Samstag, 4. März 2017

Ester Seitz: Wenn Faschisten sich als Opfer der Meinungsfreiheit darstellen

Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass es legitim ist, den Wert eines Menschen und dessen Lebensqualität von seiner Abstammung oder Geburtsort nach ökonomischen Berechnungen abzuleiten. Daher benutzen diese Menschen längst widerlegte Fakten als Ausgangsbasis für ihre Argumentationen.

Ester Seitz scheint eine junge Frau zu sein, die sich selber von dem Gefühl der Berühmtheit überwältigen ließ und nun einen Karren zieht, den ein freiheitlich, selbstständig denkender Mensch niemals ziehen würde.

Wer gegen Merkel und der von ihr verkörperte Neoliberalpolitik ist, muss nicht der Meinung von nationalistischen Ökonomiefreaks sein, die davon überzeugt sind, dass der Kapitalismus ein Naturgesetz ist und davon ableiten wollen, dass sich daraus ein natürliches Bewertungssystem für das Lebenslebensrecht und die Konsumfähigkeit von Menschen ergibt.

Eines sei an dieser Stelle angemerkt: Hitler wäre heute garantiert kein Faschist mehr, sondern ein überzeugter Neoliberalist. Er würde heute garantiert nicht mehr mit der Rassenkunde argumentieren, sondern die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Sozialkunde mit inkludierter Toleranz pochen. Wobei eigentlich der Faschismus doch nichts anderes ist als Neoliberalismus.

Ester Seitz gehört einer Gruppe an, die bemerkt haben, dass sie längst unter dem Blickwinkel des Faschismus, sie als "nützliche Menschen" durch das soziale Gitter ihrer eigenen ökonomischen Überzeugung gefallen sind oder in absehbarer Zeit fallen werden.

Deshalb ist sie auch nicht in der Lage den Neoliberalismus als Antihumanismus global zu kritisieren, sondern erkennt sich selbst als Menschenfreund, wenn sie das Bewertungssystem den Neoliberalismus überhöht und daraus einen modernen Natiolismus als Rationalität erkennt. Deshalb hält sie sich selbst für einen Antifaschistin und wird sich auch von nichts anderem überzeugen lassen. 

Solche Menschen leben von einer Überhöhung der Werte und nennen es auch noch Kultur.

Daher ist der Begriff "Faschist" für solche Überzeugungen aus meiner Sicht überholt. Man sollte sich dem Begriff "Herrenmenschen" bedienen. Im russischen wird das "Bandit" genannt. Wer von Herrenmenschen und deren Überzeugung infiziert ist, sollte nicht damit beginnen deren Logik zum erfinden einer besseren Welt zu verwenden. Es wird immer nur Unterschied, Unterdrückung und Ausgrenzung heraus kommen.

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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