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Donnerstag, 11. Februar 2016

Nahles (SPD): Die Oligarchie und Demokratie macht Neoliberalismus

Anmerkung für meine treuen Leser (nicht teuren – ich verdiene damit kein Geld - bin daher kein Leistungsträger dieser Gesellschaft und scheine daher wertlos, da unhonoriert und unerfolgreich), die der Vorstellung von Demut abtrünnig geworden sind: die sogar wissen, dass die Natur niemals Knechte und Herren als Menschen gebiert.  
Die Menschheit braucht keine neuen Führer, keine neuen Systeme, sondern einen anderen Geist, mit dem sie die Natur begreift.

Weder Philosophie noch Mathematik oder Physik bringen die Menschheit zur Erkenntnis. Erst wer lernt zu denken ohne diese fremde Anleitung, hat Chancen seinen Geist zu finden und erschließt sich damit einen Weg in das Undenkbare. Nur das ist der Weg zur Utopie, mit dem heutigen Geist führt allerdings kein Weg dorthin. 


Text für oligarchische Demokraten:

Wer mit einem oligarchischen Verständnis (Mehrwertsystem) von Existenzbewältigung eine Demokratie betreibt, ist kein Demokrat. Wir leben auch in keiner Leistungsdemokratie, sondern nach wie vor in einer Oligarchie, die zum Grundwesen und Charakter eines jeden Individuums geworden ist. Selbst die demokratischste Abstimmung in diesem Bewusstsein ist lediglich ein Beweis dafür, dass selbst der Absolutismus in Mehrheitsabstimmungen überleben kann.



Dieser oligarchische Geist hat auch Andrea Nahles (SPD) übermannt. Die ehemalige Linke der SPD ist zur oligarchischen Arbeitsmarktpäpstin herangereift und im wahrsten Sinne des Wortes zur Erleuchtung gekommen.

Es gibt nicht einmal Überlegungen hohe Einkommen anders zu besteuern als die kleinen Einkommen. Das gilt als Verstoß gegen das Gleichheitsgebot. Der Unsinn, der sich dahinter versteckt, wird allerdings in der breiten Masse nicht wahrgenommen. Schließlich verstoßen ungleiche Einkommen genauso gegen das Gleichheitsgebot. Doch dafür reicht das Verständnis eines oligarchischen Demokraten nicht. Nicht einmal ein oligarchischer Sozialdemokrat oder oligarchischer Marxist kann das aus eigener Kraft für sich als Erkenntnis erarbeiten. Sie sind daher allesamt nicht in der Lage ihren eigenen Verstand ohne fremde Anleitung zu gebrauchen.

Es ist eine Farce, wenn Menschen mit hohen Einkommen sich als Wohltäter stilisieren, indem sie sich freiwillig in der gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung versichern. Das muss sogar jeder andere normale Mensch auch tun. Er ist dazu verpflichtet. Tut er es nicht, kommt die Staatsgewalt. Wer reich bzw. den Zugang zu hohen Einkommen hat, ist von dieser Pflicht befreit. Was im Grunde genauso gegen das Gleichheitsgebot verstößt.

Diese Beispiele können noch endlos fortgesetzt werden. Wir leben daher nachweislich und unumstößlich in einer oligarchischen Gesellschaft, die in sich schon so weit entwickelt ist, dass sie selbst in demokratischen Mehrheitsentscheidungen ihre geistige Grundhaltung zum Ungleichheitssystem niemals aufgibt.

Solche Gesellschaften sind daher gar nicht mehr in der Lage innerhalb ihrer selbst aufgestellten Regeln und Normen für wirkliche Gleichheit der Menschen zu sorgen. Ihre Grundeinstellung besteht darin, die Ungleichheit der Menschen aufrechtzuerhalten und das Streben nach Gerechtigkeit lediglich als Privileg zu nutzen, noch mehr Privilegien per Gesetz zu formulieren.

Das ist wohl das, was in der Phase der Aufklärung als Dekadenz beschrieben wurde und auch damals noch als solche verstanden war. Heute allerdings hält ein jeder die Dekadenz für das ganz normale Glück und Streben eines jeden Lebens.

In Deutschland muss nicht nur das Kabinett und/oder das Parlament ausgetauscht werden, sondern der oligarchische Wähler muss endlich zu Verstand kommen und erkennen, dass mit Alternativen oder neue oligarchische Strukturen in einer Demokratie, keine Gerechtigkeit zu erlagen ist. Jede Gerechtigkeit, die oligarchische Demokraten ausbrüten und als imperative Lebensregel für alle durchgesetzt sehen wollen, sind lediglich noch eine weitere Portion Ungerechtigkeit auf die bereits vorherrschende Ungerechtigkeit, die als Gerechtigkeit gilt, ein weiteres Sahnehäubchen.

