Donnerstag, 19. Oktober 2017

Katalonien: Es ist eine Frage der Würde, aber Kapitalismus ist keine Demokratie

Im 21. Jh. steht der Fiskaleeffekt über jeder Form der Menschlichkeit. Menschlichkeit ist heute in Zahlen, Konten, Soll und Haben gefasst. Menschlichkeit ist nur noch dort anzutreffen, wo sich daraus ein Gewinn erwirtschaften lässte. Katalonien denkt genauso unternehmerisch wie Spanien, die EU oder Deutschland. Es möchte eigenständig Teil der EU werden und nicht mehr der Rückversicherer Spaniens sein. Eine ganz normale Reaktion, gegen den nur Gläubiger Einspruch erheben sollten, aber niemals Nichtbürger Kataloniens.

Ein Kennzeichen des Faschismus war schon immer die Privatisierung der Gewinne und die Verallgemeinerung der Verluste. Die Wirtschaft wird sich niemals freiwillig unter die sozialen Bedürfnisse von Mensch einordnen. Deshalb hat der Adel seine Vermögen und Ländereien niemals an die Demokratien als Staat abtreten müssen.

Die Reichen (Mächtigen und ihre Handlanger) versteckt sich heute hinter einem Rechtssystems, das Armut zum selbstverschuldeten menschlichen Makel des Einzelnen erklärt. Lediglich der Verlust von Gewinnen wird heute noch als staatliches Interesse anerkannt. Die steigende Zahl von Armut in europäischen Ländern gehört nicht mehr zur politischen Agenda.

Kapitalistische Systeme sind nicht demokratisch. Demokratie ist ihr Feind. Sie akzeptieren Demokratien nur dann, wenn sie die Entscheidungen produzieren, die dem System der Gewinnoptimieren positiv einwirken. Die Demokratie die dieses Prinzip nicht verfolgen, gelten längst als Unrechtsstaaten. Helmut Kohl verkaufte im Glauben das Richtige zu tun sogar die DDR mit seiner Treuhandbehörde an private Investoren.

Heute ist es Norm jedem Milliardär und Millionär mehr Rechte als Katalonien einzuräumen, aber an der Unabhängigkeit Katalonien sollen wir uns stören. Ich kann mir vorstellen, dass es weniger Aufstand geben würde, wenn Google oder Amazon den Staatenstatus beantragen würden. Dabei sind sie längst Staaten. Sie zahlen keine Steuern, egal in welchem Land sie ihren Firmensitz registieren. Sie sind Vagabunden und lassen sich von Nationen kostenlos die Infrastruktur für ihren Handel bereitstellen.

Nur unter Schmerzen wird der Kapitalismus Menschlichkeit wieder in sein Programm aufnehmen - als unvermeidbaren Verlust, der Gewinn schmäler ohne eine Gegenfinanzierung dafür zu verlangen. Das wird eine schwere Geburt - sehr schwer.

Lassen wir die Unabhängigkeit von Katalonien geschehen. Nur so können wir beobachten was der Kapitalismus ist und wie er sich der Staatsgewalt von Demokratien ganz einfach bedient. In Spanien haben wir gesehen, wie sich der Kapitalismus sein Recht mit Hilfe der Staatsgewalt durchsetzt.

Wir müssen erst lernen, was Faschismus ist. Faschismus wurde von Sokrates erfunden, um die Armen - unabhängig von Hautfarbe, Abstammung und Religion - die erkannte Menschenwürde der Aufklärung, nur den Eliten rational zuzusprechen.



Mut zur Courage, es wird immer erst schlimmer bevor es besser wird.

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Heute ist Politik nur ein Wirtschaftsdiskussion: Wer hat das beste Konzept zur Umverteilung der erzeugten Gewinne in der Marktwirtschaft. Doch diese Diskussionen werden hier nicht mehr geführt. Sie wurden als sinnlos erkannt und sind daher abgeschlossen.

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