Montag, 8. Februar 2016

DAX: ... Kursziel Deflation ... der Versuch, Menschen zu deflationieren

Der Kapitalismus ist ein Schachspiel. Wie jedes andere Spiel auch. Für jedes Spiel, in dem es um Sieg oder Niederlage geht, ist ein Gegenspieler notwendig, der bereit ist alles zu verlieren ... Jeder kennt diesen harten Ausscheidungskampf, der allerdings nichts anderes ist als Zivilisation. Doch anstatt sie zu kritisieren, soll das die universelle Grundordnung einer menschlichen Gesellschaft bleiben. Jeder lebt sie und begreift doch nicht, dass sich die Menschheit ohne die Kunst der Zivilisation bestens ernährt werden kann - ohne Krieg - ohne Gegenspieler. In der Gleichheit der Summe, wo nicht der Unterschied den Wert darstellt.

Die Schachfiguren in diesem Lebensspiel, das sich Kultur und Zivilisation nennt, sind lebende Menschen. Sie müssen auch dann essen, trinken und Unterkunft haben,  während ihre Vordenker, die nächsten Züge überlegen und bestimmen. Selbst die tragenden Figuren dieses Spiel unterliegen dieser natürlichen Ordnung der Existenz. Auch die Strategen hinter diesem Spiel, sind dieser Ordnung des Existenzialismus unterworfen. Scheitert die Versorgung der Figuren, kann kein Zug mehr vorgenommen werden. Das das biologische Schachspiel als Zivilisation. Fälschlicherweise wird uns das als Existenzialismus gelehrt, dabei ist es nur die Essenz. Von der Existenz an sich hat der gebildete Mensch keine Ahnung.

Keine der heutigen, sogenannten politischen Bewegungen zielen darauf ab, eine Kulturkritik zu beginnen. Ihr Ziel ist die Kultur zu verteidigen und zu begreifen was sie ist. Sie wollen nur die Versorgung der Schachfiguren gewährleisten. Je näher das Ende - das Schachmatt - rückt, desto vehementer beginnen Sie den König und die Strategen zu schützen. Für alle Insider: Der platonische Philosophenstaat wird schon lange gelebt.

Ganz Schlaue wechseln die Fronten. Die einen im Verborgenen, die anderen ganz offensichtlich. So wird aus einem Springer der einen Fraktion, ein Bauer für die andere.Sie begreifen gar nicht was sie tun, denn sie halten die Essenz - das Spiel - für Existenzialismus.

Ist dann die Schlacht, der Schlachten auf dem Reißbrett des Kapitalismus geschlagen und hat sie einen Sieger hervorgebracht, muss sich dieser dem Essenzialismus dennoch stellen. Das Spiel ist gewonnen und hat der Gewinner eine zweite Garnitur Figuren, aber auch eine doppelte Anzahl an Menschen, die vom Spiel ernährt werden müssen. Daher muss der Gegner immer größer werden. Gibt es keine größeren Gegner mehr, wird das nächste Spiel einfach innerhalb der eigenen Fraktion aufgebaut.

Soziale Unterschiede machen aus, wer schwarz und wer weiss wird. Das Spiel ist sozusagen zu einem Selbstläufer geworden, weil keine der Fraktionen den Verstand zur Zivilisationskritik aufbringt. Sie hält den harten Ausscheidungskampf für die menschliche Natur. Die Verlieren formieren sich neu.

Sie stellen wieder Kapitalismusarmeen auf: Aufgeteilt in Bauer, König, Dame, Springer, Läufer und Turm. Und wieder beginnt das Spiel, indem die Geschlagenen am Rand des Spieles weiter versorgt werden müssen, damit diese Massen das Spiel nicht in sich selber zerstören. Das verheerendste Szenario ist: Unkontrollierte Horden von geschlagenen Bauern, Springern, Damen und Königen, stürzen den Gegner ohne Einhaltung der allgemeinen Verhaltensregeln des Spiels. Es sind dennoch keine Anarchisten und es bricht auch kein wirkliches Chaos aus. Sie stürzen nur den König, um sich selber wieder neu, zum Spiel aufstellen zu können. Mehr nicht.

Deshalb kommt es in diesen Zivilisationen zu immer härteren Bestrafungen beim Regelverstoß. Selbst das Volk, als geschlagene Bauern am Rand des Spiels verlangen diese. Eine Form der zivilisierten Rache.

Ein Läufer, der gerade zieht ausgemustert und von einem Bauen ersetzt, der sich als pflichtbewusst bewies. Hin und wieder kommt es vor, dass sogar die Eliten die Regeln ändern, vor allem dann, wenn der König geschlagen ist. Plötzlich gilt er als unnütz und träge: Demokratien begreifen sich daher als Damen im Königsspiel. Sie haben längst den König wegrationalisiert. Die Damen ist nun das Bürgertum, dem aller Schutz gebührt. Eine Freiheit ist das allerdings nicht. Der Bauer bleibt nach wie vor ein frommes Ding, das seinen Gehorsam der Spielregel schuldet - oder: "Niemand steht über dem Gesetz!"

Heute gilt das Ziel dieses Kapitalismusspiels nun denjenigen, die immer noch mit der Figur eines Königs antreten. Das nennen sie "Kampf der Kulturen". Dabei spielen beide dasselbe Spiel. Ziel ist nicht nur das Schachmatt, sondern der physische Tod des Menschen, der den König darstellt und seinem Familienzweig.

Das ist aber nur eine Änderung der Spielregeln. Es ist kein Ende des Spiels. Es ist nur eine andere Variante. Die Willenlosigkeit der Figuren bleibt bestehen. Alles denkt und redet im diese der Regeln.

Spiele funktioniert eben immer nur dann, wenn es einen Gegenspieler gibt, der besiegt, ausgeraubt oder mit der Kunst der Marktwirtschaft in den Ruin getrieben werden kann. Genau hier versagt dann die mathematische Betrachtung. Rein theoretisch ist das Spiel gewonnen, aber aus den Zahlen und Nummern der verlieren, werden plötzlich Menschen, denen das Recht auf Existenz nicht abgesprochen werden kann. Ein Mensch existiert eben auch dann weiter, wenn er eine finanzielle Bankrotterklärung unterschreibt und sich als Verlierer anerkennt.

Es wird also Zeit, das Schachbrett zu verlassen - ohne Krieg der Marktschreiber die Existenz eines jeden Menschen zu erarbeiten. Es wird der Ort gesucht, wo die heutige Spieletheorie nicht mehr benötigt wird, um Menschenleben zu retten oder am Leben zu bleiben. Doch dieser Ort ist noch nicht gefunden und es ist auch nicht das biblische Paradies oder der Garten Eden: Dort sitzt ein alter Mann, der Eden als sein Eigentum begreift und jeden bestraft, der sich eben nicht an seine Spielregeln hält. Es muss also geklärt werden, ob die Erbsünde, der Diebstahl im Paradies, nur eine Fehlinterpretation der Natur ist. 

Die Spieletheorie ist daher nur eine Wissenschaft von Eliten, die nicht mehr wissen wollen was Existenzialismus ist.

Das ist das, was Kant der Welt sagen wollte: Gebrauche deinen Verstand ohne Fremde Anleitung! D. h.: Ohne die Regeln der Kunst, das unsägliche Spiel als zu verteidigende Kultur und Zivilisation zu begreifen. Nach der Systemkritik, kommt nämlich die Zivilisationskritik.

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