Samstag, 16. Januar 2016

Was sie über Burkina Faso wissen sollten, bevor Sie in die Mediendiskussion einsteigen

Die Sankara-Aktivisten in Burkina Faso- Es ist ein Kampf gegen die mentale Sklaverei, von der sich Menschen erst befreien müssen, um neue Ideen für eine Gesellschaft entwickeln zu können.

Der Westen steht nicht für die Bekämpfung von Korruption, sondern er gibt der Korruption lediglich eine Ethik. So entsteht der Eindruck, hier gäbe es keine Korruption. Daraus ergibt sich auch eine Befreiung aus der mentalen Sklaverei.

Unter ähnlichen Begründen, welche die mentale Sklaverei als Rationalität begünstigt, wird auch die "Korruption der FIFA" diskutiert. In Wahrheit geht es lediglich um die Ethik bei Bestechungen. So gilt es nur als Korruption, wenn die WM z. B. nach Russland vergeben wird. 

Thomas Sankara

Er setzte sich gegen die Korruption als Ganzes ein und verweigerte sich jeder Ethik, die eine Korruption positiv emotionalisiert. 


Sankara war ein sozialistischer Revolutionär. Die Devise lautete: „Vaterland oder Tod, wir werden siegen“ („La Patrie ou la Mort, nous vaincrons“). Er war besonders vom Modell Kuba und dem Staatschef von Ghana, Jerry Rawlings, inspiriert. In seiner Regierungszeit setzte er ein vielbeachtetes Projekt der planwirtschaftlichen und sozialistischen Entwicklung des Landes um. Die Luxuslimousinen der vorangegangenen Regierung wurden verkauft und die Minister verpflichtet, den Renault 5, das billigste Auto in Burkina Faso, zum Dienstwagen zu nehmen. In seiner Regierungsmannschaft befanden sich so viele Frauen wie nie zuvor in einem afrikanischen Staat, seine Leibwache bildete eine nur von Frauen gebildete Einheit auf Motorrädern. Sankara richtete außerdem sogenannte Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDR) ein. Die Politik war ausgerichtet auf den Kampf gegen Hunger und Korruption, die Verbesserung der Bildungs- und Gesundheitsversorgung sowie auf Wiederaufforstung durch einheimische Bäume, Sträucher und andere Nutzpflanzen, um die Desertifikation, also das Fortschreiten der Wüste, aufzuhalten und sogar umzukehren. Afrikas Grüne Mauer im Sahel geht zum Teil auch auf diese Initiative zurück.



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Das kleine und arme Burkina Faso in Westafrika macht vielen afrikanischen politischen Führern Angst. Als Blaise Compaoré versuchte, sich eine 3. Amtszeit zu genehmigen, jagte ihn das Volk aus dem Präsidentenpalast. Was hat sich seitdem verändert?

Burkina Faso ist der 4. größte Goldproduzent der Welt. Die staatlichen Konzessionen liegen allerdings in ausländischer Hand. Die Aufstände in Burkina Faso lehnen sich an den Ideen von Sankara an. Diese sind allerdings nicht im Sinne des Westens.

Daher empfehle ich eine distanzierte Betrachtung des "terroristischen Anschlages" gegen ein Luxushotel.


Jetziger Präsident in Burkina Faso: Roch Marc Christian Kaboré


28.09.2015

Bergbau/Edelmetalle: Gold aus Burkina Faso wird durch Togo in die Schweiz geschmuggelt

Die schweizer Zeitung Die Wochenzeitung (WOZ) berichtet auf ihrer Internetseite, dass Togo 2014 sieben Tonnen Gold in die Schweiz exportiert habe. Dabei hätte die Jahresproduktion in Togo bei nur einer Tonne Gold gelegen, was nahe lege, dass dieses Gold aus einem anderen westafrikanischen Staat stamme. In den Jahren 2012 und 2013 hätten die Exporte sogar noch bei 13 Tonnen gelegen – deutlich über der Goldproduktion Togos. Die WOZ vermutet, dass das Gold aus Burkina Faso stamme und dort unter teilweise inhumanen Bedingungen gewonnen wurde. Es gebe hier Hunderte kleingewerblicher Minen, in denen wenige Dutzend bis mehrere Tausend Menschen das Edelmetall mit einfachsten Mitteln ans Tageslicht förderten. Zwar sei der kleingewerbliche Bergbau in Burkina Faso offiziell erlaubt und mit mehr als einer Million direkt und indirekt Beschäftigten einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Die Bedingungen für Bergleute und Arbeiter seien allerdings hoch problematisch. Von der WOZ befragte Expertinnen und Brancheninsider gehen derweil davon aus, dass der kleingewerbliche Goldbergbau in Burkina Faso noch viel größere Mengen produziere. Bis zu zwanzig Tonnen im Jahr hält beispielsweise Kevin Telmer von der kanadischen Nichtregierungsorganisation (NGO) Artisanal Gold Council für realistisch. Rechnet man hinterzogene Gewinnsteuern und Abgaben ein, entspricht dies einem Verlust von bis zu CHF 215 Mio.  (€91,4 Mio.) pro Jahr. Für eines der ärmsten Länder der Welt bedeute dies eine Einbuße von fünfzehn Prozent des gesamten Staatshaushalts. „Zwar sind die kriminellen Strukturen des Sektors offensichtlich. Doch ein Boykott burkinischen Goldes wäre kontraproduktiv, denn der Abbau des Edelmetalls bietet die Lebensgrundlage für einen wesentlichen Teil der Bevölkerung“, urteil die WOZ.

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