Dienstag, 23. Februar 2016

Definition von ELITE

"ELITE" ist ein beliebtes Wort. In den 1970er wurde die Elite auch als Establishment bezeichnet. Doch was ist Elite? Wer ist mit Elite gemeint?

"Elite" sind diejenigen in unserer Zivilisation, die das Privileg eines bezahlten Arbeitsplatzes haben. Mit diesen Einkommen waren oder sind sie in der Lage einen kleinen Wohlstand zu erkaufen. 

Sie dominieren den politischen Willen einer Gemeinschaft, die nur darauf ausgerichtet ist, jedem eine Einkommensmöglichkeit zu gewährleisten. 

Solche Gesellschaften nehmen daher billigend Wirtschafts- und Ölkriege in Kauf. Sie sind aber gleichzeitig dazu in der Lage diese aus moralischen Gründen zu kritisieren. 

"Eliten" sind in der Lage alles unter Ausblendung des "menschlichen Aspektes" zu bewerten und zu fordern. Daher muss als bewiesen angesehen werden, dass die Zivilisation mit ihren Eliten nichts mehr hasst, als die Menschlichkeit. Mit Menschlichkeit lässt sich kein Geld verdienen. Menschlichkeit schafft keine Arbeitsplätze usw. 

Der Ausscheidungskampf in der Zivilisation 


Deutschland besteht daher zu einem sehr hohen Prozentsatz aus "Eliten". Dazu zählt die glückliche Verkäuferin mit ihrem Einkommen genauso, wie der Unternehmer mit seinen Millionen. Selbst der Arbeitslose ist ein Teil dieser "Elite", weil er ein simuliertes Einkommen durch das Staatswesen und seinen Regeln erhält, das er bzw. seine Vorfahren erzwungen haben. 

Eliten verfügen über keine wirkliche Empathie, auch wenn Sie diese immer so benennen. Ihre Empathie beschränkt sich lediglich auf das Diktat der freiwilligen Unterwerfung, um "blutige Kriege" zu vermeiden. Aus diesem Grunde werden sie in den eigenen Reihen für Friedenstifter und Diplomaten gehalten.

Den heutigen "Eliten" geht es daher nicht um eine Ausweitung ihres Staatsgebietes, denn das würde dazu führen, dass Völker in denselben Genuss von Sozialleistungen gelangen würden, wie die sie selber. "Eliten" beschränken sich darauf durch Verträge und Vereinbarungen, die Rohstoffe anderer Länder abbauen zu können, ohne dass die dortige Bevölkerung einen Vorteil davon hätte. 

Wer gegen diese Grundsätze der heutigen Zivilisation und Kultur verstößt, dieses Diktat nicht akzeptiert wird zu einem Terroristen stilisiert. Darauf rechtfertigen Eliten die gezielte Tötung, aber auch Krieg als eine notwendige und natürliche Reaktion auf Ungehorsamkeit gegenüber der Rechtsstattlichkeit. 

Wohlstand als Privileg für Elitenmenschen


Das führt dazu, dass die deutsche Bundeswehr in Afghanistan "die deutsche Demokratie" verteidigt oder wie in Syrien einen Bürgerkrieg erst durch Aufrüstung ermöglicht, um hinterher als "Friedensstifter" die gewünschte Regierung einzusetzen, die ihren Nutzen darin sieht, den Eliten zu dienen. 

"Eliten" leben in der Überzeugung, dass nur ihnen alleine die Vorzüge der Zivilisation mit ihrem Reichtum gebühren. Sie leiten davon ab, dass andere Völker in Armut leben müssen, weil es ihr Schicksal ist.

Der Mensch als Elite ist daher ein absolut rücksichtsloses Individuum, das mit allen Raffinessen der Rechtsstaatlichkeit seinen Vorteil versucht durchzusetzen. Die Elite ist allerdings auch ein sehr bissiges Raubtier, wenn es darum geht, sich den eigenen Richtlinien unterordnen zu müssen.

Das Problem der Zivilisation

Das Problem der Zivilisation ist nicht unbekannt. Die Zivilisation ist ein moralisches Regelwerk, das den knallharten Ausscheidungskampf zur Tugend machte. Daraus ergibt sich die oben beschriebene Diskrepanz zum Aspekt der "Menschlichkeit". Zivilisation ist daher nur lebbar, wenn die Menschlichkeit gegenüber den Zielen der Zivilisation - die unmissverständlich als Reichtum und Wohlstand benannt werden müssen - erst an zweiter oder dritter Stelle kommt. 