Am unteren Ende der gesamten Menschheitsoligarchie, die im Überlebenskampf um eine Klassenzugehörigkeit durch einen bezahlten Arbeitsplatz kämpft, erstickt gerade unter all diesem Unrecht, das wir Gerechtigkeit nennen.

Gerechtigkeit beginnt da, wo jeder gleich viel verdient, ob Arbeiter, Angestellter, Unternehmer oder Beamte ... oder auch Politiker. Jeder bekommt gleich für seinen Dienst an der Allgemeinheit, die dann die Wirtschaft ist. Erst ab diesem Zeitpunkt ist selbst ein oligarchischer Demokrat bereit die Summe seiner Erfahrungen als Lüge zu erkennen. Erst dann ist er in der Lage die Ungleichheit in seiner eingebildeten Gleichheit zu formulieren. Er dann bekommt sie Worte und damit einen Logos.

Nur so kann ein neuer Pathos entstehen, der bereit ist, all dieser Ungleichheit den Sinn des Verständnis zu rauben. Erst dann begreifen die Armen dieser Welt, dass sie den Reichtum nicht zum Überleben brauchen.

Frau Nahles sei gesagt: Treten Sie zurück! Sie machen nichts besser, nur noch schlimmer. Schlimmer machen ist in dieser oligarchisch gefasstem Demokratieverständnis keine Kunst, sondern der normalisierte Irrsinn. Ein jeder, der sich daran mit Worten oder Taten beteiligt, macht sich gegenüber der wirklichen Gerechtigkeit schuldig.

Bevor nun die Truppen der Alternativen sich selbst anfange zu bejubeln - auch ihnen sei gesagt: Ihr seid nichts anderes als Oligarchen, die nur danach streben die besseren Herren von anderen Menschen zu sein, um sie unter der Behauptung der Gerechtigkeit, noch edler, noch effektiver und mit noch besseren Gewissen ausbeuten zu können.

Wirkliche Demokraten streben nach der Gleichheit aller Menschen und nicht nach der Ungleichheit im Einkommen, um Güte und Nächstenliebe als edles Gemüt zu feiern. Das ist Heuchelei!

Alles, was heute als Wert bezeichnet wird, ist kein Wert. Es ist nur ein Unterschied, der als Wert, aufgrund eines falschen Geistes, gelten will. Nach diesem goldenen (aber hinfälligen) Prinzip funktioniert jedes Mehrwertsystem, Leistungsgesellschaft, Monarchie oder auch das heutige Verständnis von Demokratie. Selbst die angebliche Menschenwürde ist nur eine oligarchisch definierte Würde eines Leistungsträger. Wer nicht als Leistungsträger benutzt werden kann, hat daher auch rechtlich gesehen kein Anrecht auf ein Existenzrecht. Er ist noch mehr gezwungen, in Demut zu leben und sich als Knecht seines Herren zu erweisen.

Daraus rührt auch die Geringschätzung von Arbeitslosen in unserer Gesellschaft. Wird sich die Wirtschaftslage noch weiter zuspitzen, werden oligarchisch denkende Demokraten wieder Lager für Nichtleistungsträger bauen, Grenzen schließen und sonstige Sicherungsmaßnahmen ergreifen.

Die heutige Menschheit ist das Opfer ihres eigenen Geistes. Die sogenannte selbst verschuldete Unmündigkeit. Diese kann nur überwunden werden, wenn ein jeder seinen Verstand ohne fremde Anleitung und der Summe seiner Erfahrungen benutzt.

Die Menschheit braucht keine neuen Führer. Keine neuen Systeme, sondern einen anderen Geist, mit dem sie die Natur begreift.

Kommentare:

  1. "Gerechtigkeit beginnt da, wo jeder gleich viel verdient, ob Arbeiter, Angestellter, Unternehmer oder Beamte ... oder auch Politiker. Jeder bekommt gleich für seinen Dienst an der Allgemeinheit"

    Und was bekommt der, der nicht in der Lage ist, "seinen Dienst" an der Allgemeinheit zu leisten, wie es die Allgemeinheit im dann erwartet?
    Entsteht dann nicht wieder eine neue Ungleichheit?
    Wenn du sagst, jeder bekommt gleich viel für seinen Dienst an der Allgemeinheit, bedeutet das konsequent zu Ende gedacht, dass derjenige,der keinen Dienst an der Allgemeinheit leistet - unabhängig ob er kann oder nicht kann - von diesem Prinzip ausgeschlossen ist.

