Montag, 31. Oktober 2016

Autobranche: China schlägt mit eignem CO2-Handel zurück

BYO E6-  80 kWh Batterie liegt diese bei rund 400 Kilometern.
Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h
Der CO2-Zertifikatshandel der alten Industriestaaten ist bekannterweise sehr ungerecht gegenüber China aufgestellt und wurde auch schon mehrfach von China gerügt. Nun schlägt China zurück und macht seine eigene Zertifikatsregel für E-Autos auf dem heimischen Markt. 

Ab 2018 müssen Autohersteller für die in China absetzen Autos eine Form von Kreditpunkten sammeln. Diese gibt es allerdings nur für Elektroautos. Daraus ergibt sich für 2018 ein Mindestabsatzziel von acht Prozent (8%) für E-Autos; in 2019 sollen es dann zehn Prozent (10%) sein; 2020 dann zwölf Prozent (12 %).

Kann der Autohersteller diese Ziele nicht einhalten, muss er seine Produktion drosseln oder Kontingente von chinesischen Firmen dazu kaufen. Ähnlich dem von den alten Industrieländern ausgedachten CO2-Handel. Doch in diesem Falle ist zu erwarten, dass die deutschen Medien das chinesische Verhalten als sehr ungerecht darstellen werden und damit schon wieder den Boden der Neutralität verlassen und zu einem Meinungsmedium werden.

Für VW bedeutet dies bei einem Absatz in 2018 von 3.000.000 Fahrzeugen, dass 60.000 E-Autos verkauft werden müssen oder 120.000 Hybrid-Autos.

China ist nicht blöde


CO2-Emissionen in Tonnen pro Kopf und Jahr
in einigen Ländern und im weltweiten Durchschnitt.
Zahlen von OECD und dem schweizerischen BUWAL,
mit Berücksichtigung grauer Energie
in importierten und exportierten Produkten,
siehe die Webseite
http://assets.wwf.ch/downloads/8_weitentfernt_dt.pdf.
Die Zahlen sind leider ziemlich alt (2003)
und deswegen vor allem für China nicht mehr aktuell.
Man beachte aber, dass graue Energie für
sinnvolle Vergleiche berücksichtigt werden muss,
die meisten vagabundierenden Zahlen dies jedoch nicht tun.
Eine wunderbare Retourkutsche für die "Great Old Nations" aus China. Die einen Nobelpreis für kapitalistische Intelligenz verdient. Eigentlich war der CO2-Handel doch dafür gedacht, dass China die alten Industrienatonen als Gegenleistung für seinen industriellen Aufstieg finanziert, während sie sich als Umweltschutzmarke verkaufen. 

Nun dreht China den Spieß einfach um und all die schlauen Ökonomie-Rechenkünstler, die sich längst zu Gesetzesschreibern aufgemantelt haben, sitzen jetzt mit dummen Gesichtern in ihren Unternehmensberatungsbüros und wissen nicht mehr was sie tun sollen. Leidtragende dieses Versagen der sogenannten Elite ist wieder einmal der Arbeiter, der insbesondere in Deutschland der Altersarmut ins Auge blickt und der jüngere Arbeitnehmer mit seinem Einkommen auf keinen grünen Zweig mehr kommt.

Mittlerweile ist die Demokratie in Deutschland und auch in Europa längst von Unternehmensberatern abgelöst worden. Das zeigt auch der Abschluss von CETA und der noch ausstehende Vertragsabschluss für TIPP.

Jede Maßnahme die nun wieder als angebliche Gegenmaßnahme von weiteren Unternehmensberatern ausgeheckt wird, der dann am Ende im Bundestag als Gesetz verabschiedet wird, ist nur ein weiteres Verarmungsinstrument der braven Bevölkerung, der niemand die eigentlichen Zusammenhänge erklärt.

Da bei ist es so einfach: NGOs gehören auch in Deutschland verboten und sie dürften erst recht nicht das Prädikat "Gemeinnützigkeit" erhalten. Selbst Gewerkschaften müssen auf ihre Gemeinnützigkeit überprüft werden. Wer Betriebsräte in Aufssichtsräte setzt, sollte sich nicht mehr Gewerkschaft nennen dürfen.

Ich höre die Chinesen lachen und die deutschen Medien wittern schon wieder einen chinesischen Komplott gegen das nationale Interesse der deutschen Nation - die Autoindustrie. 


Kommentare:

  1. Ja, so geht das im Kapitalismus. Und der Westen mit seinen "westlichen Werten" wird sich in China eine blutige Nase nach der anderen abholen können.

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  2. Ja - "der Westen mit seinen Werten" holt sich die blutige Nase an seinen eigenen Prinzipien. Lustig anzuschauen.

    AntwortenLöschen

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