Montag, 18. Dezember 2017

G20 Hamburg - Das Märchen von der friedlichen Demonstration

Angela Merkel & Co. wünschen sich friedliche Demonstration. Dazu fällt mir die das Märchen vom "blühenden Königreich" ein:

Es war einmal in einem fernen Land - ein wunderbares Königreich. Wohl geordnet und alles akkurat. Regiert von einem weisen König, umgeben von einem gefälligen Hofstaat. Das Königreich galt als reich, in mitten von blühenden Landschaften. In dessen Mitte sich wiederum ein riesiges Schloss befanden, in dem arbeiteten und lebten viele brave Menschen. Sie gingen ihrem Tagewerk nach und hatten nichts anderes im Sinne, als ihren Herren zu gefallen und deren Werte zu mehren. Sie waren alle genügsam und fromm (folgsam gegenüber der Obrigkeit).

Dem König in diesem wunderbaren Land wurde von allen großen Menschen des Planeten immer wieder bescheinigt worden, dass er sehr klug und weise regiere. Sämtliche Universitäten aller Lande verliehen ihm Ehrendoktortitel und Preise. An seinen Entscheidungen kam nie Zweifel auf, denn es gab keine. So beschloss er, dass in jeder Speise 10 g Salz sein sollen, egal wie groß oder klein die Portion sei, denn er kannte die Wichtigkeit von Salz für den menschlichen Körper studiert.

Die kleinen Suppenschüsseln der kleinen Leute waren so stets wohl gewürzt, aber die riesigen Pötte der Reiche schmeckten immer fade und langweilig. Das führte zum Begehren der Fürsten, Weisen und Großbürger, die mit dem König am Tische saßen. Er erkannte durch ihre Erklärungen und Argumente seinen Fehler und erhöhte die Salzportion pro Speise auf 100 g, auf dass die Fürsten ihre Suppen wieder genießen konnten. Nichts hasste er mehr als grimmige Berater und Unterhalter. Von da an waren seine Tischgefährten wieder gut gelaunt. Sie löffelten und schlürften ihre Suppen mit dem größten Vergnügen. Sie hatten nur Lob für die Weisheit seiner Majestät.

Überschwänglich diktierte er sogleich das große Salzfest mit viel Speis und Trank. Ein jeder sollte kommen, denn er liebte sein Volk. Als die frohe Kunde nun aller Orts bekannt war, wollte sich bei den kleinen Leuten keine rechte Freude einstellen. Sie schmeckten bereits das viele Salz auf ihrer Zunge und wie es beißend in den Magen hinunter ran. Sie saßen weder am Tisch des Königs, noch hatte sie sonst eine Möglichkeit mir ihm ins Gespräch zu kommen. Es war eben nur eine Liebe aus der Entfernung gebündelt mit der Pflicht der Friedfertigkeit.

Nur der stille Protest, war geduldet. Es kam keinem in den Sinn lautstark zu protestieren. Nur ein paar Mutige bastelten sich Plakate auf denen zu lesen war: "Zu viel Salz in der Suppe ist tödlich". Als sie damit am Festplatz erschienen, riss ihnen die Leibwache des König pflichtbewusst die Plakate aus den Händen und schickten sie wieder nach Hause. Wer sich wehrte wurde eingesperrt oder kam Tage später an den Pranger. Keine Kritik sollte die Stimmung des Festes trüben. Der König sah an diesem Tag nur lachende und fröhliche Gesichter.

Die Braven löffelten Ihre Suppe tapfer in aller Öffentlichkeit aus. Sie verzogen keine Miene, des Friedens wegen. Sie bezeugten sogar, dass sie wohl schmecke und ließen den König immer wieder 3x hoch leben. Allerdings wollte keiner dieser kleinen Leute einen Nachschlag von des Köngis Suppe. Lediglich die großen Leute bekamen nicht genug. Sie schlugen sich so den Wams voll bis sie drohten zu platzen. Einige von ihnen begaben sich sogar hinter die Büsche, um sich zu erleichtern, damit sie noch mehr Suppe schöpfen konnten. Es war ein wirkliches Festessen.