Zivilisation ist daher auch eine Form von Tiefenpsychologie. Zivilisationen streben danach, die eigenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit als "notwendiges Übel" zu bezeichnen. Dazu zählen Kriege genauso, wie die heutigen asymmetrischen Kriege gegen den Terror, die Drogen, die Schlepper, die Mafia usw.

Es sind psychologische Kampfmittel, die von Zivilisationen eingesetzt werden, um offene Auseinandersetzungen als knallharten Ausscheidungskampf zu vermeiden. Sie leben in der Vorstellung, das seinen "unblutige Kriege" und daher "gute Kriege". 

Solange also die Menschheit die Zivilisation als einen Fortschritt in der menschlichen Evolution bezeichnet, wird sich diese mentale und emotionale Abhängigkeit zum Faschismus nicht abhängen lassen. 

Eine Zivilisation kann mit der Gleichheit aller Menschen nicht gelebt werden. Das ist jedem bekannt. Leider führt diese Erkenntnis nicht zur Zivilisationskritik, sondern eben nur zum ganz normalen Auslöschungsverhalten, das wir gerade jetzt wieder ganz extrem erleben. 

Russland Premierminister Medwedew hatte dies treffend in seiner Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz formuliert. Er meinte, dass dieser Krieg gegen die IS leider die ganz normale Folge der Zivilisation sei. Da müssen wir nun durch. 

Derartige Erkenntnisse sind von europäischen oder amerikanischen Politikern oder Aktivisten nicht zu erwarten. Das mag daran liegen, dass die orthodoxe Religion einen Zugang zur allgemeinen Verantwortung von Verbrechen verankerte, die dem katholischen Christentum als Idee für die Rechtsstaatlichkeit fehlt. 

Es gibt keine schuldigen Einzeltäter - Das Elend ist der Wille des Menschen


Orthodoxe Menschen wissen darum, dass die Ursache eines jeden Einzelverbrechens oder Krieges, in der Summe aller Fehlentscheidungen der gesamten Menschheit liegt. Sie leben nicht in der Vorstellung, dass es Einzeltäter gibt. Sie suchen nicht nach Schuldigen, um diese zu richten, damit die Illusion von Bereinigung entsteht. 

Europa und auch die USA sehen sich daher als Elite, die sich genau dieser Verantwortung nicht stellen will. Die Instabilität der Welt und all die Kriege dieser Welt haben ihre Ursache im "Elitendenken" (Definition - siehe oben). Ich meine nicht die entfernte Elite, die im TV, Reden schwingt oder sich zu politischen Wahlen stellt. Ich meine die Elite in jedem Einzelnen! Die Elite in dir und auch in mir. 

Der europäische Mensch muss lernen sich gegenüber sich selber demütig zu zeigen. Er muss Demut gegenüber der Menschlichkeit in sich selber zeigen. Er muss die Menschlichkeit als oberste Priorität anerkennen und nichts wollen wollen, das diese Menschlichkeit in irgendeiner Art und Weise beschämt, verletzt oder umgeht. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, auch dann nicht, wenn die momentane Existenzdefinition durch ein Mehrwertsystem (Vernunft) in der Logik etwas anderes suggerieren will.

Doch dann ist er wieder an dem Punkt angekommen, wo er der Zivilisation entsagen müsste. Das ist ihm allerdings nicht möglich, weil in seiner Vorstellung das Ende der Zivilisation, die Primitivität liegt. 

Dabei ist zu beachten, dass alles was der Elitemensch - der zivilisierte Mensch - als Natur begreift, gilt für ihn als primitiv. So gilt für ihn das Töten mit der eigenen Hand, als primitiv. Als unprimitiv, also zivilisierte sieht er allerdings das Töten aus der Distanz an: die Drohnenangriffe, die Bombenabwürfe usw. 

Eliten sagen sich: Was ich nicht sehe, existiert nicht! Das ist das, was unsere Zivilisation heute unblutige Kriege nennt und es auch so sehen will (Vorstellung als Realität). So würden die Elitemenschen (Herrenmenschen) in Deutschland und Europa gegenüber Griechenland einen harten Ausscheidungskampf veranstalten: Sie aus der EU werfen, den Staat verkaufen usw. - nur um am Ende mit geheuchelter Humanität das verarmte Volk mit Spendenpaketen zu unterstützen. Nichts anderes ist der Charakter der Eliten und der Zivilisation.