    Das Grundeinkommen dagegen sagt nicht, "Jeder bekommt gleich für seinen Dienst an der Allgemeinheit" sondern, es sagt, "Jeder bekommt gleich weil er ein Mensch ist".

    Erich Fromm schrieb: "Es gibt zwei Formen menschlicher Gewaltandrohung - die Androhung direkter physischer Gewalt und die Androhung des Entzugs der lebensnotwendigen Existenzmittel."
    Alle Systeme, die nur die Entlohnung von Leistung vorsehen, sind Gewalt gegen Menschen. Das Grundeinkommen entkoppelt auf individueller Ebene bezahlte Leistung und die grundlegende Existenzsicherung eines jeden Menschen.
    Der Wert des Menschen ist in seiner Würde begründet, nicht durch seinen Wert auf dem Arbeitsmarkt oder durch seine Leistung.

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  2. Es ist doch eine Überlegung wert, wenn jeder mit seinem TUN innerhalb der Gesellschaft - nicht der Wirtschaft - gleich viel als Lohn erhielte. Auch ein Unternehmer hätte kein Recht auf mehr. Egal wie viel Menschen unter seinem Namen für die Gemeinschaft arbeiten. (Verstehst Du wie ich es meine?)

    Diese Überlegung soll ja nur dazu dienen sich aus dem Hamsterrad rausdenken zu können. Es ist nur ein intellektueller Anspruch an meine Leser - mehr nicht. Er dient nur zum Kopffreimachen - um die heutige Spieletheorie als Grunddenkmuster ablegen zu können.

    Vielen Dank für Deinen Kommentar.

    Passagenweise mag Herr Frommer sinniges gesagt haben, aber seine Schlussflogerungen aus den eigenen Analysen sind dennoch falsch. Dasselbe gilt auch für Sokrates und Platon.

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  3. Danke für deine Antwort.

    Die Überlegung, dass jeder für sein _Tun innerhalb der Gesellschaft_ (so hatte ich es auch verstanden) gleich viel Lohn erhält, ist ja nichts neues. Aber ich glaube nicht, dass das funktionieren wird. Abgesehen davon, dass alleine deshalb eine Ungleichheit entstünde (weil Lohn ja immer nur an Arbeit/Leistung gekoppelt ist und wie gesagt Menschen die nicht können oder wollen zwangsläufig da rausfallen würden), wird es schwierig, eine Gesellschaft davon zu überzeugen, dass z. B. eine Krankenschwester, die sich für ihre Patienten aufopfert, genauso viel bekommt, wie jemand, der z. B. Zigaretten herstellt. Vielleicht wirst du nun einwenden, dass ja heute eine Krankenschwester weniger verdient als ein Bänker. Das wird aber auch heute von vielen als ungerecht empfunden (womit ich NICHT sagen will, dass die Lohnungleichheit, so wie sie heute ist, bestehen bleiben sollte). Würden nun alle den gleichen Lohn für ihre Arbeit bekommen, würde es auch als ungerecht empfunden. Es ändert sich eigentlich nichts am Problem der empfundenen Ungerechtigkeit. Und auch selbst innerhalb ein und der selben Tätigkeit würde es als ungerecht empfunden, wenn der eine fleißig ist und der andere ständig Pausen macht oder blau macht und den selben Lohn erhalten würde wie der Fleißige.

    Zum letzten Absatz: Inwiefern sind Fromm's Schlussfolgerungen falsch? Oder machen wir es konkret. Inwiefern ist Fromm's Aussage in o. g. Zitat falsch?

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  4. Teil 1:
    Überlegungen sind bei mir nicht gleichgesetzt mit Lösungsvorschlägen. Überlegungen - Wie bekommen alle gleich viel? - sind eine ganz logische Schlussfolgerung eines zivilisierten Menschen, der aus der Summe seiner Erfahrungen einen Ausweg sucht, zu überleben. (Ausscheidungskampf) Der Mensch erkennt intuitiv, dass hier eine Ungleichheit vorliegt. Wird sie allerdings als Zukunftsszenario präsentiert, lehnt er es vehement ab.

    Meine "Überlegung" ist daher eher psychologischer Natur. So bekommt der Leser die Möglichkeit sich mit seinen eigenen Überzeugungen kritisch auseinanderzusetzen.

    Deine Reaktionen sind daher ganz im Rahmen der Psychologie einer Zivilisation. Zivilisierte Menschen empfinden keine Gerechtigkeit darin, wenn alle gleich viel bekommen. Sie halten das für eine Anerkennung der Leistung und des Fleißes. Sie sind sich nicht bewusst, dass sie lediglich den Wert im Unterschied erkennen. "Fleiß" aber nur ein anderes Wort für Akkordarbeit.