Aber die darauf folgenden, täglichen Suppe machte die kleinen Leute durstig in diesem Lande. Sie waren unentwegt dabei Wasser aus dem Brunnen zu holen; Flaschen und Fässer zu füllen. Es wurde sogar erzählt, dass einer sich ein ganzen Fass Wasser aufs Feld mitnahm und es war am Abend leer. Viele schämten sich ihres Durstes und gingen nur des nachts zum Brunnen bis er eines Tages leer war.

Das erzürnte den König. Er hielt seine Untertanen für undankbar und verschwenderisch. Aber er war ein guter König. Er rationierte das Wasser und gab dafür mehr Suppe aus, auf dass seine kleinen Leute immer schön kräftig für die tägliche Arbeit seien.

Die kleinen Leute weinten heimlich in den Nächten, obwohl nicht eine Träne mehr aus ihren Augen kommen wollte. Stattdessen fielen Salzperlen aus ihren Gesichtern. Das war ihr friedlicher und stiller Protest. Ihre Beine schwollen an, aber da es allen gleich erging, hielt der König das alles für ganz normal. Sogar der Hofmediziner erkannte darin eine neue evolutionäre Stufe der Menschheit. Kam allerdings ein schlanker kleiner Mensch des Weges wurde er vom Stand weg als Schurke verhaftet, da er nicht normal war.

Das nächtliche Weinen hörten auch die Späher seiner Majestät. Als sie dem hohe Rat der Weisen davon berichteten kam dieser zu dem Schluss, dass es sich hierbei um das Heulen von Wölfen im nahen Wald handeln muss. Sofort berichteten sie dem König von dieser drohenden Gefahr. Dieser hatte nichts anderes im Sinne als seine Untertanen zu schützen und befahl die schweißtreibende Arbeiten von noch höheren Mauern und Zäunen.

So wurde das Weinen in den Nächten noch lauter und die Mauern muss noch höherer werden. Die kleinen Leute schleppten sich mit ihren aufgedrunsenen Körpern zur Arbeit. In ihrer Verzweiflung und Frömmigkeit aßen sie noch mehr versalzene Suppe, nur um die Linien der Zivilisation nicht zu überschreiten.

Bis eines Nachts kein Laut mehr zu hören war. Es herrschte eine Totenstille im Königreich. Lediglich aus dem Speisesaal des Königs drang ein fröhliches Stimmengewirr gespickt mit dem hohlen Gelächter der edlen Damen und gelehrten Stimmen.

Als allerdings an diesem Tage kein Diener mehr erschien, um die Suppenschüsseln der großen Leute abzutragen, damit der Hauptgang serviert werden konnte. Polterte der König höchst persönlich und wutentbrannt durch die dunklen Gänge zu seinem Personal in den Katakomben seines Schlosses.

Er riss die Küchentüre auf. Der Qualm von verbranntem Essen schlug ihm entgegen. Die Worte blieben ihm im Halse stecken. Wie einen dicken Kloß schluckte er sie hinter. Dort hinter dem Herd stand der Koch, erstarrt zu einer Salzsäule, während er das Gemüse kochte. Alles stand still in der königlichen Küche. Die Gans verbrannte gemächlich im Bräter vor sich hin. Alle waren starr vor Salz. Selbst die Maus glänzte kristallen. Fast wäre es schöner Anblick gewesen, schon war Verzücken in den Augen des Königs zu erkennen, als ihm aber eine Fliege auf den Kopf fiel und klirrend und in Tausend Teile zerspringend auf dem Boden zerbarst, rannte er panisch zu seinen Gästen zurück.

Es dauerte nicht lange, da verließen alle Berater, Wissenschaftler und große Menschen seine Majestät, Sie verließen fluchtartig das Schloss. Man sah selbst den Hofmaier seine Pferde eigenhändig anspannen. Sie zogen weiter zu anderen Königsländern, wo andere kluge Köpfe herrschten. Denn wären sie geblieben, hätten sie das nötige Tagewerk für ihren Luxus selber verrichten müssen. Das war ihnen zu mühselig und ihre zarten Körper und feinen Finger wären kläglich schroff geworden. Zurück blieb ein König, ganz alleine mit sich selbst.


Noch heute hört man ihn an windstillen Tagen klagen: "Ach , liebe Leut, hätte ihr mir doch euer Leid  geklagt, aber ihr schwieget - ihr dummes Pack!"

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