Charakter

Charakter bedeutet: Im richtigen Augenblick dazu sagen und zu tun, was vernünftig ist, auch wenn es gegen die Grundsätze der Menschlichkeit verstößt. In diesen Zeiten hilft also nicht die Vernunft, sondern eben der Verstand - siehe Kant, Nietzsche und Engels. Ich weise absichtlich auf Engels hin, weil er nicht in direkter Verbindung zum Marxismus gesehen wird. 

Auch der Marxismus ist nur eine zivilisatorische Regelung, die nicht in der Lage ist, sich dem Ausscheidungskampf der Zivilisation zu verweigern. Sie ist lediglich ein Denkmodell, das anstrebt, den Ausscheidungskampf zu unterdrücken und eine höhere Akzeptanz des Verlierens als neuen Charakter anzusehen. 

Die Psychologie der Zivilisation


Marxistische Ideen können erst dann in einer Gemeinschaft realisiert werden, wenn zuvor ein knallharter Kapitalismus das Land verwüstete. Daher ist der Marxismus nur eine andere Variante des Kapitalismus. Geboren aus der Vorstellung, dass Zivilisation ein natürliches Verhalten des Menschen sei. Ein Marxismus kann daher nur aus der Erfahrung des Kapitalismus betrieben werden. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass viele Elemente des sogenannten Liberalismus eine Denknähe zum Marxismus aufgreifen.

Heutige Denkmodelle versuchen die Ideen des Kommunismus mit dem Privatkapitalismus zu verknüpfen. Deshalb wird heute wieder einmal viel von „Allgemeinwohl“ und „Schwarmintelligenz“ gesprochen. Es zielt darauf ab, ein Staatswesen zu entwickeln, wo der Arbeiter wie in einem Ameisenhaufen, ganz selbstlos den Leistungsträgern dient. Aus Verständnis für den Reichtum sogar kostenlos aus Liebe und Zuneigung zu seinen Herren arbeitet. So wird behauptet, dass ein Beruf, eine Berufung sei usw. Doch in Wahrheit agiert die Natur und auch der Ameisenhaufen nicht nach der Psychologie der Zivilisation. Möchte der Mensch den Ameisenhaufen als Vorbild für seine Zivilisation, müsste Angela Merkel alle Kinder in Deutschland gebären. Doch das funktioniert nicht! Nicht wahr?

Das Missverständnis mit der Schwarmintelligenz


Warum soll ich also den Ameisenhaufen als Vorbild für mein Verhalten nehmen? Damit ich selbstlos arbeite? Am besten ohne Lohn? Keine Ansprüche habe und die menschlichen Ameisenköniginnen und Könige logieren in Villen, weil sie Leistungsträger sind? Damit wären wir wieder bei der seltsamen Demut – siehe oben. 

Dazu zählt auch der Nazismus, der wohl besser als Nationalsozialismus aus Deutschland bekannt ist. Selbst der Neoliberalismus ist nichts anderes als eine weitere zivilisatorische Entwicklung, die den knallharten Ausscheidungskampf dieser Logik zu einer angeblichen natürlichen, menschlichen Lebensform stilisiert ohne die Grundsätze von dem was als Kultur bezeichnet aufgeben zu können. 

Fazit: "Elite" ist in den europäischen und us-amerikanischen Gebieten. Diese werden oft auch als Herrenmenschen bezeichnet. Sie leben nach dem Grundsatz: Was mir gut tut, tut auch anderen gut. Ayn Rand machte dieses Leitmuster wieder als Objektivismus zur Mode. 

Sie stilisierte den Egoismus zu einem sozialen Verhalten und behauptet, dass der Egoismus und das Streben nach dem eigenen Nutzen, auch die sozial Schwachen bevorteilt. Ein Beispiel: Der Egoismus der Unternehmer, niedrige Löhne zu bezahlen, tut ihm gut und daher auch den übrigen Menschen, denn sonst hätte er gar kein Einkommen. 

Damit wären wir wieder bei der Demut!

http://politikprofiler.blogspot.com/2016/02/definition-von-elite.html

http://politikprofiler.blogspot.com/2016/02/die-emotionale-und-mentale-abhangigkeit.html


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