unsere Politiker immer mehr gegen das Volk und für die Wirtschaft?

Bilden Sie sich Ihre Meinung selbst, aber geben Sie sich die Möglichkeit, alle Hintergründe zu erfahren.

Wir stellen hier nicht den Anspruch, alles zu wissen, aber bemühen uns, alles, was wir in Erfahrung bringen können zu publizieren.
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