    Der Einwand bei sozialen Berufen, dass diese mit dem Patienten reden müssen, weil es zum Berufsbild zählt und bezahlt werden sollte ist Ausdruck dafür. Er gibt erst Ruhe, wenn auf dem Lohnzettel "10. Min mit Fr. Maier geredet" abgerechnet werden kann.

    Noch weiter überlegt: Wenn unsere Gesellschaft sich die "Profi-Altenpflege" nicht mehr leisten kann und Opa und Oma wieder zuhause bleiben - wird genau dieser Altenpfleger arbeitslos. Was dann? Ein Gesetz, das jeden Alten zur bezahlten Pflege verpflichtet? usw.

    Den Menschen ist es einfach zur Gewohnheit geworden, diese Ungleichheit als Urwert auch noch zu verteidigen, weil sie irgendwo den Traum hegen, selber einmal zu den sogenannten Gewinner - oder besser, moderner - zu Leistungsträgern - zu werden.

    Daher würde ich mich freuen, wenn Du einfach mal "meinen Gedanken" aufnimmst - nicht zu deiner eigenen Meinung machst: Ihn weiter denkst. Denn wenn alle gleich viel für alles bekommen, was sie innerhalb der Gesellschaft leisten (auch ohne Lohn- und Gehaltszettel), verschieben sich automatisch und unwillkürlich die Werte. Die Bezahlung wird unwichtig. Die altbekannten Unterschiede sind weg. In meinem Modell habe ich explizit darauf hingewiesen, dass auch kein Unternehmer mehr bekommt - wie im BGE-Modell z. B. - egal wie viele Menschen er für seinen Reichtum, Arbeit gibt, die er geringer entlohnt, weil er meint ihm stünde mehr zu.

    Ein unternehmerisches Risiko gibt es nicht. Jede Pleite muss die Allgemeinheit bezahlen. Was denkst du wer den Rückbau der Atomkraftwerke bezahlt? RWE vielleicht? Nein die spalten sich auf. Die Atomkraftwerksparte geht pleite und der Privatmensch muss aufräumen. "Unternehmerisches Risiko als Rechtfertigung für Luxus und Reichtum" sind ein Märchen. Deshalb schimpfte Marx so über das anonymisierte Kapital.

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  5. Teil 2:

    Du weiss sicher, dass es mir und meinen Leser hauptsächlich um die methaphysische Ebene geht. Sie ist sehr dicht an das geknüpft was Kant und Nietzsche anfingen zu entwickeln.

    Doch es geht weiter: Die Umwertung der Werte ist noch nicht verstanden worden: Kant mit dem Vorwurf der selbst verschuldeten Unmündigkeit ebenso wenig.

    Die Kontroverse, die mein Vorschlag bei Dir auslöste, war also ein Hinweis auf die "selbst verschuldete Unmündigkeit" nach Kant. Dein Geist erlaubt dir einfach nicht, die Vorstellung von der absoluten Gleichheit der Menschen leben zu wollen. (Das Wollen ist die Vorstufe zum Willen. Für das wollen zum Wollen ist der Geist verantwortlich. Hält dieser an den falschen Werten fest, kann der Wille nie richtig sein).

    Der nächste Schritt wäre daher: Warum liebt der zivilisierte Mensch die Ungleichheit? - Aber das ist eine Frage, die Du für Dich alleine klären solltest.

    Das Zitat von Frommer ist in seiner alleinstehenden Aussage nicht falsch, aber er hat daraus eben wie viele andere, die falschen Schlüsse gezogen und diese auch noch publiziert. Leider haben viele seine Meinung zur eigenen gemacht, weil sie eben so wunderbar zivilisiert ist.

    Anmerkung: Wir unterhalten uns gerade über den von "Norbert Ellias" formulierten "Prozess der Zivilisation". Er stellte fest, dass die Zivilisation ein knallharter Ausscheidungskampf ist (soziale Missstände usw. bis Krieg). Er formulierte auch, dass je länger eine Zivilisation gelebt wird, diese Ausscheidungskämpfe immer mehr tabuisiert werden und von den Mitgliedern gar nicht mehr als solche angesehen werden können.

    Ich persönlich würde es noch erweitern und sagen: Der zivilisierte Mensch lebt in der Überzeugung, dass Ungleichheit seine Natur sei. Er hält die Ungerechtigkeit für ein Naturgesetz. Diese Kaltschnäuzigkeit offenbart sich heute in den Vorstellungen, "Wer nicht arbeitet, braucht nicht essen!" Zivilisierte Menschen sind dazu erzogen, sich vom Elend abzuwenden. Wir es zu große, empfinden Sie es sogar als Feind. "Und bewahre uns von dem Übel" - Grundgebet der Christen.

    Doch nun möchte ich schließen. Die Ausführungen sind jetzt schon wieder zu lange geraten.

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    1. Danke für deine ausführliche Antwort.
      Auf ein paar Punkte möchte ich eingehen (nicht auf alles, weil das den Rahmen sprengen würde).

      „Daher würde ich mich freuen, wenn Du einfach mal "meinen Gedanken" aufnimmst - nicht zu deiner eigenen Meinung machst: Ihn weiter denkst.“

      Eben das habe ich ja nicht gemacht - ihn zu meiner eigenen Meinung gemacht, sondern weitergedacht, wie es wäre, wenn jeder den selben Lohn bekäme. Und ich komme zu dem Schluss, dass es nichts am Problem ändert.
      Solange der Mensch glaubt, nur eine Daseinsberechtigung zu haben, wenn er etwas leistet, solange haben wir dieses Dilemma (meine Meinung).

      „Denn wenn alle gleich viel für alles bekommen, was sie innerhalb der Gesellschaft leisten (auch ohne Lohn- und Gehaltszettel), verschieben sich automatisch und unwillkürlich die Werte. Die Bezahlung wird unwichtig.“
      Wenn die Bezahlung nicht an Leistung, sondern an die Daseinsberechtigung als Mensch geknüpft ist - ja. Aber m. E. nicht wenn die Bezahlung an Leistung geknüpft ist.
      Im Grunde macht es m. E. auch wenig Sinn, allen Menschen das gleiche an Lohn für ihre Leistung zu geben.
      Der Mensch braucht Wohnung, Kleidung, Essen und ein Mindestmaß an sozialer und kultureller Teilhabe, um existieren zu können. Also wieso macht man das nicht bedingungslos für alle? Angesichts der fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung sehe ich kein Problem darin, jedem Menschen diese Basis garantieren zu können. Dann wäre jeder Mensch frei, das zu tun, was er für sinnvoll hält – wo er sich einbringen möchte. Niemand wäre gezwungen, etwas zu tun was er nicht will, um an Einkommen zu kommen um leben zu können. Wenn alle den gleichen Lohn bekämen, würde sich wie gesagt an dieser Problematik nichts ändern - der Zwang würde bestehen bleiben. Erst wenn man Einkommen und Arbeit voneinander abkoppelt, entsteht die Freiheit das zu tun, was man tun möchte.

      „Dein Geist erlaubt dir einfach nicht, die Vorstellung von der absoluten Gleichheit der Menschen leben zu wollen.“
      Das unterstellst du, aber es ist m. E. nicht zutreffend. Ich sehe ja gerade mit einer Idee wie der des Grundeinkommens den ersten Schritt zur absoluten Gleichheit des Menschen.
      Jeder bekommt das Gleiche, weil er ein Mensch ist.
      Du meinst sinngemäß, jeder bekommt das Gleiche für seine Leistung.

      „Der zivilisierte Mensch lebt in der Überzeugung, dass Ungleichheit seine Natur sei. Er hält die Ungerechtigkeit für ein Naturgesetz. Diese Kaltschnäuzigkeit offenbart sich heute in den Vorstellungen, "Wer nicht arbeitet, braucht nicht essen!"“
      Und genau diese Problematik würde in einer Gesellschaft, in der jeder dasselbe für seine Arbeit bekommt, bestehen bleiben:
      Wenn Lohn an eine Arbeit gebunden ist, heißt das - nur der, der arbeitet, bekommt einen Lohn. Selbst wenn es möglich wäre, dass für jeden eine bezahlte Tätigkeit vorhanden wäre (was schon mal fraglich ist), dann würde sich bei einigen, wenn nicht vielen, Menschen die Problematik stellen, dass sie nicht das tun können, was sie wollen, weil es entweder keine Nachfrage nach ihrer Leistung in der sie gut sind, vorhanden ist, oder weil das was er gerne tun möchte und gut kann, von jemand anderen schon gemacht wird. Also muss er das machen, was noch frei ist, weil ja sein Einkommen, um leben zu können, an seine Leistung/seine Arbeit gebunden ist. Alle bekommen zwar den selben Lohn, aber wirkliche Gleichheit und Freiheit ist das noch nicht. Ich bleibe dabei: Erst wenn Einkommen und Arbeit voneinander getrennt werden, dann kommen wir aus dem Dilemma raus.

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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